transparent
Ein Blick in die virtuelle Zivilgesellschaft Irans

Der Verein

 

// English Version below

In der deutschen Öffentlichkeit wird der Iran — nicht zuletzt wegen seines Atomprogramms — im Wesentlichen aus sicherheitspolitischer Perspektive betrachtet und diskutiert. Soziale, soziokulturelle und innenpolitische Prozesse geraten dabei aus dem Blickfeld. Dabei benötigen beim Aufbau und zum Schutz einer jungen Zivilgesellschaft gerade diese Themen internationale Aufmerksamkeit. Manipulative und einseitige Berichterstattung der iranischen Staatsmedien verstärkt die verzerrte und lückenhafte Wahrnehmung der innenpolitischen Situation Irans im Ausland. Deshalb wurde Transparency for Iran (TFI) als gemeinnütziger Verein in Berlin gegründet. Zweck des Vereines ist die Unterstützung von Menschenrechten und Pressefreiheit, die Schaffung von Transparenz bei politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Iran sowie die Sensibilisierung der deutschen Öffentlichkeit für diese Themen. Damit soll unter anderem eine demokratische Meinungsbildung im Bezug auf den Iran ermöglicht werden. Wie wird dieser Zweck verwirklicht?

 

Gesellschaften sind wie Texte, die ihre eigene Interpretation in sich tragen – so auch der Iran. Doch die Journalisten, die diesen „Text“ lesen und erklären könnten, sitzen in iranischen Gefängnissen oder leben im Exil. Hier setzt die Redaktion von TFI an. Unsere Informationsnetzwerke, ihre Ortskundigkeit und Sprachkenntnis ermöglichen unseren Autoren und Journalisten dichte Beschreibungen des vielschichtigen Iran-Puzzles. Die redaktionellen Inhalte bieten im leserfreundlichen Magazinformat täglich neue Texte mit weiterführenden Hintergrundinformationen, die in deutschen Medien aufgrund der Nachrichtenlage nicht genug Beachtung finden. Die Redaktion von TFI versucht so, ein möglichst ganzheitliches Bild der gesellschaftspolitischen Entwicklungen und Meinungsbildungsprozesse im Iran darzustellen.

 

Zudem greifen die TFI-Veranstaltungen aktuelle,  relevante Entwicklungen im Iran auf, um sie mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft einem breiten Publikum aus Fachleuten und interessierten Laien näherzubringen. Hierbei betreibt TFI — anders als bei der redaktionellen Arbeit, die sich an den publizistischen Grundsätzen des Deutschen Presserats orientiert — eine klare, die Vereinszwecke fördernde Themenanwaltschaft.


About us:

In the German public, Iran is primarily viewed and discussed from a security policy perspective, not least because of its nuclear program. Domestic politics, social and socio-cultural dynamics often disappear from view. For a civil society that is on the move, international attention for these issues is vital. Manipulative and biased reporting of the Iranian state media reinforces the distorted and incomplete perception of the internal political situation in Iran abroad. Therefore, Transparency for Iran (TFI) was founded as a nonprofit association in Berlin. Purpose of the association is to support human rights and press freedom, the creation of transparency on political and social developments in Iran and the German public’s awareness of these issues. This is to allow, inter alia, a democratic formation of opinion with regard to Iran. How is this purpose realized?

Just like narratives, sicieties convey their own meaning. Journalists most suitable to interpret that meaning are imprisoned in Iran or live in exile. This is where TFI comes in. Our information networks, their local knowledge and language skills enable our writers and journalists to deliver thick descriptions of the multi-layered Iran-puzzle. In a reader-friendly magazine format, the editorial content offers background information that is marginalised in the german media coverage on Iran. By doing so, TFI’s editorial staff tries to facilitate a holistic understanding of Iranian internal affairs and opinion formation.

In cooperation with experts from academia, politics, culture and civil society, TFI events seize on current and relevant developments in Iran for a broader audience of professionals and interested laymen.