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Ein Blick in die virtuelle Zivilgesellschaft Irans

Schlagzeilen

74 Prozent mehr Auto-Importe

19. April 2014
In den vergangenen zwölf Monaten hat der Iran 78.673 Kraftfahrzeuge im Wert von 1,6 Milliarden Dollar importiert. Das teilte das iranische Zollamt iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Freitag mit. Demnach stieg die Zahl der Auto-Importe im Vergleich zum Vorjahr um 74 Prozent. Experten sehen die Ursache darin in der inländischen Autoproduktion, die aufgrund der internationalen Sanktionen um die Hälfte zurückgegangen ist. Dem Bericht nach stehen die Vereinten Arabischen Emirate mit 10,9 Milliarden Dollar auf Platz 1 der Rangliste der Länder, die in den Iran importieren. Es folgen China mit 9,6 und Indien mit 4,3 Milliarden Dollar. fh

Spezialeinheit stürmt Gefängnistrakt politischer Häftlinge

18. April 2014
Rund 100 Sicherheitskräfte haben am Donnerstagmorgen den Trakt 350 des Evin-Gefängnisses in Teheran gestürmt, wie das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Donnerstag meldete. In diesem Trakt sind die politischen Häftlinge untergebracht. Mehr als dreißig Insassen sollen bei der über fünfstündigen Polizeiaktion verletzt worden, vier wegen schwerer Blutungen und Knochenbrüchen ins Krankenhaus gekommen sein. Laut Kalameh handelte es sich um die blutigste und gewalttätigste Konfrontation seit 20 Jahren. Die Gefangenen hatten zuvor dagegen protestiert, wie Durchsuchungen und Kontrollen in dem Gefängnis durchgeführt werden. fh  

Teheran zehnt-riskanteste Stadt der Welt

17. April 2014
Auf einer internationalen Liste von Naturkatastrophen bedrohter Großstädte steht Teheran auf Platz zehn. Die Rückversicherung Swiss Re hat 616 Metropolen auf ihre Bedrohung durch Naturkatastrophen hin untersucht. Auf dieser Liste der High-Risk-Städte nimmt die iranische Hauptstadt mit ihren 14 Millionen EinwohnerInnen aufgrund der Bedrohung durch Erdbeben einen der vordersten Plätze ein. Teheran verfüge über kein modernes Erdbeben-Warnsystem, außerdem seien dort die wenigsten Gebäude erdbebensicher gebaut, heißt es in dem Bericht zur Liste. Fast der gesamte Iran ist potenzielles Erdbebengebiet. Teheran befindet sich über vier ... mehr »

Verlegerin boykottiert Buchmesse

16. April 2014
Die Leiterin des iranischen Buchverlags „Roshangaran and Women Studies“, Shahla Lahiji, will aus Protest gegen „Einschränkungen bei Veröffentlichungen im Iran“ nicht an der Internationalen Buchmesse in Teheran teilnehmen. Das sagte Lahiji in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ISNA. „Vor einem Jahr habe ich 34 Bücher beim Kultusministerium eingereicht“, so Lahiji. „Bis heute habe ich keine Genehmigung zur Veröffentlichung erhalten.“ Damit nimmt die Verlegerin zum fünften Mal in Folge nicht an der Buchmesse teil. Die 72-jährige Lahiji kritisiert, dass die von Präsident Hassan Rouhani versprochenen Verbesserungen im Literaturbetrieb noch nicht eingetreten seien. Im Iran müssen VerlegerInnen für ... mehr »

Konservativer Parlamentarier kritisiert Regierung

15. April 2014
Der konservative iranische Abgeordnete und Sprecher der Nationalen Sicherheitskommission im Parlament des Iran, Hossein Naghawi, hat scharfe Kritik an der Regierung von Präsident Hassan Rouhani geübt. Trotz der Vereinbarung über Lockerungen der Sanktionen gegen den Iran sei „noch immer kein internationales Versicherungsunternehmen bereit, iranische Öltanker zu versichern, noch immer hat kein Flugzeughersteller Ersatzteile für iranische Flugzeuge an den Iran verkauft“, sagte Naghawi iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Montag. „Bis jetzt wurde kein Dollar wie geplant investiert.“ Damit bezog sich der Abgeordnete auf die 4,2 Milliarden Dollar iranischer Öleinnahmen, die aufgrund der Finanzsanktionen bei ausländischen Banken blockiert waren und bis ... mehr »

Streit um Beisetzung des US-Historikers Frye

14. April 2014
Der Außenminister des Iran, Javad Zarif, hat das iranische Präsidialamt gebeten, die notwendigen Schritte zur Beisetzung des US-amerikanischen Orientalisten und Historikers Richard Nelson Frye im Iran zu unternehmen. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Sonntag. Frye, der am 27. März in Boston verstarb, galt als einer der besten Kenner der Geschichte des Iran. Er hatte in seinem Testament den Wunsch geäußert, in ... mehr »

Kein Visum für Irans UN-Botschafter

12. April 2014
Die USA werden dem vom Iran als Botschafter bei den Vereinten Nationen nominierten Hamid Aboutalebi kein Einreisevisum ausstellen. Das teilte ein Sprecher des Weißen Hauses am Freitag mit. Die USA werfen Aboutalebi vor, der Studentengruppe „Muslim Student Followers of the Imam's Line“ angehört zu haben. Die Gruppe hatte 1979 kurz nach der islamischen Revolution im Iran die US-Botschaft in Teheran besetzt und dort 52 AmerikanerInnen 444 Tage lang als Geiseln festgehalten. Aboutalebi bestreitet eine aktive und organisatorische Mitwirkung bei der ... mehr »

Falsche Touristenzahlen

11. April 2014
Nicht 4,3 Millionen, sondern nur eine Million ausländischer Touristen hat zwischen März 2011 und April 2012 den Iran besucht. Mit diesen neuen Zahlen korrigierte der Leiter der Iranischen Organisation für Kulturerbe und Tourismus (ICHHTO), Masoud Soltanifar, frühere Angaben der Regierung Mahmud Ahmadinedschads. Gleichzeitig machte Soltanifar auf die große Differenz zur Zahl iranischer Auslandsreisender aufmerksam. Im selben Zeitraum seien rund acht Millionen IranerInnen ins Ausland gereist. Dabei hätten sie insgesamt zehn Milliarden US-Dollar in anderen Ländern ausgegeben. Aktuelles Ziel sei, im Jahr 2014 „etwa 20 Millionen Touristen im Iran empfangen zu können“, sagte Soltanifar weiter. Dies sei allerdings aufgrund ... mehr »

Krankenversicherung für alle

10. April 2014
Vom neunten April an sollen alle IranerInnen staatlich krankenversichert sein. Das teilte Irans Arbeitsminister Ali Rabiei iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Mittwoch mit. Davon sollen vor allem die sechs Millionen der Bevölkerung von insgesamt 77 Millionen profitieren, die bislang gar keine Krankenversicherung besitzen. Die Regierung hatte kürzlich beschlossen, die großen iranischen Krankenversicherungen in der neu gegründeten Organisation „Iran Health Insurance Organization“ zusammenzubringen. Damit sollen alle BürgerInnen eine Basis-Krankenversicherung bekommen. Außerdem sollen Versicherungen künftig 70 Prozent statt wie bisher nur 30 Prozent medizinischer Behandlungskosten übernehmen. Neuen Zahlen zufolge sei in ... mehr »

Opfer-Familie boykottiert Gerichtsverhandlung

09. April 2014
Die Familie des an Folter gestorbenen Bloggers Sattar Beheshti hat nicht an der Gerichtsverhandlung gegen den mutmaßlichen Mörder ihres Sohnes teilgenommen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den 8. April. Das sei aus Protest gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft geschehen, die Anklage gegen den Cyber-Polizisten von „versuchtem Mord“ auf „scheinbar versuchten Mord“ zu ändern, sagt die Rechtsanwältin Gitti Pourfazel. Damit behaupteten die Verantwortlichen, der Polizist habe keine Absicht gehabt, Beheshti zu töten, so Pourfazel. Dabei sei der an den Folgen schwerer Schläge gestorben, die zu ... mehr »

Iran verärgert über EU-Beschluss

08. April 2014
„Das Parlament der Europäischen Union ist zu unbedeutend, als dass es das iranische Volk beleidigen könnte.“ Mit dieser Äußerung reagierte der iranische Präsident Hassan Rouhani auf einen Beschluss des EU-Parlaments vom 3. April. Darin fordert das Parlament den Iran auf, die Todesstrafe abzuschaffen sowie die Meinungs- und die Religionsfreiheit anzuerkennen. Außerdem sieht der Beschluss vor, eine EU-Vertretung in Teheran noch in diesem Jahr einzurichten. Für den Iran habe die Resolution keine bindende Wirkung, sagte Rouhani. Der EU-Beschluss sorgte auch im iranischen Abgeordnetenhaus für heftige Debatten. Parlamentschef Ali Larijani ... mehr »

Jeish El-Adl“ lässt Geiseln frei

07. April 2014
Vier von der Gruppe „Jeish El-Adl“ entführte iranische Grenzschützer sind freigelassen worden. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Sonntag. Irans Präsident Hassan Rouhani begrüßte die Freilassung der Grenzpolizisten. Gleichzeitig forderte der Regierungschef die Verantwortlichen auf, sich intensiv um den Fall der von den Geiselnehmern hingerichteten fünften Geisel zu kümmern. Im Februar hatte „Jeish El-Adl“ in der ostiranischen Provinz Sistan-Belutschistan an der Grenze zu Pakistan fünf iranische Grenzsoldaten entführt und Ende März eine der Geiseln getötet. Presseberichten zufolge wurde die Leiche des Getöteten bis heute nicht seiner Familie übergeben. „Jeish El-Adl“ bezeichnet sich ... mehr »

IranerInnen rauchen mehr

05. April 2014
Im Jahr 2013 wurden im Iran insgesamt 19 Milliarden Zigaretten hergestellt. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der größte iranische Tabak- und Zigarettenhersteller „Iranian Tabacco“ mit, wie Nachrichtenagenturen am Samstag berichteten. „Iranian Tobacco“ erzielte demnach mit einem Jahresumsatz von 705 Milliarden Tuman, umgerechnet 360 Millionen Euro, einen um 32 Prozent höheren Gewinn als im Jahr 2012. Etwa 70 Milliarden Zigaretten werden jährlich im Iran geraucht. 30 Prozent des Jahreskonsums kommen Experten zufolge per Schmuggel ins Land. Offiziellen Angaben zufolge gibt es im Iran 10 ... mehr »

Geistliche an iranischen Schulen

04. April 2014
Mehr als 1,5 Millionen Geistliche sind im Iran als Berater oder Lehrer für religiöse Angelegenheiten im Bildungswesen tätig. Einem entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur... mehr »

Picknick am 13. Nouruztag

02. April 2014
  Millionen IranerInnen haben auch in diesem Jahr den 2. April in der Natur verbracht. Traditionell wird im Iran das neue Sonnenjahr, das am 20. März beginnt, mit dem 13-tägigen Nouruzfest gefeiert. Am 13. Tag, dem „Sizdah bedar“, picknicken die Familien in der Natur, um damit den Frühling willkommen zu heißen. Dabei werden Linsen-oder Weizensprossen, die man vor dem Neujahrsfest angepflanzt hat, in einen Fluss geworfen. Damit wird das Grün der Natur zurückgegeben und so der Kreislauf des Lebens symbolisiert. Zudem gilt nach ... mehr »

Appell an Geiselnehmer

02. April 2014
Gouhar Eshghi, die Mutter des 2012 nach Folter verstorbenen iranischen Bloggers Sattar Beheshti, hat in einem Brief an die pro-sunnitische Gruppe „Jeish El-Adl“ plädiert, die gefangenen iranischen Grenzpolizisten freizulassen. Geiselnahmen seien „nicht der richtige Weg“, so Eshgi.Auszüge aus dem Brief veröffentlichte das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Dienstag. ... mehr »

Erdgas wird teurer

01. April 2014
Private Haushalte im Iran müssen ab April dieses Jahres mit einem Preisanstieg bei Gas von 20 Prozent, Geschäfte, Dienstleister und öffentliche Einrichtungen sogar mit 30 Prozent rechnen. ... mehr »

Rouhani ernennt neuen UN-Botschafter

31. März 2014
Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat den 56-jährigen Soziologen Hamid Aboutalebi zum neuen ständigen Vertreter des Irans bei den Vereinten Nationen ernannt. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag. Aboutalebi war zuletzt im Präsidentenamt als Rouhanis Vertreter in Politikangelegenheiten beschäftigt. Die Karriere des Diplomaten begann kurz nach der islamischen Revolution 1979 beim Außenministerium. In den Neunziger Jahren promovierte er in Frankreich. Später diente ... mehr »

Knapp 10 Millionen Analphabeten im Iran

29. März 2014
9,7 Millionen Menschen im Iran können weder lesen noch schreiben. Das geht iranischen Nachrichtenagenturen zufolge aus aktuellen offiziellen Statistiken hervor. Demnach sind rund 14 Prozent der IranerInnen AnalphabetInnen. Drei Millionen davon sind älter als 50 Jahre, ... mehr »

Mehr Hinrichtungen im Iran

28. März 2014
Laut Amnesty International (AI) wurden 2013 im Iran 369 Menschen, davon 358 Männer und 11 Frauen, hingerichtet. Damit sei die Zahl der Hinrichtungen in der Islamischen Republik im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gestiegen, so die internationale Menschenrechtsorganisation. Außerdem lägen Amnesty Dokumente vor, die auf weitere 335 heimlich vollstreckte Hinrichtungen im Iran hinwiesen, heißt es im AI-Bericht. Weltweit wurden dort für das Jahr 2013 insgesamt 778 Hinrichtungen registriert. 80 Prozent davon fanden im Iran, in Saudi-Arabien ... mehr »

Parlament und Justiz warnen Außenminister

27. März 2014
Falls die Europäische Union erneut ParlamentarierInnen zur Prüfung der Menschenrechtslage in den Iran schicken sollte, werde sich diesmal die Justiz direkt dagegen einschalten. Das teilte der iranische Abgeordnete Javad Karimi Ghodousi der Nachrichtenagentur ... mehr »

Spannungen zwischen Iran und Pakistan

26. März 2014
Nach der Hinrichtung eines iranischen Grenzpolizisten durch die im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet aktive pro-sunnitische Gruppe „Jeish El-Adl“ verschärft sich die Spannung zwischen Teheran und Islamabad. Am heutigen Mittwoch sei der pakistanische Botschafter in ... mehr »

Geiselnehmer töten Grenzpolizisten

25. März 2014
  Ein von der Gruppe „Jeish El-Adl“ entführter iranischer Grenzschützer ist von seinen Geiselnehmern erhängt worden. Nachrichtenagenturen zufolge bestätigten die zuständigen Behörden dies am Montag offiziell. Im Februar waren in der ostiranischen Provinz Sistan-Belutschistan an der Grenze zu Pakistan fünf iranische Grenzsoldaten von „Jeish El-Adl“ entführt worden. Die Geiselnehmer forderten von der iranischen Regierung die Freilassung von 50 inhaftierten Anhängern. Außerdem sollten weitere 200 der sunnitischen Glaubensrichtung angehörende Häftlinge aus iranischen Gefängnissen entlassen werden. „Jeish El-Adl“ bezeichnet sich selbst als pro-sunnitische Gruppe, die für die Rechte der religiösen Minderheit im Iran kämpft. Der ... mehr »

Iran erkennt kanadisches Gerichtsurteil nicht an

24. März 2014
Iran werde einen kanadischen Gerichtsbeschluss nicht anerkennen, der den Verantwortlichen erlaube, sieben Millionen Dollar iranischer Staatsgelder, die bei kanadischen Banken liegen, zu beschlagnahmen. Das sagte die Sprecherin des iranischen Außenministeriums, Marziyeh Afkham, Nachrichtenagenturen zufolge am Sonntag. ... mehr »

Sanktionslockerungen im Hochschulbereich

22. März 2014
Hochschulen der USA können künftig Austauschprogramme mit iranischen Hochschulen durchführen. Eine entsprechende Bewilligung erteilte das US-amerikanische Finanzministerium, wie das Nachrichtenportal der BBC-Persian am Freitag meldete. Mit der neuen Bewilligung werden auch finanzielle Sanktionen gegen den Iran gelockert, etwa beim Geldtransfer für gemeinsame wissenschaftliche Programme und bei Stipendien für iranische Studierende in den USA. US-Außenminister John Kerry begrüßte diese Entscheidung. Er hoffe, dass dadurch mehr Iraner in den USA studieren könnten, so Kerry laut BBC-Persian. Bei dem im ... mehr »

Rouhani sendet Neujahrgrüße per SMS

21. März 2014
  Irans Präsident Hassan Rouhani hat Millionen IranerInnen zum iranischen Neujahrfest Nouruz per SMS gratuliert. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag. Demnach sollen vier iranische Handyanbieter als Sponsoren gedient und den Regierungschef bei der Aktion unterstützt haben. Die SMS enthielt keine Absendernummer, stattdessen lediglich Rouhanis Namen. Auch das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, beglückwünschte die iranische Bevölkerung. Dabei nannte er das Motto des neuen Jahres: "Wirtschaft und Kultur mit nationaler Entschlossenheit und dschihadistischem Management". Im kommenden Jahr solle nicht nur die Wirtschaft des Landes, sondern auch "islamische Werte und Kultur“ mehr gefördert werden, ... mehr »

Goldfischsterben zu Nouruz

20. März 2014
Glückseligkeit sollen sie auf der traditionellen „Haft-Sin“-Tafel beim iranischen Neujahrsfest symbolisieren – doch für Millionen Goldfische jährlich bedeutet dies den Tod. Offiziellen Angaben zufolge sterben in jedem Jahr etwa fünf Millionen Goldfische innerhalb der knapp zwei Wochen andauernden Nouruz-Feiertage, die am 20. März beginnen. Ursachen seien schlechte Bedingungen wie zu enge und verschmutzte Behälter bereits bei den Züchtern, später falscher Umgang der Käufer mit ... mehr »

Iran Weltmeister im Freistil-Ringen

18. März 2014
Die iranische Nationalmannschaft gewann beim Finale der Ringer-Weltmeisterschaften im Freistil die Goldmedaille und wurde ... mehr »

Parlament warnt Atomunterhändler

17. März 2014
Abgeordnete des iranischen Parlaments haben die iranischen Atomunterhändler aufgefordert, bei den bevorstehenden Atomgespräche auf Irans „Recht auf Urananreicherung“ zu bestehen. Eine entsprechende Erklärung, die iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag veröffentlichten, wurde von 200 Parlamentariern und damit einer großen Mehrheit der insgesamt 264 Mitglieder des iranischen Parlaments unterzeichnet. Weiter warnten die Abgeordneten davor, den westlichen Verhandlungspartnern die Schließung von Schwerwasserreaktoren zuzusichern. Außerdem dürfe der Westen sich nicht in die militärischen Angelegenheiten des Landes wie den Raketenbau einmischen. Am Dienstag wird sich die Gruppe 5+1, bestehend aus den fünf Vetomächten der Vereinten Nationen und Deutschland, in Wien zu weiteren Verhandlungen mit dem Iran ... mehr »

Frauenrechtlerin kritisiert Außenminister

15. März 2014
Die Frauenrechtlerin Narges Mohammadi hat in einem offenen Brief den iranischen Außenminister Javad Zarif kritisiert. „Ich hätte von einem Minister einer gemäßigten Regierung nicht erwartet, dass er mich Fitna-Anhängerin bezeichnet", so Mohammadi. Als Vertreter der Fitna ... mehr »

Drogen erhöhen Scheidungsrate

14. März 2014
Laut dem iranischen Innenministerium ist die Scheidungsrate im Iran um 13 Prozent gestiegen. Etwa die Hälfte aller Scheidungen seien auf Drogenprobleme zurückzuführen. Das teilte der iranische Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli laut dem Nachrichtenportal Hamshahri ... mehr »

Iran kritisiert Ban Ki-moon

13. März 2014
  Aliakbar Velayati, außenpolitischer Berater des religiösen Oberhaupts des Irans Ayatollah Ali Khamenei, hat den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, als "unfähigsten Generalsekretär der Geschichte" bezeichnet. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch. Velayati warf Ban Ki-moon vor, vollkommen im Dienste der US-Amerikaner zu stehen und die UN-Tribüne zugunsten der USA zu nutzen. Damit reagierte der frühere Außenminister Velayati auf den jüngsten UN-Bericht über die Menschenrechtssituation im Iran. Darin wurde unter anderem kritisiert, dass die Oppositionsführer der Grünen Bewegung, Mir Hossein Moussawi, seine Frau Zahra Rahnavard und Mehdi Karroubi, seit mehr als drei Jahren ohne ... mehr »

Baha’i appellieren an Großayatollahs

12. März 2014
500 Mitglieder der religiösen Gemeinschaft der Baha’i haben in einem offenen Brief die iranischen Großayatollahs aufgefordert, für mehr Sicherheit und Schutz der religiösen Minderheiten im Iran zu sorgen. Das Schreiben wurde am Dienstag auf der Webseite ... mehr »

Kritik an Ashtons Treffen mit Frauenrechtlerinnen

11. März 2014
Das iranische Außenministerium hat das Treffen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton mit iranischen Menschen- und Frauenrechtsaktivistinnen in Teheran kritisiert. "Dieses Treffen war weder offiziell organisiert noch geschah es in Absprache mit dem Ministerium“, so das Außenamt am ... mehr »

Proteste der Gonabadi-Derwische brutal unterdrückt

10. März 2014
  Rund 250 AnhängerInnen der Gonabadi-Derwische, die sich seit zwei Tagen vor dem Obersten Gericht in Teheran zu Protesten versammelt hatten, sollen festgenommen worden sein. Das meldete das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Montag. Iranische Sicherheitskräfte sollen dabei mit Gewalt gegen die Protestierenden vorgegangen sein und einige Frauen mit Schlagstöcken schwer verletzt haben. Die Anhänger und Familienmitglieder der Sufigemeinde hatten gegen die Verlegung von drei inhaftierten Gonabadi-Derwischen aus dem Teheraner Evin-Gefängnis in das Rajaei-Shahr-Gefängnis sowie gegen die schlechte medizinische Versorgung kranker Häftlinge protestiert. Die Gonabadi-Derwische betrachten sich als schiitische Muslime, folgen aber nicht dem religiösen Führer der Islamischen Republik, Ayatollah ... mehr »

Freilassung von politisch inhaftierten Frauen gefordert

08. März 2014
Mitglieder der reformorientierten iranischen Partei „Kooperationsfront des islamischen Iran“ haben in einem offenen Brief die Freilassung aus politischen Gründen inhaftierter Frauen gefordert. Der Brief wurde am Samstag auf dem persischsprachigen Nachrichtenportal Kalameh veröffentlicht. Das anlässlich des internationalen Frauentags verfasste Schreiben richtet sich an Frauen im iranischen Regierungsapparat und appelliert an diese, sich für die Freilassung der Gefangenen einzusetzen. Die VerfasserInnen nennen darin konkret drei Frauen, die derzeit im ... mehr »

Khamenei warnt die Regierung

07. März 2014
Irans religiöses Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei hat die Regierenden ermahnt, islamische Werte und revolutionäre Maßstäbe bei ihren Entscheidungen nicht zu missachten. Dies habe der Ayatollah bei einem Treffen mit Mitgliedern des iranischen Expertenrats gesagt, berichtete die ... mehr »

Iran bekommt Teil seiner blockierten Gelder

06. März 2014
Der Iran bekommt Zugang zu einem Teil seiner aufgrund internationaler Sanktionen gegen das Land blockierten Gelder. Insgesamt sei eine Milliarde Dollar an die iranische Zentralbank überwiesen worden, teilte Regierungssprecher Mohammad Bagher Noubakht laut der iranischen Tageszeitung Shargh am Donnerstag mit. Es handelt sich dabei um Geld aus Erdölgeschäften. Im Genfer Atomabkommen zwischen dem Iran und der Gruppe 5+1, bestehend aus den UN-Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland, war im November vergangenen Jahres unter anderem beschlossen worden, bis Ende März 4,25 Milliarden Dollar iranischer Gelder freizugeben. Insgesamt seien 150 Milliarden Dollar bei ausländischen Banken gesperrt, die nach einer endgültigen Einigung mit dem ... mehr »

Benzinimport gegen Luftverschmutzung

05. März 2014
Der Iran will ab April täglich rund 11 Millionen Liter Benzin aus dem Ausland importieren. Das teilte der Geschäftsführer der „National Iranian Oil Products Distribution Company“ (NIOPDC), Mostafa Kashkouli, laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR ... mehr »

Mehr Single-Frauen als Single-Männer

04. März 2014
Im Iran gibt es neuen Zahlen zufolge mehr Single-Frauen als Single-Männer. 6,5 Millionen Frauen, dagegen nur 5,9 Millionen Männer seien unverheiratet, sagte die Mitarbeiterin der Beratungsorganisation „Psychologie and Counseling Organisation of Iran“, Shokouh Navabinejad, der Nachrichtenagentur ... mehr »

Kultusminister fordert Aufhebung von Facebooksperre

03. März 2014
Bei vier Millionen Facebook-Usern im Iran solle das Verbot der Nutzung von Facebook aufgehoben werden. Das sagte der iranische Kultusminister Ali Janati,  wie iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag berichteten. Janati kritisierte zudem die vom Informationsministerium ... mehr »

Strompreise drastisch angestiegen

01. März 2014
Ab April 2014 werden die Strompreise im Iran um 25 Prozent steigen. Das teilte das iranische Energieministerium am Freitag mit. Das ist die zweite Erhöhung der Strompreise im Iran innerhalb der vergangenen sechs Monate. Gleichzeitig kündigte Irans Wirtschaftsminister Ali Tayebniya an, die Energiepreise insgesamt würden ab April dieses Jahres "leicht, aber kontinuierlich" steigen. Gemeint sind dabei auch die Preise für Benzin und Gas. Wirtschaftsexperten erwarten, dass der Preisanstieg für Energie zu mehr Inflation führen wird. Laut offiziellen Angaben lag die Inflation im Februar bei 33,7 Prozent. fh

Importierter Tee doppelt so teuer

28. Februar 2014
Der Iran musste in den vergangenen zwölf Monaten 60.000 Tonnen Tee aus dem Ausland importieren, um den Bedarf seiner Bevölkerung zu decken. Das teilte der Leiter der "Iran Tea Organisation", Ali Moharar, der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Freitag mit. Demnach lag die inländische Teeproduktion im selben Zeitraum nur bei 20.000 Tonnen. Tee wird im Iran als Nationalgetränk konsumiert. Ein Kilo importierter Tee kostet derzeit umgerechnet etwa zehn Euro, doppelt so viel wie der iranische Tee. fh

Streit um Eröffnung von Ahmadinedschads Uni

27. Februar 2014
Um die Zulassung einer vom ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Sommer 2013 in Teheran gegründeten Universität gibt es Streit. In einer Presseerklärung betonte die Uni gestern, dass sie alle notwendigen Berechtigungen habe, um Studierende aufnehmen zu können. Auszüge der Erklärung wurden heute in der Tageszeitung Shargh veröffentlicht. Zuvor hatte der Zuständige für private Universitäten beim iranischen Wissenschaftsministerium, Karen Abri Niya, in einem Interview die ordentliche Lizensierung der Universität bestritten. Demnach soll sie zwar eine ... mehr »

Erste Gouverneurin in Sistan-Belutschistan

26. Februar 2014
Erstmalig ist eine Frau zur Gouverneurin in der Kleinstadt Hamun in der südostiranischen Provinz Sistan-Belutschistan ernannt worden. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch. Die neue Gouverneurin Masoumeh Parandvar hat Stadtplanung studiert und ... mehr »

74 Tierarten vom Aussterben bedroht

25. Februar 2014
Laut der iranischen Naturschutzorganisation "Iranian Department of Environment" stehen 74 iranische Tierarten auf der roten Liste der Weltnaturschutzorganisation "International Union for Conservation of Nature and Natural ... mehr »

Herausgeber verbotener Zeitung freigelassen

24. Februar 2014
Der Herausgeber der iranischen Tageszeitung Aseman, Abbas Bozorgmehr, ist gegen eine Kaution von 300 Millionen Tuman, umgerechnet etwa 300.000 Euro, freigelassen worden. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag. Bozorgmehr war im Zuge des Verbots ... mehr »

Todesstrafe wegen „Beleidigung des Propheten“

23. Februar 2014
Nach Angaben der International Campaign for Human Rights in Iran hat ein iranisches Gericht den 34-jährigen Ruhollah Tavana zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde trotz der Bitte des Angeklagten und seiner Angehörigen um Gnade durch eine höchstrichterliche Entscheidung bestätigt. Tavana, der im Oktober 2011 in der ostiranischen Stadt Mashhad verhaftet wurde, wird vorgeworfen, den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Auf seinem Computer wurden Videoaufnahmen gefunden, auf denen er in alkoholisiertem Zustand Äußerungen getätigt haben soll, die die Richter als „Beleidigung des Propheten“ werteten. Laut Artikel ... mehr »

Tote und Verletzte nach Grubenunglück

22. Februar 2014
Bei einer Explosion in der Kohlemine von Kohanban in der südostiranischen Provinz Kerman sind mindestens drei Minenarbeiter ums Leben gekommen und zehn weitere mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr News ist der Zustand der Verletzten ernst. Die Kohlemine in Kohanban war erst kürzlich wiedereröffnet worden, nachdem die Verantwortlichen diese zuvor aufgrund von schlechten Sicherheitsbedingungen hatten schließen müssen. Die Stadt Kohanban hat nun eine Untersuchungskommission einberufen, die der Ursache des Unglücks auf den Grund gehen soll. Nach Informationen des iranischen Parlaments tragen vor allem private Bergbauunternehmen einen großen Teil der Verantwortung für die Unfälle, die ... mehr »

Energieministerium warnt vor Wasserknappheit

21. Februar 2014
Die acht größten Städte des Iran müssen sich nach Angaben des Energieministeriums in naher Zukunft auf Versorgungsengpässe aufgrund von ... mehr »

Rektor der Teheraner Uni entlassen

20. Februar 2014
Wie die Nachrichtenagentur Tasnim News unter Berufung auf den iranischen Wissenschaftsminister Reza Faraji Dana berichtet, ist der Rektor der Universität Teheran, Mahmoud Rahbar, entlassen worden. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzbeauftragte des Wissenschaftsministeriums, Mohammad Hossein Omid. Seit dem Amtsantritt des moderaten Präsidenten Hassan Rouhani im vergangenen Jahr war immer wieder über die Neubesetzung des Postens spekuliert worden. Rahbar ... mehr »

Mindestens 18 Tote bei Busunglück

19. Februar 2014
Bei einem schweren Busunfall in der Provinz Mazandaran im Norden des Iran sindmindestens 18 Menschen ums Leben gekommen und weitere 25 ... mehr »

Oppositioneller verhaftet

18. Februar 2014
Kazem Barjasteh, politischer Aktivist und ehemaliger Wahlkampfmitarbeiter des Anführers der Grünen Bewegung, Mir Hossein Moussavi, ist verhaftet und ins Teheraner Evin-Gefängnis ... mehr »

Religiöses Institut stellt Islamkritiker aus

18. Februar 2014
Das religiöse Hosseinieh-Ershad-Institut in Teheran hat für den heutigen Montag überraschend eine Ausstellung der Werke des iranischen Schriftstellers und Islamkritikers Sadegh Hedayat angekündigt. Nach Angaben des Nachrichtenportals Salame no wird das Institut aus seinem eigenen Bibliotheksbestand 80 Werke Hedayats für Besucher ausstellen. Sadegh Hedayat, der 1951 im Alter von nur 48 Jahren in Paris Selbstmord beging, gilt als Begründer der modernen iranischen Prosaliteratur. Da er sich in zahlreichen Schriften kritisch mit der Rolle des Islam in der iranischen Gesellschaft auseinandersetzte, wurden viele seiner Bücher vom offiziellen Buchmarkt des Iran getilgt. Aus der Sicht religiös-konservativer Literaturwissenschaftler und iranischer Behörden verletzen seine ... mehr »

Derwische angeklagt

15. Februar 2014
Gegen vier Derwische des Nematollahi Gonabadi Sufiordens, die sich seit zehn Monaten in der Stadt Schiras in Haft befinden, soll nun Anklage erhoben worden sein. Laut dem Nachrichtenportal Majzooban-e Noor werden Mohsen ... mehr »

Iran und Armenien planen gemeinsames Naturreservat

14. Februar 2014
Der Iran und Armenien wollen ein gemeinsames Naturreservat errichten. Das teilte die frühere iranische Vizepräsidentin und jetzige Leiterin der staatlichen Umweltschutzorganisation ... mehr »

Weibliche Beschneidung im Iran

13. Februar 2014
Fünf Jahre nach der Fertigstellung ihrer Forschungsarbeit über weibliche Genitalverstümmelung im Iran hat die Frauenrechtsaktivistin Rayeheh Mozaffarian nun die Genehmigung erhalten, ihre Ergebnisse zu veröffentlichen. Mozaffarian hat zwischen 2007 und 2009 eintausend iranische Frauen befragt. Ihren Recherchen zufolge finden 70 Prozent der weiblichen Beschneidungen in den Provinzen Kurdistan, West-Aserbaidschan, Kermanshah, Ilam, Lorestan und Hormozgan statt. In manchen Ortschaften Kurdistans und West-Aserbaidschans sollen ... mehr »

35. Jahrestag der Revolution

12. Februar 2014
Im Iran haben am Dienstag die Feierlichkeiten zum 35. Jahrestag der Islamischen Revolution begonnen. Laut Angaben staatlicher Medien sollen an den vom Regime ... mehr »

Konservativer wirbt für Facebook

11. Februar 2014
Der konservative iranische Geistliche Hodschatoleslam Abbas Eskandari hat die politische und geistliche Führung der Islamischen Republik zu ... mehr »

Iran schickt Kriegsschiffe an US-Seegrenze

10. Februar 2014
Der Iran hat erstmals Kriegsschiffe an die US-Seegrenze im Atlantik entsandt. Die Schiffe seien bereits auf dem Weg in den Atlantik, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur ... mehr »

Streikende Minenarbeiter frei

08. Februar 2014
Bahram Hassaninejad, der letzte von 28 Minenarbeitern des Chadormalu-Eisenbergwerks, die aufgrund ihres Streiks Ende Januar von der Polizei verhaftet worden waren, ... mehr »

Rouhani zufrieden mit Wirtschaftspolitik

07. Februar 2014
Irans Präsident Hassan Rouhani hat in einer Ansprache im iranischen Staatsfernsehen eine positive Bilanz seiner bisherigen Wirtschaftspolitik gezogen und sich zuversichtlich ... mehr »

Freilassung der Oppositionsführer möglich

06. Februar 2014
Der Hausarrest der beiden Anführer der oppositionellen Grünen Bewegung, Mir Hossein Moussawi und Mehdi Karroubi, könnte nach Angaben des iranischen Justizministers Mostafa Pourmohammadi unter bestimmten Umständen aufgehoben werden. Die Oppositionsführer müssten dazu erklären, „dass sie sich den Gesetzen des Iran unterordnen und zukünftig darauf verzichten, Unruhe zu stiften“, so Pourmohammadi gegenüber Journalisten bei einer Pressekonferenz in Teheran. Taghi Karroubi, einer der Söhne ... mehr »

Vier Tote nach Rekordschneefall im Nordiran

04. Februar 2014
Ungewöhnlich starker Schneefall hält derzeit die nordiranischen Provinzen Mazandaran und Gilan in Atem. In der Stadt Tonekabon sollen vier erkrankte Menschen dem Extremwetter zum Opfer gefallen sein, nachdem ihr Krankenwagen im Schnne steckengeblieben war, berichtet die Zeitung SHARGH. Ärzte fürchten, dass mit weit mehr Todesopfern zu rechnen sei, sollten die Straßen rund um die Stadt weiterhin vom Schnee blockiert bleiben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur MEHR hat der Rekordschneefall der vergangenen Tage in 145 Städten und Dörfern beider Provinzen die Strom-, Gas-, Wasser- und Nahrungsmittelversorgung zusammenbrechen lassen. Vielerorts sperrte der Schnee die Einwohner in ihre Häuser ein. je

Iran qualifiziert sich für Handball-WM

04. Februar 2014
Die iranische Handball-Auswahl hat sich bei den Asienmeisterschaften in Bahrain nach einem Unentschieden (30:30) im letzten Gruppenspiel gegen das Gastgeberland sowohl erfolgreich für das Halbfinale des Turniers als auch für die Handball-WM 2015 qualifiziert. Für die Qualifikation reichten dem Iran zwei Siege gegen China und Usbekistan und drei Unentschieden gegen Südkorea, Saudi-Arabien und Bahrain. In einer engen Begegnung gelang es den Iranern kurz vor Spielende, den Ausgleichstreffer zu erzielen und sich aufgrund eines besseren Torverhältnisses noch vor Südkorea den zweiten Platz in der Gruppe zu sichern. Die erfolgreiche Qualifikation bedeutet die überhaupt erste Teilnahme des Iran an einer Handball-WM. Diese wird ... mehr »

Oppositionspolitiker Karroubi darf in eigene Wohnung

03. Februar 2014
Der seit drei Jahren unter Hausarrest stehende Reformpolitiker und ehemalige Präsidentschaftskandidat Mehdi Karroubi ist in seine eigene Wohnung im Norden Teherans verlegt worden, wie sein Sohn Taghi Karroubi dem BBC berichtete. Karroubi, der neben Mir Hossein Mousavi als Anführer der oppositionellen „Grünen Bewegung“ gilt, war zuvor in einer dem iranischen Geheimdienst gehörenden Unterkunft festgehalten worden. An den Bedingungen seines Arrests habe sich ansonsten nichts geändert, berichtet die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Karroubi werde weiterhin von Agenten des Geheimdienstes rund um die Uhr überwacht. Über die Gründe der Verlegung ist bisher nichts bekannt. In den vergangenen Wochen war jedoch viel über den ... mehr »

Sicherheitskräfte verbieten Trauerfeier für Hingerichtete

31. Januar 2014
Iranische Sicherheitskräfte haben die Freigabe der Leichname von zwei exekutierten Häftlingen an deren Angehörige verweigert. Den Familien wurde zudem mit strafrechtlichen Konsequenzen gedroht, sollten sie versuchen, eine Trauerfeier für die Hingerichteten in einer Moschee abzuhalten. Genehmigt wurde lediglich eine private Zeremonie. Nach Angaben der Human Rights Activists News Agency (HRANA) wurden Hashem Shabaninejad und Hadi Rashedi, Angehörige der arabischen Minderheit ... mehr »

Mehr Schwangerschaftsabbrüche

31. Januar 2014
Laut dem iranischen Gesundheitsministerium hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im Iran in den vergangenen Jahren verdreifacht. Das berichtet ... mehr »

Energy Globe Award“ für Masoumeh Ebtekar

30. Januar 2014
Die ehemalige Vizepräsidentin des Iran und derzeitige Leiterin der staatlichen iranischen Umweltschutzorganisation, Masoumeh Ebtekar, hat am Mittwoch als erste Frau ... mehr »

Iran erhält Teil seiner Öleinnahmen

29. Januar 2014
Ab dem 1. Februar wird der Iran Zugang zu einem Teil seiner Erdöleinnahmen erhalten. Das berichtet die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur... mehr »

Harte Worte gegen UN-Berichterstatter

28. Januar 2014
Als „bösartigen Idioten“ hat der Menschenrechtsbeauftragte der iranischen Justiz, Mohammad Javad Larijani, den UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, Ahmad Shaheed, bezeichnet. Shaheed sei ein Feind der Islamischen ... mehr »

Journalisten fordern Wiederzulassung ihres Verbands

27. Januar 2014
In einem offenen Brief an Irans Präsidenten Hassan Rouhani haben 722 iranische JournalistInnen die Wiedereröffnung des verbotenen Journalistenverbands gefordert. Wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtet, äußerten sich die UnterzeichnerInnen enttäuscht darüber, dass Rouhani seinem Versprechen nicht nachgekommen sei, den Journalistenverband innerhalb der ersten hundert Tage nach seinem Amtsantritt wieder zuzulassen. Der iranische Journalistenverband war im Zuge der Massenproteste der sogenannten Grünen Bewegung im August 2009 von der Teheraner Staatsanwaltschaft wegen vermeintlicher politischer Agitation verboten worden. Laut ISNA zeigte sich Kulturminister Ali Jannati optimistisch, dass der Verband seine Arbeit in Kürze wieder ... mehr »

Khamenei billigt Rouhanis Politik

25. Januar 2014
Der neue Kurs der iranischen Regierung hat die Zustimmung von Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei. Das hob der Teheraner Freitagsprediger Ayatollah Emami Khashani beim öffentlichen Freitagsgebet an diesem Wochenende hervor. „Die ... mehr »

Deutsche Börse zahlt für den Iran

24. Januar 2014
Die deutsche Börse wird eine Geldstrafe von 152 Millionen US-Dollar zahlen. Darauf haben sich die Betreiberfirma der Börse und das US-amerikanische Finanzministerium am Donnerstag geeinigt. Hintergründe sind die Zusammenarbeit der Börse mit dem Iran und eine Anklage der Familien von US-Anschlagsopfern. 1983 waren bei einem Bombenanschlag auf eine Kaserne in der libanesischen Hauptstadt Beirut mehrere US-Soldaten getötet oder verletzt worden. Die Familien der Soldaten erhoben daraufhin Anklage gegen den Iran als Drahtzieher des Attentats. Ein US-Gericht verurteilte die Islamische Republik deshalb zur Zahlung von 2,65 Milliarden US-Dollar an die ... mehr »

Tausende Menschen durch Schmutzwasser verseucht

22. Januar 2014
Im östlichen Teil der iranischen Provinz Teheran sind durch verschmutztes Trinkwasser über 3.000 Menschen erkrankt. Ursache soll Abwasser sein, das bei einem Leitungsbruch ins Trinkwasser gelangte. Örtlichen Medien zufolge suchten vergangene Woche Hunderte von Einwohnern des Provinzbezirks Pardis, darunter viele Kinder, mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall die Krankenhäuser auf. Ärztlichen Untersuchungen zufolge sind Escherichia Coli-Bakterien Ursache der Beschwerden. Diese verursachen Darminfektionen, ... mehr »

Millionen Iraner mehrfach beschäftigt

21. Januar 2014
Rund acht Millionen Erwerbstätige im Iran gingen 2013 mehr als einer Beschäftigung nach. Nach Angaben des iranischen Amts für Statistik sollen über 40 Prozent der Berufstätigen im vergangenen  Jahr mehr als 49 Stunden pro Woche gearbeitet haben. Unzureichende Einkommen, steigende Lebenshaltungskosten und starke Abwertung der nationalen Währung des Iran im Zuge der internationalen Wirtschaftssanktionen sind nach offiziellen Angaben die Hauptgründe für die Mehrfachbeschäftigung. Die Zahl derjenigen, die mehrere Jobs haben, lag in den letzten sechs ... mehr »

Atomabkommen trat in Kraft

20. Januar 2014
Das im November in Genf beschlossene Atomabkommen zwischen dem Iran und der Gruppe 5+1 trat am Montag in Kraft. Damit beginnt die freiwillige Aussetzung der Urananreicherung auf 20 Prozent in den zwei iranischen Atomanlagen Natanz und Fordo. Im Gegenzug hat die Europäische Union einen Teil ihrer Sanktionen im Atomstreit mit dem Iran gelockert. Die teilweise Aussetzung der Sanktionen ist vorerst auf sechs Monate beschränkt und betrifft vor allem ... mehr »

Iran importiert deutschen Weizen

18. Januar 2014
Der Iran will bis Ende Januar fast 250.000 Tonnen Weizen aus Deutschland einführen. Im laufenden Monat  sollen mindestens vier Massengutfrachter die Ladungen aus deutschen Häfen in den Iran transportieren. Laut dem iranischen Zoll hat das Land während der vergangenen neun Monate 1.930.000 Tonnen Weizen im Wert von rund 555 Millionen Euro aus dem Ausland importiert. Insgesamt hat die Regierung in Teheran den Import von sieben Millionen Tonnen Weizen in der ersten Jahreshälfte 2014 geplant. fs

Mehr Drogenschmuggel über den Seeweg

17. Januar 2014
Der Drogenschmuggel in den Iran über die Seewege hat zugenommen. Das teilte die Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf den stellvertretenden Chef der iranischen Polizei, Ahmad Reza Radan, mit. In den vergangenen neun Monaten seien in der südiranischen Provinz Hormozgan am Persischen Golf fast 90 Tonnen Drogen beschlagnahmt worden. Das zeige, „dass sich die Route des Drogenhandels allmählich vom Landweg zu den südlichen Seewegen geändert hat“, sagte Radan bei... mehr »

Erdogan besucht Teheran

16. Januar 2014
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wird Ende Januar den Iran besuchen. Örtlichen Medien zufolge wird er dabei den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani und weitere hochrangige Politiker treffen. Bei dem ... mehr »

MS-Patienten ohne Medikamente

15. Januar 2014
Viele Multiple-Sklerose-Patienten in der nordiranischen Provinz Mazandaran können sich nicht die nötigen Medikamente zur Behandlung ihrer chronischen Erkrankung leisten. Das teilte die Leiterin der Multiple-Sklerose-Gesellschaft von Mazandaran, Mahin Ayoubi, am Dienstag mit, wie die Nachrichtenagentur ... mehr »

2,5 Millionen Häuser einsturzgefährdet

14. Januar 2014
Zweieinhalb Millionen Häuser im Iran sind dringend restaurierungsbedürftig. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der iranischen Katastrophenmanagement-Organisation "... mehr »

Talfahrt von Teherans Aktienindex

13. Januar 2014
Teherans führender Aktienindex, der „Tehran Exchange Price Index“ (TEPIX), hat am Sonntag 2,7 Prozent an Wert verloren. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen. Der TEPIX erreichte damit seinen tiefsten Punkt innerhalb von ... mehr »

Teheran soll 400 neue Moscheen bekommen

12. Januar 2014
In Teheran sollen innerhalb der nächsten vier Jahre 400 neue Moscheen gebaut werden. Das kündigte der Stadtrat der iranischen Hauptstadt Nachrichtenagenturen zufolge am Samstag, den 11. Januar, an. Mit dem Bau von 134 Moscheen sei bereits begonnen worden. Bauzeit pro Gotteshaus betrage etwa eineinhalb bis zwei Jahre. Über die Kosten wurde nichts berichtet. Erfahrungsgemäß kostet der Bau einer Moschee aber etwa 3 Milliarden Tuman (1 Million Euro). In Teheran gibt es derzeit rund 1.800 Moscheen. Geistliche beschweren sich zunehmend über sinkende Besucherzahlen. fh

Iranisches Eis auf der „Grünen Woche“

11. Januar 2014
Der Iran hat die deutsche Firma Florida-Eis in Berlin damit beauftragt, iranisches Safran-Eis herzustellen. Das teilte die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Samstag mit. Mit dem Speiseeis wolle der Iran sich auf der Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche“ präsentieren, die am 17. Januar in Berlin eröffnen wird. Acht verschiedene Eissorten, darunter Rosenwasser- und Granatapfeleis, habe die Firma für den iranischen Messestand produziert. Ob Florida die Sorten künftig in sein Sortiment ... mehr »

Konvertiten festgenommen

10. Januar 2014
Vier vom Islam zum Christentum konvertierte IranerInnen sind am Dienstag in der Stadt Karaj nordwestlich von Teheran verhaftet worden. Das meldet die Webseite ... mehr »

Fünf Tote bei Explosion am Filmset

09. Januar 2014
Bei den Dreharbeiten zum Kinofilm „Meearaji haa“ sind in einem Filmstudio in Teheran bei einer Explosion mindestens fünf Menschen getötet worden. Mehrere weitere wurden schwer verletzt. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch. ... mehr »

Zulassung von Jagdwaffen soll eingeschränkt werden

08. Januar 2014
Zwischen 70.000 und 2 Millionen Jagdwaffen würden offiziellen Quellen zufolge jährlich im Iran zugelassen. Das sagte Ahmad Ali Keykha, Mitarbeiter der iranischen Umweltschutzorganisation "Iran Development of Environment". Keykha zufolge werden auch Jagdwaffen ins Land geschmuggelt. Zwar lägen keine genaue Angaben über illegalen Waffenbesitz vor, aber „vor allem in den Grenzgebieten des Landes soll es illegale Geschäfte mit Jagdwaffen geben", so Keykha. Die Regierung sei gesetzlich verpflichtet, die Zahl der Jagdwaffenzulassungen dem Ökosystem und den Jagdmöglichkeiten des Landes anzupassen, so der Umweltschützer. Deshalb habe seine Organisation das zuständige Verteidigungsministerium aufgefordert, keine Jagdwaffen mehr zuzulassen, so Keykha. fh

Ermittlungen zum Tod Al-Majids

07. Januar 2014
Der Iran will eine Delegation in die libanesische Hauptstadt Beirut schicken, ... mehr »

Mangrovenwälder in Gefahr

06. Januar 2014
Die iranische Umweltschutzorganisation “Iran Department of Environment“ warnt vor einer Umweltkatastrophe am Persischen Golf. Jährlich flössen mehr ... mehr »

Uni hebt Streichung mehrerer Fächer auf

04. Januar 2014
Die Alameh-Tabatabaei-Universität in Teheran will alle humanwissenschaftlichen Studiengänge wieder zulassen, in denen seit eineinhalb Jahren der Abschluss verboten war. Das teilte der Leiter der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni, Mohammad Hossein Panahi, der Nachrichtenagentur ISNA mit. Die Entscheidung sei aufgrund der neuen gemäßigten Universitätsleitung und wegen der Beschwerden von Studenten und Professoren über die Verbote erfolgt. Im August 2012 hatte die Uni dreizehn Fächer, darunter Publizistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften, als Hauptstudiengänge gestrichen. Grund war, dass Irans Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei die humanwissenschaftlichen Fächer als "westlich orientiertes Gedankengut" definiert und deren Lehren als "gefährlich" für eine islamische Gesellschaft bezeichnet hatte. Die Alameh-Tabatabaei-Universität ... mehr »

Brandgefahr in Schulen

03. Januar 2014
Die Ölheizungen, die rund 150.000 iranische Schulen landesweit wärmen, entsprächen nicht den Sicherheitsstandards. Das sagte der stellvertretende Bildungsminister Morteza Raiesi dem Nachrichtenportal Kalameh. In vielen Schulen bestehe deshalb große Brandgefahr. Die Regierung werde im kommenden Jahr 100 Milliarden Tuman (33 Millionen Euro) in die Umstellung des Wärmesystems der Schulen auf Erdgas- oder Stromheizungen investieren, so Raiesi. In den vergangenen Jahren ist es im Iran in den Wintermonaten immer wieder zu Bränden in Schulen gekommen. Zuletzt brannte im ... mehr »

Erdbebenserie im Südiran

02. Januar 2014
Eine Serie von mittleren bis kleinen Erdbeben hat am Donnerstag den Süden des Iran erschüttert. Iranischen Nachrichtenportalen zufolge beschädigte das erste Beben mit einer Stärke von 5,5 auf der Richterskala in der Provinz Hormozgan nahe der Stadt Bostak zahlreiche Häuser. Mindestens eine Person wurde getötet, mehr als 30 verletzt. Erst Ende November war die Provinz von einer Erdbebenserie mit Stärken bis zu 5,7 heimgesucht worden. Das Epizentrum des Bebens lag damals unweit des Atomkraftwerks Bushehr. Behördenangaben zufolge führte das Naturereignis zu keiner Betriebsstörung in der Atomanlage, die Erdbeben bis zu Stärke 8 standhalten soll. fp

Grundnahrungsmittel-Zuschuss als Gutschein

28. Dezember 2013
Der geplante staatliche Grundnahrungsmittelzuschuss, den viele iranische Familien demnächst bekommen sollen, werde nicht in bar, sondern in Form von Gutscheinen ausgezahlt. Das teilte Ali Mohammad Goudarzi vom iranischen Industrieministerium der Nachrichtenagentur MEHR am Samstag mit. Die Regierung hatte vor kurzem beschlossen, etwa 15 Millionen Familien landesweit bis zum iranischen Neujahrfest am 21. März zwei finanzielle Zuschüsse zukommen zu lassen. Damit sollen vor allem ... mehr »

Rouhani besucht christliche Kriegsopfer

27. Dezember 2013
Anlässlich der Weihnachtsfeiertage besuchte Irans Präsident Hassan Rouhani Angehörige zweier Kriegsopfer-Familien, die der armenisch-orthodoxen Kirche angehören. Das meldete die Nachrichtenagentur ISNA am Donnerstag. Dabei wünschte der Regierungschef allen Christen, "aber vor allem den im Iran lebenden", ein frohes und gesundes neues Jahr. Bei einer der Familien waren Vater und Sohn während des achtjährigen ersten Golfkriegs (1980-88) zwischen dem Iran und dem Irak ums Leben gekommen. Bei der zweiten Familie handelt es sich um den Kriegsversehrten Albert Ahmadlou, der nach schweren Verletzungen während des ersten Golfkriegs gehbehindert ist. Im Iran leben Statistiken zufolge bis zu 300.000 Menschen christlichen Glaubens. Die meisten ... mehr »

Unfalltod nach Gefängnisbesuch

23. Dezember 2013
Um an den Beerdigungen seiner Frau und seiner Mutter teilnehmen zu können, musste der politische Gefangene Peyman Arefi eine Milliarde Tuman (etwa 333.000 Euro) Kaution hinterlegen. Das meldet die persischsprachige BBC-Online am Sonntag. Arefis Frau Ziba ... mehr »

Zahl der Internet-User gestiegen

21. Dezember 2013
Laut einer am heutigen Samstag veröffentlichten Studie des iranischen Kommunikationsministeriums nutzen 40,7 Millionen Menschen im Iran das Internet. Das sind 54,2 Prozent der insgesamt rund 75 Millionen Einwohner des Landes. ... mehr »

Regierung will Flugzeuge reparieren

20. Dezember 2013
Mit Investitionen in Höhe von rund 2 Milliarden Dollar will die iranische Regierung derzeit lahmliegende Flugzeuge wieder in Betrieb nehmen. Das teilte der stellvertretende Verkehrsminister Ali Mohammad Nourian der Nachrichtenagentur IRNA mit. Wenn die internationalen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben würden, könnten über die Hälfte der lahmliegenden Flugzeuge wieder funktionstüchtig gemacht werden, so Nourian. Gegenwärtig können im Iran 105 Flugzeuge wegen mangelnder Ersatzteile nicht eingesetzt werden. fh

Iran reagiert auf UN-Resolution

19. Dezember 2013
Das iranische Außenministerium hat am Donnerstag auf die jüngste UN-Resolution reagiert, mit der die Vereinten Nationen die Menschenrechtsverletzungen im Iran verurteilen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtet, bedauerte die Sprecherin des iranischen Außenministeriums, Marzieh Afkham, die neue Resolution, die sie als „realitätsfern“ bezeichnete. Afkham habe zudem die Quellen der Informationsbeschaffung über Menschenrechtsverletzungen im Iran kritisiert. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen äußert sich in der Resolution, die am Mittwoch mit 86 ... mehr »

Medienverbote wirkungslos

18. Dezember 2013
71 Prozent der EinwohnerInnen der iranischen Hauptstadt Teheran sehen sich ausländische Satellitensendungen im Fernsehen an. Das teilte Irans Kultusminister Ali Jannati am Dienstag mit. Laut der Nachrichtenagentur IRNA handelt es sich bei der Zahl um das Ergebnis eines Forschungsprojekts im Iran. Die staatlichen Einschränkungen der Nutzung von Kommunikationstechnik und neuen Medien hätten damit nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht, so Jannati. Seit Jahren beschlagnahmen iranische ... mehr »

Kritik an Treffen von EU-Delegation mit Sotudeh und Panahi

17. Dezember 2013
Der Chef des iranischen Verwaltungsgerichts, Mohammad Jafar Montazari, hat das Treffen einer EU-Delegation mit dem iranischen Regisseur Jafar Panahi und der Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh kritisiert. Das meldete die Nachrichtenagentur FARS am Dienstag. Demnach warf Montazari der Delegation vor, sich „heimlich“ mit Anhängern der „Fitna“ (islamischer Begriff für den „Aufruhr gegen die göttliche Ordnung“) getroffen zu haben. „Wir müssen klären, wer solche Treffen organisiert“, so Montazari. Vergangenen Freitag hatte eine achtköpfige Delegation des Europaparlaments sich in der griechischen Botschaft in Teheran mit Sotudeh und Panahi getroffen. ... mehr »

Parlament fordert stärkere Urananreicherung

14. Dezember 2013
Das iranische Parlament will einen Entwurf verfassen, um bei der Frage der Urananreicherung mitbestimmen zu können. Das teilte der konservative Abgeordnete Abolghasem Jarareh der Nachrichtenagentur MEHR am Samstag ... mehr »

Immobilienberatung für Frauen tabu

16. Dezember 2013
Frauen dürfen im Iran nicht als Immobilienberaterinnen arbeiten. Das teilte der Leiter des iranischen Immobilienverbands Hassam Aghbaei der iranischen Nachrichtenagentur ISNA mit. Aghbaei warnte die Immobilienhändler davor, Frauen einzustellen. Sie dürften ... mehr »

Justizchef befürwortet Todesstrafe

13. Dezember 2013
Hinrichtungen abzulehnen sei gleichbedeutend mit der Ablehnung islamischen Rechts. Das sagte Irans oberster Justizchef Sadegh Larijani iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Donnerstag. Larijani fügte hinzu, die Todesstrafe sei nicht zu kritisieren, da sie laut Koran als „Qisas“ zum islamischen Recht gehöre. „Qisas“ beschreibt in der Scharia das Prinzip der Vergeltung. Sie kann bei Tötung eines Menschen und auch bei nicht tödlicher Verwundung angewendet werden. Mehrere iranische Oppositionelle hatten ... mehr »

Erste Bürgermeisterin in Sistan Belutschistan

12. Dezember 2013
Erstmalig ist eine Frau zur Bürgermeisterin in der Kleinstadt Sarbaz in der südostiranischen Provinz Sistan Belutschistan ernannt worden. Das meldete die Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch. Demnach ist Samiyeh Balouch Zahi nicht nur die erste Frau, sondern auch die erste Sunnitin auf diesem Posten. Die 26-Jährige erklärte bei ihrem Amtsantritt, sie wolle insbesondere Frauen und junge Menschen motivieren, gesellschaftlich aktiver mitzuwirken. Balouch Zahi studierte in Teheran das Fach Naturressourcen. Die meisten Einwohner von Sarbaz leben von Viehzucht und Landwirtschaft. Sie gehören der ethnischen Minderheit der Belutschen ... mehr »

Tavakoli gegen Geldgeschenke an Abgeordnete

11. Dezember 2013
Der iranische Abgeordnete Ahmad Tavakoli wirft Parlamentskollegen, die von der staatlichen iranischen Sozialversicherung „Organisation für soziale Sicherheit“ Geldgeschenke bekommen haben, gesetzeswidriges Verhalten vor, wie die Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch meldet. Die von Tavakoli kritisierten Abgeordneten wollen die von der Organisation erhaltenen Geschenke MEHR zufolge allerdings nicht für private Zwecke genutzt, sondern an Arme verteilt haben. Es sei aber „nicht die Aufgabe eines Parlamentarier... mehr »

Reformer appellieren an Rouhani

10. Dezember 2013
Die Freilassung aller politischen Gefangenen forderten neun politische Reformer in einem offenen Brief an Irans Präsidenten Hassan Rouhani. Das meldet die iranische Tageszeitung Etemad am Dienstag, den 10. Dezember. Zu den Verfassern gehören unter anderem Saeid Leilaz, Ebrahim Asgharzadeh, Elias Hazrati, Nemat Ahmadi und Masoud Solatnifar. Während der und nach den Präsidentschaftswahlen im Iran im Juni 2009 hätten einige Menschen falsch gehandelt, so die Autoren des Briefes. Es sei aber an der Zeit, dass sich ... mehr »

Zuckerrohr-Zeitarbeiter fordern mehr Gehalt

09. Dezember 2013
            Rund 650 bei der "Gesellschaft für Landwirtschaft und Industrie" als Zeitarbeiter in der iranischen Stadt Haft Tapeh beschäftigte Zuckerrohr-Feldarbeiter setzten ihren Streik auch am zweiten Tag fort. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Montag. Die Arbeiter forderten seit Jahren eine Versicherungsregelung, zudem verlangten sie nun auch mehr Gehalt, wie einer der Streikenden laut ILNA sagte.Durch mangelnde Investitionen ist der Zuckerrohranbau im Iran zwischen 2005 und ... mehr »

60 Jahre iranischer Studententag

07. Dezember 2013
„Studenten sind die kritischen Stimmen gegen totalitäre Regimes, die nicht zum Schweigen gebracht werden können, nicht einmal im Gefängnis.“ Das schrieben vier inhaftierte ehemalige Studentenaktivisten aus dem Teheraner Evin-Gefängnis in einem offenen Brief anlässlich des 60. Jahrestags der iranischen Studentenbewegung, der am Samstag von dem persischsprachigen Nachrichtenportal Kalameh veröffentlicht wurde. Im Jahre 1953 waren bei Studentenprotesten gegen den Besuch von US-Vizepräsident Richard Nixon bei Auseinandersetzungen mit den Schlägertrupps des ... mehr »

Rouhani bekundet Beileid zum Tod Nelson Mandelas

06. Dezember 2013
Nelson Mandela habe „an die Freiheit und Gleichberechtigung nicht nur für seine Heimat Südafrika, sondern für die gesamte Welt, zutiefst geglaubt und nie an seinem Glauben gezweifelt“. Das schrieb der iranische Präsident Hassan Rouhani anlässlich des Todes von Südafrikas ehemaligem Präsidenten Nelson Mandela an seinen südafrikanischen Amtskollegen Jacob Zumba. Rouhani lobte Mandelas menschlichen und fairen Umgang mit seinen ehemaligen Gegnern. Mandela, erster schwarzer Präsident Südafrikas ... mehr »

Keine Regierungsposten für ethnische und religiöse Minderheiten

05. Dezember 2013
Der neuen iranischen Regierung sei es nicht gelungen, Gouverneursposten oder Ministerstellen mit Angehörigen ethnischer oder religiöser Minderheiten zu besetzen. Das sagte der Präsidentenberater für die Angelegenheiten von Minderheiten, Ali Younesi, ... mehr »

Rapper verhaftet

04. Dezember 2013
Der iranische Rapper Amir Hossein Maghsoudlou, bekannt als Amir Tatloo, ist in Teheran verhaftet worden. Das meldete die Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag. Laut dem für „moralische Sicherheit“ zuständigen ... mehr »

Drogenschmuggel nimmt zu

03. Dezember 2013
In den vergangenen 100 Tagen habe die iranische Polizei rund 166 Tonnen Drogen beschlagnahmt, teilte der Stabsleiter zur Bekämpfung des Drogenschmuggels, Abdolreza Rahmani Yazdi, der Nachrichtenagentur IRNA mit. ... mehr »

Tourismus wächst weiter

02. Dezember 2013
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Millionen Iraner ohne Versicherung

30. November 2013
Etwa 10 bis 13 Millionen Menschen im Iran sind weder kranken- noch sozialversichert. Das teilte der Geschäftsführer der Gesundheitsorganisation „Iran Health Insurance Organisation“,  Anoushiravan Mohseni Bandapy, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR mit. Mohseni ... mehr »

Hungerstreik gegen Hinrichtungen

29. November 2013
Seit mehr als drei Wochen befinden sich sechs Häftlinge im Ghezelhesar-Gefängnis in der nordiranischen Stadt Karadsch im Hungerstreik. Laut der Nachrichtenwebseite iranischer Menschenrechtsaktivisten Hrana sind sie aus Protest gegen ihre Todesurteile in den Hungerstreik getreten. Mindestens zwei von den Hungerstreikenden befänden sich in schlechtem Gesundheitszustand, so Hrana. Die Familien der sechs sunnitischen Häftlinge hätten Briefe an die Justizbehörden und die iranische Führung geschrieben und diese aufgefordert, die Hinrichtung ihrer ... mehr »

Tote bei Erdbeben nahe Atomkraftwerk

29. November 2013
Ein Erdbeben der Stärke 5,7 erschütterte gestern die iranische Provinz Bushehr. Acht Menschen kamen dabei ums Leben, bis zu 200 wurden verletzt. In mehreren Kleinstädten und sieben Dörfern in der Provinz im Süden des Landes wurden ... mehr »

Fußball: Iran Nummer eins in Asien

28. November 2013
Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat auf der Asienrangliste der FIFA den ersten Platz erobert. Danach folgen Japan und Südkorea. ... mehr »

Iran und Türkei rufen zu Waffenstillstand in Syrien auf

28. November 2013
„Unsere Bemühungen gehen dahin, den Konflikt in Syrien zu beenden und eine Waffenruhe zu erreichen.“ Das sagte der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu gestern in Teheran. Die Waffenruhe solle möglichst noch vor der für den 22. Januar in Genf geplanten Friedenskonferenz eintreten. Politische Beobachter bezeichnen die gemeinsame Erklärung der beiden Nachbarländer als b... mehr »

Irans Wirtschaft schrumpft

27. November 2013
Laut der iranischen Zentralbank ging die wirtschaftliche Produktivität im Iran zwischen Januar und März 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent zurück. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag. Gleichzeitig sei die Inflation in den ersten ... mehr »

Außenminister mit Facebookrekord

25. November 2013
Seit der vorläufigen Einigung zwischen dem Iran und den Westmächten im Atomstreit am Sonntag hat sich die Zahl der Facebookfans des iranischen Außenministers Mohammad Javad Sarif mehr als verdoppelt. Das meldet die iranische Tageszeitung ... mehr »

Ahmadinedschad erscheint nicht vor Gericht

26. November 2013
Irans ehemaliger Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist heute nicht zu einer Gerichtsverhandlung gegen ihn erschienen. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR. Gegen den Vorgänger von Hassan Rouhani war am ... mehr »

Angehörige von Inhaftierten klagen über TV-Ausstrahlung

22. November 2013
Die Familien von drei Gefangenen in der iranischen Provinz Khouzestan haben kritisiert, dass Filmaufnahmen ihrer Gefängnisbesuche und angebliche Geständnisse ihrer inhaftierten Angehörigen ohne ihr Einverständnis öffentlich ausgestrahlt worden seien. Das meldete die persischsprachige BBC-Online am Donnerstag, ... mehr »

Volleyball: Iran besiegt USA

23. November 2013
Beim 6. World Grand Champions Cup der Männer in Japan hat die iranische Volleyballnationalmannschaft erstmalig gegen das Team der USA gewonnen. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Freitag, den 22. November. Es ... mehr »

Kampagne für Freilassung von inhaftiertem Gefängnisarzt

21. November 2013
In einer Facebook-Kampagne fordern Menschenrechtsaktivisten und iranische Oppositionelle weltweit die Freilassung des Gefängnisarztes Reza Heydar Pour. Der Arzt wurde am 10. November in Teheran verhaftet. Heydar Pour, der am Teheraner Evin-Gefängnis arbeitete, hatte im November vergangenen Jahres bei routinemäßigen Gesundheitskontrollen Folterspuren bei dem Arbeiteraktivisten Sattar Beheshti festgestellt und seinen Bericht darüber veröffentlicht. Beheshti war am 30. Oktober 2012 in seiner Wohnung in einer Kleinstadt südlich von Teheran verhaftet worden. Dem Arbeiteraktivisten und Blogger wurden "Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ bei Facebook vorgeworfen. Fünf Tage später wurde die Familie des 35-Jährigen ... mehr »

Rouhani telefoniert mit Cameron

20. November 2013
Bei einem Telefonat zwischen dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani und dem britischen Premierminister David Cameron ging es am Dienstagabend um die Atomverhandlungen und den Syrienkonflikt. Das meldete BBC Online. Laut BBC handelte es sich um das erste Telefongespräch zwischen Regierungschefs der beiden Länder seit zwölf  Jahren. Cameron habe kurz vor der Fortsetzung der aktuellen Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe 5+1 die Notwendigkeit größerer Transparenz betont, ... mehr »

Anschlag auf iranische Botschaft in Beirut

19. November 2013
Bei einem doppelten Selbstmordanschlag nahe der iranischen Botschaft im Libanon sind am Dienstag 23 Menschen getötet und mindestens 146 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA kam der iranische Kulturattaché im Libanon... mehr »

Gedenkfeier wieder verboten

19. November 2013
Erneut wurde die Gedenkfeier, die die in Deutschland lebende iranische Künstlerin Parastou Forouhar jährlich zum 15. Todestag ihrer Eltern in Teheran durchzuführen versucht, von den iranischen Behörden verboten. „Obwohl ich ... mehr »

Rouhanis Kabinett vollständig

18. November 2013
Das iranische Parlament hat am Sonntag dem von Präsident Hassan Rouhani vorgeschlagenen Kandidaten für das Amt des Sport- und Jugendministers, Reza Goudarzi, zugestimmt. 199 von 265 anwesenden Abgeordneten stimmten für Goudarzi. Damit gelang es dem Regierungschef, ... mehr »

Deutsch-iranischer Außenhandel geht zurück

16. November 2013
Der Außenhandel zwischen Deutschland und dem Iran ist in der ersten Jahreshälfte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zurückgegangen. Das sagte der deutsche Botschafter im Iran, ... mehr »

Schweizer Buchpreis für „Colonel“

15. November 2013
Der von dem iranischen Schriftsteller Mahmud Doulatabadi verfasste Roman „Der Colonel" wurde mit dem Schweizer Jan-Michalski-Literaturpreis 2013 ausgezeichnet. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Freitag. Der Roman spielt in den Achtzigerjahren während des 1. Golfkrieges zwischen dem Iran und dem Irak. Er erzählt von einem ehemaligen Offizier und seinen Kindern, von denen die meisten tot oder verschollen sind. Fünfzehn Jahre lang hat Doulatabadi an ... mehr »

Zu niedriger Wasserstand in Stauseen

13. November 2013
In 76 Stauseen des Iran liegt der Wasserstand durchschnittlich 30 Prozent niedriger als er standardgemäß sein sollte. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf aktuelle Angaben des iranischen Energieministeriums. Dem Bericht nach sind besonders die Staudämme um Teheran betroffen. Ende September getätigten Messungen zufolge beträgt das Wasservolumen dort insgesamt 440 Millionen Kubikmeter. Das sind 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund für den zu niedrigen Wasserstand ist nach Meinung von Experten die lang anhaltende Trockenheit im Land. Die Behörden haben die Bevölkerung in den vergangenen Monaten bereits mehrfach dazu ... mehr »

Tausend Tage Hausarrest

14. November 2013
Anlässlich des nun 1.000 Tage dauernden Hausarrestes der iranischen Oppositionsführer Mehdi Karroubi, Mir Hossein Moussawi und dessen Frau Zahra Rahnavard wandte sich gestern Mehdi Karroubis Ehefrau Fatemeh Karroubi per Videobotschaft an die Öffentlichkeit. Sie sei ... mehr »

Ayatollah Khamenei führt Milliardengeschäfte

12. November 2013
Das religiöse Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, führt mit der zum Staatsapparat gehörenden Organisation „Setad-e farman-e Imam“ ein Firmenimperium mit einem ... mehr »

Vizeminister erschossen

11. November 2013
Irans stellvertretender Minister für Industrie und Handel im Parlament, Safdar Rahmat Abadi, ist gestern Abend in Teheran von unbekannten Männern erschossen worden. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntagabend. Polizeilichen Angaben zufolge sollen die Täter Rahmat Abadi ... mehr »

Devisenkurs im Iran entspannt sich

09. November 2013
Nach den positiven Meldungen über die laufenden Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe 5+1 in Genf rutschte der Wert des Dollar im Iran erstmalig seit Monaten wieder unter 3.000 Tuman. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen ... mehr »

Positive Anzeichen zur Lösung des Atomkonflikts

08. November 2013
Der Iran und die sogenannte Gruppe 5 + 1, bestehend aus den fünf UN-Vetomächten und Deutschland, kommen sich nach jahrelangen Gesprächen über das iranische Atomprogramm offenbar näher. Nach dem ersten Tag der neuen Verhandlungen, die am Donnerstag in Genf begannen, zeigten sich beide Seiten mit dem Ergebnis zufrieden. Schon im Vorfeld hatte der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif, der der iranischen Delegation vorsteht, angekündigt, bei den zweitägigen Gesprächen werde man sehr wahrscheinlich zu einer Einigung kommen. Der Iran werde aber auf sein Recht auf ein ziviles Atomprogramm bestehen. Sollten die Gespräche nicht zur gewünschten Lösung führen, wäre das für den ... mehr »

Zabol: Mord an Staatsanwalt

07. November 2013
Der Staatsanwalt der iranischen Stadt Zabol, Mousa Nouri Ghaleenou, wurde am Mittwoch in seinem Auto von bewaffneten Männern erschossen. Das sagte Zabols Oberster Staatsanwalt Ebrahim Hamidi iranischen Nachrichtenagenturen. Die mit Kalaschnikows bewaffneten Angreifer töteten auch den Fahrer des Staatsanwalts. Unterdessen hat eine Gruppe namens „Jeish El-Adl“ sich auf ihrer Webseite zu dem Attentat bekannt. Die Stadt Zabol befindet sich in der ostiranischen Provinz Sistan-Belutschistan an der Grenze zu Pakistan und Afghanistan. In der vergangenen Woche waren dort vierzehn iranische Grenzschützer getötet worden. Auch zu diesen Taten hatte sich „Jeish El-Adl“ bekannt. Die Verantwortlichen in Zabol hatten daraufhin 16 Menschen erhängen ... mehr »

Hungerstreik im Gefängnis weitet sich aus

06. November 2013
Mehr als 80 politische Gefangene im Iran sind mittlerweile in den Hungerstreik getreten. Das gaben die drei Menschenrechtsorganisationen „International Federation for Human Rights“ (FIDH), „Center... mehr »

Kurdischer Aktivist Shirkouh Moarefi hingerichtet

05. November 2013
Der politische Aktivist Shirkouh Moarefi wurde am Montag im Gefängnis der Stadt Saghez in den kurdischen Gebieten des Iran erhängt. Das meldete die persischsprachige Webseite der BBC Persian am Dienstag. Laut BBC ... mehr »

Antiamerikanische Demonstrationen im Iran

04. November 2013
Trotz der Annäherungsversuche der neuen iranischen Regierung an die USA haben Tausende IranerInnen in Teheran und anderen Städten gegen die USA demonstriert. Anlass war der 34. Jahrestag der Besetzung der amerikanischen Botschaft in Teheran. Damals hatte eine Gruppe von islamischen Studentinnen und Studenten die Botschaft gestürmt und 66 Diplomaten als Geiseln genommen — angeblich, um die Auslieferung des aus dem Land gejagten Schah Mohammad Reza Pahlavi zu erzwingen. Die Geiselnahme dauerte 444 Tage und beendete die Beziehungen zwischen beiden Ländern. Seitdem finden am 4. November im Iran staatlich organisierte Demonstrationen statt. Auch dieses Jahr wurden US-Flaggen verbrannt und antiamerikanische Parolen ... mehr »

Antiamerikanische Plakate in vielen Städten des Iran

02. November 2013
Nachdem die Regierung die überdimensionalen Plakate gegen die USA von Teherans Straßen entfernen ließ, wird die Hetzkampagne gegen den einstigen Erzfeind in anderen Großstädten fortgesetzt. Laut konservativen Kreisen nahestehenden iranischen Nachrichtenportalen geben die Hardliner ihren Protest gegen die Annäherungsversuche der moderaten Regierung von Hassan Rouhani an die USA nicht auf. Am Montag, den 4. November, finden landesweit Demonstrationen gegen die USA statt. Anlass ist der 34. Jahrestag der Besetzung der amerikanischen Botschaft in Teheran. Damals hatte eine Gruppe von islamischen Studentinnen und Studenten die Botschaft gestürmt und 66 Diplomaten als Geiseln genommen — angeblich, um die Auslieferung des aus dem ... mehr »

Wiederaufnahme von „Studenten mit Sternen“

01. November 2013
Zwölf der 22 sogenannten „Studenten mit Sternen“ wurde ... mehr »

Schauspielerin Pegah Ahangarani verurteilt

31. Oktober 2013
Die iranische Schauspielerin und Dokumentarfilmerin Pegah Ahangarani ist zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Das teilte Ahangaranis Mutter Manijeh Hekmat mit, berichtet die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Demnach will Hekmat gegen das Urteil klagen, das ihrer Vermutung nach mit einem zwei Jahre alten Dokumentarfilm zusammenhängt, den ihre Tochter über den iranischen Filmregisseur Masoud Dehnamaki gedreht hat. Nach der Ausstrahlung des Films durch die BBC Persian war Ahangarani von iranischen Sicherheitsbehörden festgenommen und erst zwei Monate später im August ... mehr »

China schuldet dem Iran Milliarden

30. Oktober 2013
China schulde dem Iran 22 Milliarden Euro. Das sagte Irans Regierungssprecher Mohammad Bagher Noubakht am Dienstag vor dem iranischen Parlament. Wie die Nachrichtenagentur MEHR berichtet, hält sich der iranische Parlamentschef Ali Larijani derzeit zu ... mehr »

Tageszeitung „Bahar“ verboten

29. Oktober 2013
Die iranische Presse-Aufsichtsbehörde hat am Montag die Tageszeitung BAHAR verboten. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR. Als Grund für das Verbot wurde ein von der Zeitung veröffentlichter Artikel über Imam Ali genannt. Darin soll der religiösen Rolle des Imam, der nach schiitischem Glauben der erste Nachfolger des Propheten Mohammad war, mehr Gewicht gegeben worden sein als seiner politischen. Dieser Beitrag sei eine „Missdeutung der islamischen Geschichte“ und führe zu „religiösen Konflikten“ im Land, ... mehr »

Ministeramtskandidat abgelehnt

28. Oktober 2013
Das iranische Parlament hat am Sonntag den von Präsident Hassan Rouhani vorgeschlagenen Kandidaten für das Amt des Sport- und Jugendministers, Reza Salehi Amiri, abgelehnt. Salehi Amiri wurden Korruption, die Unterstützung von Schmuggel und das Erteilen von ... mehr »

Hinrichtung der Gefangenen aus Rache

26. Oktober 2013
In der Nacht zum Samstag haben bewaffnete Männer einen Grenzposten nahe der Stadt Sarawan, in der iranischen Provinz Sistan-Belutschistan, angegriffen. Dabei sind nach offiziellen Angaben 17 Soldaten getötet und sieben verletzt worden. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Mehr zufolge sollen die Angreifer zudem sechs bis acht Soldaten nach Pakistan verschleppt haben. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt. In dieser gebirgigen Region sind sunnitische Rebellen aber auch Drogenbanden aktiv. „Als Antwort auf den Märtyrertod der Grenzsoldaten haben wir heute 16 Gefangenen hingerichtet“, teilte der Staatsanwalt der Provinz Sistan-Belutschistan, Mohammad Marzieh Daghayeghi am Samstag der Presse mit. Die Gefangenen hätten Gruppierungen ... mehr »

Treffen zu Atomverhandlungen

26. Oktober 2013
Am Montag werden sich der Generaldirektor der internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), Yukiya Amano, und Irans stellvertretender Außenminister Abbas Araghchi in Wien treffen. Das gab die IAEO am Freitag bekannt. Bei dem Treffen sollen mögliche Lösungsvorschläge zur Verbesserung ... mehr »

Schläge von Sicherheitsbeamten

25. Oktober 2013
Die Töchter des unter Hausarrest stehenden Oppositionsführers Mir Hossein Moussawi sollen nach einem Besuch bei ihren Eltern an Mittwoch von einer Beamtin des iranischen Sicherheitsdienstes geschlagen worden sein. Das berichten den Reformern nahe stehende Nachrichtenportale. Nach dem etwa zweistündigen Besuch von Narges und Zahra Moussawi bei ihrem Vater und seiner ebenfalls unter Hausarrest stehenden Frau Zahra Rahnavard, der im Beisein von zwei weiblichen Sicherheitskräften stattfand, seien die Töchter in ein Nachbarhaus, das zur Sicherheitsbehörde gehört, gebracht worden, ... mehr »

Neuer Bericht über Menschenrechte im Iran

24. Oktober 2013
Der UN-Sonderbeauftragte für Menschenrechte im Iran, Ahmad Shaheed, bezeichnet die Situation der Menschenrechte in dem Land als „besorgniserregend“. Das meldet das persischsprachige Nachrichtenportal der BBC unter Berufung auf den neuen Bericht, den Shaheed am Mittwoch vorstellte. ... mehr »

US-Priester protestierte vor Gefängnis

23. Oktober 2013
Der US-amerikanische Priester Eddie Romero, der nach seiner Protestaktion vor dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis festgenommen worden war, soll bald freigelassen werden. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Associated Press (AP) am Dienstag. Dem ... mehr »

Studentenaktivist bekommt Hafturlaub

22. Oktober 2013
Der seit vier Jahren inhaftierte iranische Studentenaktivist Majid Tavakoli hat einen viertägigen Hafturlaub bekommen. Das berichtet das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh. Demnach muss Tavakoli für die Zeitspanne eine Kaution in Höhe von 600 Millionen Tuman (umgerechnet 200.000 Euro) hinterlegen. Der 27-jährige Tavakoli wurde bereits mehrfach verhaftet, zuletzt im Dezember 2009, nachdem er bei einer Protestaktion auf dem Gelände der Amir-Kabir-Universität für Technologie in Teheran eine Rede gehalten hatte. Danach wurde der Studenaktivist zu acht Jahren Haft verurteilt. Tavakoli wird im Rajaei-Shahr-Gefängnis nahe der iranischen Stadt Karaj festgehalten. Menschenrechtsorganisationen forderten wiederholt seine Freilassung und kritisierten die katastrophalen Zustände in dem Gefängnis. Dort ... mehr »

Diskussion über Subventionsgesetz

21. Oktober 2013
Parlament und Regierung im Iran sind uneins über die weitere Umsetzung des „Gesetzes zur ... mehr »

Zum Tode Verurteilter überlebt Hinrichtung

18. Oktober 2013
Nachdem ein am Mittwoch in der iranischen Stadt Bodschnurd offiziell hingerichteter Mann einen Tag nach der Vollstreckung des Todesurteils gegen ihn lebend im Leichenaufbewahrungsraum des Gefängnisses aufgefunden wurde, fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI), das Todesurteil gegen ihn aufzuheben. Der Mann dürfe „nicht zum zweiten Mal hingerichtet werde", so der Leiter der Nahost- und Nordafrikasektion von AI, Philip Luther. Warum der 37-Jährige die Hinrichtung überlebte, ist nicht bekannt. Gerichtsmediziner hatten den Mann, der wegen Drogenhandels zum Tod ... mehr »

Arbeitslosigkeit unter Akademikern gestiegen

19. Oktober 2013
„Rund 43 Prozent der Arbeitssuchenden im Iran sind junge Hochschulabsolventen.“ Das sagte der iranische Arbeitsminister Ali Rabiei laut der Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 19. Oktober. MEHR zufolge ist die Zahl der jobsuchenden Akademiker in den vergangenen acht Jahren um 10 Prozent gestiegen. Nach offiziellen Angaben liegt die aktuelle Arbeitslosenzahl im Iran bei etwa 3 Millionen. 1,3 Millionen davon seien unter 29 Jahre alt und Hochschulabsolventen. Wirtschaftsexperten zweifeln die offiziellen Angaben an und schätzen die Arbeitslosenzahl auf ... mehr »

Frauengesang erlauben“

17. Oktober 2013
Der Vorsitzende des iranischen Dachverbands für Musikschaffende „Haus der Musik“, Dariush Pirniyakan, hat die verantwortlichen Politiker des Iran aufgefordert, künftig die öffentliche Ausstrahlung von Musik mit Solo-Frauenstimmen zu erlauben. Das berichtet die iranische Tageszeitung ... mehr »

Regierung Ahmadinedschad hinterlässt enorme Schulden

16. Oktober 2013
Die Schulden der iranischen Regierung bei staatlichen Banken sind in den vergangenen acht Jahren von 23.500 Milliarden Tuman (umgerechnet 7 Milliarden Euro) auf etwa 128.000 Milliarden Tuman (37 Milliarden Euro) gestiegen. Das geht aus einer Untersuchung ... mehr »

Atomverhandlungen sind „Staatsangelegenheit“

15. Oktober 2013
Irans Atomverhandlungen seien Staatsangelegenheit und würden unter Aufsicht und Leitung des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei geführt. Das sagte der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Dienstag. Der frühere Außenminister ... mehr »

Rote Linie bei Atomverhandlungen

14. Oktober 2013
"Irans rote Linie bei den Atomverhandlungen würde übertreten, wenn die Gruppe 5+1 verlangen würde, unser angereichertes Uran ins Ausland zu verlegen." Das sagte Irans stellvertretender Außenminister Abbas Araghchi iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Sonntag. Morgen beginnt in Genf die neue Runde der Atomgespräche zwischen dem Iran und der Gruppe 5+1, bestehend aus den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland. Bei früheren Verhandlungen wurde dem Iran vorgeschlagen, sein bis zu 20 Prozent angereichertes Uran ins Ausland zu verlegen, um es ... mehr »

Neues Kinderschutzgesetz sorgt für Empörung

12. Oktober 2013
Im Iran erlaubt ein geändertes Kinderschutzgesetz Adoptiveltern künftig, von ihnen angenommene Kinder später zu heiraten. Der neue Paragraf, der vom Parlament entworfen wurde, wurde in der vergangenen Woche vom iranischen Wächterrat genehmigt. Die Gesetzesänderung sorgte nicht ... mehr »

Hinrichtungen im Iran gehen weiter

10. Oktober 2013
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) hat die iranische Regierung erneut wegen Hinrichtungen kritisiert. Drewery Dyke, Iran-Experte bei ai sagte am Donnerstag, den 10. Oktober, dass auch unter dem neuen Präsidenten, Hassan Rouhani, Straftäter in der Öffentlichkeit hingerichtet werden. Dyke lobt zwar die Freilassung zahlreicher politischer Gefangener aus iranischen Gefängnissen, forderte zugleich von der neuen Regierung, die Lage der Menschenrechte zu verbessern. Laut der „Internationale Kampagne für Menschenrechte im Iran“ und dem „Dokumentationszentrums für Menschenrechte im Iran“ sind seit der Amtseinführung Hassan Rouhanis im August diesen Jahres mindestens 125 Menschen hingerichtet worden. Experten gehen davon aus, dass Tausende Menschen in den ... mehr »

Keine Gnade für Facebook und Twitter

08. Oktober 2013
Das staatliche Verbot von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter werde nicht aufgehoben. Das teilte Irans Kommunikationsminister Mahmoud Waezi der Nachrichtenagentur ISNA am Montag, den 07.Oktober, mit. Der Minister gab auf die Frage, warum iranische Politiker und Regierungsverantwortliche trotz des Verbotes diese Seiten benutzen dürfen zur Antwort: „Fragen Sie sie selbst!“  In der vergangenen Woche wurde häufig über die Wiederzulassung der sozialen Netzwerke heftig debattiert. Da diese während der umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 von den Oppositionellen als Organisationsplattform für regierungskritische Demonstrationen genutzt worden waren, hatte die Regierung sie gesperrt. Seitdem können Internetnutzer im Iran nur mit Hilfe von Filterpressen ... mehr »

Verhaftungen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm

07. Oktober 2013
Vier "Atomprogramm- Saboteure" seien in einer der iranischen Atomanlagen verhaftet worden, teilte Ali Akbar Salehi, Chef der iranischen Atomenergiebehörde am Sonntag, den 06. Oktober, der Presse mit. Einzelheiten über die Verhafteten und die Art ihrer Aktivitäten gab er nicht bekannt. Es handelt sich eventuell um Mitarbeiter der Atombehörde. Die Verdächtigen seien über eine lange Zeit von den Sicherheitsorganen des Landes beobachtet und „im richtigen Augenblick“ verhaftet worden, ließ Salehi wissen. Er gab außerdem bekannt, dass seine Behörde bald die Öffentlichkeit über „die neuen Errungenschaften“ des Iran im Bereich der Atomenergie informieren werde. US-Präsident Barack Obama hatte am Sonntag behauptet, der ... mehr »

Kritische Töne zu Verhandlungen mit den USA

05. Oktober 2013
Irans Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei bewertet die Arbeit der diplomatischen Delegation des Landes in New York als positiv, gleichzeitig betont er sein Misstrauen gegenüber den USA. Khamenei unterstellte der amerikanischen Regierung am Samstag, den 05. Oktober, sie würde ihr Versprechen nicht einhalten. "Amerika steht unter starkem Einfluss der israelischen Lobbyisten", so Khamenei bei einer Veranstaltung mit Absolventen der Militärakademie in Teheran. Dies sei eine Reaktion des obersten Ayatollah auf neuerliche Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, meinen Experten. Dieser hatte am 30. September im Gespräch mit dem US-Präsidenten Barak Obama vor einer Normalisierung der Beziehungen zum Iran gewarnt. Netanjahu misstraut ... mehr »

Diplomatische Annäherung zwischen Teheran und London

09. Oktober 2013
Der Iran und Großbritannien wollen ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufbauen. Marzieh Afkham, Irans Außenamtssprecherin teilte am Dienstag, den 08.Oktober, der Presse mit: beide Regierungen hätten sich vorerst auf die Ernennung von Diplomaten geeinigt, die die Vorbereitungen zu weiteren Schritten treffen sollen. Diese Entscheidung sei im Zuge der Gespräche zwischen Irans Außenminister Mohammad Javad Sarif und seinem britischen Amtskollegen William Hague getroffen worden, so Afkham. Beide hatten sich Ende September bei der UN-Generalversammlung in New York getroffen. Die Beziehung beider Länder ist seit 2011 unterbrochen. Nachdem die britische Regierung die iranische Zentralbank sanktioniert hatte, stürmten im November 2011 einige Duzend junge ... mehr »

Umfrage zu Atomverhandlungen in Teheran

04. Oktober 2013
Iranische Medien schließen aus einer Umfrage in Teheran, dass die Mehrheit der Einwohner der iranischen Hauptstadt für die Fortführung der Atomverhandlungen mit dem Westen sei.  Bei der Umfrage seien 1.200 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahre befragt worden. 48 Prozent der Befragten hätten einen Hochschulabschluss. Die Umfrage sei in der vergangenen Woche nach der Rückkehr des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani aus New York seitens der Iranian Student's Polling Agency (ISPA) durchgeführt worden. Rouhani hatte am Rande seines Besuchs im Rahmen der 68. UNO-Generalversammlung mit den Vertretern einige Länder Gespräche zur aktuellen iranischen Atompolitik geführt. Am Ende seiner Reise kam auch ein Telefongespräch zwischen ihm und seinem US-amerikanischen Amtskollegen Barak ... mehr »

Verhaftung von Homosexuellen und „Satanisten“ im Iran

11. Oktober 2013
In der westiranischen Stadt Kermanshah sind Duzende junge Menschen auf einer Party verhaftet worden. Das Nachrichtenprotal der Revolutionsgarde in Kermanshah bezeichnet die Verhafteten als Homosexuelle und „Satanisten“. Unter ihnen befänden sich auch „Ausländer aus dem Irak und anderen Nachbarländern“, schrieb das Portal am Donnerstag, den 10. Oktober: Die Revolutionsgarde habe sie über eine längere Zeit observiert und dann auf der Party „beim Tanzen und …“ erwischt. Was mit den drei Punkten gemeint ist, wurde nicht erklärt. fp 

Online-Islamunterricht für Studenten

03. Oktober 2013
Zum ersten Mal stehe den Studenten der Islamwissenschaft Unterrichtsmaterial der Islam-Hochschulen online zur Verfügung. Dies teilte Ahmad Maleki, einer der Initiatoren des Projektes „wikifegh“ der Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den 03.Oktober, mit. Die auf der Webseite registrierten Islam-Hochschulen befänden sich sowohl im Iran als auch im benachbarten Ausland wie beispielsweise dem Irak, Afghanistan und Libanon. Außerdem seien zu den jeweiligen Vorträgen die Quellen als Links hinzugefügt: "Die Theologiestudenten haben somit Zugang zu etwa 9.000 Sachbüchern", so Maleki. Dem Bericht nach können die User ihre Referate und Artikel auf der Internetseite wikifeqh.ir veröffentlichen lassen. Die Islamische Republik fördert im "Kampf gegen ... mehr »

Lob für New-York-Reise

02. Oktober 2013
Nach den guten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA soll im amerikanischen Kongress die Gruppe "Freundschaft mit dem Iran" gebildet worden sein. Das teilte der iranische Präsident Hassan Rouhani in einer Sitzung mit iranischen Parlamentariern ... mehr »

Iranischer Regisseur fehlt bei Premiere seines Films

01. Oktober 2013
Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof war am Dienstag nicht bei der Deutschlandpremiere seines Films „Manuscripts Don’t Burn“ beim Filmfest Hamburganwesend. Rasoulof ... mehr »

Direktflug zwischen Iran und USA

01. Oktober 2013
Irans Präsident Hassan Rouhani habe den Auftrag gegeben, die Möglichkeit eines Direktfluges zwischen dem Iran und den USA zu prüfen. Das sagte der Leiter des Obersten Rats für im Ausland lebende iranische Staatsbürger, Akbar Torkan, so die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Montag. Für Rouhani sei es wichtig, auch den im Ausland lebenden Iranern Leistungen anzubieten, so Torkan. Der Rat ist zuständig für die Angelegenheiten der im Ausland lebenden iranischen Staatsbürger. Allein in den USA leben ... mehr »

Erfolgreiches Treffen in New York

27. September 2013
Das Treffen zwischen dem Iran und der Gruppe 5+1 aus den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland in New York sei positiv verlaufen, sagte Irans Außenminister Mohammad Javad Sarif iranischen Nachrichtenagenturen. Bei dem Treffen wurde vereinbart, die Verhandlungen am 15. Oktober in Genf weiterzuführen. Nach der Sitzung führten der iranische Außenminister und US-Außenminister John Kerry ein einstündiges Gespräch. Details wurden nicht bekannt. Es ist das erste Mal nach der iranischen Revolution vor 35 Jahren, dass die Außenminister beider Länder an einem Tisch sitzen. fh

Holocaust „kein Mythos“

30. September 2013
Der Holocaust sei „kein Mythos“ und niemand wolle ihn leugnen. Das sagte Irans Außenminister Mohammad Javad Sarif in einem Fernseh-Interview mit dem amerikanischen Sender ABC am Sonntag, den 29. September. Auf die Frage, warum ... mehr »

Treffen der Außenminister

26. September 2013
Heute werden in New York der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif und sein US-amerikanischer Amtskollege John Kerry zusammentreffen. Das ist das erste Mal seit der iranischen Revolution vor 35 Jahren, dass zwischen beiden Ländern ein Gespräch ... mehr »

Rouhani sieht „guten Willen“

25. September 2013
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sei durch Verhandlungen zu lösen. Das sagte der iranische Präsident Hassan Rouhani bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung am Mittwoch in New York. Bei den „führenden Kräften“ beider Länder sei „guter Wille“ vorhanden, so Rouhani weiter: "Sie wollen nicht den Kriegsbefürwortern in ihren Ländern folgen.“ Rouhani äußerte sich zudem zuversichtlich, im Streit um das iranische Atomprogramm eine "faire und vernünftige" Lösung zu finden. fh

Politische Gefangene begnadigt

24. September 2013
Rund achtzig Häftlinge, die wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit" verurteilt worden waren, sind vom religiösen Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei,  begnadigt worden. Das teilte der Sprecher der iranischen Justiz, Gholamhossein Mohseni Ejehei, ... mehr »

Rafsanjani für Verhandlung mit USA

23. September 2013
Mit den USA weiterhin „weder Gespräche zu führen noch zu verhandeln“, sei „auf Dauer nicht haltbar". Das sagte laut einem Zeitungsinterview der Chef des iranischen Schlichtungsrats, Ayatollah Hashemi Rafsanjani, wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Sonntag ... mehr »

Vier kurdischen Gefangenen droht Hinrichtung

21. September 2013
Der oberste Gerichtshof des Iran hat die Todesurteile für vier kurdischstämmige Gefangene bestätigt. Das berichten persischsprachige Nachrichtenportale. Hamid Ahmadi, Kamal Moulai, Jamsheed Dehghani und sein jüngerer Bruder Jahangir seien wegen der Ermordung eines Geistlichen 2009 verhaftet worden, heißt es in den Berichten. Alle hätten laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) den Mord bestritten. Sie seien unter Folter gezwungen worden, Geständnisse zu unterschreiben, so AI. Die Organisation hat MenschenrechtsaktivistInnen in aller Welt aufgerufen, gegen die drohenden Hinrichtungen zu protestieren.  FP

Irans Außenminister trifft Ashton

21. September 2013
Der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif wird am kommenden Montag EU-Außenministerin Catherine Ashton treffen. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Freitag. Das Gespräch wird am Rand der 68. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) in New York stattfinden. ... mehr »

Positive Reaktion auf Rouhanis Äußerungen

20. September 2013
Der Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika, John Kerry, hat die Äußerung des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, der Iran strebe nicht den Bau von Atomwaffen an, als positiv bewertet. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Donnerstag. Kerry betonte, den Worten müssten nun auch „Taten folgen“. Er reagierte damit auf ein Interview, das Rouhani mit dem amerikanischen Fernsehsender NBC geführt hatte und das am Mittwoch ausgestrahlt wurde. Darin hatte Rouhani auch behauptet, der Iran sei schon immer gegen Massenvernichtungswaffen ... mehr »

Mehrere politische Gefangene frei

19. September 2013
Am Mittwoch sind in Teheran mehrere politische Gefangene aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis entlassen worden. Es handelt sich mehrheitlich um reformorientierte Politik- oder Menschenrechtsaktivisten. Die genaue Zahl der Freigelassenen wurde noch nicht bestätigt, laut verschiedenen Quellen handelt ... mehr »

Dollar statt Rupien

18. September 2013
Der Iran will künftig für Erdölexporte nach Indien wieder Dollar oder Euro statt Rupien bekommen. Das meldete das persischsprachige Online-Portal der BBC unter Berufung auf die Zeitung "Indian Express". Demnach soll der iranische Ölminister Bijan Namdar ... mehr »

Rouhani für Zusammenarbeit mit Revolutionsgarde

17. September 2013
Die iranische Revolutionsgarde könne die Regierung bei der Bekämpfung des Warenschmuggels an den Grenzen des Landes unterstützen. Das sagte Irans Präsident Hassan Rouhani in einer Rede vor führenden Kräften der Garde am Montag. Gleichzeitig betonte der ... mehr »

Briefwechsel zwischen Obama und Rouhani

16. September 2013
"Wir haben nicht direkt miteinander gesprochen. Ich habe dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani einen Brief geschickt." Das sagte US-Präsident Barack Obama in einem Fernsehinterview, das der amerikanische TV-Sender ABC am Sonntag ausstrahlte. Obama gab keine weiteren ... mehr »

Haus des Kinos“ wiedereröffnet

13. September 2013
Knapp zwei Jahre nach seiner Schließung durch die Behörden konnte am Donnerstag der Berufsverband "Haus des Kinos" in Teheran wieder eröffnen. Der Vorsitzende des Verbands, Hojatollah Ayoubi, erklärte, Kultusminister Ali Janati habe dieVerbandsaktivitäten für legitim erklärt. ... mehr »

Auto-Export drastisch gesunken

14. September 2013
In den vergangenen fünf Monaten hat der Iran lediglich 1.475 Autos im Wert von 11 Millionen Dollar exportiert. Das meldete das iranische Zollamt in seinem jüngsten Bericht, so die Nachrichtenagentur ISNA am Freitag, den 13. September. Damit ist der Export von im Iran hergestellten Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr um 94 Prozent gesunken. Hauptimporteur ist der Irak, rund 850 Autos wurden in das Nachbarland geliefert. Dem Bericht nach sind die um 40 Prozent angestiegenen Preise Grund für ... mehr »

Streit über Öl-Gelder

12. September 2013
Zwei Milliarden Dollar aus iranischen Erdölgeschäften seien auf einem Bankkonto im Ausland blockiert. Das sagt der iranische Kaufmann Babak Zanjani in einem Video, das am Mittwoch auf Youtube veröffentlicht wurde. Damit reagierte Zanjani auf einen Vorwurf ... mehr »

Rouhani ernennt Frau als Vize

11. September 2013
Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat mit Masoumeh Ebtekar eine Frau zu seiner Stellvertreterin ernannt. Gleichzeitig wurde die 53-Jährige Leiterin der iranischen Umweltschutzorganisation. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 10. September. Ebtekar war zuvor acht ... mehr »

Debatte über Facebook-Kontrolle

10. September 2013
Die Kontrolle von Facebook könne im Iran aufgehoben werden, wenn die Verantwortlichen im Nutzen der sozialen Netzwerke keine „rechtswidrige Aktivität“ mehr sähen. Das sagte der Sprecher der iranischen Justiz, Gholamhossein Mohseni Ejehei, bei einer Pressekonferenz am Montag. Über „Facebook Filtering“ wurde in der vergangenen Woche im Iran heftig debattiert, nachdem der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif über seine Fanseite zum jüdischen Neujahrsfest gratuliert hatte. Facebook und Twitter werden seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran im Juni 2009 ... mehr »

Ghalibaf erneut Teheraner Oberbürgermeister

09. September 2013
Mohammad Bagher Ghalibaf ist zum dritten Mal in Folge zum Teheraner Oberbürgermeister gewählt worden. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 8. September. Der 52-Jährige konnte im zweiten Wahlgang mit 16 der 31 Stimmen des Teheraner Stadtrats seinen Kontrahenten Mohsen Hashemi, den Sohn von Ayatollah Hashemi Rafsanjani, besiegen. Ghalibaf ist bereits seit acht Jahren Oberbürgermeister der iranischen Hauptstadt. Der neue Teheraner Stadtrat hat seine Arbeit in der vergangenen Woche aufgenommen.   fh

Iran will Transitvolumen steigern

07. September 2013
Der Iran will sein Transitvolumen von Gütern, das derzeit bei etwa 12 Millionen Tonnen im Jahr liegt, künftig auf 50 Millionen Tonnen steigern. Die Ausweitung betrifft sowohl Güterzüge wie auch LKW-Transporte. Das teilte der iranische Verkehrs- ... mehr »

Rouhani wechselt den Atomunterhändler

06. September 2013
Irans Präsident Hassan Rouhani hat erklärt, dass künftig das iranische Außenministerium zuständig für Atomverhandlungen mit dem Ausland sein soll. Bisher oblag diese Verantwortung dem Vorsitzenden des iranischen Sicherheitsrats. Dass die Verhandlungen damit nicht mehr von einer Sicherheitsbehörde, ... mehr »

Rouhanis angebliche Grüße zu Rosch Haschana

05. September 2013
Der neue iranische Präsident Hassan Rouhani soll am Mittwochabend via  Twitter zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana gratuliert haben. "Gleich ist in Teheran Sonnenuntergang. Ich wünsche allen Juden der Welt, vor allem den iranischen Juden, ein frohes Rosch Haschana", steht in dem Tweet. Es wäre das erste Mal, dass ein iranischer Präsident Grüße zum jüdischen Neujahr twittert, doch Rohanis Berater, Mohammad Reza Sadegh, teilte mit, dass der iranische Präsident gar keinen Twitteraccount habe. Im Iran leben etwa 40.000 Menschen jüdischen Glaubens. fh

Rouhani bei UN-Generalversammlung

03. September 2013
Der iranische Präsident Hassan Rouhani wird an der 68. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) am 17. September in New York teilnehmen. Das teilte der Außenminister des Iran, Mohammad Javad Sarif, der iranischen Nachrichtenagentur Fars am Montag mit. Rouhani wird voraussichtlich als Vorsitzender der Bewegung Blockfreier Staaten  (engl. Non-Aligned Movement;  NAM) eine Rede zur Bekämpfung von Massenvernichtungswaffen halten. Bei seiner Wahlkampagne hatte er versprochen, sich gegen Massenvernichtungsmittel einzusetzen. fh

Irans Außenhandel sinkt

04. September 2013
In den vergangenen fünf Monaten betrug der iranische Außenhandel knapp 31,5 Milliarden Dollar. Das teilte der Leiter der "Trade Promotion Organisation of Iran" (TPO), Kiomars Fatoallah Kermanshahi, der Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch, den 4. September, mit. Demnach sank der Import des Landes in diesem Zeitraum mit 16,5 Millarden Dollar um 26 Prozent, der Export mit 15,2 Milliarden Dollar um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kermanshahi warnte die Verantwortlichen vor einer neuen Regelung, der zufolge Herstellern kein staatlicher Devisenkurs mehr zusteht: "Das erschwert den Fabrikanten den Import von Grundmaterial für ihre Produktionen." fh

Rechnungshof blockiert Konto des Ex-Präsidenten

02. September 2013
Ein Betrag in Höhe von 16 Milliarden Tuman - umgerechnet etwa vier Millionen Euro -, der vom iranischen Präsidialamt an den ehemaligen Präsidenten des Landes Mahmud Ahmadinedschad überwiesen wurde, sei auf dessen Konto gesperrt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. Die Information stamme von einem Mitarbeiter des iranischen Rechnungshofes, der anonym bleiben wolle, so Mehr. Am 4. August, dem Tag der Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, hatte das Präsidialamt die Summe an Ahmadinedschad zu dem Zweck überwiesen, die Eröffnung einer von ihm geplanten neuen Universität zu unterstützen. Später hatte ein Sprecher der Universität mitgeteilt, das Geld ... mehr »

Gefälschte Medikamente beschlagnahmt

31. August 2013
Rund eine Million Packungen gefälschter Arzneimittel seien in der iranischen Hauptstadt Teheran von der Polizei beschlagnahmt worden. Das sagte Teherans Polizeichef Hossein Sajeddi Niya der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Freitag, den 30. August. Dem Bericht nach wurden bei einer Razzia in drei Bezirken der Stadt innerhalb von 48 Stunden 80 Schwarzhändler festgenommen. Dabei wurden auch Medikamente mit abgelaufenen Verfallsdaten beschlagnahmt. Aufgrund der internationalen Finanzsanktionen gegen den Iran hat das Land große Probleme, Medikamente einzuführen. Mehr als 30 spezielle Arzneimittel sind bereits nicht mehr auf dem Markt. fh

Erste Pressesprecherin in Ministerium

30. August 2013
Marziyeh Afkham wird neue Pressesprecherin des iranischen Außenministeriums. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Donnerstag, den 29. August. Damit wird zum ersten Mal seit der iranischen Revolution vor 34 Jahren eine Frau Sprecherin eines Ministeriums. Der gegenwärtige Sprecher Abbas Araghchi bezeichnete seine Nachfolgerin als "kompetent und berufserfahren". Zuvor hatte Afkham jahrelang als Leiterin der Kommunikations- und Presseabteilung des Ministeriums gearbeitet. Araghchi kündigte außerdem an, der neue Außenminister Mohammad Jafar Sarif werde demnächst eine Frau als Botschafterin ernennen. fh

Iran gegen Syrien-Angriff

29. August 2013
Die Drohung der USA, sich in Syrien militärisch einzumischen, sei eine Katastrophe für die Region. Das sagte Irans religiöses Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei bei einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani und dessen Kabinett am Mittwoch, den 28. August. Der neue iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif führte mehrere Telefongespräche mit Amtskollegen aus zehn Ländern, unter anderem Italien, der Schweiz, Belgien, Spanien, Griechenland, Frankreich und Kuwait, um den geplanten Militärschlag zu verurteilen. Er hoffe, dass die UN-Inspektoren "unparteiisch" über die "schrecklichen Vorfälle" in Syrien berichten würden, so Sarif. fh

Neuer Vertreter bei Atomenergiebehörde

28. August 2013
Reza Najafi wurde zum neuen iranischen Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien ernannt. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 27. August. Gleichzeitig wird Najafi als Gesandter des Irans im Büro der Vereinten Nationen in Wien arbeiten. Damit wird sein Vorgänger Ali Ashgar Soltani nach acht Jahren ersetzt. Politische Beobachter bewerten diese Entscheidung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani als Zeichen für einen möglichen Wendepunkt bei weiteren Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Najafi arbeitete zuvor im iranischen Außenministerium. fh

UN-Besuch im Iran

27. August 2013
Der stellvertretende Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Jeffrey D. Feltman, hat sich gestern in Teheran mit dem iranischen Außenminister Mohammad Javad Sarif getroffen, wie iranische Nachrichtenagenturen am Montag berichteten. Bei dem Treffen soll es um die kritische Lage in Syrien, Ägypten und dem Libanon gegangen sein. Nach dem Gespräch betonte Sarif, die Syrien-Krise sei nur politisch zu lösen und der Iran sei bereit, die UN dabei zu unterstützen. Der Iran ist langjähriger Verbündeter der syrischen Regierung von Bashar Al-Assad. fh

Geschlechtertrennung an Uni „Erfolg“

26. August 2013
Durch die Geschlechtertrennung an der Alameh-Tabatabei-Universität habe sich die Leistung der Studenten deutlich verbessert. Das sagte der Leiter der Universität, Sadr Eldin Shariyati, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag, den 25. August. Dem Bericht nach wurden an der Teheraner Universität 98 Prozent der Unterrichtsstunden verschiedener Masterstudiengänge geschlechtergetrennt erteilt. Laut Shariyati verbesserte sich dadurch auch das "Disziplinarverhalten" der Studenten. Die Anweisung zur Geschlechtertrennung war dem Wissenschaftsministerium 2011 vom Obersten Rat der Kulturrevolution erteilt worden und wurde von vielen Akademikern heftig kritisiert. Die Alameh-Tabatabei ist eine der größten Universitäten im Iran und bekannt für ihre aktive Studentenorganisation. Nach der Regierungsübernahme durch Präsident ... mehr »

Hungerstreik für kranken Sohn

24. August 2013
Zoleykha Moussawi, die Mutter des inhaftierten Menschenrechtsaktivisten und Bloggers Hossein Ronaghi Maleki, will ihren am 20. August begonnenen Hungerstreik so lange fortsetzen, bis ihr Sohn Hafturlaub bekommt. Das berichtet das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Freitag, den 23. August. Der Gesundheitszustand des nierenkranken 26-Jährigen sei kritisch, ihr Sohn bräuchte dringend medizinische Behandlung, so Moussawi. Maleki wurde im Dezember 2009 in der Nähe der iranischen Stadt Täbriz verhaftet und später in das berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis gebracht. Der Menschenrechtsaktivist wurde wegen "Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit" zu 15 Jahren Haft verurteilt. fh

Mehr Freiheit an Universitäten

22. August 2013
Die Kontrollen durch Sicherheitskräfte und die Einmischung von "Institutionen, die nicht dem Hochschulsektor angehören" an den iranischen Universitäten müsse beendet werden. Das fordert der Direktor der Akademie der Wissenschaften der Islamischen Republik Iran (IAS), Reza Davari Ardakani, in einem offenen Brief an den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Ardakani betont die wichtige Rolle der Universitäten für die iranische Gesellschaft: "Eine bessere Zukunft des Landes ist nur durch effektivere Lernstrategien und deren Umsetzung möglich", so der Akademiedirektor laut iranischen Nachrichtenagenturen am Mittwoch, den 21. August. Die Akademie der Wissenschaften wurde 1990 eröffnet und gehört zum iranischen Präsidialamt. fh

Sanktionen ändern Politik nicht“

23. August 2013
Die internationalen Sanktionen gegen den Iran setzten zwar die Bevölkerung unter Druck, könnten aber die Politik des Landes nicht ändern. Das sagte der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 23. August. Dem Bericht nach will Sarif in ein bis zwei Wochen über die nächsten Schritte beim iranischen Atomprogramm entscheiden. Gleichzeitig betonte der Minister, die Grundlinien der iranischen Außenpolitik seien im Grundgesetz verankert und würden daneben von den Empfehlungen des religiösen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, bestimmt. Dennoch sollte jede Regierung im Hinblick auf internationale Entwicklungen versuchen, die Stellung des Landes zu stärken, ... mehr »

Debatte über Zensur

21. August 2013
"Die Verleger können nicht wissen, welche Begriffe erlaubt sind und welche nicht." Mit dieser Äußerung reagierte der Leiter des iranischen Buch- und Verlagsverbandes, Mahmoud Amouzegar, laut der iranischen Nachrichtenagentur ILNA auf eine Ankündigung des neuen iranischen Kultusministers Ali Janati. Janati hatte angekündigt, künftig den Verlagen die inhaltliche Kontrolle und Zensur ihrer Veröffentlichungen zu überlassen. Das Kultusministerium werde sich erst dann einschalten, wenn ein Buch gedruckt sei, um zu prüfen, ob das Werk "islamischen und staatlichen Normen entspreche", so der Minister. Gegebenenfalls werde das Ministerium dann keine Verkaufsgenehmigung erteilen. Amouzegar kritisierte diesen Plan: Es sei nicht die Aufgabe eines Verlegers, zu ... mehr »

Offener Brief an Obama

20. August 2013
"Die Sanktionen gegen den Iran bestrafen die iranische Bevölkerung." Das schreiben 460 iranische Professoren, Polit-Aktivisten und Intellektuelle in einem offenen Brief an den US-Präsidenten Barack Obama, berichtet das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Montag, den 19. August. Die Verfasser kritisieren in ihrem Schreiben die Billigung weiterer Sanktionen durch die US-Regierung kurz vor Amtsantritt des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani Anfang August. Sie zeigten der iranischen Bevölkerung, "dass die USA kein Interesse daran haben, die bestehenden Konflikte zwischen den beiden Ländern zu lösen", heißt es in dem Brief. Dessen Autoren solidarisieren sich auch mit dem Appell, den 55 politische Häftlinge aus dem ... mehr »

Erste Sitzung des neuen Kabinetts

19. August 2013
Im Iran hat am Sonntag, den 18. August, das neue Kabinett seine Arbeit aufgenommen. Bei der ersten Sitzung der Ministerriege kündigte Irans neuer Präsident Hassan Rouhani an, die "existenziellen Probleme" der iranischen Bevölkerung würden in den nächsten Monaten beseitigt werden. In der vergangenen Woche hatte das iranische Parlament 15 der 18 von Rouhani vorgeschlagenen Kandidaten für die Ministerposten nach mehrtägiger Debatte akzeptiert. Für die Ressorts Sport und Jugend sowie Hochschule ernannte Rouhani am Samstag zwei Interimsleiter.  Das Bildungs- und Schulministerium hat nach wie vor keinen Chef. Der Präsident hat nun drei Monate Zeit, dem Parlament neue Kandidaten für die unbesetzten ... mehr »

Iran stoppt indischen Öltanker

17. August 2013
Das Anhalten eines indischen Öltankers durch die iranische Marine habe „keine politischen Hintergründe", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas Araghchi, am Freitag, den 16. August. Der mit 140 Tonnen Erdöl beladene Frachter war am Dienstag auf dem Weg von der irakischen Hafenstadt Basra Richtung Indien im Persischen Golf festgehalten worden. Araghchi zufolge verlor das Schiff Öl und sei aus Umweltschutzgründen gestoppt worden. Aus Indien wurde dieser Vorwurf zurückgewiesen, solche Probleme seien nicht bekannt, hieß es. Indische Medien sehen in dem Stopp eine Abrechnung des Iran mit Indien. Das Land hat aufgrund der internationalen Sanktionen seine Ölimporte aus dem Iran ... mehr »

Neuer Chef für iranische Atomenergiebehörde

16. August 2013
Der ehemalige Außenminister des Iran, Ali Akbar Salehi, wurde vom neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani zum Chef der Atomenergiebehörde des Landes ernannt. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Freitag, den 16. August. Salehi war ab 1998 Vertreter des Iran bei der internationalen Organisation für Atomenergie (IAEO), ab 2009 erstmalig Chef der iranischen Atomenergiebehörde, bis er im Dezember 2010 vom damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zum Außenminister ernannt wurde. fh

Iran verurteilt Gewalt in Ägypten

15. August 2013
Als „Völkermord“ hat das iranische Außenministerium das gewaltsame Vorgehen des ägyptischen Militärs gegen Demonstranten in Kairo bezeichnet. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch. Das Ministerium warnte zudem vor einem „Bürgerkrieg“ in Ägypten, von dem „Israel und andere extreme Gruppierungen profitieren“ könnten. Hunderte Tote hatte es am Mittwoch in Kairo gegeben, als das Militär gegen Anhänger des abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi vorging. Der Iran hatte Anfang Juli Mursis Amtsenthebung durch das Militär harsch kritisiert. Die Zukunft eines gewählten Präsidenten dürfe nicht auf der Straße entschieden werden, sagte damals der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas Araghchi. fh

Razzia gegen Satelliten-Antennen

14. August 2013
Die iranische Polizei hat bei einem landesweiten Großeinsatz mehr als 16.000 Satellitenantennen, Receiver und Zubehör beschlagnahmt. Zudem wurden 117 Händler der im Iran verbotenen TV-Empfangsgeräte verhaftet. Das teilte der Chef der iranischen Ordnungspolizei, Masoud Zahedian, mit, berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch. Demnach hatte die Ordnungspolizei illegale Händler und Hersteller zuvor monatelang im Visier. Im Iran ist der Besitz einer Satellitenschüssel verboten. Damit will der Staat den Empfang von „unmoralischen“ und „anti-revolutionären“ westlichen TV-Programmen verhindern. Die Behörden gehen deshalb seit Jahren sowohl gegen Besitzer wie auch gegen Händler von Satellitenantennen immer wieder massiv vor. fh

Pistazienernte geschädigt

13. August 2013
Rund 40 Prozent der Pistazienernte in der iranischen Provinz Kerman sind durch die anhaltende Hitze im Iran mit Temperaturen bis über 50 Grad geschädigt worden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 12. August.  Der genaue finanzielle Schaden wurde noch nicht bekannt. Dem Bericht nach liegen mit 330.000 Hektar drei Viertel der gesamten iranischen Anbaufläche für Pistazien in der Region. Der Iran gehört zu den größten Pistazienexporteuren der Welt. Im vergangenen Jahr wurden Pistazien im Wert von 1,6 Milliarden Dollar geerntet. Durch den Export konnte das Land rund 900 Millionen Dollar einnehmen. fh

Debatte über Kabinett

12. August 2013
Das iranische Parlament debattiert am heutigen Montag öffentlich über das künftige Kabinett des Landes. Die Debatte soll im Beisein der 18 vorgeschlagenen Minister stattfinden, die dabei ihre Pläne erläutern können. Auch Irans neuer Präsident Hassan Rouhani trat am Montagmorgen vor das Parlament, um seine Kabinettsvorschläge zu verteidigen. Rouhani betonte, dass seine Regierung sich vor allem der Außen- und Wirtschaftspolitik annehmen wolle. Laut Gesetz müssen die Abgeordneten das neue Kabinett billigen. In spätestens drei Tagen wird das Parlament seine Entscheidung bekanntgeben. fh

Politische Gefangene schreiben an Obama

10. August 2013
Während neuer Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollten die Sanktionen gegen den Iran nicht weiter verschärft werden. Das schrieben 55 politische Häftlinge aus dem Teheraner Evin-Gefängnis in einem offenen Brief an den US-Präsidenten Barack Obama, wie das persischsprachige Nachrichtenportal der Deutschen Welle am Freitag berichtete. Die Verfasser beziehen sich damit auf die Billigung weiterer Sanktionen durch die US-Regierung Anfang August kurz vor dem Amtsantritt des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Es sei derzeit „eine neue Chance für beide Seiten“ da, so die iranischen Häftlinge: „Der Westen und der Iran könnten die Konfliktspirale der Vergangenheit überlassen, um für die Zukunft bessere ... mehr »

Khamenei: Anti-Israel-Rede zum Fest

09. August 2013
Anlässlich des muslimischen Ramadanfestes „Eid Fitr“ hat Irans religiöses Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern kritisiert. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen am Freitag, den 9. August. Demnach sagte Khamenei in einer Ansprache, die Verhandlungen sollten „am Ende nur den Interessen der Israelis dienen“. Er nannte die Rolle der Amerikaner als Verhandlungsvermittler „anstößig“ und rief die muslimische Welt dazu auf, die Gespräche zu verhindern. Traditionell hält der Ayatollah beim Eid Fitr-Gebet im Beisein des Präsidenten und anderer hochrangiger Persönlichkeiten aus Politik und Militär eine Ansprache mit religiösen und politischen Inhalten. fh

Rätselhafter Tod von iranisch-britischem Geschäftsmann

08. August 2013
Am Sonntag wurde der iranisch-britische Geschäftsmann Abbas Yazdanpanah Yazdi im Emirat Fudschaira, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, tot aufgefunden. Das berichtete das persischsprachige Nachrichtenportal BBC Persian am Mittwoch, den 7. August. Eine Todesursache wurde bislang nicht bekannt. Yazdanpanah Yazdi war am 25. Juni in Dubai verschwunden. Einen Tag zuvor soll der Geschäftsmann von seinem Büro in Dubai aus per Internet und Video eine Zeugenaussage vor einem britischen Gericht gemacht haben. Dem BBC-Bericht zufolge ging es bei dem Verfahren um einen Streitfall zwischen zwei Erdölfirmen. Der Name des 45-Jährigen tauchte bereits in mehreren Prozessen auf. Er wird als Vermittler ... mehr »

Assad-Brief an Khamenei

07. August 2013
Der syrische Präsident Bashar Al-Assad soll dem religiösen Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, einen Brief geschickt haben. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen, ohne jedoch Einzelheiten zum Inhalt des Briefes bekanntzugeben. Den Berichten zufolge soll das Schreiben bei einem Treffen zwischen dem syrischen Ministerpräsidenten Wael Nader Al-Halki und dem außenpolitischen Berater Khameneis, Aliakbar Velayati, in Teheran überreicht worden sein. Bei dem Treffen sei es vor allem um die Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder gegangen. Al-Halki war am Wochenende nach Teheran gekommen, um an der Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani teilzunehmen. Der Iran ist langjähriger Verbündeter der syrischen Regierung von Bashar ... mehr »

Polizei schließt Modegeschäfte

06. August 2013
In Teheran hat die iranische Polizei 235 Modegeschäfte geschlossen. Ihnen wird der Verkauf von „zu westlicher und freizügiger“ Mode vorgeworfen. Das teilte Teherans Polizeichef Hossein Sajadiniya der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Montag mit. In der vergangenen Woche seien insgesamt 2.630 Bekleidungsgeschäfte kontrolliert worden, soSajadiniya. Dem Bericht nach haben dabei 617 weitere Läden Mahnungen wegen des Verkaufs von „dem Islam nicht angemessener Ware“ erhalten. Seit Jahren kontrolliert der Staat im Iran nicht nur die Bekleidung von Frauen in der Öffentlichkeit, sondern auch, ob sich Geschäfte an den Verkauf von „islamischer Mode“ statt westlicher Trends halten. fh

Hitze schädigt Dattelernte

05. August 2013
Rund 60 Prozent der Dattelernte in der iranischen Kleinstadt Reigan sind durch die anhaltende Hitze mit Temperaturen bis zu über 50 Grad geschädigt worden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag, den 4. August. Es würden deshalb in diesem Jahr nur etwa 12.000 Tonnen statt wie sonst 30.000 Tonnen Datteln geerntet werden können, so der Bericht. Der finanzielle Schaden beträgt etwa 30 Milliarden Tuman, das sind umgerechnet 10 Millionen Euro. Mehr als 10.000 Menschen sind von den Ertragseinbußen betroffen. Reigan liegt in der Provinz Kerman im Südosten des Iran und gehört mit etwa 45.000 Hektar zu den größten Dattelanbaugebieten ... mehr »

Rouhani vereidigt

04. August 2013
Hassan Rouhani hat heute als neuer Präsident des Iran seinen Eid vor dem iranischen Parlament abgelegt.  Einen Tag nachdem er vom religiösen Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Khamenei, ins Amt eingeführt wurde, muss der Regierungschef laut Gesetz auch von den Abgeordneten vereidigt werden. Der neue Präsident betonte in seiner Antrittsrede, Frieden und Sicherheit in der Region hätten für seine Regierung höchste Priorität. Rouhanis Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad nahm an der Zeremonie nicht teil. Ein Grund für seine Abwesenheit wurde bislang nicht bekannt. Es ist das erste Mal seit der iranischen Revolution vor 34 Jahren, dass ein Ex-Präsident nicht zur Vereidigung seines ... mehr »

Rouhani falsch zitiert

03. August 2013
Eine Aussage des künftigen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, die dieser gestern am Rande der Demonstrationen zum anti-israelischen iranischen Staatsfeiertag „Quds-Tag“ gemacht hatte, wurde von iranischen Nachrichtenagenturen falsch zitiert. Mit den auf Israel bezogenen Worten: „Auf dem Körper der islamischen Welt sitzt eine tiefe Wunde, die unbedingt beseitigt werden muss“, hatten diese Rouhani wiedergegeben. Auf einem Video, das am gleichen Abend veröffentlicht wurde, spricht Rouhani jedoch nicht von der „Beseitigung“ einer Wunde, sondern sagt wörtlich, der Tag diene dazu, „dass die Muslime ihr historisches Recht nicht vergessen“. Damit bezieht er sich auf die „Besetzung“ Jerusalems durch Israel. Am Freitag gingen Hunderttausende ... mehr »

Großdemonstration am Quds-Tag

02. August 2013
Hunderttausende Iraner protestieren am heutigen Quds-Tag landesweit gegen die israelische Politik gegenüber den Palästinensern. Den gesetzlichen Feiertag hatte im Jahr 1979 der mittlerweile verstorbene Gründer der islamischen Republik Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini, ausgerufen. Der Tag, benannt mit der arabischen Bezeichnung für Jerusalem, wird seither jährlich am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan begangen. Am Rande der Demonstrationen sagte der künftige Präsident des Iran, Hassan Rouhani, gegenüber Journalisten, „auf dem Körper der islamischen Welt“ sitze „eine tiefe Wunde, die unbedingt behandelt werden muss“. fh

Auslands-Gäste bei Vereidigung

01. August 2013
Vertreter von rund 50 ausländischen Regierungen werden am Sonntag an der Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani vor dem iranischen Parlament teilnehmen. Das teilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas Araghchi, mit, wie die Zeitung Tehran Emrouz heute berichtet. Unter den Gästen sind zehn Staatspräsidenten unter anderem von Libanon, Afghanistan, Pakistan und dem Irak sowie sieben Parlamentschefs. Als besonderen Gast bezeichnete Araghchi den ehemaligen Generalsekretär der Europäischen Union, Javier Solana. Erstmals seit der Revolution im Iran vor 34 Jahren sind ausländische Regierungen zu der Vereidigung eines neuen Regierungschefs eingeladen. fh

Tonnen Medikamente lagern beim Zoll

31. Juli 2013
Rund 330 Tonnen Arzneimitteln lagern beim Zoll des Teheraner Flughafens Imam Khomeini, wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch berichtet. Es handele sich um Medikamente im Wert von 70 Millionen Dollar, „deren Verfallsdatum mit jedem Tag näherkommt“, sagte der stellvertretende Leiter des iranischen Zollamts Mohammadreza Naderi der ISNA. Die iranische Zentralbank erlaube den Importeuren nicht, die Medikamente abzuholen, da sie nicht die Differenz zwischen altem und neuen Devisenkurses bezahlen können. Vor zwei Monaten änderte die iranische Zentralbank den staatlichen Wechselkurs für den Dollar von 1.226 Tuman auf 2.477 Tuman. Im Iran gibt es einen vom Staat kontrollierten und einen von ... mehr »

Kritik an Ahmadinedschads Uni-Projekt

30. Juli 2013
Das Vorhaben des noch amtierenden iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, nach seinem bevorstehenden Abtreten eine neue Universität zu eröffnen, stößt auf harsche Kritik. So sagte etwa der ehemalige Abgeordnete Emad Afrough iranischen Nachrichtenagenturen zufolge, ein Präsident dürfe seine „speziellen Beziehungen" nicht für eigene Interessen ausnutzen. Am Sonntag hatte Ahmadinedschad in einem Fernsehinterview bekannt gegeben, dass er nach seiner Amtszeit eine Universität mit dem Namen „Die Iraner“ eröffnen wolle. Die Genehmigung dazu habe er bereits bei der letzten Sitzung des iranischen „Obersten Rats der Kulturrevolution“ (SCRC) erhalten. Dem Gesetz nach gehört es zu den Aufgaben des Präsidenten, diesen Rat zu führen. Am ... mehr »

Wassermangel in Teheran

29. Juli 2013
Der iranischen Hauptstadt Teheran droht Wassermangel. Grund sind eine anhaltende Hitzewelle und zu wenig Niederschlag. "Wenn die Einwohner Teherans ihren täglichen Wasserverbrauch nicht um bis zu 20 Prozent senken, müssen wir das Wasser bald rationieren", sagte der Amtsleiter für Wasser und Abwasser in Teheran, Mohammad Parvaresh, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag. In den vergangenen Tagen wurde das Wasser in der iranischen Hauptstadt teilweise bereits für mehr als zehn Stunden abgestellt. Die Stadt leidet seit Tagen unter einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 41 Grad. Im ganzen Land herrscht Waldbrandgefahr. fh

Offenbarung im Kahrizak-Folterskandal

27. Juli 2013
Das religiöse Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, habe sein Rücktrittsangebot wegen der Todesfälle im Kahrizak-Gefängnis abgelehnt. Das sagte der iranische Polizeichef Ahmad Moghadam bei einem Fernsehinterview im Staatsfernsehen des Iran am Freitagabend. „Wenn Sie wollen, trete ich zurück“, habe er an Khamenei geschrieben. Den Brief habe er damals auch dem Abgeordneten Ahmad Tavakoli vorgelegt, so Moghadam. Im Sommer 2009 waren Folter und Vergewaltigungen sowie mindestens drei Todesfälle von Gefangenen bekannt geworden, die sich im Kahrizak-Gefängnis südlich von Teheran nach den Protesten wegen der damaligen Präsidentschaftswahlen ereignet hatten. In der Folge hatte Ayatollah Khamenei angeordnet, das Gefängnis zu schließen. fh

Hitzewelle und Waldbrände im Iran

26. Juli 2013
Seit Tagen halten in der iranischen Hauptstadt Teheran Temperaturen um 41 Grad an. Das sei „knapp an der Grenze zu der Rekordhitze vor 60 Jahren mit 42,5 Grad“, so der Meteorologe Abbas Ranjbar. Die Hitzewelle betrifft nicht nur Teheran, sondern das ganze Land: „In fast allen Wäldern des Iran gibt es derzeit Brände“, so Ranjbar. Hunderte Hektar Wald seien betroffen. Der wichtigste Grund für die Trockenheit sei der Rückgang von Niederschlägen um fast 55 Prozent in diesem Jahr. fh

Iran will Hizbollah weiter unterstützen

25. Juli 2013
"Wir sagen deutlich, dass wir die Kämpfer und Helden der Hizbollah im Libanon weiterhin in jeder Hinsicht unterstützen werden." Das sagte der iranische Parlamentschef Ali Larijani laut der Nachrichtenagentur Mellat am Mittwoch, den 24. Juli. Am Montag hat die Europäische Union die militärische Fraktion der Hizbollah - zu deutsch "Partei Gottes" - auf die Liste zu sanktionierender Terrororganisationen gesetzt. Larijani bezeichnete die Entscheidung als "lächerlich" und "Nachahmung der USA". Die Hizbollah wurde 1982 vom Iran in Syrien aufgebaut, um gegen die Besetzung des Libanon durch Israel zu kämpfen. Sie wird seither vom Iran systematisch unterstützt. fh

Ausländische Regierungen zur Vereidigung eingeladen

24. Juli 2013
Erstmals seit der iranischen Revolution vor 34 Jahren werden ausländische Regierungen zur Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten eingeladen. Das teilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas Araghchi, iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Dienstag, den 23. Juli, mit. "Regierungschefs aus der Region sowie aus Ländern, zu denen wir gute diplomatische Beziehungen haben, werden teilnehmen", so Araghchi, etwa der afghanische Präsident Hamid Karzai. Es würden aber keine Einladungen an die USA und Israel verschickt. Der künftige siebte Präsident des Iran, Hassan Rouhani, wurde am 14. Juni gewählt. Die Vereidigung des gemäßigt konservativen Regierungschefs findet am 4. August vor dem iranischen Parlament statt. fh

Iran unterschreibt Erdgas-Vertrag mit Irak

22. Juli 2013
Laut einem neuen Vertrag zwischen Teheran und Bagdad wird der Iran künftig täglich 25 Millionen Kubikmeter Erdgas an den Irak liefern. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Montag, den 22. Juli. Durch den Gasexport rechnet der Iran mit täglichen Einnahmen von über 10,5 Millionen Dollar. Der Vertrag wird nach zwei Jahre andauernden Verhandlungen heute unterzeichnet. Dem Bericht zufolge werden die Bauarbeiten der 227 Kilometer langen Gaspipeline noch bis September dauern, dann kann das Erdgas geliefert werden. Nach Russland hat der Iran das zweitgrößte Erdgasvorkommen weltweit. fh

Ahmadinedschad-Regierung mit Millionen Schulden

23. Juli 2013
Die Regierung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad hat am Ende ihrer achtjährigen Amtszeit 800 Milliarden Tuman Schulden allein beim Stadtrat von Teheran. Das sind umgerechnet 266 Millionen Euro. Das sagte der Vertreter des Finanzchefs im Teheraner Stadtrat, Hossein Mohammad Pourzarandi, der Zeitung Shargh am Montag, den 22. Juli. Demnach sind die Schulden hauptsächlich durch nicht genehmigte Bauprojekte entstanden. Als Beispiel nannte Pourzarandi die Pardisan-Parkanlage in Teheran, die ohne Baugenehmigung des Stadtrats errichtet wurde. Außerdem hatte die Regierung sich wegen fehlender Gelder in der Staatskasse geweigert, eine Million Euro auszuzahlen, die für den Ausbau der Teheraner Metro vorgesehen waren. Ahmadinedschad hatte ... mehr »

Spezialeinheit stürmt Gefängnistrakt politischer Häftlinge

20. Juli 2013
Rund 150 Sicherheitskräfte haben in der Nacht zum Freitag Trakt 350 des Teheraner Evin-Gefängnisses gestürmt. Dort sind die politischen Häftlinge untergebracht. Das meldet das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Freitag, den 19. Juli. Dabei sollen die Sicherheitskräfte sowohl die Zellen wie auch Insassen durchsucht haben. Die Gefangenen protestierten gegen die nächtliche Aktion. Sechs von ihnen wurden in Einzelhaft verbracht. Der Grund für die Aktion der Sicherheitskräfte war laut Kalameh der Protest der politischen Gefangenen gegen die Verlegung von Ali Nazeri. Der 62-jährige Zahnarzt und Oppositionelle wurde in der vergangenen Woche in ein Gefängnis in der Stadt Zabol an der östlichen Grenze ... mehr »

Millionen Staatsschulden bei der Weltbank

19. Juli 2013
Der Iran schuldet der Weltbank rund 697 Millionen Dollar. Das meldet das persischsprachige Internetportal BBC Persian am Freitag, den 19. Juli. Davon hätte die Islamische Republik in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 79 Millionen Dollar zurückzahlen müssen. Doch die iranische Regierung ist bislang dieser Verpflichtung nicht nachgekommen. Von iranischer Seite gab es bisher keine Reaktionen auf den Bericht. Experten sehen einen Zusammenhang zu den wegen der internationalen Sanktionen gegen den Iran zurückgehenden Einnahmen des Landes. Statt 2,3 Millionen Barrel Erdöl 2011 verkaufte der Iran 2012 lediglich 1 Million Barrel. fh

Freispruch für Filmemacher

18. Juli 2013
25 iranische Dokumentarfilmer, die wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit dem persischsprachigen britischen Sender BBC Persian im vergangenen Jahr im Iran verhaftet worden waren, wurden für unschuldig erklärt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch, den 17. Juli. Dem Bericht zufolge kamen die Richter nach "sorgfältiger Überprüfung" der Filme zu dem Schluss, die Dokumentarfilme beinhalteten "keine antirevolutionären Elemente". Auch würden sie nicht "zum Sturz des Regimes aufrufen", wie es den Filmern vorgeworfen worden war, so MEHR. Vor den iranischen Parlamentswahlen im März vergangenen Jahres hatte Teheran dem Auslandssender "Spionage und sanften Krieg gegen den Iran" vorgeworfen und die Filmemacher ... mehr »

Parlament verhindert Schuldenausgleich der Regierung

17. Juli 2013
Das iranische Parlament verabschiedete heute mit 171 von 220 Stimmen einen Beschluss, der die Regierung daran hindern soll, ihre Schulden über die Zentralbank auszugleichen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Die iranische Zentralbank hatte vor kurzem den staatlichen Devisenkurs erhöht und den dadurch gewonnenen Profit in Höhe von 74 Milliarden Tuman, umgerechnet 250 Millionen Euro, als Schuldenausgleich für die Regierung gutgeschrieben. Der Abgeordnete Ahmad Tavakoli bezeichnete diese Entscheidung als "rechtswidrig". Im Iran ist die Zentralbank anders als in den meisten anderen Länder nicht unabhängig, sondern wird von der Regierung kontrolliert. fh

Tausende Stahlarbeiter warten auf Gehälter

16. Juli 2013
Seit mehr als drei Monaten haben rund 82.000 Stahlarbeiter im Iran keine Löhne mehr bekommen. Das sagte der iranische Parlamentarier Kamal Alipour Khonakdari der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 16. Juli. Khonakdari habe den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und seinen Vize schriftlich über die Lage informiert und sie um Hilfe gebeten, schreibt MEHR. Er habe jedoch „bis heute diesbezüglich keine Antwort erhalten“, so der Abgeordnete. Im Iran werden Gewerkschaftsaktivisten vom Staat verfolgt. Daher haben Arbeiter nicht die Möglichkeit, ihre Forderungen über Gewerkschaften durchzusetzen. Die internationalen Sanktionen gegen den Iran haben der Wirtschaft des Landes großen Schaden zugefügt. Zudem ließ ... mehr »

Sufis zu Haft verurteilt

15. Juli 2013
Ein Gericht in Teheran gab am Sonntag seine Urteile über sieben von 17 festgenommenen Mitgliedern der Sufigemeinde der Gonabandi-Derwische bekannt. Laut dem Nachrichtenportal des Ordens,  Majzooban Nour, wurde der Chefredakteur der Webseite und Anhänger des Sufiordens Hamidreza Moradi Sarvestani zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Fotojournalist Reza Entesari wurde mit acht Jahren Gefängnis bestraft. Weitere fünf Anhänger und Rechtsgelehrte des Derwisch-Ordens wurden jeweils zu fünf Jahren Haft verurteilt. Außerdem wurde allen sieben Angeklagten für fünf Jahre jegliche Presseaktivität sowie Mitgliedschaft in Parteien oder Gruppen untersagt. Seit eineinhalb Jahren erhöht der Iran den Druck auf Sufiorden massiv. fh

Volleyball-Weltliga: Iran siegt über Deutschland

13. Juli 2013
Im Weltligaspiel gegen die deutsche Volleyballnationalmannschaft hat das iranische Team 3:0 gewonnen. Das Spiel fand gestern Abend im Teheraner Azadi-Stadion statt. Heute Abend werden die beiden Mannschaften erneut gegeneinander antreten. Nach dem gestrigen Spiel wechselte der Iran in der B-Gruppe vom vierten auf den dritten Platz, gefolgt von Russland und Italien. Es ist das erste Mal, dass eine iranische Volleyballmannschaft an den Weltliga-Wettkämpfen teilnimmt. fh

Zigarettenimporte zurückgegangen

12. Juli 2013
Zwischen April und Juni dieses Jahres wurden in den Iran etwa 2.110 Tonnen Zigaretten im Wert von rund 16 Millionen Dollar importiert. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf aktuelle Statistiken. Demnach ging der Zigarettenimport im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent zurück. Hauptimporteure von Zigaretten in den Iran sind die Türkei, die Arabischen Emirate und Südkorea. Ende April hatte die iranische "Gesellschaft für den Kampf gegen das Rauchen" bekanntgegeben, das Einstiegsalter von Rauchern sei von 14 auf zehn Jahre gesunken, der Zigarettenkonsum im Land dagegen um fünf Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden im Iran etwa 65 ... mehr »

Jüdische Gemeinde kritisiert Ahmadinedschad

11. Juli 2013
Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Teheran, Haroun Yashyaei, hat die jüngsten Holocaust-Leugnungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad als "Beschönigung des Faschismus" bezeichnet. Yashyaeis Leserbrief mit dem Titel "Märchen oder Realität" wurde am Mittwoch, den 10. Juli, in der iranischen Zeitung Shargh veröffentlicht. Dort schreibt Yashyaei, der Holocaust sei nicht erfunden, sondern unter dem Hitler-Faschismus seien Juden systematisch vernichtet worden. Ahmadinedschad hatte vor einigen Tagen behauptet, seine Holocaust-Leugnungen hätten "die Säulen des Kapitalismus zum Schwanken gebracht". Im Iran leben etwa 40.000 Menschen jüdischen Glaubens. fh

Handy-Schwarzmarkt im Iran boomt

10. Juli 2013
Die Iraner kaufen täglich etwa 30.000 Mobiltelefone und Smartphones. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch unter Berufung auf neue Statistiken. Durchschnittlich kosten Handys im Iran umgerechnet zwischen 200 und 700 Euro. Dem Bericht nach sollen etwa 95 Prozent der verkauften Mobiltelefone illegal eingeführt werden. Mitte Juni hatte das iranische Zollamt bekannt gegeben, dass aufgrund der internationalen Finanzsanktionen gegen den Iran und des schwankenden Devisenkurses die Handyeinfuhr drastisch eingeschränkt werden müsse. In den Monaten März und April wurden offiziell 64.385 Mobilgeräte im Wert von 15 Millionen Dollar importiert. fh

Zwölf Afghanen hingerichtet

09. Juli 2013
Zwölf Aghanen sind im Iran hingerichtet worden, nachdem sie wegen Drogenhandels zum Tode verurteilt worden waren. Das teilte die afghanische Botschaft in Teheran in einem öffentlichen Schreiben am Dienstag, den 9. Juli, mit Genaue Zeitangaben zu den Hinrichtungen wurden nicht genannt. Die Urteile wurden unter anderem in den Städten Isfahan, Karaj und Arak vollstreckt. Trotz aller Bemühungen der afghanischen Regierung werde die "Welle der Hinrichtungen von Afghanen" fortgesetzt, heißt es in dem Schreiben weiter. Hunderte warteten auf die Todesstrafe. Die offizielle Stellungnahme des Iran dazu lautet, für Drogendealer gebe es entweder die Todesstrafe oder lebenslängliche Haft. Es mache keinen Unterschied, ... mehr »

Lebensmittelpreise im Iran drastisch gestiegen

08. Juli 2013
Nach Prüfung von 41 Produkten veröffentlichte die iranische Zentralbank in der ersten Juliwoche einen Bericht über die Entwicklung der Lebensmittelpreise im Iran. Der Bericht wurde laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am heutigen Montag veröffentlicht. Demnach sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen:  Bohnen kosten etwa 111 Prozent mehr, frische Gemüse 84 Prozent, Reis 64 Prozent, rotes Fleisch 56 Prozent, Zucker und Milchprodukte verteuerten sich um 41 Prozent. Seit mehr als einem Jahr leidet die iranische Bevölkerung unter den Verteuerungen. Anfang 2013 wollte das Parlament deshalb die Regierung von Mahmud Ahmadinedschad verpflichten, Grundnahrungsmittel zu niedrigeren Preisen zu rationieren. Die ... mehr »

Sensationeller Volleyball-Sieg gegen Kuba

06. Juli 2013
Die iranische Volleyballnationalmannschaft siegte im Weltligaspiel in Havanna mit 3:2 gegen das kubanische Team. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Samstag. Damit gelang es dem Iran zum ersten Mal, gegen den achtfachen Weltmeister Kuba zu gewinnen. Nun steht der Iran mit neun Punkten an vierter Stelle in der B-Gruppe der Volleyball-Weltliga, zu der noch Russland, Deutschland, Serbien, Kuba und Italien gehören. Am 12. Juli wird das iranische Team im Azadi-Stadion in Teheran gegen die deutsche Volleyballnationalmannschaft antreten. fh

Baumwollimport gestiegen

05. Juli 2013
2012 hat der Iran etwa 55.000 Tonnen Baumwolle aus dem Ausland importiert. Das seien 10 bis 15 Prozent mehr als sonst, wie der Leiter des iranischen Baumwollverbands Ali Mozafari der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Freitag sagte. Laut ILNA lag der Baumwollbedarf der iranischen Textilindustrie in den Jahren 2011 und 2012 bei etwa 120.000 Tonnen. 2012 konnte das Land nur 65.000 Tonnen Baumwolle ernten. Das Wirtschaftsministerium solle mit einem speziellen Plan die Baumwolllandwirte unterstützen, forderte Mozafari. Wegen der Präsidentenwahlen im Juni sei „dieser Plan untergegangen". fh

Fernsehansprache Ahmadinedschads

04. Juli 2013
Er habe "seit einiger Zeit auf das iranische Atomprogramm keinen Einfluss mehr". Das sagte der noch amtierende iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad bei einer Fernsehansprache am Mittwoch, den 4. Juli. Außerdem wies er den Vorwurf zurück, seine Regierung hinterlasse große Schulden: Die Behauptung, staatliche Firmen blockierten bis zu 75 Prozent der Bankkredite, sei falsch, so Ahmadinedschad. Er kündigte an, bis zum Ende seiner Amtszeit noch vier Bilanzberichte abzuliefern, um die Bevölkerung über seine "umfangreiche Arbeit" in den vergangenen acht Jahren zu informieren. In 27 Tagen wird der neue Präsident Hassan Rouhani vereidigt. fh

Strafe für Ex-Staatsanwalt

03. Juli 2013
Ein iranisches Gericht hat gegen den ehemaligen Teheraner Staatsanwalt Saeed Mortazavi eine Geldstrafe in Höhe von 60 Euro verhängt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Dienstag. Die Geldstrafe beziehe sich auf Mortazavis „nicht wahrheitsgemäße Berichterstattung“ gegenüber Vorgesetzten, heißt es dort. Außerdem verbiete das Urteil Mortazavi und zwei weiteren Angeklagten wegen „rechtlich unbegründeter Verhaftungen“ die Arbeit im Justizsektor für immer. Für Tätigkeiten in anderen staatlichen Institutionen verhängte das Gericht eine fünfjährige Sperre. Politische Beobachter bezeichnen das Urteil als „zu mild“. Mortazavi wird für Folter und Todesfälle im Teheraner Kahrizak-Gefängnis verantwortlich gemacht. Die Vorfälle hatten sich im Zusammenhang mit den Protesten ... mehr »

Iran kritisiert neue US-Sanktionen

02. Juli 2013
Von den USA gegen den Iran neu verhängte Sanktionen seien "ein falscher Schritt zur falschen Zeit". Das sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas Araghchi, iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Montag. Trotz der Neuwahlen im Iran die Sanktionen zu verschärfen verstärke das Misstrauen gegenüber der US-Regierung, so Araghchi. Seit dem 1. Juli sind im Rahmen des Atomstreits mit dem Iran neue US-Sanktionen gegen das Land in Kraft getreten. Sie richten sich unter anderem gegen die Auto- und Schiffsindustrie, Frachtversicherungen und gegen die iranische Währung. fh

Iran untersagt UN-Sonderbeauftragten Einreise

01. Juli 2013
Der Iran will dem UN-Sonderbeauftragten für Menschenrechte, Ahmad Shaheed, nicht erlauben, erneut in das Land einzureisen. Das sagte der Generalsekretär des Menschenrechtsrates der iranischen Justiz, Mohammad Javad Larijani, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag. Larijani warf Shaheed "Fehler" bei dessen letzten Bericht über die Lage der Menschenrechte im Iran vor. Der Beauftragte habe "nicht die richtigen Quellen verwendet", so Larijani. Er beziehe sich auf regimekritische Webseiten oder Aussagen von Menschen "ohne nachprüfbare Dokumente". Anfang März hatte Shaheed in einem 77-seitigen Bericht dem Iran vorgeworfen, die Menschenrechte systematisch zu verletzen. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hatte am 22. März mit großer ... mehr »

Iranische Bevölkerung will Frieden

29. Juni 2013
"Das Wahlergebnis hat gezeigt, dass die iranische Bevölkerung eine neue Ära will. Ihre Botschaft heißt Frieden." Das sagte der zukünftige Präsident des Iran, Hassan Rouhani, am heutigen Samstag in einer Rede vor Verantwortlichen des iranischen Fernsehens. Rouhani betonte die wichtige Rolle der Medien dabei: Der staatliche Rundfunk müsse „kritischer, transparenter und schneller“ werden, so der künftige Präsident. Im Iran gibt es keine privaten Fernseh- und Radiosender. Seit längerem versuchen die bisherigen Machthaber zudem, den Empfang von persischsprachigen Sendern aus dem Ausland per Satellit wie BBC-Persian und Voice of Amerika mit Störsignalen zu verhindern. fh

Journalisten fordern Pressefreiheit

28. Juni 2013
Rund 134 iranische Journalisten haben in einem öffentlichen Brief an den künftigen Präsident des Iran, Hassan Rouhani, die Wiedereröffnung ihres Berufsverbandes gefordert. Seit mehr als vier Jahren sei der iranische Journalistenverband ohne triftigen Grund geschlossen: "Das verstößt gegen die iranische Gesetzgebung", so die Verfasser des Schreibens, das am 27. Juni von mehreren persischsprachigen Nachrichtenportalen veröffentlicht wurde. Außerdem kritisieren die Journalisten massiven Druck auf ihre Familienmitglieder. Seit Jahren werden im Iran Journalisten verfolgt und festgenommen, ihre Familien werden überwacht und von Sicherheitsbehörden verhört.  Laut dem Jahresbericht des "Comittee to Protect Journalists" (CPI) waren 2012 im Iran 45 Journalisten in Haft. Damit ... mehr »

Therapiezentren für Alkoholkranke genehmigt

26. Juni 2013
Da die Zahl der Alkoholkonsumenten im Iran "deutlich gestiegen" sei, sei künftig die Eröffnung von Therapiezentren für Alkoholsüchtige gestattet. Das sagte Farid Barati Sadeh von der staatlichen iranischen Wohlfahrtsorganisation laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Dienstag. Seit der Revolution im Iran vor 34 Jahren waren solche Einrichtungen im Iran nicht gestattet, da der Konsum von Alkohol verboten ist und gesetzlich verfolgt wird. 2007 soll es etwa 200.000 Alkoholsüchtige im Iran gegeben haben. Experten gehen von erheblich mehr Betroffenen aus. Laut offiziellen Angaben werden jährlich etwa 80 Millionen Liter alkoholische Getränke ins Land geschmuggelt. Im vergangenen Jahr konnte die Polizei etwa ... mehr »

Spezialteam für Atomverhandlungen

27. Juni 2013
Der künftige iranische Präsident Hassan Rouhani habe bereits ein Spezialteam für die künftigen Atomverhandlungen des Iran mit dem Ausland zusammengestellt. Das sagte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Das Team solle zunächst alle bisherigen Abläufe der Verhandlungen "gründlich analysieren". Über die weiteren Verhandlungen mit der Gruppe 5+1, bestehend aus den fünf Vetomächten des UN-Sicherheitsrats und Deutschland, werde Rouhani entscheiden, sagte Salehi. Rouhani war von 2003 bis 2005 als Chef des Nationalen Sicherheitsrats selbst iranischer Atomunterhändler. Der künftige Regierungschef wird Anfang August seinen Eid vor dem Parlament schwören und damit ... mehr »

Iranische Gewichtheber gewinnen Asienmeisterschaften

26. Juni 2013
Mit acht Gold-, fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen hat sich die iranische Gewichtheber-Nationalmannschaft den ersten Platz bei der Asienmeisterschaften gesichert. Die Mannschaft konnte damit ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Die 44. Meisterschaften im Gewichtheben fanden in Kasachstan statt. fp

Rouhani zu Saudi-Arabien

25. Juni 2013
Durch ein "gemäßigtes Verhalten" der Regierungschefs, vor allem im Iran und in Saudi Arabien, würde bald "Frieden und Sicherheit im Sinne unserer Völker" in der Region zurückkehren. Das schrieb der künftige iranische Präsident Hassan Rouhani in seiner Antwort auf die Gratulation des saudi-arabischen Königs Abdullah ibn Abl Al-Aziz zu seinem Sieg bei den iranischen Präsidentschaftswahlen. Die Beziehungen zwischen Teheran und Riad sind seit Jahren sehr angespannt. Saudi-Arabien wirft dem Iran vor, die schiitischen Aufständischen dort und im Golfstaat Bahrain aufzuhetzen. Der Iran kritisiert Saudi-Arabien wegen seiner gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad gerichteten Politik und wegen der Zulassung der Stationierung ... mehr »

Devisenkurs deutlich gesunken

24. Juni 2013
Neun Tage nach den Präsidentschaftswahlen im Iran ist der Devisenkurs im Land drastisch gesunken. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 23. Juni. Demnach rutschte der Wert eines Dollars von 3.640 Tuman vor zwei Wochen auf 2.950 Tuman am Sonntag ab. Ein Euro kostete einen Tag vor den Wahlen noch 4.880 Tuman, am Sonntag nur noch 3.950 Tuman. Wirtschaftsexperten sehen dies als "positiven sozialpsychologischen Effekt" der Wahl von Hassan Rouhani zum neuen iranischen Präsidenten. Nach offiziellen Angaben hatte die iranische Währung im Jahr 2012 55 Prozent an Wert gegenüber dem Dollar und dem Euro verloren. fh

115 Tonnen Drogen beschlagnahmt

22. Juni 2013
Etwa 115 Tonnen verschiedener Drogen seien allein in den vergangenen vier Monaten an den iranischen Grenzen beschlagnahmt worden. Das sagte der iranische Polizeichef für Drogenbekämpfung, Ali Movayedi, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Samstag. Das sei eine Steigerung um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so Movayedi. Auffällig sei vor allem die Zunahme im Bereich des Heroinhandels. An den iranischen Grenzen sind etwa 300.000 spezielle Einsatzkräfte zur Bekämpfung des Drogenhandels im Einsatz. Im oben genannten Zeitraum deckten sie 600 Drogenschmuggler auf. Offiziellen Angaben zufolge investiert die iranische Regierung jährlich etwa eine Milliarde Dollar in die Drogenbekämpfung. Im Iran gibt es etwa ... mehr »

Wächterrat bestätigt Wahlergebnis

21. Juni 2013
Der Chef des iranischen Wächterrats, Ayatollah Ahmad Janati, hat nun offiziell das Ergebnis der Präsidentenwahl vom 14. Juni bestätigt. Dabei war Hassan Rouhani mit absoluter Mehrheit zum künftigen Präsidenten des Landes gewählt worden. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Freitag, den 21. Juni. Laut Gesetz muss das konservative Kontrollgremium die Wahlprozesse prüfen und das Wahlergebnis bestätigen. Der künftige Präsident hat unterdessen bei einer Rede vor Anhängern erklärt, er habe bereits in kurzer Zeit viele Verantwortliche getroffen. Bei den Gesprächen sei ihm erneut bewusst geworden, so Rouhani, "welche großen Probleme vor uns liegen". Er wird die Regierungsgeschäfte aufnehmen, nachdem er in einigen ... mehr »

Khatami warnt vor Enttäuschungen

20. Juni 2013
Die Erwartungen an die neue Regierung des künftigen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani sollten "realistisch" sein. Das sagte der ehemalige Präsident des Iran, Mohammad Khatami, am Mittwoch in Teheran. Die künftige Regierung könne keine Wunder erzielen, so der Reformer: "Die drastische Inflation und die hohe Arbeitslosgkeit im Land können ebenso wenig plötzlich vrschwinden wie sich die diplomatischen Beziehungen von heute auf morgen verbessern." Gleichzeitig betonte Khatami, die Forderung der Bevölkerung, den Hausarrest gegen die beiden Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi und Mehdi Karubi aufzuheben, müsse ernst genommen werden. Sonst käme bald eine "enttäuschte Stimmung" auf, so Khatami. Die beiden Anführer der Grünen Bewegung ... mehr »

Filmemacher fordern Freiheit und Respekt

19. Juni 2013
"Wir brauchen einen Kultusminister, der die Sprache der Kunst versteht.“ Das schrieben am Mittwoch Mitglieder des verbotenen iranischen Berufsverbands "Haus des Kinos" an den neuen Präsidenten des Iran, Hassan Rouhani. Das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh veröffentlichte Auszüge aus dem Schreiben. Demnach fordern die Verfasser vom zukünftigen Kultusminister mehr Freiheit bei der Umsetzung ihrer Ideen sowie mehr Respekt vor den Künstlerverbänden. Der Berufsverband der iranischen Filmschaffenden "Haus des Kinos" wurde 2012 im Zuge einer Auseinandersetzung mit dem Kultusministerium ohne gültiges Gerichtsurteil geschlossen und darf seitdem nicht arbeiten. Er verfügt über 5.000 Mitglieder und wurde vor über zwanzig Jahren gegründet. fh

Iran sichert sich Teilnahme an der Fußball-WM 2014

18. Juni 2013
Die iranische Fußball-Nationlmannschaft hat mit dem 1:0 Sieg über die südkoreanische Elf  den ersten Platz in ihrer Gruppe belegt. Damit ist sie für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert. Südkorea hat in der Gruppe den zweiten Platz belegt und wird ebenfalls in Brasilien dabei sein. Die letzte Teilnahme einer iranischen Nationalelf bei einer Fussballweltmeisterschaft war 2006 in Deutschland. fp

Ahmadinedschad vor Gericht geladen

18. Juni 2013
Mahmud Ahmadinedschad muss vor Gericht. Das persischsprachige Nachrichtenportal Edalat veröffentlichte am Montag den Brief, mit dem der noch amtierende iranische Präsident für den 26. November 2013 vorgeladen wird. Laut der Nachrichtenagentur MEHR soll das iranische Parlament in drei in dem Bericht nicht näher erläuterten Punkten Anzeige gegen Ahmadinedschad erstattet haben. Parlamentschef Ali Larijani habe mit der Anklage nichts zu tun, sagte der Sprecher der parlamentarischen Rechtskommission, Mohammadali Esfanani, gegenüber MEHR. Regierungsnahe Internetseiten hatten Larijani vorgeworfen, persönlich hinter Anklage zu stecken. Dabei beziehen sie sich auf die Konflikte zwischen dem Parlamentschef und dem Präsidenten von Anfang Februar. Damals hatte Ahmadinedschad Larijani ... mehr »

Iranischer Parlamentschef trifft Rouhani

17. Juni 2013
Nur einen Tag nach seinem Wahlsieg traf sich der künftige iranische Präsident Hassan Rouhani mit dem Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag den 16. Juni. Die beiden sollen unter anderem über die mögliche Zusammensetzung des künftigen Kabinetts beraten haben. Nach dem Treffen sagte Rouhani, die Freude, mit der die Bevölkerung am Samstag seinen Sieg gefeiert habe, stehe für deren Hoffnung auf die Zukunft. Die Menschen glaubten, eine gemäßigte Regierung gewählt zu haben, die mit kompetenten Experten die Probleme des Landes lösen werde, so Rouhani. Wann genau er sein Amt antreten kann, wurde ... mehr »

Staubige Luft enthält Uran

14. Juni 2013
Feinstaube, die mit dem Wind aus dem Irak in den Iran gelangten, enthielten den giftigen Schadstoff Uran. Das sagte das Mitglied der parlamentarischen Kommission für Landwirtschaft des Iran, Abbas Paiezadeh, berichtet das persischsprachige Nachrichtenportal Khaneh Mellat am Donnerstag, den 13. Juni. Dem Bericht nach sind die uranhaltigen Schadstoffe Folge einstiger Bombardements der US-amerikanischen Streitkräfte im Irak. Derzeit kämpfen 13 iranische Provinzen vor allem im südlichen Teil des Landes mit extrem staubiger Luft. Die giftigen Feinstaube verursachen sowohl gesundheitliche wie auch wirtschaftliche Schäden. 30 Prozent der iranischen Landwirtschaft sei durch diese Umweltkatastrophe belastet, so Paiezadeh. fh

Zwei Kandidaten verzichten auf Kandidatur

11. Juni 2013
Mohammad Reza Aref, der einzige reformorientierte Politiker unter den acht Kandidaten für das iranische Präsidentenamt, ist am Dienstag von seiner Kandidatur zurückgetreten. Die teilte Aref über seine offizielle Webseite am Morgen des 11. Juni mit. Dort heißt es, Aref habe am Montagabend ein Schreiben des ehemaligen iranischen Präsidenten Mohammad Khatami empfangen, in dem der ihm empfiehlt, seine Kandidatur zurückzuziehen. Aref selbst sagte dazu, aus Respekt vor Khatamis Meinung und dessen langjähriger Erfahrung verzichte er auf die Kandidatur. Am Tag zuvor war bereits der ehemalige Parlamentschef Hadad Adel, ein Kandidat aus dem konservativen Lager, ausgeschieden. Er wolle damit „zugunsten anderer konservativer ... mehr »

5 Millionen Wähler verschwunden

10. Juni 2013
Die iranische Zeitung Bahar wirft dem Innenministerium des Landes vor, falsche Angaben über die Zahl der Wahlberechtigten zu machen. Laut einem Bericht der Zeitung vom Sonntag soll das Innenministerium 50.483.192 Menschen als wahlberechtigt für die Präsidentschaftswahl am 14. Juni angegeben haben. Bei einer Volkszählung seien 2011 aber etwa 55 Millionen Iranerinnen und Iraner über 16 Jahre registriert worden. Außerdem sollen nach Recherchen der Bahar auch die Angaben über Erstwähler nicht stimmen. Laut dem iranischen Innenministerium sind das 1,5 Millionen, der Volkszählungsstatistik nach soll es sich aber um vier Millionen handeln. fh  

Schlagabtausch bei letzter TV-Runde

08. Juni 2013
Bei der letzten Fernsehdiskussionsrunde der acht Kandidaten vor den Präsidentschaftswahlen im Iran kam es am Freitag zu heftigen Auseinandersetzungen. Dabei standen vor allem die Atomverhandlungen mit dem Westen im Mittelpunkt. Dem gegenwärtigen Atomunterhändler Saeed Jalili, der ebenfalls zu den Kandidaten für das Präsidentenamt gehört, wurde „Erfolglosigkeit“ vorgeworfen. Vor allem der außenpolitische Berater des Religiösen Führers des Iran Ayatollah Ali Khamenei, Ali Akbar Velayati, griff Jalili an. Der habe „nicht einen Schritt nach vorne erzielt“, so Velayati: „Im Gegenteil: Die Sanktionen gegen den Iran haben sich verschärft." Bei der dritten TV-Diskussionsrunde debattierten die Kandidaten vier Stunden lang über Innen- und Außenpolitik. ... mehr »

Regierung kritisiert staatliches Fernsehen

07. Juni 2013
Die iranische Regierung wirft den Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 14. Juni  "Schwarzmalerei der wirtschaftlichen Situation“ des Iran vor. Zudem kritisiert sie in einer Erklärung vom Freitag das Staatsfernsehen, "einseitige Meinungspolitik" zu machen. Die Regierung fordert die Verantwortlichen im staatlichen Fernsehen auf, eine Diskussionsrunde zu organisieren, an der auch Verantwortliche aus der Wirtschaft beteiligt werden sollten. Ansonsten sehe sie sich gewzungen, der Bevölkerung ihre Antworten auf die "wirtschaftskritischen Aussagen" der Kandidaten anderweitig zu vermitteln, heißt es am Ende des Schreibens. Ende Mai waren den Kandidaten bei einer TV-Diskussionsrunde fast vier Stunden lang Fragen zum Thema Wirtschaft gestellt worden. fh  

Reformer boykottieren Präsidentschaftswahl

06. Juni 2013
Zwei der wichtigsten Organisationen der Reformer im Iran, der Koordinationsrat der Grünen Bewegung (Shoraye hamhangi rahe sabze omid) und die Mudjahedin der islamischen Revolution, rufen zum Boykott der iranischen Präsidentschaftswahl am 14. Juni auf. Die Wahl sei eine Farce, der künftige Präsident werde nur eine Marionette von Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei sein, so ihre Begründung. Im Vorfeld der Wahl hatte der iranische Wächterrat von fast 700 Bewerbern nur acht für fähig befunden, Präsident der Islamischen Republik werden zu können. Nach ... mehr »

Regimekritik bei Trauerfeier von Taheri

05. Juni 2013
Bei der Beisetzung des verstorbenen ehemaligen Freitagspredigers der Stadt Isfahan, Ayatollah Jalaledin Taheri, wurden regimekritische Parolen gerufen. Die Teilnehmer der Beerdigung skandierten unter anderem: "Nieder mit der Diktatur". Das meldete ... mehr »

Ahmadinedschad darf nicht reden

04. Juni 2013
Bei den Gedenkfeierlichkeiten zum Todestag des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Khomeini am 4. Juni wurde Präsident Mahmud Ahmadinedschad von der Rednerliste gestrichen. ... mehr »

Verstöße gegen Staatsbudget-Regeln

03. Juni 2013
Laut einem Bericht des iranischen Rechnungshofes über das Jahr 2011 hat die Regierung von Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad 65 Prozent der Staatsbudget-Regelungen missachtet. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag, den 2. Juni. ... mehr »

Präsidentschaftskandidaten kritisieren TV-Runde

01. Juni 2013
Zu Protesten der Kandidaten kam es bei einer Fernsehdiskussion mit den Anwärtern auf den Präsidentenstuhl. Es sei „unwürdig“, welche Testfragen den Kandidaten dort gestellt würden, sagte etwa Präsidentschaftskandidat Mohammad Reza Aref bei der ersten der offiziellen Kandidatenrunden im staatlichen iranischen Fernsehen am Freitag. ... mehr »

Diesel-Handel für Grenzbewohner erlaubt

31. Mai 2013
Seit Mittwoch dürfen Bewohner der iranischen Provinz Sistan-Baluchestan an der südöstlichen Grenze des Landes ... mehr »

Illegaler“ Besuch in Syrien

30. Mai 2013
Der Besuch des US-amerikanischen Senators John McCain in Syrien sei „illegal“ gewesen und habe gegen internationale Konventionen verstoßen. Das sagte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi, berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den ... mehr »

Millionen-Kredite werden nicht zurückgezahlt

29. Mai 2013
Gegen sechs Personen, die Kredite in Millionenhöhe nicht an Banken zurückgezahlt hätten, werde vor iranischen Gerichten derzeit verhandelt. Das sagte der Sprecher der iranischen Justizbehörde, Gholamhossein Mohseni Ejehei, iranischen Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 28. Mai. Damit reagierte Ejehei auf ... mehr »

Khamenei warnt vor „grünem Licht für Feinde“

28. Mai 2013
"Wählt denjenigen, der gegenüber dem Feind den stärksten Widerstand leistet.“ Diese Empfehlung für die bevorstehende Wahl eines neuen iranischen Präsidenten sprach das religiöse Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, bei einer Rede aus, die er am Montag vor Offiziersanwärtern der Revolutionsgarde in der ... mehr »

Steuererhöhung für Apotheker

27. Mai 2013
Der iranische Apotheker-Verband kritisiert die Entscheidung des iranischen Finanzamts, den Grundsteuersatz für Apothekenbesitzer zu erhöhen. Verbandsvorsitzender Rahbar Mojdahi Azar sagte in einem Interview mit der iranischen Zeitung Shargh am Montag, den 27.5., immer mehr Apotheker seien durch ... mehr »

Feste Rundfunkzeiten für Kandidaten

25. Mai 2013
Jeweils elf Stunden Werbezeit im staatlichen iranischen Rundfunk soll jeder der acht zugelassenen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Iran bekommen. Das teilte der Intendant des iranischen Rundfunks, Ezatollah Zarghamie, mit, wie iranische Nachrichtenagenturen am Freitag, den 25. Mai, berichteten. ... mehr »

Rafsanjani: Kandidatenauswahl „ungeschickt“

24. Mai 2013
Ayatollah Hashemi Rafsanjani, vom Wächterrat abgelehnter Bewerber um eine Kandidatur bei den iranischen Präsidentschaftswahlen, hat die Auswahl der Kandidaten für die Wahl durch den Rat als „ungeschickt“ bezeichnet. „Sie wissen nicht, was sie tun“, sagte der 78-Jährige, der ... mehr »

Kritik an der Kandidatenauswahl

23. Mai 2013
Gegen die Ablehnung zweier prominenter Kandidaten für die bevorstehende Präsidentenwahl im Iran gibt es Protest im Land. Seine Anhänger sollten „sich gedulden und warten“, er werde über die Ablehnung der Kandidatur von Esfandiar Rahim Mashaei direkt mit dem religiösen Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei sprechen, sagte der amtierende Präsident des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, anlässlich der Ablehnung der Kandidatur seines Beraters und Favoriten. Auch die Tochter des verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini, Zahra Motafavi, kritisierte die Kandidatenauswahl für die Wahlen. In einem öffentlichen Brief bat Motafavi das Staatsoberhaupt, sich gegen die Ablehnung von Ayatollah Hashemi Rafsanjani einzusetzen. Am Dienstag ... mehr »

Rafsanjani darf nicht bei den Wahlen antreten

22. Mai 2013
Die Bewerbung des einst zweitmächtigsten Mannes des Landes, Ayatollah Hashemi Rafsanjani, um eine Kandidatur bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Iran  wurde abgelehnt. Auch der Berater des amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, Rahim Mashaei, darf nicht kandidieren. Das teilte der Sprecher des iranischen Wächterrats, Abbas Ali Kadkhodaei, mit, wie iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 21. Mai, berichten. Nur acht der insgesamt 686 Bewerber wurden von dem Gremium zu den Wahlen am 14. Juni zugelassen, darunter etwa der iranische Atomunterhändler Saeed Jalili. Zur Ablehnung von Rafsanjani und Mashaei gab es keine offizielle Stellungnahme. Kadkhodaei betonte lediglich, das Alter der Bewerber habe bei der ... mehr »

Regierungsanhänger verhaftet

21. Mai 2013
Knapp drei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen im Iran wurden am Montag mehrere Regierungsanhänger verhaftet. Das meldete das persischsprachige Nachrichtenportal Iran am 21. Mai. Außerdem würden fünf von der Regierung finanzierte Internet-Nachrichtenportale gefiltert, so Iran. Politische Beobachter vermuten, dass die ... mehr »

Mutmaßliche Spione hingerichtet

20. Mai 2013
Am Sonntag sind in Teheran zwei Männer hingerichtet worden. Kourosh Ahmadi und Mohammad Heidari wurden erhängt. Das meldet das persischsprachige Nachrichtenportal BBC Persian Online am Sonntag, den 19. Mai. Beide Männer waren als "Mohareb" angeklagt, ein Straftatsbestand im iranischen Strafgesetz, der „Feindseligkeit gegen Gott“ bedeutet. Laut Gesetz steht darauf die Todesstrafe. Ahmadi wurde Spionage für den amerikanischen Geheimdienst CIA vorgeworfen, Heidari Kooperation mit dem israelischen Geheimdienst Mossad. Wann und wo die beiden Männer verhaftet worden waren, ist unklar. Die iranische Nachrichtenagentur FARS veröffentlichte ein Video, in dem Ahmadi und Heidari die Vorwürfe gegen sie bestätigen. fh  

Weizen statt Dollars

18. Mai 2013
Die pakistanische Regierung will den Stromimport aus dem Iran statt mit Dollars mit 100.000 Tonnen Weizen bezahlen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, den 17. Mai, unter Berufung auf den pakistanischen Wirtschaftsminister Mohammad Ashraf. Das Tauschgeschäft habe einen ... mehr »

Präsidentschaftswahl: Frauen chancenlos

17. Mai 2013
Die iranische Gesetzgebung erlaube nicht, dass Frauen Staatspräsidenten würden. Das sagte das  Mitglied des Wächterrats der Islamischen Republik, Mohammad Yazdi, am Donnerstag, wie die Nachrichtenagentur ISNA berichtet. Vor Klerikern übte der Geistliche Kritik an einer weiblichen Bewerberin um eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen, die am 14. Juni stattfinden. Diese habe angekündigt, bei einem Wahlgewinn ihr Kabinett zur Hälfte aus Frauen zu bilden. Das sei „Utopie“, so der konservative Kleriker. Denn „vorschriftsgemäß“ könne die Frau gar nicht Präsidentin werden. Rund 686 Personen haben sich um eine Kandidatur bei den bevorstehenden Wahlen beworben. 30 davon sind Frauen. Der jeweils zur Hälfte aus ... mehr »

Iran schlägt USA beim Schau-Ringen

16. Mai 2013
Die iranische Ringer-Nationalmannschaft besiegte bei einem Schaukampf vor der Grand-Central-Station in New York ihre US-amerikanischen Gegner. Das berichtet das persischsprachige Nachrichtenportal BBC Persian Online am Donnerstag, den 16. Mai. Die Einladung zu dem ... mehr »

Teheran: Hunderte Bewerbungen für Stadtratswahlen abgelehnt

15. Mai 2013
Allein in Teheran wurden 203 BewerberInnen für die gleichzeitig mit den iranischen Präsidentschaftswahlen stattfindenden Stadt- und Provinzratswahlen abgelehnt. Das habe das zuständige Wahlkomitee mitgeteilt, berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag. Unter den abgelehnten Kandidatinnen und Kandidaten finden sich bekannte Namen wie Mohsen Hashemi, Sohn ... mehr »

OPEC soll Öl-Förderquote senken

14. Mai 2013
Irans Öl-Minister Rostam Ghasemi hat die Mitglieder der internationalen Organisation der erdölexportierenden Länder ... mehr »

Verstoß gegen Wahlvorschriften

13. Mai 2013
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hätte seinen Berater Esfandiar Rahim Mashaei nicht zu dessen Bewerbung für die Kandidatur bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen begleiten dürfen. Das sei eine „Missachtung der Wahlvorschriften“ gewesen, da der Präsident damit Propaganda betrieben habe, sagte ... mehr »

Erdbeben in der iranischen Provinz Hormozgan

11. Mai 2013
Gleich fünf Erdbeben haben in der Nacht von Freitag auf Samstag die Kleinstadt Bashagard in der südiranischen Provinz Hormozgan an der Straße von Hormus am Persischen Golf erschüttert. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 11. Mai. Rund 400 Häuser seien ... mehr »

Einflussnahme bei Bauauftrag

08. Mai 2013
Der Leiter des iranischen Präsidialamts, Hamid Baqai, soll vor zwei Jahren die Vergabe eines Auftrags in Höhe von 450 Millionen Euro an ein privates Bauunternehmen begünstigt haben. Das teilte der Leiter der Aufsichtsbehörde für juristische ... mehr »

Kandidaten werden registriert

07. Mai 2013
Ab heute können sich die Kandidaten für die in einem Monat stattfindenden iranischen Präsidentschaftswahlen registrieren lassen. Das teilte das Wahlkomitee des Landes in einem öffentlichen Schreiben mit, berichtet die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den ... mehr »

Neuer Arbeitsminister im Iran

06. Mai 2013
Asadollah Assadi wurde mit Zustimmung des Parlaments zum neuen Arbeitsminister des Iran ernannt. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 5. Mai. Gleichzeitig demonstrierten mehrere hundert Arbeiter einer Textilfabrik in der iranischen Stadt Isfahan vor dem Parlament in Teheran ... mehr »

Internationale Buchmesse in Teheran mit Rabatten

05. Mai 2013
Bei der 26. Internationalen Buchmesse in Teheran bieten viele ausländische Verlage ihre Bücher mit bis zu 70 Prozent Rabatt an. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 3. Mai. Durch die stark angestiegenen Wechselkurse für Dollar und Euro könnten sich sonst viele ... mehr »

Vorwürfe gegen Ayatollah Rafsanjani

03. Mai 2013
„Alle, die behaupten, die gegenwärtige Krise vorausgesagt zu haben, sollen wissen: Wir haben Beweise, die belegen, dass sie selbst Teil der Fitna (Aufruhr gegen die göttliche Ordnung, die Red.) waren.“ Das sagte der iranische Informationsminister Heidar Moshlehi iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Donnerstag, den 2. Mai. Mit dieser Äußerung zielt der Minister auf den ehemaligen Staatspräsidenten des Iran, Ayatollah Hashemi Rafsanjani. Der hatte in einem Interview in der vergangenen Woche gesagt, hätte man seine Ratschläge nach den Präsidentschaftswahlen von 2009 umgesetzt, „würden wir heute nicht diese Probleme haben". Politische Beobachter bewerten Moshlehis Angriff als Einschüchterung, die dazu dienen soll, Rafsanjani von ... mehr »

Schlechte Nachrichten zum „Tag der iranischen Lehrer“

02. Mai 2013
Das iranische Bildungsministerium soll seit mehr als einem Jahr keine Zahlungen an die Sozialkasse für LehrerInnen "Bimeh Talaei Farhangiyan" geleistet haben. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR anlässlich des iranischen „Tags der Lehrer“ am Donnerstag, den 2. Mai. Dem Bericht zufolge arbeiten im Iran gegenwärtig etwa eine Million Menschen landesweit im Schulwesen. 900.000 davon zahlen den monatlichen Versicherungsbeitrag für die vor vier Jahren gegründete Lehrersozialkasse. Vereinbarungsgemäß soll das Bildungsministerium bis zu 4 Prozent der jeweils anfallenden Beiträge übernehmen. MEHR zufolge fehlt der Sozialkasse nun rund eine Milliarde Euro. fh

Keine Demo am 1. Mai

01. Mai 2013
Zum sechsten Mal in Folge findet in diesem Jahr im Iran keine offizielle Versammlung anlässlich des internationalen Tags der Arbeit am 1. Mai statt. Der Leiter der iranischen Arbeiterorganisation „Khaneh Karegar“, Alireza Mahjoubi, sagte laut der iranischen Nachrichtenagentur ILNA, das iranische Innenministerium habe bis heute nicht auf seine beiden Anträge für eine 1.Mai-Demonstration reagiert. Dabei bezeichnet die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HWR) die Situation der Arbeiter im Iran in einem aktuellen Bericht als „verheerend“: Die Rechte der Arbeiter würden „systematisch missachtet“. Landesweit säßen Dutzende Arbeiteraktivisten unter dem Vorwurf, die innere Sicherheit des Landes gefährdet zu ... mehr »

Vierter Mortazavi-Prozess hinter verschlossenen Türen

30. April 2013
Der vierte Prozess gegen den ehemaligen Staatsanwalt der iranischen Hauptstadt, Saeed Mortazavi, findet in Teheran unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Montag, den 29. April. Dem Bericht zufolge hat das Gericht zudem allen Teilnehmern ausdrücklich untersagt, Informationen über den Prozess an die Öffentlichkeit zu bringen. Mortazavi wird für Folter und Todesfälle von Gefangenen im Teheraner Gefängnis Kahrisak verantwortlich gemacht. Die Vorfälle sollen sich im Zusammenhang mit den Protesten nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Sommer 2009 ereignet haben. Zwei ehemalige Gefangene, die als Augenzeugen bei der Verhandlung aussagen sollten, seien vom Gericht nicht ... mehr »

Proteste bei Präsidentenbesuch in Täbris

29. April 2013
Mehrere hundert Menschen haben während eines Besuchs des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in der nordwestiranischen Stadt Täbris demonstriert. Das berichtet das iranische Nachrichtenportal TABNAK am Sonntag, den 28. April. Die Proteste richteten sich demnach gegen die Schließung der staatlichen Finanzeinrichtung "Gharz ol-Hassaneh Nasr". Die Sozialkasse wurde vor zwölf Jahren gegründet, um Menschen aus ärmeren Schichten die Chance zu geben, bis zu vier Prozent ihres Gehalts langfristig profitabel anlegen zu können. Auch Immobilienkredite sollten zu günstigen Konditionen vergeben werden. Vor kurzem meldete "Gharz ol-Hassaneh Nasr" jedoch Konkurs an. Mehr als 60.000 Menschen, überwiegend Arbeiter, haben dadurch vermutlich ... mehr »

Mehr Raucher im Iran

27. April 2013
Laut Statistik wurden im Jahr 2012 im Iran insgesamt 65 Milliarden Zigaretten geraucht. Das entspricht einer Zunahme von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem Kinder würden immer mehr zu Tabakkonsumenten, sagte der Leiter der „Gesellschaft für den Kampf gegen das Rauchen", Mohammadreza Masjedi, der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Freitag, den 26. April. In den vergangenen vier Jahren sei das Einstiegsalter der Raucher von 14 auf zehn Jahre gesunken. Im Iran würden meist Zigaretten amerikanischer Marken konsumiert, so Masjedi. Trotz staatlicher Regulierungen habe ein amerikanischer Tabakhersteller erst kürzlich Zigaretten im Wert von 320 Millionen Dollar einführen können. Im Jahre 2005 ... mehr »

Khatami lehnt Kandidatur erneut ab

26. April 2013
Die "Kampagne der jungen Reformer" hat den ehemaligen iranischen Präsidenten Mohammad Khatami in einem offenen Brief um seine Kandidatur bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Iran gebeten. Khatami lehnte das in einer Stellungnahme auf seiner offiziellen Homepage jedoch ab: „Ich fürchte, die politischen Konflikte im Land würden sich dadurch weiter verhärten und Hoffnungen sich wieder in Trostlosigkeit verwandeln", hieß es dort am 25. April. Seit mehreren Wochen versuchen reformorientierte Persönlichkeiten des Iran Khatami dazu zu bewegen, bei den 11. iranischen Präsidentschaftswahlen am 14. Juni zu kandidieren. Die "Kampagne der jungen Reformer" besteht aus jungen Mitgliedern der fünf größten reformorientierten Parteien des ... mehr »

Ahmadinedschad greift Gegner an

25. April 2013
"Wer glaubt, für die Wahlen heimliche Pläne schmieden zu können, soll wissen, dass die Bevölkerung alle diese Pläne scheitern lassen wird“. Das sagte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei einer Rede in der iranischen Stadt Isfahan, wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA am 24. April berichtete. Die nächsten Präsidentschaftswahlen im Iran finden am 14. Juni statt. In den vergangenen Wochen warf Ahmadinedschad seinen Wahlgegnern wiederholt „geheime Pläne“ vor, ohne dabei konkrete Namen zu nennen. Der Regierungschef warnte auch vor der "Einmischung illegitimer Institutionen" bei den bevorstehenden Wahlen. Nach der letzten Präsidentschaftswahl im Iran 2009 war es zu heftigen ... mehr »

Shell-Konzern schuldet Iran zwei Milliarden Dollar

24. April 2013
Die britische Regierung hat dem Öl-Konzern Shell untersagt, seine Schulden gegenüber dem Iran durch ein Tauschgeschäft auszugleichen. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag, den 23. April, unter Berufung auf „sichere Quellen“. Dem Bericht zufolge hatte Shell vor, seine Schulden für das Jahr 2012 in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar durch die Lieferung von Medikamenten und Lebensmitteln an den Iran zu begleichen. Der Grund für die hohen Schulden des Ölkonzerns sind die internationalen Finanzsanktionen gegen den Iran, die dem Land den Geldtransfer mit ausländischen Partnern erschweren. In der vergangenen Woche hatte der iranische Öl-Minister Rostam Ghasemi behauptet, es ... mehr »

Kein staatlicher Devisenkurs mehr für Medikamente

23. April 2013
Laut einer neuen Verordnung der iranischen Zentralbank bekommen Importeure für die Einfuhr von Medikamenten in den Iran künftig keine Devisen zum staatlichen Wechselkurs mehr. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Montag, den 22. April. Demnach gilt die neue Verordnung auch für den Import medizinischer Geräte. Selbst Grundnahrungsmittel wie Zucker, Fleisch und Reis sollen dem Bericht zufolge demnächst zum freien Wechselkurs eingeführt werden. Experten befürchten, dass die Preise für die betroffenen Produkte dadurch weiter steigen werden. Im Iran gibt es einen vom Staat kontrollierten und einen vom freien Markt bestimmten, doppelt so teuren Wechselkurs. Getreide wie Weizen, Hirse und Mais ... mehr »

Nordkorea will iranisches Öl

22. April 2013
Iranischen Nachrichtenagenturen zufolge stehen der Iran und Nordkorea kurz vor dem Abschluss eines Erdölliefervertrags. Der iranische Ölminister Rostam Ghasemi teilte am Montag mit, das kommunistische Land habe Interesse an iranischem Öl gezeigt und diesbezüglich Verhandlungen in Gang gesetzt. Der nordkoreanische Ölminister Pae Hak hält sich zur Zeit in Teheran auf. Beide Länder stehen wegen ihrer Atomprogramme unter internationalen Sanktionen. Seit Juni 2012 boykottiert neben den USA auch die Europäische Union die iranische Ölindustrie. Auch die Partnerländer der USA in Asien haben ihre Geschäfte mit Iran im petrochemischen Bereich weitgehend eingestellt. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Atomenergie an der Herstellung ... mehr »

Khamenei: neue Homepage vor den Wahlen

19. April 2013
Das religiöse Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ein spezielles Internetportal für sich einrichten lassen. Ziel der neuen Seiten sei, Stellungnahmen Khameneis zu den Wahlen zu veröffentlichen, heißt es auf der offiziellen Homepage des Ayatollah. Zudem würden auf dem neuen Portal in den Rubriken "erlaubt" und "nicht erlaubt" Hinweise Khameneis zu den Wahlen bekannt gegeben. Kritiker bemängeln unterdessen, dass auch knapp zwei Monate vor den Wahlen die Kandidaten noch keine Genehmigungen für eigene Internetauftritte bekommen haben. Die nächsten Präsidentschaftswahlen im Iran finden am 14. Juni statt. fh

Millionen teure Veranstaltung in Teheran

18. April 2013
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat heute zahlreiche Organisationen zu einer großen Veranstaltung ins Fußballstadion „Hunderttausend-Azadi" in Teheran eingeladen. Das melden iranische Agenturen am Donnerstag, den 18. April. Offizieller Anlass der Feierlichkeit sei eine Dankesrede des Regierungschefs an alle für Kultur und Reisen zuständigen Behörden und Organisationen des Landes, die an Veranstaltungen während der iranischen Neujahrsfeiertage Norouz mitgewirkt haben. Die Kosten für die Veranstaltung werden auf etwa 25 Millionen Dollar geschätzt. Kritiker werfen Ahmadinedschad vor, eigentliches Ziel dieser Veranstaltung sei, kurz vor den Präsidentschaftswahlen am 14. Juni Wahlpropaganda zu betreiben.        fp

Schwerstes Erdbeben seit 56 Jahren

17. April 2013
Ein Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am Dienstag, den 16. April, die iranische Provinz Sistan-Balutschestan im Südosten des Landes an der Grenze zu Pakistan. Bei dem schwersten Erdstoß seit Beginn der Erdbebenmessung im Iran vor mehr als fünfzig Jahren gab es auf iranischer Seite nach offiziellen Angaben nur ein Todesopfer. Zehn Menschen sollen verletzt worden sein. Auch einige Häuser in der Stadt Sarwan seien beschädigt worden, heißt es. Da das Gebiet dünn besiedelt ist, gehen auch Experten von niedrigen Opferzahlen und geringem Sachschaden aus. Auf pakistanischer Seite kamen mindestens 34 Menschen ums Leben. Mehr als 80 wurden schwer verletzt. Das ... mehr »

Handyschmuggel aus China

16. April 2013
120.000 illegal in den Iran eingeführte Handys wurden bei einer zufälligen Polizeikontrolle eines LKW-Transporters in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas gefunden. "Die betroffene Firma hatte beim iranischen Industrieministerium den Import von MP3-Playern angemeldet, stattdessen aber Handys aus China eingeführt", sagte der Abgeordnete Amir Khojasteh der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Montag, den 15. März. Khojasteh wirft dem Zollamt in Teheran vor, nicht auf die Betrugsmeldung durch die Zollbehörde in Bandar Abbas reagiert zu haben. Außerdem soll der Käufer durch gefälschte Papiere den günstigeren staatlichen Devisenkurs bekommen haben. Im Iran gibt es einen vom Staat kontrollierten und einen vom freien Markt bestimmten, teureren ... mehr »

Golfstaaten fürchten Nuklearkatastrophe

15. April 2013
Der Kooperationsrat der Arabischen Staaten des Golfes (Gulf Cooperation Council, GCC) warnte bei einer Sondersitzung in Riad vor einer Nuklearkatastrophe in der iranischen Atomanlage Bushehr. Das berichtete der persischsprachige Radiosender BBC Farsi am Sonntag, den 14. April. Demnach forderte der Vorsitzende des GCC, Abdullatif bin Rashid Al Zayani, die internationale Atomenergiebehörde auf, Inspektoren zu dem Kernkraftwerk zu schicken. Nach einem Erdbeben in der Region fürchten die Golfstaaten Störfälle in dem Kernkraftwerk. Iran streitet Schäden an der Anlage ab. Laut der iranischen Atomenergiebehörde ist das Kernkraftwerk bei Erdbeben bis zu Stärke 8 sicher. Am 9. April hatte ein Erdbeben der Stärke 6,3 die ... mehr »

Über 170 Menschen verhaftet

13. April 2013
In den vergangenen Wochen sollen in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran mehr als 170 Menschen verhaftet worden sein. Das berichtet die Human Rights Activists News Agency (HRANA). Laut HRANA gehören die Festgenommenen der arabisch sprechenden Minderheit im Iran an. Sie seien RegimekritikerInnen oder MenschenrechtsaktivistInnen, schreibt die Agentur. Die Verhaftungen im Vorfeld des achten Jahrestags eines Aufstandes sollten Kritiker einschüchtern, zitiert HRANA den in Schweden lebenden Menschenrechtsaktivisten Karim Dahimi. Am 15. April 2005 waren in Ahwaz und anderen Städten in der Provinz Khuzestan mehrere Tausend Regimekritiker auf die Straße gegangen. Die Sicherheitskräfte schlugen die Proteste ... mehr »

Tote und Verletzte nach Erdbeben im Iran

10. April 2013
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,3 sind in der Provinz Buschehr im Süden des Iran am Dienstag mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen und etwa 850 weitere verletzt worden. Die örtlichen Behörden sprechen von mindestens 800 vollkommen zerstörten Häusern. Iranischen Medienberichten zufolge gab es sechs Nachbeben. Das kräftigste hatte die Stärke 5,3. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 90 Kilometer südöstlich des einzigen Kernkraftwerks im Iran. Laut Mitteilungen iranischer Behörden an die internationale Atomenergiebehörde in Wien wurde die Anlage nicht beschädigt. Auch Radioaktivität sei nicht ausgetreten. Wie die US-Erdbebenwarte (USGS)  bekannt gab, ereignete sich das Beben ... mehr »

Einreiseverbot für iranische Touristen nach Ägypten

09. April 2013
Das ägyptische Tourismusministerium hat die Einreise von Touristen aus dem Iran vorläufig verboten. Das Einreiseverbot gilt zunächst bis zum 15. Juni. Erst eine Woche zuvor hatte nach einem mehr als dreißigjährigen Abbruch diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten die erste Gruppe iranischer Touristen das nordafrikanische Land besucht. Die Einreise der schiitischen Touristen war von strenggläubigen Islamisten und Salafisten in Ägypten heftig kritisiert worden. Sie sind gegen die Annäherung der beiden Länder. Die ägyptische Bevölkerungsmehrheit gehört dem sunnitischen Islam an. Beide Länder hatten im März ein Abkommen zur Tourismusförderung geschlossen. fs  

Atomverhandlungen wieder ohne Erfolg

06. April 2013
Die zweitägigen Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm in der kasachischen Stadt Almaty haben keine Annäherung zwischen dem Iran und der sogenannten 5+1-Gruppe gebracht. Nach Aussagen der Chefdiplomatin der Europäischen Union, Catherine Ashton, lägen nach wie vor die Positionen der aus den fünf UN-Vetomächten und Deutschland bestehenden Gruppe und dem Iran weit auseinander. Sie zeigte sich aber zufrieden mit „Qualität und Tiefe der Verhandlungen“.   Die russischen Diplomaten sahen das Gesprächsergebnis als „einen Schritt vorwärts“. Die iranische Nachrichtenplattform BAZTAB sprach hingegen vom „Scheitern der Verhandlungen“. Die Treffen sollen dennoch fortgesetzt werden, doch vorerst wurde kein Termin und ... mehr »

Warten auf Antwort des Iran

04. April 2013
Zwei Tage vor dem Treffen von Vertretern des Iran mit den fünf Vetomächten der Vereinten Nationen und Deutschland hat die Außenbeauftragte der Europäischen Union Catherine Ashton den Iran aufgefordert, auf die neuen Vorschläge der so genannten Gruppe 5+1 zur Lösung des Atomkonfliktes zu antworten. Ashton wies bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Ankara darauf hin, dass Fortschritte bei der Lösung des Konflikts nur von einer positiven Antwort des Iran abhingen. Bei ihrem letzten Treffen hatte die Gruppe 5+1 vorgeschlagen, bei Einstellung der Urananreicherung durch den Iran die Sanktionen gegen petrochemische Produkte des Landes zu lockern. Zudem ... mehr »

Botschafter des schiitischen Messias

01. April 2013
Nach Informationen des Nachrichtenportals KALAMEH hat der Präsident des Iran, Mahmoud Ahmadinedschad, die iranischen Botschafter im Ausland aufgefordert, sich als Botschafter des “Imams der Zeiten“ zu betrachten. Der „Imam der Zeiten“, „Mahdi“ genannt, ist nach der Glaubensauffassung schiitischer Muslime der Messias, der in der „Endzeit“ zurückkehrt, um Gerechtigkeit zu schaffen. Ahmadinedschads Vertraute und Anhänger bezeichneten den Präsidenten seit 2009 wiederholt als „Wegbereiter des Imams der Zeiten“. Der Präsident selbst machte mehrmals Andeutungen, die die Behauptungen seiner Anhänger untermauern sollten. So erklärte er 2009 in der Stadt Mashad, der Mahdi selbst sei an den  Regierungsentscheidungen beteiligt. Im ... mehr »

Khamenei fordert „Heldenmut“

21. März 2013
"Das neue iranische Jahr steht für politischen und wirtschaftlichen Heldenmut.“ Das sagte der iranische Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei in seiner Ansprache zum iranischen Neujahrsfest Nourooz am 20. März. Im vergangenen Jahr hätten die Feinde des Landes massiven Druck auf den Iran ausgeübt, so Khamenei: "Mit Sanktionen wollte man unsere Bevölkerung und Regierung lahmlegen.“ Doch das Land hätte stattdessen „in verschiedenen Sektoren“ sogar „Errungenschaften“ erzielt, so Khamenei. Alljährlich bestimmt der Ayatollah als oberster religiöser Führer des Irans das Motto des neuen Jahres. Im vergangenen Jahr lautete es: „Das Jahr der nationalen Produktion, der Arbeit und der iranischen Vermögenswerte.“ fh

US-Präsident beglückwünscht IranerInnen zum neuen Jahr

20. März 2013
Am Mittwoch um 12:02 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat das neue iranische Jahr – 1392 – begonnen. US-Präsident Barack Obama hat zu Nourooz den IranerInnen in aller Welt zum neuen Jahr gratuliert. In seiner Ansprache forderte er die Verantwortlichen der Islamischen Republik auf, im neuen Jahr neue Schritte zur Lösung des Atomkonflikts zu unternehmen. Obama betonte, die IranerInnen hätten bisher einen hohen Preis für die Atompolitik ihrer Regierung bezahlen müssen. In der Tat treffen die internationalen Sanktionen den Iran hart. Die Landeswährung Rial verliert permanent an Wert. Die Einnahmen durch den Export von Erdöl gingen um die ... mehr »

Heute beginnt Nourooz

20. März 2013
Am heutigen Mittwoch um exakt 12:02 Uhr (MEZ) beginnt der Frühling und damit das Sonnenjahr. Im Iran wird dieser Tag als Neujahrsfest „Nourooz“ bezeichnet, auf Deutsch heißt das "neuer Tag". Nourooz wird nicht nur im Iran gefeiert, sondern von mehr als 300 Millionen Menschen in vielen Regionen Zentral– und Südasiens. Etwa in Afghanistan, Aserbaidschan, dem Kaukasus, Tadschikistan und den kurdischen Gebieten ist Nourooz das wichtigste und größte Fest des Jahres. Jede Region feiert das Fest dabei auf ihre Art und Weise. Zur iranischen Neujahrstradition gehört eine große Tafel, genannt „Sofreh-Haft-Sin“, auf die sieben verschiedene Lebensmittel und Pflanzen gestellt werden, die ... mehr »

Regisseur Ali Samadi erhält Berliner Kunstpreis

19. März 2013
Der diesjährige Kunstpreis der Berliner Akademie der Künste in der Sparte Film- und Medienkunst geht an den aus dem Iran stammenden und in Köln lebenden Regisseur Ali Samadi und den in der libanesischen Hauptstadt Beirut lebenden Regisseur Nadim Mishlawi. Die Preise wurden am 18. März durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und den Präsidenten der Akademie der Künste, Klaus Staeck, verliehen. Ali Samadi wird damit für seinen Film „The Green Wave“ geehrt. Als Dokumentarfilm-Collage bebildert „The Green Wave“ die brutale Unterdrückung der „Grünen Bewegung“ im Iran nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2009. Er erzählt von den Gefühlen der Menschen ... mehr »

Mehr tödliche Arbeitsunfälle

19. März 2013
Über elfhundert Arbeiter kamen im Iran 2012 bei Arbeitsunfällen ums Leben. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Dienstag, den 19. März, unter Berufung auf die Iranische Organisation für Gerichtsmedizin. (IMO). Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. 450 Menschen haben dem Bericht zufolge tödliche Unfälle auf Baustellen erlitten. Iranische Gewerkschaften kritisieren seit Jahren sowohl die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen an Arbeitsplätzen wie auch die fehlende Sicherheitskleidung für bestimmte Berufe wie etwa im Baugewerbe. fh  

Reisepreise stark gestiegen

18. März 2013
Die Preise für Pauschalreiseangebote während der Feiertage um das iranische Neujahrsfest Norouz am 20. März sind bis zu 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das berichtet die iranische Zeitung Shargh am Sonntag, den 17. März. Wegen der durch den Preisanstieg stark gesunkenen Buchungsnachfrage wurde nach Shargh-Recherchen die Zahl der Ferienflüge stark reduziert. So wird es in diesem Jahr während der vierzehntätigen iranischen Neujahrsferien täglich lediglich zwölf Flüge ins türkische Antalya geben. 2012 gab es 45 Flüge pro Tag. Nach Zahlen der beiden Teheraner Flughäfen „Imam Khomeini" und "Mehrabad" werden während der Feiertage etwa 70.000 Menschen täglich die iranische Hauptstadt  ... mehr »

Millionen Bauern ohne Sozialversicherung

16. März 2013
Die staatliche iranische Sozialkasse für Bauern und Nomaden versichert bislang nur Personen unter 50 Jahren. Sie verstößt damit gegen eine Verordnung des iranischen Verwaltungsgerichts. Das Gericht hatte verfügt, dass ab 2011 Bauern und Nomaden ab 18 Jahren ohne Altersbeschränkung versichert werden müssten. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 16. März. Offiziellen Angaben zufolge leben im Iran etwa 5,7 Millionen Haushalte als Bauern oder Nomaden. Nach MEHR-Recherchen sind derzeit aber nur etwa 1,1 Millionen davon sozialversichert. Die Sozialkasse der Bauern und Nomaden untersteht dem iranischen Arbeits- und Sozialministerium. Mit der Neuregelung wollte das Gericht auch ältere Bauern und ... mehr »

Iran weiht neue Raffinerie ein

15. März 2013
"Mit der Eröffnung der Imam-Khomeini-Raffinerie steigern wir unsere Benzinproduktion von acht auf 16 Millionen Liter pro Tag." Das sagte Irans stellvertretender Ölminister Alireza Zaeimie, wie die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den 14. März, berichtet. Mit der Eröffnung weiterer Anlagen zur Benzinherstellung unter anderem in den Städten Täbriz, Isfahan und Bandar Abbas wolle der Iran die tägliche Produktion auf 70 Millionen Liter steigern, so Zaeimi. Damit will das Land seinen Tagesbedarf von etwa 66 Millionen Liter Benzin künftig selbst decken. Bis 2009 importierte der Iran etwa 40 Prozent seines Benzinbedarfs aus dem Ausland. Die Imam-Khomeini-Raffinerie liegt in der iranischen Provinz ... mehr »

Arbeitslöhne gesunken

14. März 2013
"Der monatliche Lohn der iranischen Arbeiter wird sich nicht erhöhen, sondern um 6,9 Prozent sinken.“ Das sagte der Vorsitzende des iranischen Arbeiterverbands Hassan Sadeghi der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Mittwoch, den 13. März. Sadeghi bezieht sich damit auf die offizielle Ankündigung, die Arbeitslöhne würden ab dem iranischen Neujahr am 20. März um 25 Prozent steigen. Laut der iranischen Zentralbank gebe es derzeit aber eine Inflation von 31 Prozent, erklärte Sadeghi. Die Löhne müssten also „dementsprechend angepasst werden". Nach Berechnungen von Wirtschaftsexperten haben sich die Lebenshaltungskosten im Iran im Jahr 2012 durch den Preisanstieg bei Lebensmitteln und Energie gegenüber dem Vorjahr ... mehr »

EU erweitert Sanktionen gegen den Iran

13. März 2013
Die Europäische Union setzt neun weitere Personen auf ihre Sanktionsliste gegen den Iran. Das berichtete der persischsprachige Sender BBC-Farsi am Dienstag, den 12. März. Darunter befinden sich unter anderem der Chef des staatlichen iranischen Fernsehsenders Press-TV, Mohammad Sarafraz, sowie dessen Nachrichtenchef Hamidreza Emadi. Press-TV wird in englischer Sprache ausstrahlt. Bereits im vergangenen Jahr hatte die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom Press-TV wegen des Vorwurfs, die Menschenrechte verletzt zu haben, die Lizenz für sein Londoner Büro entzogen. Nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran im Jahr 2009 hatte Press-TV angebliche Geständnisse von verhafteten Journalisten und Oppositionellen ausgestrahlt. Auf der EU-Sanktionsliste steht nun auch die ... mehr »

Zeitung „Maghreb“ wurde verboten

12. März 2013
Der iranischen Tageszeitung "Maghreb" wurde unter dem Vorwurf, gegen die Pressevorschriften des Landes verstoßen zu haben, die Lizenz abgenommen. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Montag, den 11. März. Den Berichten zufolge sollte in der Montagsausgabe von „Mahgreb“ ein kritischer Beitrag des Herausgebers Mohammad Mehdi Emmami Nasseri veröffentlicht werden. Darin soll er den iranischen Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei wegen der "schlechten Situation" der Medien im Land und den "massiven Druck" auf Journalisten kritisiert haben. "Maghreb" erschien seit September 2012. Seither wurde die politisch reformorientierte Tageszeitung bereits mehrmals verboten. fh  

Scheidungsrate steigt

11. März 2013
70.841 Paare haben sich im Iran allein zwischen April und September 2012 scheiden lassen. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR unter Berufung auf Zahlen des staatlichen iranischen Meldeamtes "National Organization for Civil Registration" am Sonntag, den 10. März. Damit hat sich die Scheidungsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent erhöht. Dem Bericht zufolge verzeichnet die höchsten Scheidungsraten mit 90 Fällen pro Tag die iranische Hauptstadt Teheran. Bei den männlichen Antragstellern lag der Altersdurchschnitt laut Statistik bei 31 bis 34, bei den Frauen zwischen 25 und 29 Jahren. fh  

Medikamente im Wert von Millionen warten beim Zollamt auf die Einfuhr

09. März 2013
Beim iranischen Zollamt warten Medikamente im Wert von etwa 140 Millionen Dollar auf die Einfuhr in den Iran. Grund für die Importverzögerung der dringend benötigten Arzneimittel sei, dass die iranische Zentralbank den Importeuren noch nicht mitgeteilt habe, zu welchem Devisenkurs sie diese einführen können. Das sagte der Abgeordnete Shahin Mohammad-Sadeghi dem iranischen Nachrichtenportal Khaneh Mellat am Freitag, den 8. März. Präsident Mahmud Ahmadinedschad müsse sich persönlich einschalten, um das Problem zu lösen, forderte Mohammad-Sadeghi: „Die Importeure fürchten drastische Gewinneinbußen, solange die Verantwortlichen den Devisenkurs für die eingeführten Medikamente nicht bestimmt haben.“ Im Iran gibt es einen vom Staat kontrollierten und ... mehr »

Justiz warnt vor erneuten Unruhen bei Wahlen

08. März 2013
"Bei den kommenden Präsidentschaftswahlen werden erneut Proteste, allerdings mit anderen Parolen als bei den Unruhen im Juni 2009, geplant." Das sagte Irans Justizsprecher Gholamhossein Mohseni- Ejei iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Donnerstag, den 7. März. Erwartet würden Parolen zu den Themen soziale Gerechtigkeit und Korruption, so der Sprecher. Die Verantwortlichen beobachteten diese Entwicklung sehr genau: „Wir müssen herausfinden, wann und wo der Feind Unruhe stiften will und mit welchen Methoden wir ihn am besten besiegen können", sagte Mohseni-Ejei. Die nächsten Präsidentschaftswahlen im Iran finden im Juni statt. In den vergangenen Wochen hatten Verantwortliche in diesem Zusammenhang bereits mehrmals vor "Fitna" („Aufruhr ... mehr »

Chavez wird auferstehen“

07. März 2013
Die Beileidsbekundung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad für den verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez sei "übertrieben". Das kritisiert Ahmad Khatami, Mitglied des iranischen Expertenrats, wie iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch, den 6. März, berichten.  Ahmadinedschad hatte anlässlich des Todes von Chávez am 5. März geschrieben: „Ich bezweifele nicht, dass er am Tag des Jüngsten Gerichts mit Jesus und seinen Weggefährten auferstehen wird, um gemeinsam eine gerechte und friedliche Welt zu errichten." Ahmadinedschad hätte seine Trauer auf "diplomatischer Ebene" statt auf religiöser bekennen sollen, so Khatami: "Er muss damit rechnen, dass religiöse Gelehrte ihn dafür harsch kritisieren werden." Der iranische Expertenrat ist ... mehr »

Arbeiter fördern Löhne

06. März 2013
Mehrere hundert Arbeiter der iranischen Metallfabrik "Sanayee Felezi" fordern die Auszahlung ihrer Löhne. Die Arbeiter demonstrierten vor den Toren der Fabrik in der Provinz Teheran. Das berichtet der Onlinedienst der persischsprachigen Fernsehsendung BBC Farsi am Dienstag, den 5. März. Demnach sollen die Arbeiter seit über vier Monaten keinen Lohn erhalten haben. Ein Verantwortlicher habe ihnen lediglich eine Teilauszahlung von 40 Prozent für den Monat November angeboten: Kurz vor dem iranischen Neujahr am 20. März fehlten dem Hersteller die Mittel, um drei Monatsgehälter plus Premieren und Neujahrsboni auszuzahlen, zitiert BBC Farsi den Mann. Die halbstaatliche Metallfabrik beschäftigt etwa 600 Arbeitskräfte. Die ... mehr »

Journalisten-Netzwerk angegriffen

05. März 2013
Das iranische Informationsministerium habe ein „weltweit agierendes“ Netzwerk aus 600 iranischen Journalisten - davon 150 im Iran lebend – aufgedeckt und „massiv beschädigt“. Das sagte der iranische Informationsminister Heydar Moslehi, wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Montag, den 4. März, berichtet. Einige der Journalisten sollen mit so genannten "antirevolutionären Sendern" im Ausland zusammengearbeitet haben. Die iranische Regierung wirft persischsprachigen Auslandssendern immer wieder vor, Spionage und „sanften Krieg“ gegen den Iran zu betreiben. Ende Januar waren sechzehn Journalisten unter dem Vorwurf verhaftet worden, heimlich für das persischsprachige britische Radioprogramm BBC-Farsi gearbeitet zu haben. Die BBC stritt jegliche Zusammenarbeit mit den Inhaftierten ... mehr »

Rechnungshof warnt Provinzgouverneure

04. März 2013
Die Verantwortlichen in den Provinzen und Behörden machten sich strafbar, wenn sie einen neuen Regierungsbeschluss befolgten, der Neueinstellungen von Tausenden Mitarbeitern gestattet. Das teilte der Rechtsbeauftragte des iranischen Rechnungshofs Hamid Teimouri der iranischen Nachrichtenagentur MEHR zufolge am Sonntag, den 3. März, mit. Bei der Überprüfung des Beschlusses habe das Parlament in mehr als 57 Punkten „Unrechtmäßigkeiten“ entdeckt, so Teimouri. Dies sei dem iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad bereits vor zwei Wochen von Parlamentschef Ali Larijani schriftlich mitgeteilt worden. „Die Regierung hatte dann laut Gesetzgebung eine Woche Zeit, auf den Parlamentsbescheid zu reagieren“, so der Rechnungshofvertreter. Das sei aber nicht geschehen. Vor ... mehr »

Direkte Verhandlung mit USA möglich

02. März 2013
"Die Vorschläge der US-amerikanischen Verhandlungspartner bei den diesmaligen Atomgesprächen waren umfangreicher als zuvor". Das sagte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi bei einem Fernsehinterview, wie iranische Nachrichtenagenturen am Samstag, den 2. März, berichten. "Sofern wir von der Ernsthaftigkeit dieser Absichten überzeugt werden können, können wir auch mögliche Direktverhandlungen mit den USA prüfen", so Salehi weiter. Am 27. Februar hatten die jüngsten Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe 5 + 1, bestehend aus den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland, in Kasachstan stattgefunden. Die iranische Regierung bezeichnet die USA als „Erzfeind“. Seit 32 Jahren gibt es keine diplomatischen Beziehungen zwischen den ... mehr »

Bauern streiken für Wasser

01. März 2013
In der Region Varzaneh in der iranischen Provinz Isfahan soll es am Mittwoch, den 27. Februar, zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Bauern und Sicherheitskräften gekommen sein. Das berichtet der Fernsehsender BBC-Farsi. Dabei sollen einige Landwirte schwer verletzt und Busse der Einsatzkräfte in Brand gesteckt worden sein. In der Region streiken Bauern bereit seit vierzig Tagen dagegen, dass die Wasserzufuhr zu ihren Anbauflächen abgestellt wurde. Als sie am Mittwoch versuchten, die Wasserleitungen zur Stadt Yazd zu stürmen, sollen Sicherheitskräfte sie mit Gewalt daran gehindert haben. Auch Tränengas und Luftgeschosse seien dabei zum Einsatz gekommen, berichtet BBC Farsi. Über den massiven Wassermangel und ... mehr »

Öffentliches Verfahren für Karroubi gefordert

28. Februar 2013
„Unser Vater soll in einem öffentlichen Gerichtsverfahren die Möglichkeit erhalten, die wirklichen Abweichler der Revolution zu nennen und andere Informationen zu enthüllen.“ Das forderte die Familie des unter Arrest stehenden Oppositionsführers Mehdi Karroubi in einem offenen Brief, den das Nachrichtenportal Sahamnews am 28. Februar veröffentlichte. Damit reagiert die Familie auf eine TV-Sendung, die Anfang der Woche im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde. Darin hatte ein Mann namens Mahmoud Zamani behauptet, Karroubi  werde „vom Westen und der iranischen Opposition im Ausland“ dabei unterstützt, „Unruhen“ im Iran zu planen. Seit Mitte Februar 2011 werden die Anführer der oppositionellen „Grünen Bewegung“ des Iran, Mehdi ... mehr »

Ehemaliger Staatsanwalt vor Gericht

27. Februar 2013
Vor einem Teheraner Gericht hat der Prozess gegen den ehemaligen Staatsanwalt der iranischen Hauptstadt, Saeed Mortazavi, begonnen. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 26. Februar. Mortazavi wird für Folter und Todesfälle von Gefangenen im Teheraner Gefängnis Kahrisak verantwortlich gemacht. Die Vorfälle sollen sich bei den Protesten nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Sommer 2009 ereignet haben. Politische Beobachter kritisieren, dass das Gerichtsverfahren gegen Mortazavi nicht wie ursprünglich angekündigt öffentlich stattfindet. Der frühere Teheraner Staatsanwalt war aufgrund der Vorwürfe von seinem Posten abberufen und zum Geschäftsführer der staatlichen iranischen „Organisation für  soziale Sicherheit“ ernannt worden. Anfang Februar wurde er für 24 Stunden ... mehr »

Akademikerinnen wandern aus

26. Februar 2013
40 Prozent der etwa 60.000 Hochschulabsolventen, die 2012 aus dem Iran ins Ausland auswanderten, sind Frauen. Das sagte Ashraf Boroujerdi vom iranischen „Institute for Humanities and Cultural Studies“ der iranischen Zeitung Bahar am Montag, den 25. Februar. Darunter seien auch viele Hochbegabte, etwa Gewinnerinnen von Wissenschaftsolympiaden, so Boroujerdi. Bis vor zwei Jahren seien etwa 67 Prozent der Studierenden an den iranischen Universitäten Frauen gewesen. Das habe bei den Verantwortlichen für Unruhe gesorgt. Deshalb seien „ohne Rücksicht auf die Folgen massive Einschränkungen für Frauen eingeführt“ worden.  Das sei nun der Grund dafür, warum so viele Frauen das Land verließen, so Boroujerdi. ... mehr »

Westen soll bei Atomverhandlungen umlenken

25. Februar 2013
252 iranische Abgeordnete fordern die USA und ihre westlichen Verbündeten auf, bei den nächsten Atomverhandlungen mit dem Iran „von Opposition auf Dialog“ umzulenken. Das Schreiben der Parlamentarier wurde von iranischen Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 24. Februar, veröffentlicht. Die Verfasser richten auch an China und Russland die Empfehlung, sich „gegen die US-Politik und ihre neuen Methoden, die Weltwirtschaft zu beherrschen“ zu wehren. Die nächsten Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe 5 + 1, bestehend aus den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland, finden am Dienstag in Almaty, der ehemaligen Hauptstadt Kasachstans, statt. fh

Iran Weltmeister im Freistil-Ringen

23. Februar 2013
Die iranische Nationalmannschaft gewann beim Finale der Ringer-Weltmeisterschaften im Freistil die Goldmedaille und wurde damit im zweiten Jahr in Folge Weltmeister. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen am Freitag, den 22. Februar. Im Finale stand die iranische Mannschaft der russischen gegenüber und konnte ihren Gegner mit 6 zu 1 besiegen. Weißrussland gewann bei den Ringer-Wettkämpfen den zweiten Platz, die USA wurden dritter. Die Ringer-Weltmeisterschaften fanden in Teheran statt. Am Rande der Spiele erhielt die iranische Mannschaft von der US-amerikanischen eine Einladung zu einem Schaukampf am 16. Mai vor der Grand-Central Station in New York. fh

Mehr Porsche im Iran

22. Februar 2013
„500 Autos der Marke Porsche wurden 2012 in den Iran eingeführt, bei denen Unklarheit darüber besteht, wer die Käufer sind und ob die Wagen zum staatlichen oder freien Devisenkurs eingekauft wurden.“ Das sagte der Abgeordnete Amir Khojasteh der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den 21. Februar. Khojasteh zufolge sollen die Autos über den Abu-Mussa-Hafen im Persischen Golf eingeführt worden sein. Parlamentarier forderten den iranischen Industrie- und Handelsminister Mehdi Ghazanfari auf, die genauen Umstände der Importe aufzuklären. Offiziellen Angaben zufolge hat der Iran von April bis November 2012 23.321 ausländische Autos im Gesamtwert von 521 Millionen Dollar importiert. Damit hat sich der ... mehr »

Grünes Licht für iran-syrische Gaspipeline

21. Februar 2013
Der irakische Ölminister Abdul-Kareem Luaibi hat am Mittwoch Verträge für den Bau einer Gaspipeline unterzeichnet, die den Transport von iranischem Erdgas über den Irak nach Syrien ermöglichen sollen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur FARS am Mittwoch, den 20. Februar. Dem Bericht zufolge sollen die Bauarbeiten der 1.500 Kilometer langen Pipeline 18 Monate dauern. Die Kosten sollen etwa 10 Milliarden Dollar betragen. Iran und Syrien hatten im Juni 2011 einen Vertrag unterschrieben, nach dem der Iran täglich 25 Millionen Kubikmeter Gas aus seinem Gasfeld „South Pars“ über Irak nach Syrien liefern sollte. Das Gasfeld liegt im Persischen Golf im Süden des Irans. Es ... mehr »

Iranische Auslands-Studenten sollen zurückkehren

20. Februar 2013
Die iranischen Universitäten sollen ihre Kapazitäten erweitern, damit im Ausland studierende Iraner in den Iran zurückkommen können. Das forderte Esfandiar Rahim Mashaei, Berater des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR zufolge am Mittwoch, den 19. Februar. Mashaei richtete ein entsprechendes Schreiben an das iranische Wissenschaftsministerium und die Verantwortlichen der privaten Universitäten. Dabei bezieht er sich auf Berichte des „Rats der im Ausland lebenden Iraner“. Demnach haben viele Studenten in den vergangenen Monaten über Probleme beim Erhalt ihrer Stipendien geklagt. Gründe sind zum einen die schwankenden Devisenkurse im Iran, zum anderen die durch die internationalen Sanktionen erschwerten Finanztransaktionen. ... mehr »

Buddha-Statuen beschlagnahmt

19. Februar 2013
Zahlreiche Buddha-Statuen wurden in den vergangenen Tagen in Geschäften der iranischen Hauptstadt Teheran beschlagnahmt. Das teilte der Leiter der „Einrichtung zum Schutz der kulturellen Werke“, Saeed Jaberi Ansari, laut der  iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Montag den 18. Februar, mit. Die Figuren seien Symbole einer "kulturellen Invasion", so Jaberi Ansari. Der islamische Staat werde die Verbreitung der Statuen sowie „alles, das einen anderen Glauben symbolisiert“, nicht erlauben. Die „Einrichtung zum Schutz der kulturellen Werke“ gehört zum iranischen Kultusministerium. Die iranischen Behörden versuchen seit langem, Einflüsse aus westlichen Ländern durch Verbote wie etwa von Barbie-Puppen oder jüngst Valentinstag-Artikeln zu unterbinden. Das Vorgehen ... mehr »

Todesurteile wegen Unterschlagung

18. Februar 2013
Im Prozess wegen der größten Unterschlagung der iranischen Geschichte, bei der unter anderem staatliche Banken an der Veruntreuung von zwei Milliarden Euro beteiligt waren, hat das oberste iranische Gericht Todesurteile gegen vier Hauptverdächtige bestätigt. Das teilten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 17. Februar, mit. Den Berichten zufolge gehört zu den Verurteilten unter anderem der Geschäftsführer der Firma Amir Mansour Aria Investment, Mahafarid Khosrawi und der Rechtberater seiner Firma Amir Mansour Aria dabei. Der ehemalige Leiter der staatlichen Bank Melli soll zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden sein. Vier Personen aus Regierungskreisen sollen Haftstrafen von jeweils zehn Jahren bekommen haben. Bei ... mehr »

Politischer Gefangener kritisiert iranische Unterstützung für Syrien

16. Februar 2013
Der Iran könne mit seiner Unterstützung der syrischen Regierung einen Krieg zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen in der Region verursachen. Das schrieb der politische Gefangene Mostafa Tajzadeh in einem offenen Brief an den religiösen Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei. Der Brief wurde am Freitag, den 15. Februar, auf dem persichsprachigen Nachrichtenportal Kalameh veröffentlicht. Tajzadeh bezeichnet darin die „bedingungslose Unterstützung“ des Assad-Regimes durch Khamenei als dessen „größten Fehler seit zwei Jahren“. Das iranische Staatsmodel sei beim arabischen Frühling für die betroffenen Länder kein Vorbild gewesen, schreibt der Reformer an Khamenei: „Sie haben als religiöses Oberhaupt mehr als 70 Prozent der ... mehr »

Traktoren geschmuggelt

15. Februar 2013
Etwa 2.000 Traktoren sollen innerhalb der letzten zwölf Monate aus dem Iran in den Irak geschmuggelt worden sein. Das teilte der Geschäftsführer der „Iran Tractor Manufacturing Company“ (ITMCO), Abdolfath Ebrahimi, laut der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Freitag, den 15. Februar, mit. Ein im Iran hergestellter Traktor koste für ausländische Kunden offiziell etwa 15.000 Dollar. „Die Schmuggler verkaufen die Maschinen aber für 7.000 Dollar“, so Ebrahimi. Die Kosten für die Herstellung von Traktoren seien in den vergangenen Jahren um etwa 60 Prozent gestiegen, so Ebrahimi. „Wenn wir die Verkaufspreise nicht dementsprechend steigern, wird die Traktorindustrie große Probleme bekommen.“ ITMCO wurde vor ... mehr »

Iranischer Ex-General in Syrien getötet

14. Februar 2013
Bei einem Terroranschlag in Syrien soll der ehemalige General der iranischen Quds-Brigade, Hassan Shateri, getötet worden sein. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen am Donnerstag, den 14. Februar, unter Berufung auf die iranische Botschaft im Libanon. Den Berichten zufolge soll Shateri in Begleitung von zwei Männern gewesen sein, als er in der Nähe der syrischen Stadt Aleppo von Bewaffneten überfallen wurde. Shateris’ Begleiter blieben unversehrt. Über den genauen Tag des Anschlags und seine Hintergründe wurde nichts bekannt. Der Iran hat nach dem Krieg zwischen Israel und Libanon im Jahr 2006 Millionen Euro in den Wiederaufbau des Süd-Libanon investiert. Hassan Shateri leitete unter dem ... mehr »

Verlinken verboten

13. Februar 2013
Ein neues Gesetz verbietet iranischen Webseitenbetreibern künftig, ihre Veröffentlichungen auf Seiten wie Facebook, Twitter oder Google Plus zu verlinken. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den 12. Februar. Demnach dürfen persischsprachige Webseiten auch nicht mehr für Social Media Networks werben. Der Iran hatte nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 den Zugriff auf Facebook und andere soziale Netzwerke verboten. Zuständig für die Kontrolle der Internetnutzung ist die staatliche Cyberpolizei. Sie wurde 2011 als Abteilung der iranischen Polizei gegründet. Innerhalb der ersten fünfzehn Monate ermittelte die Cyberpolizei in mehr als 5.300 Verstößen gegen die Verbote. fh

Familien der Oppositionsführer vernommen

12. Februar 2013
Narges Moussawi, Tochter des iranischen Oppositionsführers Mir Hossein Moussawi, wurde am Montag einige Stunden lang von Sicherheitskräften mitgenommen und verhört. Das meldete das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Montag, den 11. Februar. Zuvor sollen Sicherheitsbeamte sie bei der Durchsuchung ihrer Wohnung dem Bericht zufolge „beleidigt und bedroht“ haben. „Wenn ich könnte, würde ich Dich aus dem Fenster werfen“, habe einer der Beamten zu Narges Moussawi gesagt, berichtet Kalameh. Auch der Sohn des unter Hausarrest stehenden Mehdi Karroubi, Hossein Karroubi, soll am Montag acht Stunden lang vernommen worden sein. Die Führer der grünen Oppositionsbewegung Karroubi und Moussawi sowie Moussawis Frau Zahra Rahnavard ... mehr »

Proteste gegen Parlamentschef

11. Februar 2013
Der iranische Parlamentschef Ali Larijani musste seine Rede zum 34. Jahrestag der iranischen Revolution in der Stadt Ghom aufgrund von Protesten unterbrechen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag, den 10. Februar. Wütende Zuhörer sollen mit Gebetssteinen und Schuhen nach Larijani geworfen haben. Der Parlamentschef blieb dabei unverletzt. Politische Beobachter vermuten, dass hinter den Angriffen der Streit zwischen mdem Parlament und der Regierung steht. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte vor einer Woche dem Parlament ein Tonband vorgespielt, auf dem ein Bruder Larijanis illegale Machenschaften vorschlägt. Ahmadinedschad hatte zudem angekündigt, bald auch Videoaufnahmen davon zu veröffentlichen. fh

Workshop „Islamische Lebenshaltung“

09. Februar 2013
Irans Bildungsministerium will Lehrern künftig Workshops zur „Islamischen Lebensart“ anbieten. „Islamischen Regeln gemäß zu leben ist wichtigster Inhalt der Lehrgänge“, sagte die stellvertretende Bildungsministerin Fereshteh Heshmatian der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Samstag, den 9. Februar. Kürzlich habe es bereits einen Probelauf des Kurses mit dem Schwerpunktthema Frauen gegeben: „Frauen sind als Mütter und Ehefrauen sehr wichtig für die Familie“, so Heshmatian. „Wir wollen zeigen, wie man nach unseren Traditionen iranisch-islamisch leben kann und so die Institution Familie stärkt.“ Ziel sei es, die Workshops landesweit anzubieten. Teilnehmer erhielten nach Abschluss der Kurse ein Zertifikat, so Heshmatian. fh

Khamenei: Verhandlungen mit USA ausgeschlossen

08. Februar 2013
Das religiöse Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat Verhandlungen seines Landes mit den USA kategorisch abgelehnt. „Es gibt einige hier im Land, die Verhandlungen mit den USA entweder aus Naivität oder aus böser Absicht begrüßen würden“, sagte Khamenei iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am 7. Februar. Solche Verhandlungen würden aber „nicht das geringste Problem lösen“, so der Revolutionsführer weiter. Khamenei betonte, die Regierung der Vereinigten Staaten hätte sich mehrmals gesprächsbereit gezeigt. Aber der Iran schaue „auf die Taten der Amerikaner und nicht auf das, was sie sagen“, so Khamenei. Auch auf die Auseinandersetzungen innerhalb der Führung des Iran ging der Religionsführer ... mehr »

Justizchef folgt dem Ayatollah

07. Februar 2013
„Ich werde im Sinne unseres Staatsapparats zunächst die Ratschläge des Religiösen Oberhaupts Ayatollah Ali Khamenei befolgen und schweigen.“ Das teilte der Chef der iranischen Justiz,  Sadegh Larijani, am Mittwoch, den 7. Februar, in einer offiziellen Erklärung mit. Gleichzeitig bezeichnete Larijani die Vorwürfe von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gegen die Justiz und andere Verantwortliche als „falsch“. Hintergrund des Schlagabtausches an der iranischen Staatsspitze ist die Verhaftung des von Ahmadinedschad protegierten Geschäftsführers der zum staatlichen iranischen Wohlfahrtssystem gehörenden „Organisation für soziale Sicherheit“, Said Mortazavi. Der hatte dem Präsidenten Videoaufnahmen übergeben, auf denen ihm ein Bruder von Justizchef Larijani illegale Machenschaften vorschlägt. Die Festnahme ... mehr »

Ahmadinedschad mit Schuh beworfen

06. Februar 2013
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach seinem Besuch in der El-Hussein-Mosche in Kairo von einem Unbekannten mit Schuhen beworfen worden sein. Das berichtet BBC-Persian am Mittwoch, den 6. Februar, auf seiner Webseite. Ahmadinedschad soll bei der Wurfattacke nichts passiert sein. Am Dienstag war Ahmadinedschad als erster iranischer Präsident seit der islamischen Revolution im Iran vor 34 Jahren nach Ägypten gereist. Dort will er unter anderem am zwölften Treffen der „Organisation für islamische Zusammenarbeit“ teilnehmen. An dem Besuch des iranischen Präsidenten gibt es in Ägypten auch Kritik. Ahmad Mohammad al-Tayyeb, Leiter der Azhar-Universität in Kairo, forderte Ahmadinedschad auf, die Einflussnahme von ... mehr »

Ehemaliger Staatsanwalt Mortazavi verhaftet

05. Februar 2013
Im Iran wurde am Montagabend Said Mortazavi verhaftet. Der ehemalige Teheraner Staatsanwalt und derzeitige Geschäftsführer der zum staatlichen iranischen Wohlfahrtssystem gehörenden „Organisation für soziale Sicherheit“ soll am Montagabend  zu einer Befragung gerufen und anschließend nicht mehr freigelassen worden sein. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den 5. Februar. Laut der Nachrichtenagentur FARS soll Mortazavi inzwischen sogar im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis sitzen. Offizielle Stellungnahmen zu den Berichten gibt es bislang nicht. Vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad kam unterdessen Kritik an Mortazavis Festnahme: „Die Justiz ist doch keine Familienorganisation“, so der Präsident. Damit bezieht sich Ahmadinedschad auf einen Streit zwischen ihm ... mehr »

Mafiamethoden“ des Präsidenten

04. Februar 2013
Nachdem der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad im iranischen Parlament am Sonntag ein Tonband vorspielte, auf dem ein Bruder von Parlamentschef Ali Larijani über geheime Machenschaften spricht, hat dieser dem Präsidenten „Mafiamethoden“ vorgeworfen. Larijani sagte, Ahmadinedschad habe ihn mit einem entsprechenden Video seines Bruders „erpresst“. Der Regierungschef wiederum gab an, „mehr als 20 Stunden Videomaterial“ solcher Gespräche als Aufzeichnung vorliegen zu haben. Die Situation im Parlament eskalierte am Sonntag komplett, als die Mehrheit der Abgeordneten für die Absetzung von Arbeitsminister Abdolreza Sheikh-ol Eslami stimmte. Der hatte sich nicht an eine Entscheidung des Obersten Verwaltungsgerichts gehalten, das am 14. Januar die Ernennung Said ... mehr »

Kampfflugzeug „Made in Iran“

02. Februar 2013
Der iranische Verteidigungsminister Ahmad Vahidi präsentiert am heutigen Samstag, den 2. Februar, im Beisein des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad das neue Kampfflugzeug des Iran. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen. Die Maschine vom Typ „Ghaher 333“ soll vollständig von iranischen Ingenieuren entworfen, alle Bestandteile des Flugzeugs sollen im Iran hergestellt und zusammengebaut worden sein. „Ghaher 333“ sei mit modernster Technik ausgestattet und könne mit den fortschrittlichsten Kampfflugzeugen weltweit konkurrieren, so Vahidi. Mit dem Flugzeug, dessen Name auf Deutsch „Gewaltsam 333“ bedeutet, können Operationen auch bei extremem Tiefflug durchgeführt werden. Außerdem ist die „Ghaher 333“ in der Lage, modernste Aufrüstungen zu transportieren. fh

Iran unterstützt Syrien

01. Februar 2013
„Syrien kämpft heute stellvertretend für die islamische Welt an vorderster Front gegen Israel. Die Muslime werden Angriffe auf das Land nicht zulassen.“ Das sagte der Vorsitzende des obersten nationalen Sicherheitsrats des Iran, Said Jalili, bei einem Treffen mit dem syrischen Großmufti Ahmed Badr al-Din Hassun, wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag, den 31. Januar, berichtet. „Hochrangige Religionsgelehrte“, so Jalili weiter, hätten die wichtige Rolle, „die Muslime aufzuklären und gegen den Feind zu mobilisieren“. Damit reagierte Jalili auf den israelischen Luftangriff auf ein militärisches Forschungszentrum in Jamraya nordwestlich von Damaskus am Mittwoch. Irans Unterstützung für Syrien sei ein „prinzipieller Beistand“, ... mehr »

Journalisten sollen für BBC gearbeitet haben

31. Januar 2013
Den 14 in den vergangenen fünf Tagen in Teheran festgenommenen JournalistInnen wirft der Iran Zusammenarbeit mit der BBC vor. Sie sollen einem Netzwerk angehören, das von dem britischen Sender geleitet wurde. So lautet die Erklärung für die Festnahmen, die das iranische Sicherheitsministerium am Mittwoch, den 30. Januar, veröffentlichte. Demnach standen die JournalistInnen seit Monaten im Visier der Sicherheitsbehörden. Weitere Festnahmen könnten folgen, heißt es in der Erklärung zudem. Bereits am Mittwoch wurde mit Ali Dehghan ein weiterer Journalist verhaftet. Die BBC wies in einer ebenfalls am Mittwoch veröffentlichen Erklärung jegliche Zusammenarbeit mit den inhaftierten JournalistInnen zurück. Unterdessen haben internationale Menschenrechtsorganisationen ... mehr »

Baupannen am South-Pars-Gasfeld

30. Januar 2013
Bei Bauarbeiten auf dem Gasfeld „South Pars“ im Persischen Golf ist ein wichtiges Bauteil ins Meer gestürzt. Das Bauteil habe nicht an der richtigen Stelle platziert werden können und sei im Meer versunken, meldete die iranische Nachrichtenagentur FARS am Dienstag, den 29. Januar. Auf dem Teil sollte eine neue Gas-Plattform installiert werden. „Der Bau dieses Teils hat über dreißig Monate gedauert und insgesamt 40 Millionen Dollar gekostet“, sagte der Chef der Herstellerfirma „Sadr“, Mehdi Etesam. Bereits vor zwei Jahren hatte ein Kran es nicht geschafft, ein entsprechendes Teil richtig zu platzieren. Dieses habe bis heute nicht geborgen werden können, so ... mehr »

Reporter ohne Grenzen“ kritisiert Verhaftungen

29. Januar 2013
Der Iran solle unverzüglich mit den willkürlichen und zunehmenden Verhaftungen von Journalisten aufhören. Das forderte die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (RoG), wie BBC-Persian-Online am Montag, den 28. Januar, berichtete. In der iranischen Hauptstadt Teheran sind in den vergangenen drei Tagen 12 JournalistInnen festgenommen worden. Alle arbeiten für reformorientierten Tageszeitungen oder Zeitschriften. Eine offizielle Stellungnahme zu den Verhaftungen gibt es bisher nicht. Der iranische Kultusminister Seyeh Mohammad Hosseini sagte allerdings laut der der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Montag, er sei „sicher, dass die Anschuldigungen gegen die Journalisten nicht mit ihrer Pressetätigkeit zu tun haben“. Er vermute eher „Sicherheitsgründe“ hinter den Festnahmen, ... mehr »

Journalisten festgenommen

28. Januar 2013
In der iranischen Hauptstadt Teheran wurden am Sonntag, den 27. Januar, neun Journalisten, darunter drei Frauen, festgenommen. Sicherheitskräfte hätten verschiedene Zeitungsredaktionen gestürmt und durchsucht, wie die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag berichtete. Auch die Wohnungen einiger Festgenommener seien durchsucht worden. Alle Verhafteten arbeiten für reformorientierte Zeitungen wie “Bahar“, „Shargh“, „Arman“ oder die Wochenzeitschrift „Aseman“. Bereits am Samstag sollen zwei Journalisten auf offener Straße von Sicherheitsleuten mitgenommen worden sein. Eine offizielle Erklärung für die Festnahmen gibt es noch nicht. Nach Recherchen der Nachrichtenagentur „MEHR“ wird ihnen „Zusammenarbeit mit anti-revolutionären Sendern“ vorgeworfen. Die iranische Regierung wirft persischsprachigen Auslandssendern wie „BBC Farsi“ oder ... mehr »

Keine Verhandlungen mit den USA

26. Januar 2013
„Ich habe weder in Oman noch in einem anderen Land Verhandlungen mit der US-Regierung geführt.“ Das sagte der Berater für internationale Beziehungen des iranischen Religionsführers Ayatollah Ali Khamenei, Ali Akbar Velayati, laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 26. Januar. Velayati widersprach damit anderslautenden Berichten ausländischer Medien. Diese verbreiteten „nichts weiter als Gerüchte, die auf Lügen basieren“, so der frühere iranische Außenminister: „Über Verhandlungen mit den USA hat einzig und allein das religiöse Oberhaupt Ayatollah Khamenei zu entscheiden. Und bis jetzt hat er seine Zustimmung nicht gegeben“, so Velayati. Es könnten demnach keine „rechtmäßigen Verhandlungen“ stattgefunden haben. Die iranische ... mehr »

Mehr Terroristen an Irans Grenzen festgenommen

25. Januar 2013
Allein innerhalb der letzten zehn Monate hätten rund sieben Terrorgruppen versucht, über verschiedene Grenzübergänge in den Iran einzudringen. Das sagte der Kommandant des iranischen Grenzschutzes, Hossein Zolfaghari, laut der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Donnerstag, den 24. Januar. Alle Terroristen seien erkannt und festgenommen worden, so Zolfaghari. Zwei Verdächtige, die den iranischen Sicherheitskräften auffielen, hätten „mit Munitionen ausgerüstete Westen getragen“ und sich auf dem Weg in den Iran befunden. Dem Bericht zufolge gab es die meisten Festnahmen an der iran-pakistanischen Grenze. Insgesamt soll die Zahl der Festnahmen von „terroristischen Gruppen“ an der iranischen Grenze laut Zolfaghari 2012 gegenüber dem Vorjahr um ... mehr »

Iran fordert Ende des Militäreinsatzes in Mali

24. Januar 2013
Der Militäreinsatz in Mali solle sofort beendet werden. Das fordert der stellvertretende iranische Außenminister für arabisch-afrikanische Länder, Hossein Amirabdollahian, wie iranische Nachrichtenagentur am Mittwoch, den 23. Januar, berichten. Die Konfliktparteien in Mali sollten an den Verhandlungstisch kommen, so Amirabdollahian. Der Iran sei als Anführer der “Bewegung der blockfreien Staaten“ („Non-Aligned Movement“, NAM) bereit, bei den Gesprächen mitzuwirken. Mehrere rebellische Islamistengruppen haben den Norden des westafrikanischen Staates Mali besetzt. Mit 2.000 Soldaten unterstützt Frankreichs Armee die Regierungstruppen mit Bombardements bei der Rückeroberung des Gebietes. fh

Parlamentarier wollen Grundversorgung der Bevölkerung sichern

23. Januar 2013
Das iranische Parlament will die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad verpflichten, für ausreichende Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung zu sorgen. Das teilte der Parlamentarier Ahmad Tavakoli der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Dienstag, den 22. Januar, mit. So wolle man vor allem Geringverdienern entgegenkommen. Es sei in jüngster Zeit häufig zu Lebensmittelmangel und zu einem extremen Preisanstieg bei Grundnahrungsmitteln gekommen. Die Befürworter des Plans schlagen eine rationierte Ausgabe von Grundnahrungsmitteln wie Fleisch und Geflügel, Reis, Öl, Zucker und Milch zu niedrigen Preisen vor. Der Abgeordnete Ebrahim Nekou lehnt den Vorschlag ab: „Damit bestätigen wir die lähmende Wirkung der internationalen Sanktionen gegen den Iran und unsere ... mehr »

Chef der iranischen Zentralbank entlassen

22. Januar 2013
Gegen den Leiter der iranischen Zentralbank, Mahmoud Bahmani, wurde gestern, am Montag, den 21. Januar, durch den Rechnungshof des Iran ein Entlassungsbefehl verhängt. Er habe gegen Vorschriften im „Devisenkurs-Sektor“ verstoßen, hieß es zur Begründung. Bahmani verteidigte sich: Er hätte sich „Kabinettsbeschlüssen gemäß verhalten und Gelder entsprechend an die Staatskasse überwiesen“, so der Beschuldigte am Dienstag. Bahmani kann innerhalb von 20 Tagen Widerspruch gegen seine Entlassung einlegen. fh

Wächterrat kritisiert Gesetzesentwurf

21. Januar 2013
Beamten zu verbieten, parallel zwei verschiedene Positionen ausüben zu dürfen, sei verwirrend und ungenügend. Das sagte der Sprecher des iranischen Wächterrats, Abbas Ali Kadkhodaei, laut der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Sonntag, den 20. Januar. Damit reagierte Kadkhodaei auf den neuen Parlamentsbeschluss, nach dem Beamte, die gleichzeitig zwei Amtsstellen besitzen, innerhalb der nächsten drei Monate eine ihrer Stellen kündigen müssen. Der Wächterrat hat die Aufgabe, sämtliche Beschlüsse des iranischen Parlaments zu überprüfen. Gegeben falls kann er auch einen Gesetzesvorschlag zurückweisen. fh

Keine Fortschritte bei Atomverhandlungen

19. Januar 2013
Iranische Sicherheitsfragen müssten bei den Atomverhandlungen stärker berücksichtigt werden. Das forderte Irans ständiger Vertreter bei der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Ali Asghar Soltaniyeh, laut iranischen Nachrichtenagenturen am Freitag, den 18. Januar. Am Mittwoch war eine Delegation der IAEA für zweitätige Verhandlungen über das iranische Atomprogram in das Land gereist. Die USA und Europa befürchten, der Iran arbeite an der Entwicklung von Kernwaffen. Teheran behauptet dagegen, sein Atomprogramm diene ziviler Nutzung. Delegationsleiter Herman Nackaerts kritisierte, dass der IAEA kein Zugang zur iranischen Militäranlage Partschin gewährt worden sei. Der Westen vermutet, dass dort Sprengstofftests gemacht wurden, die bei der Entwicklung einer Atombombe von ... mehr »

Drastischer Wertverlust der iranischen Währung

18. Januar 2013
„Die iranische Währung Rial verlor innerhalb der letzten zwölf Monate rund 55 Prozent an Wert.“ Das sagte der iranische Parlamentarier Ahmad Tavakoli laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den 17. Januar. Die Ursachen für den Währungsverfall sieht Tavakoli in den bis zu 20 Prozent angestiegenen Gebühren beim Außenhandel, die durch die Verschärfung der internationalen Finanzsanktionen gegen den Iran verursacht wurden, und in der falschen Wirtschaftspolitik des Iran. Der Abgeordnete forderte, dass beim Warenverkauf der gleiche Devisenkurs gelten sollte wie für Importeure. So könne man die enorme Verteuerung von Waren besser regulieren, so Tavakoli, der auch Mitglied des Wirtschaftsausschusses des ... mehr »

Khamenei kritisiert Ahmadinedschad

17. Januar 2013
Irans Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei soll harsche Kritik am iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad geübt haben. Grund sei die verzögerte Vorlage seiner Haushaltspläne im Parlament. Das sagte der iranische Parlamentschef Ali Larijani, wie iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch, den 16. Januar berichten. Mit seiner Kritik habe Khamenei auf ein Schreiben Larijanis reagiert, in dem er sich über Ahmadinedschad beschwert hatte, so der Parlamentschef. „Die Verzögerung des Haushalts durch die Regierung fügt dem Land Schaden zu“, sagte Larijani dazu nach einem Auftritt vom Ahmadinedschad vor dem Abgeordnetenhaus. Am Mittwoch hatte der Präsident dort mehr als eine Stunde lang über die wirtschaftliche Lage seines ... mehr »

Iranischer Diplomat wird vom Ölministerium beauftragt

16. Januar 2013
Das iranische Ölministerium hat den Diplomaten Hossein Farahi beauftragt, sich um unbezahlte Ölrechnungen ausländischer Kunden zu kümmern. Das sagte der Sprecher des Ölministerium, Alireza Nikzadrahbar, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch, den 16. Januar. Dem Bericht zufolge haben mehrere Länder, darunter der Sudan, Nicaragua, Nord-Korea und Jordanien, Rechnungen teils aus den vergangenen 20 Jahren bis heute nicht beglichen. „Nicaragua hat 1986 iranisches Erdöl im Wert von 53 Millionen Dollar gekauft und bis heute nicht bezahlt“, so Nikzadrahbar. Aus dem Betrag sei eine Schuldensumme von 164 Millionen Dollar geworden. Aktuell führten zudem die internationalen Finanzsanktionen gegen den Iran, die den Geldtransfer ... mehr »

Mortazavis Ernennung ungültig

15. Januar 2013
Das Oberste Verwaltungsgericht des Iran hat die Ernennung Said Mortazavis zum Geschäftsführer der zum staatlichen iranischen Wohlfahrtssystem gehörenden „Organisation für soziale Sicherheit“ für unrechtmäßig erklärt. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Montag, den 14. Januar. Mortazavi war im März 2012 mit besonderer Empfehlung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zum neuen Geschäftsführer ernannt worden. Parlamentarier hatten daraufhin beim Verwaltungsgericht gegen diese Ernennung Klage eingereicht. Ende 2009 hatte der Jurist Mortazavi sein Amt als Teheraner Staatsanwalt räumen müssen, nachdem Fälle von Folter und Tod von Gefangenen im Gefängnis Kahrisak bekannt geworden waren. fh

Neue Spezialeinheit für Polizistinnen

14. Januar 2013
Der Iran will eine Spezialeinheit für Polizistinnen bilden, die in „kritischen Situationen“ eingesetzt werden sollen. Das kündigte der Kommandant der Spezialeinheiten der iranischen Polizei, Hassan Karami, laut iranischen Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 13. Januar, an. Wichtigste Voraussetzung, um in die Spezialeinheit aufgenommen zu werden, sei es, „fit, stark und sportlich zu sein“, so Karami. Die weibliche Spezialeinheit soll den Berichten zufolge vor allem bei Protesten und Ausschreitungen eingeschaltet werden. Die iranische Polizei bildet seit etwa zehn Jahren auch Polizistinnen aus. Deren Aufgabe besteht bisher allerdings vor allem darin, auf den Straßen zu kontrollieren, ob Frauen die islamischen Bekleidungsvorschriften einhalten. fh

Warnung vom Wächterrat

12. Januar 2013
„Schämen sich eigentlich diejenigen, die in unserem Land freie Wahlen fordern, nicht, das nachzuahmen, was unsere Feinde im Ausland sagen?“ Dies sagte der Chef des iranischen Wächterrats, Ahmad Janati, bei seiner Rede zum Freitagsgebet am 11. Januar in Teheran. Der Begriff „freie Wahlen“ sei zu einem „Geheimcode der Unruhestifter“ geworden, so der Vorsitzende des Kontrollgremiums der iranischen Regierung. Janati warnte im Iran lebende „ehemalige Politiker“ davor, sich mit der Exil-Opposition zu verbünden, die für den Umsturz des Staats kämpfe. Zuvor hatten sich sowohl der Chef des iranischen Schlichtungsrats, Ayatollah Haschemi Rafsanjani, als auch der reformorientierte ehemalige Staatspräsident Mohammad Khatami für ... mehr »

Politischer Gefangener klagt über Justiz

11. Januar 2013
Das iranische Strafgesetzbuch solle die Strafbarkeit politischer Aktivitäten „klar definieren“. Das fordert der politische Gefangene Mostafa Tajzadeh in einem offenen Brief an den iranischen Justizchef Sadegh Larijani am Donnerstag, den 10. Januar. Tajzadehs Schreiben wurde vom iranischen Nachrichtenportal Norouz veröffentlicht. „Die islamische Republik Iran hat sich zu einem totalitären Staat entwickelt“, so Tajzadeh. Aus politischen Gründen Inhaftierten würden häufig „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen. Das führe zu „gesetzeswidrigen Prozessen“, klagt Tajzadeh: Die „heimliche Durchführung von Gerichtsverhandlungen“ sei bei politischen Gefangenen „zur Routine geworden“. Das iranische Grundgesetz enthält keine genaue Definition des Begriffs eines „politischen Häftlings“. Laut Paragraf 168 müssten ... mehr »

Dank an Syrien

10. Januar 2013
„Wir danken unserem Bruder und Freund Bashar al-Assad, aber auch Katar und der Türkei für ihre Bemühungen bei der Freilassung der 48 iranischen Geiseln.“ Mit diesen Worten bedankte sich das iranische Außenministerium am Mittwoch, den 9. Januar, für die Freilassung von 48 Iranern, die von syrischen Rebellen festgehalten wurden. Nach Vermittlungen durch die türkische Hilfsorganisation IHH („Internationale Humanitäre Hilfsorganisation“) und Katar waren die Iraner freigelassen worden. Im Gegenzug ließ der syrische Präsident Assad 2.130 zivile Häftlinge frei. Die Iraner waren seit Anfang August Geiseln der Rebellen. Nach Angaben der syrischen Rebellen gehörten zu der Gruppe Angehörige der iranischen Revolutionsgarde, die ... mehr »

Revolutionsgarde bestimmt Wahlrichtlinien

09. Januar 2013
„Die Festlegung von Richtlinien bei Wahlen gehört zu den wichtigsten Aufgaben der iranischen Revolutionsgarde.“ Das sagte der stellvertretende Religionsführer der Revolutionsgarde, Ali Saeedi, der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den 8. Januar. Dies bedeute aber nicht, dass die Revolutionsgarde sich in Wahlen einmische, so Saeedi. Sie sei nur für die Rahmenbedingungen verantwortlich. Iranische Reformer dagegen werfen der paramilitärischen Organisation immer wieder Einmischung in Wahlen vor. Zuletzt hatte bei den iranischen Parlamentswahlen im März 2012 der Abgeordnete Mostafa Kavakebian von Wahlmanipulation durch die Revolutionsgarde gesprochen und das Parlament aufgefordert, eine Kommission zu bilden, um den Vorwurf zu prüfen. fh

Fernsehauftritt für arrestierte Oppositionsführer

08. Januar 2013
„Wir fordern, dass unseren Eltern Gelegenheit gegeben wird, im staatlichen Fernsehen über die Vorfälle nach den Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 zu sprechen.“ Das schrieben die Kinder der beiden iranischen Oppositionsführer Mehdi Karroubi und Mir Hossein Moussawi in einem offenen Brief, den das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am 7. Januar veröffentlichte. Karroubi und Moussawi würden bereits seit mehr als zwei Jahren ohne rechtmäßigen Prozess festgehalten, klagen die Verfasser des Schreibens. Es verstoße gegen die Menschenrechte, ihnen „Verrat“, „Unruhestiftung“ und „Aktivitäten gegen die innere Sicherheit“ vorzuwerfen, ohne ihnen zu ermöglichen, sich vor der Öffentlichkeit zu verteidigen. Die Führer der grünen Oppositionsbewegung Karroubi und ... mehr »

Todesursache des Bloggers Sattar Beheshti bleibt rätselhaft

07. Januar 2013
In dem Bericht, den die Untersuchungskommission des iranischen Parlaments über die Inhaftierung und den Tod des iranischen Bloggers Sattar Beheshti veröffentlicht hat, fehlt der Absatz über die Todesursache des Bloggers. Dies kritisierten mehrere Abgeordnete, als der Bericht am Sonntag, den 6.Januar, dem Parlament vorgetragen wurde. Der Abgeordnete Ali Motahari sagte, er glaube persönlich, dass bereits die Verhaftung des Bloggers gesetzwidrig gewesen sei. Der Arbeiteraktivist und Blogger Sattar Beheshti war am 30.Oktober 2012 in seiner Wohnung in der Kleinstadt Robat Karim südlich von Teheran von der iranischen Internetpolizei festgenommen worden. Ihm wurden „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit in sozialen Netzwerken und ... mehr »

Irans Außenhandelsbilanz sinkt

05. Januar 2013
Nach aktuellen Angaben des iranischen Zollamtes ist die iranische Außenhandelsbilanz um 4 Milliarden Dollar gesunken. Die Angaben basieren auf den letzten neun Monaten und wurden mit dem  gleichen Zeitraum des Vorjahres verglichen. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Freitag, den 4.Januar. Hauptsächlich kaufte der Iran Weizen, Stahl und Mais ein. Die Liste der Hauptimportländer wird dabei von den Arabischen Emiraten angeführt, aus denen 20 Prozent der iranischen Importe statten. Auf Platz 2 und 3 folgen China und die Türkei. Gestiegen ist den Angaben zufolge der Export des Iran bei Nicht-Erdöl-Produkten um 426 Millionen Dollar. Dafür ist der Ölexport von zwei ... mehr »

Frauenfilmfestival kann stattfinden

04. Januar 2013
Trotz finanzieller Schwierigkeiten habe das iranische Kulturministerium die Mittel zur Durchführung des iranischen Frauenfilmfestivals für dieses Jahr genehmigt. Das sagte der Leiter des „Parvin Etesami“-Frauenfestivals, Maziar Rezakhani, laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 4.Januar. Nach Angaben des Kulturministeriums sind im Iran landesweit etwa 844 Filmemacherinnen registriert. „Frauen sind nicht nur Filmschaffende, sondern auch Hüterinnen der islamischen Kultur“, so Rezakhani. Deshalb sei im ersten und zweiten Jahr des Festivals der Fokus auf den Hedschab – den Schleier - und die islamischen Frauenbekleidung gelegt worden.  Der Schwerpunkt des diesjährigen siebten Festivals lautet: die Rolle der Frauen bei der Regulierung der finanziellen ... mehr »

Ahmadinedschads Entscheidung gesetzeswidrig

03. Januar 2013
„Die Verordnung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad, 1.500 neue Mitarbeiter ohne die übliche Aufnahmeprüfung und sonstige obligatorische Bedingungen im Präsidialamt einzustellen, verstößt gegen die Gesetze“. Dies habe Irans Parlamentschef Ali Larijani an den Regierungschef geschrieben, berichtet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch, den 2.Januar. Ahmadinedschad hatte seinem Stellvertreter Hamid Baghaei in der vergangenen Woche mit einem Regierungsbeschluss erlaubt, nach seiner persönlichen Einschätzung und ohne die „gegebenen Vorschriften wie Aufnahmeprüfung etc.“ zu beachten, bis zu 1.500 neue Mitarbeiter einstellen zu dürfen. Politische Beobachter meinen, Ahmadinedschad wolle sich so kurz vor der nächsten Präsidentschaftswahl im Juni 2013 stärken. Laut Paragraf 138 des iranischen ... mehr »

Gold-Komitee“ gegründet

02. Januar 2013
In der iranischen Provinz Khouzestan ist ein „Gold-Komitee“ gegründet worden. Aufgabe des Gremiums sei es, sich um Goldspenden aus der Bevölkerung zu kümmern, sagte der stellvertretende Religionsführer der Revolutionsgarde in der Provinz Khouzestan, Mahmoud Moussawi, der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Dienstag, den 1.Januar. Der überwiegend von Frauen gespendete Goldschmuck soll nach sorgfältiger Überprüfung in die Stadt Nadschaf im Irak gebracht werden. Dort befindet sich der Schrein des für schiitische Muslime bedeutenden dritten Imams Hussein. Der Iran will die Restaurierung des goldenen Schreins mit etwa 700.000 Euro mitfinanzieren. fh

Gefahr von Fehlgeburten steigt durch Luftverschmutzung

31. Dezember 2012
Die Luftverschmutzung führt in Teheran zu immer mehr Fehlgeburten und genetisch bedingten Erkrankungen bei Neugeborenen. Aktuellen Zahlen zufolge stieg die Gefahr von Fehlgeburten in der iranischen Hauptstadt um etwa 30 Prozent. Dies sagte der Wissenschaftler Saeid Dastgiri der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 31. Dezember. Dastgiri zufolge entspricht die Schadstoffbelastung in der Luft Teherans der einer Stadt nach einem Bombardement. Das Einatmen von schädlichen Bleistoffen und anderen Giftstoffabgasen wie CO2 erhöhe die Krebsgefahr bei schwangeren Frauen, so Dastgiri. Derzeit weisen drei von tausend Neugeburten in Teheran genetisch bedingte Krankheiten auf. Nach Meinung von Wissenschaftlern hängt dies direkt mit der ... mehr »

Irans Parlamentschef kritisiert Wirtschaftspolitik

29. Dezember 2012
Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Probleme im Iran resultierten nicht nur aus den gegen das Land verhängten Sanktionen. Das sagte der iranische Parlamentschef Ali Larijani iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Freitag, den 28. Dezember. Die Verantwortlichen sollten sich nicht „hinter den Sanktionen als Deckmantel verstecken“, so Larijani. Stattdessen müsse die Regierung versuchen, die „wirtschaftlichen Schwankungen“ im Land abzuschwächen. Larijani sprach sich auch gegen die Umsetzung der zweiten Stufe des „Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“ aus. Dies würde zum weiteren Anstieg der Benzinpreise führen. Auch das Parlament  sei dagegen, sagte Larijani. Das Gesetz sieht vor, durch den Abbau von Subventionen eingesparte Gelder direkt ... mehr »

Irans Gesundheitsministerin gefeuert

28. Dezember 2012
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat überraschend Gesundheitsministerin Marziyeh Vahid Dastjerdi  entlassen. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Donnerstag, den 28. Dezember. Damit wurde die erste Ministerin seit der islamischen Revolution vor 34 Jahren und die einzige Frau in Ahmadinedschads Kabinett  verabschiedet. Eine offizielle Begründung für die Entlassung blieb aus, Beobachter vermuten dahinter aber den Streit um die mangelnden Medikamente im Iran. Die Ministerin hatte in der vergangenen Woche der iranischen Zentralbank vorgeworfen, ihrem Ressort lediglich ein Drittel der zugesagten Devisen  ausgezahlt zu haben: „Ich weißt nicht, was die Zentralbank mit dem restlichen Gelder gemacht hat. Das muss überprüft werden“, so ... mehr »

Kein Hedschab-Bonus für russische Mitarbeiterinnen

27. Dezember 2012
Russinnen, die in der Atomanlage in der iranischen Stadt Bushehr arbeiten, bekommen keinen „Hedschab-Bonus“, um sich nach islamischen Vorschriften zu bekleiden. Das sagte der stellvertretender Außenminister Hassan Ghashghaei iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Mittwoch, den 26. Dezember. Damit widersprach Ghashghaei der Aussage des Parlamentariers Mehdi Mousawinejad, russische Mitarbeiterinnen hätten sich trotz eines „Hedschab-Bonus“ nicht an die islamischen Kleidervorschriften gehalten und damit gegen islamische Normen verstoßen. Mousawinejad zufolge soll in den Arbeitsverträgen der russischen Mitarbeiterinnen die Einhaltung der Kleidervorschriften festgelegt sein. Dafür bekämen sie eine bestimmte Geldsumme. Das Kernkraftwerk Bushehr befindet sich im Süden des Irans. Seit 1990 arbeiten Russen am Ausbau ... mehr »

Irans Generalstaatsanwalt fordert von Ahmadinedschad Aufklärung

26. Dezember 2012
„Nennen Sie uns doch die 300 Personen, die angeblich Milliardenkredite an Banken nicht zurückgezahlt haben, und wir werden gegen jede einzelne von ihnen alle notwendigen rechtlichen Maßnahmen einleiten.“ Das schrieb Irans Generalstaatsanwalt Gholamhossein Mohseni Ejei iranischen Nachrichtenagenturen zufolge in einem Schreiben an den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmdinedschad am Dienstag, den 25. Dezember. Am vorhergehenden Samstag hatte Ahmadinedschad in einem Fernsehinterview behauptet, etwa 300 Personen blockierten derzeit rund 60 Prozent des Kapitals der staatlichen iranischen Banken, indem sie Kredite nicht zurückzahlten. Gegen sie habe bis jetzt nichts unternommen werden können, da einige „heimliche Akteure“ das nicht zuließen, so der Präsident. fh

Kanada setzt Irans Quds-Brigade auf seine Terrorliste

22. Dezember 2012
Kanada hat die staatliche iranische Quds-Brigade wegen ihrer „militärisch-strategischen Unterstützung“ von terroristischen Gruppen wie den Taliban und der Hamas in seine Terrorliste aufgenommen. Dies teilte die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf offizielle kanadische Quellen am Freitag, den 21. Dezember, mit. Laut dem Bericht hält Kanada die Einheit für verantwortlich für „das Exportieren der iranischen islamischen Revolution“ vor allem in der Region. Die Quds-Brigade ist als Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden Pasdaran für exterritoriale Operationen zuständig. Am gleichen Tag strich Kanada die militante iranische Oppositionsbewegung „Modschahedin-e Khalgh“ (Volksmudschahedin) aus seiner Terrorliste. fh

Iranischer Roter Halbmond feiert 90. Geburtstag

21. Dezember 2012
„Rund eine Million Jugendliche sind Mitglied beim iranischen Roten Halbmond und  in mehr als 26.000 Vereinen landesweit aktiv.“ Das sagte der Leiter der iranischen Hilfsorganisation „Roter Halbmond“, Abolhassan Faghih, aus Anlass des 90. Gründungsjahres seiner Organisation am Donnerstag, den 20. Dezember. Im vergangenen Jahr hätten 60.000 freiwillige Helfer bei mehr als 3.371 Einsätzen etwa einer Million Menschen geholfen, so Faghih. Nach offiziellen Angaben der iranischen Gerichtsmediziner-Organisation habe sich die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken aufgrund der Einsätze der Halbmond-Helfer um 50 Prozent verringert, sagte Faghih in seiner offiziellen Ansprache. fh

Rafsanjani will vor dem Parlament sprechen

20. Dezember 2012
Der iranische Schlichtungsrat hat die Angriffe des Parlamentariers Hamid Rasaei auf Schlichtungsratschef Ayatollah Hashemi Rafsanjani scharf verurteilt. Ein entsprechendes Schreiben wurde am Mittwoch, dem 19. Dezember, auf der Webseite des Rates veröffentlicht. Darin fordert Rafsanjani vom Chef des iranischen Parlaments die Erlaubnis, bei einer Ansprache vor dem Parlament die Vorwürfe gegen seine Familie aufklären zu können. Der Abgeordnete Rasaei hatte Rafsanjanis Sohn Mehdi Hashemi Rafsanjani „Korruption“ und „Aktivitäten gegen den Revolutionsführer Ayatollah Khamenei“ vorgeworfen. Rafsanjani ist seit 1988 Vorsitzender des iranischen Schlichtungsrats. Im März dieses Jahres wurde er vom iranischen Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei für weitere fünf Jahre zum Vorsitzenden ... mehr »

Qualitätsstandards für Krankenhäuser

19. Dezember 2012
Bald werden alle iranischen Krankenhäuser auf ihren medizinischen, technischen sowie Komfortstandard hin überprüft und mit einem Sternesystem bewertet. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur ILNA unter Berufung auf Informationen des iranischen Gesundheitsministeriums. Demnach sollen Patienten sich künftig wie bei Hotels nach der Anzahl der Sterne darüber Orientierung verschaffen können, welchem Standard ein  Krankenhaus entspricht. Gleichzeitig soll das System den Krankenhäusern erlauben, je nach Qualitätseinstufung von Patienten mehr Geld zu verlangen. Aufgrund der niedrigen Gehälter können sich die meisten Iraner keine aufwändigen medizinischen Behandlungen mehr leisten. Spezielle Medikamente werden nicht von den Versicherungen bezahlt. fh

Türkei-Reise abgesagt

18. Dezember 2012
Die geplante Reise des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in die Türkei soll abgesagt worden sein. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 18. Dezember. Grund für die Absage seien „unerwartete terminliche Gründe“. Türkische Medien berichteten, Ahmadinedschads Reise sei wegen der Aussagen des Generalstabschefs der iranischen Streitkräfte Hassan Firouzabadi abgesagt worden. Firouzabadi hatte in der vergangenen Woche die türkische Regierung wegen der Stationierung von Patriot-Flugabwehrraketen durch die Nato scharf kritisiert und die Stationierung als Zeichen für einen „Weltkrieg“ bezeichnet. Die Türkei hatte die Verlegung dieser Waffen an ihre Grenze zu Syrien bei der Nato beantragt. fh

Ahmadinedschad sendet Beileid an Amerikaner

17. Dezember 2012
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine „tiefste Trauer“ und sein Beileid anlässlich des Schulmassakars in Newtown in den USA erklärt. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Montag, den 17. Dezember. Gleichzeitig fordere Ahmdinedschad in seinem Schreiben allerdings auch „ein Umdenken“ der USA: Statt nur an „wirtschaftlichen Profit“ zu denken, sollten die Verantwortlichen solche „brutalen Vorfälle“ genauestens analysieren und ihre Politik überdenken. Am Freitag wurden 20 Schüler und sieben Lehrer der Sandy-Hook-Grundschule von Newtown in den USA von einem Amokläufer getötet. fh

Opposition von Präsidentschaftswahlen ausgeschlossen

15. Dezember 2012
Wer gegen die Ergebnisse der iranischen Präsidentschaftswahlen vom Juni 2009 protestiert hat, werde von den nächsten Wahlen ausgeschlossen. Das sagte der Chef des iranischen Wächterrats, Ahmad Janati, in einem Interview mit der Zeitschrift „Adineh Teheran“ Mitte Dezember. Die „Unruhestifter“ hätten dem Land „große Schaden“ zugefügt, so Janati: „Sie sollen sich nicht einbilden, sie könnten wieder dabei sein.“ Gemeint sind die Anhänger der „grünen Bewegung“ und der Reformkandidaten Mir Hossein Mussawi und Mehdi Karroubi. Beide hatten damals der Regierung Wahltäuschung vorgeworfen. Daraufhin hatte es im Iran monatelange Proteste gegen die Wahlergebnisse gegeben. Der Wächterrat, bestehend aus sechs religiösen Experten und sechs ... mehr »

Pferdesättel statt medizinischer Geräte

14. Dezember 2012
Statt medizinische Geräte zu importieren, würden staatliche Devisen zum Import landwirtschaftlicher Maschinen und Pferdesättel ausgegeben. Das sagte die iranische Gesundheitsministerin Marziyeh Vahid Dastgerdi laut der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Freitag, den 14. Dezember. Die Ministerin beklagte, dass ihrem Ressort im laufenden Jahr lediglich ein Fünftel der Devisen ausgezahlt worden sei, die ihr von der Regierung zugesagt worden waren. In der Regel ist die iranische Zentralbank für die Auszahlung der Devisen für Medizinimporte zuständig. Laut FARS hat die Ministerin Beschwerde bei den Verantwortlichen eingereicht. fh

Mehr wirtschaftliche Beteiligung der Revolutionsgarde

13. Dezember 2012
Die iranische Holding Khatam El- Anbia, die sich im Beitz der iranischen Revolutionsgarde Pasdaran befindet, solle „durch mehr Aufträge die derzeit bestehenden Probleme auf dem iranischen Wirtschaftsmarkt lösen“. Das sagte der iranische Parlamentschef Ali  Larijani laut der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Donnerstag, den 13. Dezember. Khatam El-Anbia sei „finanziell stark genug“, beim Aufbau des Landes mitzuhelfen und könne in Zukunft mehr im „Produktionsbereich“ investieren, so Larijani. Der Parlamentspräsident kritisierte die “falschen Entscheidungen“ der Regierung von Mahmud Ahmadinedschad: Nicht die „internationalen Sanktionen“, sondern die „ schwache Finanzpolitik“ der letzten Jahre hätte zu den „wirtschaftlichen Problemen“ des Iran geführt. Khatam El-Anbia ist ... mehr »

Verhaftungen wegen Unterstützung von Auslandssendern

12. Dezember 2012
28 Personen wurden iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Montag, den 10. Dezember verhaftet. Der Teheraner Staatsanwalt Abbas Jafari Dolatabadi wirft ihnen vor, „mit Satellitensendern im Ausland und antirevolutionären Programme illegal kooperiert“, zu haben. Den Berichten zufolge sollen die Inhaftierten zehn Wohnungen zu dem Zweck angemietet haben, von dort aus persischsprachigen Sendern im Ausland Hilfe leisten zu können. Details über die Identität der Festgenommenen wurden bisher nicht bekannt gegeben. Die iranische Regierung wirft persischsprachigen Auslandssendern wie BBC-Farsi oder Voice of Amerika immer wieder vor, Spionage und „sanften Krieg“ gegen den Iran zu betreiben. Mehrere Journalisten und freie Dokumentarfilmer wurden in diesem Zusammenhang ... mehr »

Iran warnt Internationale Atomenergiebehörde

11. Dezember 2012
„Die Enthüllung von Informationen über das iranische Atomprogramm führte dazu, dass einige unserer Atomwissenschaftler durch Terrorattacken getötet wurden.“ Das sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den 11. Dezember. Daher sei wichtig, dass die Internationale Atomenergiebehörde geheime Informationen auch absolut vertraulich behandele, so Mehmamparast. In den vergangenen drei Jahren wurden vier Wissenschaftler, die an der Entwicklung des iranischen Atomprogramms beteiligt waren, durch Bombenanschläge ermordet. Die iranische Regierung wirft dem israelischen Geheimdienst vor, für diese Terroranschläge verantwortlich zu sein. fh

Iranisches „YouTube“

10. Dezember 2012
„Internet-User können künftig eigene Videos auf der iranischen Plattform 'Mehr Namad' hochladen und dort auch einige Filme des iranischen Fernsehens online abrufen.“ Das sagte der stellvertretende Leiter der Online-Redaktion des iranischen Staatsfernsehens, Lotfallah Siahkali, iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Sonntag, den 9. Dezember. Siahkali forderte die Bevölkerung auf,  Aufzeichnungen „kultureller und religiöser“ Zeremonien auf der neuen Webseite zu veröffentlichen, um der Welt die „iranischen Traditionen“ bekannt zu machen. Seit nach den umstrittenen iranischen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 auf Youtube tausende Handyaufnahmen der Proteste veröffentlicht worden waren, wird YouTube von der iranischen Regierung gefiltert. fh

Öl-Export drastisch gesunken

08. Dezember 2012
Iran wird im Dezember dieses Jahres voraussichtlich täglich 25 Prozent weniger Erdöl als im Vormonat exportieren und mit 834.000 Barrel den niedrigsten Stand erreichen. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag, den 8. Dezember, unter Berufung auf sichere Quellen. Dem Bericht zufolge verkaufte der Iran im vergangenen Jahr insgesamt 50 Prozent weniger Erdöl als das Jahr zuvor. Im Jahre 2011 exportierte das Land etwa 202 Millionen Barrel pro Tag. Die internationalen Sanktionen sind für den drastischen Verlust verantwortlich. Vor allem die Maßnahmen gegen das iranische Finanzsystem und iranische Banken haben der Regierung das Auslandsgeschäft enorm erschwert. fh

Protestbrief zum „Tag der Studenten“

07. Dezember 2012
Zum offiziellen „Tag der Studenten“ fordert die iranische Rechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi in einem offenen Brief gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation Amnesty International die sofortige Freilassung aller inhaftierten Studierenden im Iran und das Beenden aller Repressalien gegen sie. Das Schreiben wurde auf der Webseite von Amnesty International am Freitag, den 7 .Dezember, veröffentlicht. „Dutzende Studenten sitzen in Haft, weil sie ihr Recht auf politische Aktivität und Versammlungsfreiheit genutzt haben. Manchen wurde deshalb sogar das weitere Studieren untersagt“, so die Verfasser. Laut offiziellen Angaben gibt es im Iran etwa 3,8 Millionen Studenten, davon etwa 60 Prozent Frauen. Der offene Brief erschien ... mehr »

Schulbrand im iranischen Nordwesten

06. Dezember 2012
Bei einem Brand in einer Mädchen-Grundschule im nordwest-iranischen Dorf Shin- Abad sind 37 Schülerinnen schwer verletzt worden. Acht von ihnen schweben wegen hoher Verbrennungsgrade von 40 Prozent in der Lebensgefahr. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Mittwoch, den 5. Dezember. Ein Verantwortlicher aus den kurdischen Gebieten im Nordwesten des Landes erklärte, aus dem Heizkörper im Raum der vierten Klasse sei Öl ausgetropft: „Als eine Mitarbeiterin den Heizkörper hinaus tragen wollte, rutschte er ihr aus der Hand und fing sofort Feuer“, so der Mann. Der Parlamentarier Rasoul Khazari kritisierte, die Schulklasse sei mit über 37 Schülerinnen überfüllt gewesen. Außerdem hätte die ... mehr »

Sotudeh bricht ihren Hungerstreik ab

05. Dezember 2012
Nach der Aufhebung des Ausreiseverbots für ihre 12-jährige Tochter bricht die inhaftierte Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh ihren Hungerstreik nach 49 Tagen ab. Das meldete BBC-Persian online am Dienstag, den 4. Dezember. Mit der behördlichen Genehmigung für ihre Tochter, ins Ausland reisen zu dürfen, hat die Menschenrechtsaktivistin ihre Forderung durchgesetzt. Sotudeh trat am 17. Oktober in den Hungerstreik, um gegen das Reiseverbot und den schlechten Umgang der iranischen Verantwortlichen mit ihrem Ehemann zu protestieren. Ihr Ehemann Reza Khandan hatte sich zuletzt sehr besorgt über Sotudehs Gesundheitszustand geäußert: “Sie wiegt nur noch 40 Kilogramm. Ihr Zustand ist sehr kritisch und ich weiß nicht, ... mehr »

Revolutionsgarde beschlagnahmt US-Drohne

04. Dezember 2012
Eine US-Drohne vom Typ „Scan Eagle“ soll von einer Marineeinheit der iranischen Revolutionsgarde am Persischen Golf abgefangen worden sein. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 4. Dezember. Revolutionsgarde-Marinechef General Ali Fadawi sagte den Meldungen zufolge, die Spionagedrohne sei "in den vergangenen Tagen" unter Kontrolle der Revolutionsgarden gebracht worden, als sie in den iranischen Luftraum über dem Golf eingedrungen sei. Nähere Einzelheiten über Ort und Zeitpunkt des Zwischenfalls wurden nicht mitgeteilt. Bereits im vergangenen Jahr hatte Teheran erklärt, eine CIA-Spionagedrohne des Typs „RQ-170 Sentinel" abgeschossen zu haben. Diese sei von der östlichen Grenze zu Afghanistan und Pakistan her in den ... mehr »

Ahmadinedschad empört über Präsidentschaftskandidatur-Reformen

03. Dezember 2012
Das iranische Parlament hat mit 144 von 210 Stimmen einer Reform der Präsidentschaftswahlen zugestimmt. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 2. Dezember. Mit der Reform sollen Präsidentschaftskandidaten künftig ein abgeschlossenes Studium vorweisen können, mindestens 45 und nicht über 75 Jahre alt sein und eine Empfehlung von rund hundert politisch und religiös renommierten Persönlichkeiten vorweisen können. Irans amtierender Präsident Mahmud Ahmadinedschad kritisierte die neuen Regelungen harsch. „Nicht mehr kandidieren zu können ohne sich erst eine politische, dann eine religiöse Bestätigung holen zu müssen, gibt unseren Feinden Anlass, vergangene Wahlen in Frage zu stellen“, so Ahmadinedschad. Die nächsten Präsidentschaftswahlen im Iran ... mehr »

USA fordert Freilassung von Nasrin Sotudeh

01. Dezember 2012
Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, fordert in einer offiziellen Erklärung im Namen der US-Regierung den Iran auf, die dort inhaftierte Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh sofort freizulassen. Nuland äußerte sich zudem tief besorgt über den gesundheitlichen Zustand der Anwältin. Das meldete BBC-Persian online am Samstag, den 1. Dezember. Nasrin Sotudeh befindet sich seit mehr als 44 Tagen im Hungerstreik. Es sei ihr in dieser Zeit nicht nur medizinische Versorgung verweigert worden, sondern man habe sie sogar in eine Einzelzelle verlegt, kritisiert Nuland. Die Menschenrechtsaktivistin Sotudeh trat am 17. Oktober in den Hungerstreik, um gegen das Reiseverbot für ihre 12-jährige Tochter sowie ... mehr »

Ahmadinedschad fordert freie Wahlen für Palästinenser

30. November 2012
Die beste Lösung des Palästina-Konflikts seien „freie Wahlen für alle Palästinenser, gleich ob Muslime, Christen oder Juden.“ Das sagte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad, wie iranische Nachrichtenagenturen am Freitag, den 30. November, berichten. Damit reagierte der iranische Regierungschef auf die aktuelle Zustimmung der UNO-Vollversammlung, Palästina als beobachtenden Nicht-Mitgliedsstaat aufzunehmen. Weiter sagte Ahmadinedschad, „ohne Zweifel“ sei „die Ära des Zionismus und der Besetzung von Palästina beendet und die Zukunft gehört den Palästinensern“. Während Ahmadinedschads Regierungszeit hat sich die politische Spannung zwischen Israel und dem Iran zugespitzt. Israel befürchtet, der Iran arbeite heimlich an Bau einer Atombombe. Ahmadinedschad bezeichnete den israelischen Staat mehrfach ... mehr »

Verlagshäuser vor unsicherer Zukunft

29. November 2012
Die Zukunftssicherheit der iranischen Verleger ist gleich Null. Das sagte der stellvertretende Vorsitzende des Akademischen Büchervereins, Shahrouz Gahvarehei, der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Donnerstag, den 29. November. Geplant gewesen sei, dass auch in diesem Jahr, wie bereits in den vorangegangenen vier Jahren, eine Buchmesse speziell für akademische Sachbüchern stattfinde. „Die Ausstellung sollte vom iranischen Kulturministerium unterstützt werden. Nun fehlen aber angeblich die Mittel“, so Gahvarehei. Zudem habe sich die Veröffentlichung akademischer Sachbücher in den vergangenen zwei Jahren um die Hälfte reduziert, beklagt er. Die Ursachen seien zum einen in den wirtschaftlichen Problemen des Landes zu suchen, zum anderen auch in ... mehr »

Iran beklagt sich bei der UNO über medizinische Sanktionen

29. November 2012
Durch die internationalen Finanzsanktionen habe der Iran massive Probleme, Medikamente und medizinische Geräte einzuführen. „Das trifft viele Kranke, Frauen und Kinder im Land und widerspricht dem humanitären Anspruch der Menschenrechtskonvention von 1948.“ Das schreibt Seyyed Alireza Marandi, Mitglied des Parlamentsausschusses für Gesundheitsfragen, an den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon, wie iranische Nachrichtenagenturen am Donnerstag berichten. Zwar seien von den internationalen Sanktionen gegen den Iran Medikamente und medizinische Geräte nicht direkt betroffen, aber durch Probleme beim Geldtransfer auch eingeschränkt, so Marandi. Mehr als 30 spezielle Arzneimittel seien im Iran bereits nicht mehr auf dem Markt. Besonders betroffen sind Arzneimittel für ... mehr »

Zentralbank zahlt Milliarden Dollar Devisengeld

28. November 2012
Die iranische Zentralbank soll etwa 42,3 Milliarden Dollar als Devisen an achtzehn private und staatliche Banken verkauft haben, ohne von den Empfängern bis heute eine Rückmeldung darüber erhalten zu haben, zu welchem Kurs sie diese in Landeswährung an die Kunden weiterverkauft haben.  Das sagte der Chef des Komitees gegen Korruption, Ezatallah Yousefian Mollah, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch, den 28. November. Verantwortliche der iranischen Zentralbank behaupten, manche Banken hätten die Devisen zu hohen Kursen auf dem freien Markt an Kunden weiterverkauft. Yousefian sieht darin einen Regelverstoß der Zentralbank wie auch der achtzehn Empfängerbanken und will die Fälle nun überprüfen ... mehr »

Kein Reisepass für ledige Frauen unter 40 Jahren

28. November 2012
Das iranische Parlament will ein neues Gesetz verabschieden, dem zufolge ledigen Frauen unter 40 Jahren künftig ohne die Erlaubnis ihrer Eltern kein Reisepass mehr  ausgestellt werden darf. Der Vorschlag sorgt für große Aufregung. Unter anderem äußerte sich die ehemalige Parlamentarierin Elaheh Koulaei in einem Interview mit dem iranischen Nachrichtenportal Khabar-Online sehr kritisch: „In einem Land, das junge Mädchen mit 16 Jahren gesetzlich als heiratsfähig erklärt, ist nicht zu verstehen, warum ledige Frauen mit 40 nicht befugt sein sollen, einen Reisepass zu bekommen“, so Koulaei. Gegenwärtig dürfen unverheiratete Frauen mit Erreichen ihres 18. Lebensjahres ohne Erlaubnis ihrer Eltern eigenständig einen ... mehr »

UNO verurteilt den Iran wegen Menschenrechtsverletzungen

27. November 2012
Das dritte Komitee der Vereinten Nationen hat am Dienstag, den 27. November, massive Menschenrechtsverletzungen im Iran verurteilt. 83 Staaten stimmten der Resolution gegen die Islamische Republik zu, 31 stimmten dagegen. 68 Staaten erhielten sich der Stimme. Das dritte Komitee ist eines von sechs Komitees der Vereinten Nationen, das sich mit Kinder- und Frauenrechtsfragen, Menschenrechten, indigenen Völkern, Jugend, Personen mit Behinderung und internationaler Drogenkontrolle befasst. fp  

Iranischen Kinos droht der Bankrott

26. November 2012
Viele Kinos im Iran können ihre Rechnungen nicht begleichen und stünden vor der Pleite, berichtete die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Montag, den 26. November. Grund für die Misere seien „hohe Miet-und Nebenkosten der Kinosäle, stark reduzierte Besucherzahl und immense Zulassungs- und Genehmigungsprobleme für gute Filme“. Laut eines offenen Briefes des Vereins iranischer Filmschaffende hätten die Kinobesitzer auch mit hohen Steuerbelastungen, „die nicht gerecht sind“, zu kämpfen. „Falls die Verantwortlichen in den nächsten 15 Tagen nichts dagegen unternehmen“, müsste man mit einer Welle der Schließung von Kinos rechnen, warnen die Verfasser des Briefes.  fh

Irans Parlamentspräsident kritisiert die Türkei

26. November 2012
Das Stationieren von „Patriot“-Flugabwehrraketen durch die Nato in der Türkei sei für die gesamte Region kontraproduktiv, behauptete Irans Parlamentspräsident, Ali Larijani, am 25. November bei seiner Rückkehr aus einer mehrtätigen Reise in Libanon, der Türkei und Syrien. In der vergangenen Woche hatte die Türkei bei der Nato die Verlegung dieses Waffensystems an ihre Grenzen zu Syrien beantragt. Weiter betonte Larijani, die „Sicherheitsverantwortlichen aus der Region“ müssten sich häufiger treffen, um zügiger den Konflikt in Syrien zu bewältigen. Der Iran ist der wichtigste Unterstützer des syrischen Regimes in der Region. Die Türkei steht auf Seiten der syrischen Opposition. fh

Einfuhr von wichtigen Gütern in den Iran erschwert

10. Oktober 2012
Die weltweit größte Containerschiffsreederei Maersk Line hat ihre Zusammenarbeit mit dem Iran eingestellt. Dies sei eine pragmatische Entscheidung, erklärte die Firmenleitung. Man wolle wegen begrenzter Geschäfte mit dem Iran nicht große Kunden in anderen Teilen der Welt verlieren, hieß es weiter. Das dänische Unternehmen hat bis jetzt wichtige Güter wie Lebensmittel und Fahrzeuge in den Iran transportiert. FP

US-Dollar verdrängt immer mehr die Landeswährung

05. Oktober 2012
„Immer mehr Vermieter verlangen ihre Mieten in Dollar statt der Landeswährung Rial“, schreiben einige iranische Internetseiten. Auch viele Händler würden harte Währung bevorzugen. Am Mittwoch erreichte der US-Dollar einen neuen Rekord – 40.000 Rial. Vor drei Jahren, kurz vor dem Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Mahmoud Ahmadinedschad lag der Umtauschkurs des US-Dollars bei 9.000 Rial. Wegen des Sturzflugs der iranischen Währung und den starken Schwankungen auf dem freien Devisenmarkt kam es am Mittwoch in Teheran und der „heiligen“ Stadt Mashad zu Protesten. Viele Geschäftsleute, allen voran die Devisenhändler, gingen auf die Straße und äußerten ihren Unmut gegen die Wirtschaftspolitik ... mehr »

Überlebende des Erdbebens Kälte und Überschwemmung ausgesetzt

30. September 2012
Anderthalb Monate nach dem verheerenden Erdbeben in der Provinz Ost-Aserbaidschan, im Nordwesten des Iran, leben die meisten Überlebenden immer noch in provisorischen Zelten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur MEHR seien nach starken Regenfällen und Graupelschauern Teile der Zelte, die in den Tälern aufgebaut sind, von Überschwemmung bedroht. Die Zelte in höher gelegenen Gebieten seien zum Teil durch den starken Wind verwüstet worden. So sollen viele Menschen trotz Kälte und Regen im Freien übernachten. Die Regierung hatte versprochen, für die durch das Erdbeben obdachlos gewordenen Familien bis zum Beginn der kalten Jahreszeit 30.000 Wohneinheiten zu errichten. Am Freitag, den 28. September, teilte ... mehr »

Mehr als 2 Millionen IranerInnen drogenabhängig

26. September 2012
Nach den neuesten Statistiken des iranischen Gesundheitsministeriums sollen 2,2 Millionen IranerInnen von harten Drogen abhängig sein. Die letzte offizielle Statistik über den Drogenkonsum 2011 bezifferte die Zahl der Süchtigen mit 1,2 Millionen, darunter 400.000 Heroinsüchtige. Allein in den Monaten März bis Juni sollen an den iranischen Grenzen 14 Tonnen Rauschgift beschlagnahmt worden sein. Nach Angaben des Komitees zur Bekämpfung von Drogen, wird im Iran jährlich bis zu 600 Tonnen Rauschgift konsumiert. Betroffen sind vor allem junge Menschen zwischen 25 und 29 Jahren. FP

Blogger schwebt in Lebensgefahr

18. September 2012
Der iranische Blogger und Menschrechtsaktivist Hossein Ronaghi Maleki soll sich seit sechs Tagen in der Quarantäne des Teheraner Ewin-Gefängnisses befinden, schreiben iranische Websites. Nach Angaben seiner Familienangehörigen sei der 26-Jährige in Lebensgefahr. Er leidet seit längerer Zeit an einer Nierenkrankheit. Seine linke Niere hat er bereits komplett verloren, die Funktion der rechten soll um 20 Prozent nachgelassen haben. Er war wegen seiner Internetaktivitäten im Jahr 2009 verhaftet und zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Anfang Sommer ist er aus Protest gegen die Haftbedingungen in den Hungerstreik getreten. Da sich sein Gesundheitszustand verschlimmerte, wurde er gegen ... mehr »

Ausgewiesene Diplomaten aus Kanada in Teheran

13. September 2012
Die aus Kanada ausgewiesenen iranischen Diplomaten sind am Donnerstag, den 13. September, in Teheran eingetroffen. Sie wurden am Teheraner Flughafen vom stellvertretenden Außenminister Ali Asghar Khaji empfangen. Kanada hatte bereits Anfang der Woche alle diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen und das Land auf die Liste der Staaten gesetzt, „die den Terrorismus unterstützen". Zuvor hatte die kanadische Regierung ihre Botschaft in Teheran geschlossen und mitgeteilt, iranische Diplomaten ausweisen zu wollen. Der kanadische Außenminister John Baird begründete diese Maßnahme mit den Worten: "Kanada ist entschlossen, gegen den internationalen Terrorismus zu kämpfen und die Verantwortlichen für Terrorakte sowie ihre Unterstützer zu zwingen, für ... mehr »

Den Überlebenden der Erdbeben droht nun die Kälte

08. September 2012
Die Überlebenden der Erdbeben in der nordwestlichen iranischen Provinz Aserbaidschan beschweren sich über die fehlende staatliche Hilfe. Im Gespräch mit dem Online-Magazin Kalameh sollen viele der Opfer sich beklagt haben, von der Regierung, dem Parlament und den staatlichen Hilfsorganisationen im Stich gelassen worden zu sein, schreibt das den Reformern nahestehende Magazin. Vor Kurzem bemängelten die Parlamentsabgeordnete der betroffenen Region, Abbas Fallahi und Mohmmad Hassan-Nejad, den Zustand der Dörfer und Siedlungen. Am Samstag, den 11. August hatten zwei Erdbeben mit Stärken 6,2 und 6 zwölf Dörfer völlig zerstört und 115 Dörfer bis zu 60 Prozent beschädigt. Mehr als 300 Menschen kamen ... mehr »

Opposition kritisiert die enormen Ausgaben für das Gipfeltreffen

30. August 2012
„Die Ausgaben für das Gipfeltreffen der Blockfreien Staaten (NAM) in Teheran beträgt mehr als 600 Millionen US-Dollar“, schreibt die Nachrichtenwebsite Kalameh, eine der wichtigsten Nachrichtenseiten der Reformer im Iran. Kalameh zufolge soll die Regierung für diesen Zweck mehr als 60 Millionen US-Dollar für den Einkauf von Mercedes-Benz-Limousinen ausgegeben haben. Nach Angaben der iranischen Website habe die Regierung die Ausgaben für das Gipfeltreffen auf 100 Millionen Tuman (etwa 46.000 Euro) geschätzt. Die Zusammenkunft der Blockfreien Staaten ist das größte politische Treffen im Iran seit der islamischen Revolution von 1979. Daran nehmen etwa 7.000 Gäste aus 120 Ländern teil. Alle sechs Konferenztage ... mehr »

Neues Arbeitsgesetz soll den Arbeitgebern mehr Macht verleihen

23. August 2012
Nach dem Willen der iranischen Regierung soll ein neues Arbeitsgesetz den Arbeitgebern und dem Staat mehr Rechte einräumen, meldet die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur ILNA. Nicht nur die staatsnahen Arbeiterverbände, sondern auch viele Parlamentarier seien gegen das neue Gesetz. Im Iran werden unabhängige Arbeiterorganisationen nicht zugelassen. ILNA zitiert den Parlamentsabgeordneten Nader Ghazipour mit den Worten, die Regierung habe "den Entwurf zum neuen Arbeitsgesetz im Alleingang zusammengestellt" und die Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht zurate gezogen. Deshalb werde das Parlament den Entwurf ablehnen, so Ghazipour. FP

Erdöl gegen Weizen

18. August 2012
„Indien beabsichtigt, das importierte Erdöl aus dem Iran mit Weizen zu bezahlen“, berichten iranische Nachrichtenagenturen. Das Nachrichtenportal MEHR macht darauf aufmerksam, dass der zum Export bestimmte Weizen aus Indien mit giftigen Substanzen verunreinigt sei. Dem Bericht zufolge hätten iranische Experten in Indien Untersuchungen vorgenommen und danach abgeraten, Weizen aus Indien zu importieren. Iranische Banken stehen unter internationalen Sanktionen, daher hat das Land enorme Schwierigkeiten bei der Abwicklung seiner Auslandsgeschäfte. In den Monaten April bis Juli hat der Iran mehr als 2,3 Tonnen Weizen aus 13 Ländern eingeführt. Damit hat das Land 158 Mal mehr Weizen importiert als im gleichen Zeitraum ... mehr »

Amnesty für politische Gefangene

17. August 2012
Das Oberhaupt der islamischen Republik Iran, Ayatollah Ali Khamenei, soll nach Berichten der iranischen Medien 130 politische Gefangene begnadigt haben. Neunzig Gefangene haben bereits das Gefängnis verlassen. Die meisten von ihnen sind JournalistInnen und MenschenrechtsakvitistInnen, die nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen von 2009 verhaftet wurden. Sie hatten gegen das Ergebnis der Wahlen protestiert. Nach Angaben des Teheraner Staatsanwalts, Jafari Doulatabadi, sollen die Amnestierten ihre Tat bereut und Khamenei um Gnade gebeten haben. Hunderte RegierungskritikerInnen und MenschenrechtsaktivistInnen bleiben weiterhin in Haft. FP

Zwei Tage öffentliche Trauer wegen des Erdbebens

14. August 2012
In der Provinz Aserbaidschan, im Nordwesten des Iran, wurde nach dem verheerenden Erdbeben von Samstag, den 11. August, zwei Tage öffentliche Trauer angeordnet. Laut Nachrichtenagentur ILNA gab es bis Dienstag mehr als 60 Nachbeben. Die Menschen stünden immer noch unter Schock, viele übernachten aus Angst vor Nachbeben im Freien. Bei den zwei Hauptbeben mit Stärken 6,2 und 6 sind nach offiziellen Angaben 306 Menschen gestorben und mehr als 4.000 verletzt worden. Etwa 2.000 Verletzte wurden ambulant behandelt. Zwölf Dörfer sind völlig zerstört und 115 Dörfer wurden bis zu 60 Prozent beschädigt. Es gäbe einen großen Bedarf an Arzneimitteln, Trinkwasser und ... mehr »

Weizenimport aus den USA verdoppelt

11. August 2012
In den Monaten April bis Juli hat der Iran mehr als 2,3 Tonnen Weizen aus 13 Ländern eingeführt. Damit hat das Land 158 Mal mehr Weizen importiert als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres, berichten iranische Nachrichtenseiten. Die Liste der Exportländer wird mit 604.000 Tonnen von der Schweiz angeführt. Danach folgen Russland (334.000 Tonnen) und Deutschland (303.000 Tonnen). Laut dem Bericht sollen die USA mit 126.000 Tonnen ihren Weizenexport in den Iran verdoppelt haben. Der staatlich festgelegte Preis für inländischen Weizen beträgt 42.000 Rial (0,19 Euro) während für den importierten Weizen pro Kilo 60.000 Rial (0,27 Euro) bezahlt wird. ... mehr »

Facebook-Aktivist verhaftet

09. August 2012
„Eine Person wurde wegen Verbreitung von Korruption und Prostitution in Facebook verhaftet“, berichteten iranische Nachrichtenseiten am Mittwoch, den 8. August. Eine für die Internetaktivitäten zuständige Einheit der Polizei in der westiranischen Stadt Hameden habe durch spezielle technische Einrichtungen die Person ausfindig und dingfest gemacht. Weitere Details wurden nicht genannt. Im Iran werden Aktivitäten im Internet streng überwacht. Täglich werden Hunderte Internetseiten gesperrt. Landesweit sitzen zurzeit mehr als ein Dutzend BloggerInnen wegen ihrer kritischen Beiträge im Gefängnis. FP

Aufteilung der Studienfächer nach Geschlechtern

05. August 2012
Laut einer Erklärung der größten iranischen Studentenorganisation „Sazmane Tahkime Vahadat“ werden im kommenden Studienjahr an den Universitäten von Ahwaz, Ghom, Isfahan, Kerjam, Yazd und Zabel bestimmte Studienfächer nach Geschlechtern aufgeteilt. In Isfahan sei schon jetzt sicher, dass Studentinnen in den Fächern Geologie und Technische Zeichnung nicht aufgenommen werden, so die Studentenorganisation. Dafür sollen in den Fächern Religionswissenschaften und Arabisch keine Männer zugelassen werden. Nach einem ähnlichen Verfahren hatte im letzten Jahr die Universität Allameh Tabatabai in Teheran den Unterricht geschlechtsspezifisch aufgeteilt. FP

Im Südwesten des Iran fehlt Trinkwasser

31. Juli 2012
„In 70 Dörfern der Provinz Khuzestan fehlt Trinkwasser“, teilte der Parlamentsabgeordnete  Mohammad Said Ansari der Nachrichtenagentur MEHR mit. Laut Ansari leiden auch die Bewohner der Raffinerie-Stadt Abadan unter Trinkwassermangel: „Sie kaufen Wasser von den Straßenhändlern, die Trinkwasser in Fässern anbieten“. Ansari wies darauf hin, dass in Abaden zwei relativ große Flüsse, Arvandrood und Bahmanshir, fließen und   forderte die Regierung auf, für die Lösung des Trinkwasserproblems in Abadan und Umgebung Maßnahmen zu ergreifen. FP  

Druckereien kommen zum Erliegen

28. Juli 2012
Nach Angaben der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur ILNA hat die enorme Preissteigerung für Papier im Iran zur Schließung von etwa 100 Druckereien geführt. ILNA zufolge ist der Preis für Papier in den vergangenen zwölf Monaten um 80 Prozent gestiegen. Auch der Herausgeber der Zeitung „Aftabe Yasd“ hat mitgeteilt, in naher Zukunft die Zeitung aus demselben Grund schließen zu müssen. Die Preise für viele Produkte sind im Iran in schwindelerregende Höhen gestiegen. Neben Politikern und Wirtschaftsexperten beklagen auch immer mehr Geistliche „die falsche Wirtschaftspolitik“.   FP

Ergebnisse der Volkszählung veröffentlicht

24. Juli 2012
Die endgültigen Ergebnisse der Volkszählung, die im vergangenen Herbst stattgefunden hatte, wurden am Dienstag, den 24. Juli, bekannt gegeben. Danach leben im Iran 75.149.669 Menschen, davon 71,4 Prozent in den Städten und 28,6 Prozent auf dem Land. Allein in der Provinz Teheran leben 12 Millionen Menschen. Nach Angaben des staatlichen Amtes beträgt das Geschlechtsverhältnis Männer zu Frauen 102 zu 100. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2006 lebten etwa 70 Millionen Menschen in dem Vielvölkerstaat. Der erste Zensus im Iran wurde 1956 durchgeführt. Dabei wurden knapp 19 Millionen Menschen gezählt. FP

30 Verhaftungen im Zusammenhang mit der Ermordung von Atomwissenschaftlern

22. Juli 2012
Der iranische Geheimdienstminister, Heydar Moslehi, hat am Sonntag, den 22. Juli, der Presse mitgeteilt, dass im Zusammenhang mit den Terroranschlägen auf iranische Atomwissenschaftler 30 Personen verhaftet worden seien. Einzelheiten gab er nicht bekannt. Vor genau einem Jahr wurde in Teheran Daryoush Rezai-Nejad getötet, der angeblich in dem iranischen Atomprogramm involviert gewesen sein soll. Heydar Moslehi hatte damals bestritten, dass Rezai zu den Atomwissenschaftlern des Landes gehört habe. Er sei lediglich ein Student des Fachbereiches Elektronik gewesen. Heute modifizierte er seine Aussage. Die Ermordung von Rezai sei „ein komplizierter Akt“ gewesen und und das Vorgehen bei diesem Anschlag habe dazu gedient, Sicherheitsbehörden ... mehr »

Inhaftierter Menschenrechtsaktivist in Lebensgefahr

18. Juli 2012
Der Journalist und Menschenrechtsaktivist Mohammad Sadigh Kaboudvand befindet sich seit sieben Wochen im Hungerstreik, weil die Behörden ihm den Besuche seines schwerkranken Sohnes im Krankenhaus nicht erlauben. Internationale Menschenrechtsorganisationen haben in den letzten Wochen wiederholt auf Kaboudvands gefährlichen Zustand hingewiesen und seine sofortige Freilassung gefordert. Der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift „Die Botschaft des kurdischen Volkes“ sitzt seit fünf Jahren im Teheraner Evin-Gefängnis. FP  

Iranerin gewinnt Gold bei den asiatischen Karatemeisterschaften

16. Juli 2012
Die Iranerin Nasrin Doosti hat bei den asiatischen Karatemeisterschaften in der Gewichtklasse unter 50 Kilogramm den ersten Platz belegt. In der Endrunde konnte sie ihre japanische Gegnerin mit dem Ergebnis 10 zu 3 besiegen. Zuvor hatte sie sich souverän gegen die Starterinnen aus  Usbekistan, Malaysia und Südkorea behauptet. Zwei Iranerinnen, Fatemeh Chalaki und Pegah Zanganeh, erlangten je eine Silbermedaille. An den 11. asiatischen Karatemeisterschaften, die in der usbekischen Hauptstadt Taschkent  stattfinden, nehmen  254 Athletinnen und Athleten aus 26 asiatischen Ländern teil. Karate ist bei iranischen Frauen eine der beliebtesten Kampfsportarten. FP

Ex-Innenminister verlangt Referendum über die Atompolitik

12. Juli 2012
Der ehemalige Innenminister des Iran, Abdollah Nouri, hat die Regierung aufgefordert, einen Volksentscheid zur Atompolitik des Landes durchzuführen. „Die Schäden und Verluste, die der Iran wegen des Atomprogramms ertragen muss, sind enorm“, sagte der Reformer Nouri bei einem Treffen mit den Teheraner Studenten am Mittwoch, den 11. Juli. Um aus dieser „Sackgasse“ herauszukommen, müsse die Regierung schnellstmöglich Entscheidungen treffen, die den Interessen des Landes dienten. Bei der Planung der Ziele müsste auch durch ein Referendum das Volk befragt werden, so der Geistliche. Abdollah Nouri war unter dem reformorientierten Präsidenten Mohammad Khatami von 1997 bis 1998 Innenminister. Wegen seiner kritischen Haltung zu ... mehr »

Iranisches Außenministerium greift Bildzeitung an

09. Juli 2012
Im Zusammenhang mit der vorübergehenden Festnahme eines iranischen Diplomaten in Frankfurt am Main hat Teheran die Bildzeitung scharf angegriffen. Die Bildzeitung habe mit der oppositionellen Organisation der Volksmudjahedin eine Kampagne gegen den Iran gestartet, um das Ansehen der Islamischen Republik zu verunglimpfen, so Irans Vize-Außenminister, Hassan Ghaschghawi. Der Diplomat war vorläufig festgenommen worden, weil er ein kleines Mädchen belästigt haben soll. Der fünfundvierzigjährige Mann soll von einer Senegalesin angezeigt worden sei, weil er ihre Tochter auf anzügliche Weise berührt habe. Erst im April wurde einem iranischen Diplomaten in Brasilien vorgeworfen, ein Mädchen in einem privaten Schwimmbad belästigt zu haben. Der ... mehr »

Sanktionen bereiten Iran Air enorme Schwierigkeiten

09. Juli 2012
Farhad Parvaresh, der Direktor der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air, hat am Sonntag, den 08. Juli, seine Unmut über die internationalen Sanktionen gegen den Iran geäußert. „Wir haben wegen der Sanktionen große Schwierigkeiten“ zitierte ihn die Nachrichtenagentur ILNA. Laut Parvaresh sei die Beschaffung der Ersatzteile für Flugzeuge das größte Problem der Iran Air. So habe die Fluggesellschaft in dem vergangenen Jahr 30 Prozent mehr für die Ersatzeile bezahlt, da sie auf Umwegen beschaffen werden mussten. Im Mai hatte der ehemalige Leiter der zivilen Luftfahrtorganisation des Iran, Reza Nakhjavani, dem Nachrichtenportal Kalameh mitgeteilt, dass etwa 49 der 209 Flugzeuge iranischer Airlines auf ... mehr »

Wir werden die Straße von Hormus nicht sperren“

07. Juli 2012
„Pläne für die Sperrung der Straße von Hormus  haben wir schon, doch realisieren werden wir sie nicht “. Das sagte Hassan Firouzabadi, Generalstabchef der iranischen Streitkräfte am Samstag, den 07. Juli, gegenüber der Presse. „Sollten aber unsere nationalen Interessen gefährdet werden“, so der General, werde der Iran die strategisch wichtige Wasserstraße sperren. Firouzabadi nimmt damit Stellung zu einem Vorhaben des Parlaments. Ein Tag vor dem Inkrafttreten der neuen Sanktionen der Europäischen Union gegen den Iran am 01. Juli, hatte der Parlamentsausschuss für nationale Sicherheitsfragen und Außenpolitik mitgeteilt, einen Gesetzentwurf als Gegenmaßnahme vorzulegen. Danach soll die Wasserstraße von Hormus für ... mehr »

Kenia schließt sich der Ölsanktion an

05. Juli 2012
Die kenianische Regierung hat einen erst kürzlich geschlossenen Erdölvertrag mit dem Iran annulliert. Danach sollten jährlich 30 Millionen Barrel iranischen Öls in das afrikanische Land fließen. Laut iranischen Nachrichtenagenturen habe sich Kenia unter dem Druck der amerikanischen Regierung zu diesem Schritt entschieden. Seit dem 01. Juli ist das Ölembargo der Europäischen Union gegen den Iran in Kraft. Demnach sind sämtliche Öl– und Kraftstoffeinfuhren aus dem Iran verboten. Außerdem dürfen europäische Firmen iranisches Öl nicht mehr transportieren. Auch die Versicherungsunternehmen dürfen entsprechende Schiffe nicht versichern. Daher haben die wichtigsten asiatischen Abnehmer des iranischen Öls, Südkorea, Japan und China angekündigt, kein Öl ... mehr »

Menschenrechtsaktivist nach internationalem Druck frei gelassen

02. Juli 2012
Der Menschenrechtsaktivist Hossein Ronaghi Maleki wurde nach Protesten von iranischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen gegen eine Kaution von umgerechnet 500.000 Euro vorläufig frei gelassen. Er befinde sich seit Montag, den 02. Juli, im Hafturlaub, schreiben iranische Websites. Ronaghi Maleki war am 3. Juni infolge seines Hungerstreiks aus dem Teheraner Evin-Gefängnis ins Hashemi-Nejad-Krankenhaus eingeliefert worden. Der 26-Jährige leidet seit längerer Zeit an einer Nierenkrankheit. Seine linke Niere hat er bereits komplett verloren, die Funktion der rechten soll um 20 Prozent nachgelassen haben. Der Blogger war am 13. Dezember 2009 in der Nähe der iranischen Stadt Täbriz festgenommen und ... mehr »

Monatlicher Gehalt eines Arbeiters reicht nur für 10 Tage

02. Juli 2012
Ali Deghan-Kia, ein hoher Funktionär des „Verbandes Islamischer Arbeiterräte“ von Teheran hat die Regierung scharf kritisiert. Er äußerte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ILNA seinen Unmut darüber, dass die meisten Arbeiter mindestens zwei Jobs benötigen um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. ILNA zitiert Dehghan-Kia mit den Worten: „Die Regierung behauptet, die Preise unter Kontrolle zu haben, doch es gibt keine Beweise dafür.“ Nach Angaben des Arbeiterfunktionärs reiche der monatliche Lohn eines Arbeiters nur für 10 Tage. Dehgahn-Kia zufolge lebten etwa 70 Prozent der Arbeiter in Teheran unter der Hälfte der Armutsgrenze. Etwa 85 Prozent der Arbeiter im Iran besitzen lediglich einen ... mehr »

Iranischer Außenminister auf dem Flughafen festgehalten

29. Juni 2012
Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi wurde bei seinem Staatsbesuch auf Zypern auf dem dortigen internationalen Flughafen Larnaka für kurze Zeit festgehalten. Das meldete der persischsprachige Sender BBC Persian unter Berufung auf zyprische Nachrichtenagenturen am Donnerstag, den 28. Juni. Der Grund: Da Ali Akbar Salehi bis zum 2011Leiter der Iranischen Atomenergieorganisation war, stand er als Verantwortlicher für das umstrittene iranische Atomprogramm auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Experten vermuten, dass Salehi auf seiner Reise mit Zypern über die neuen Sanktionen verhandeln wollte. Ab dem 2. Juli wird ein durch die europäischen Länder verhängtes Öl-Embargo gegen den Iran ausgeführt, gleichzeitig übernimmt ... mehr »

Dollarkurs auf Rekordhöhe

29. Juni 2012
Hohe Schwankungen auf dem Teheraner Devisenmarkt haben zu massiven Verlusten der iranischen Währung Rial gegenüber dem US-amerikanischen Dollar und dem Euro geführt. Nach Angaben iranischer Nachrichtenagenturen wurde am 28. Juni ein Dollar für 20.000 Rial gehandelt, ein Euro für 25.000 Rial. In der vergangenen Woche kostete der Dollar noch um die 16.500 Rial. Die Bemühungen der Regierung und der iranischen Zentralbank, den Devisenmarkt zu regulieren, seien damit gescheitert, meinen Kritiker. Der aktuelle Wechselkurs hat Wirtschaftsexperten zufolge nach dem Hoch des Winters 2011 nun den höchsten Stand in der iranischen Geschichte erreicht. ... mehr »

Mehr Einfluss des Militärs im iranischen Parlament

27. Juni 2012
Aus Unterlagen iranischer Abgeordneten geht hervor, dass etwa 66 von 290 Parlamentariern der 9. Legislaturperiode vorher entweder bei der Revolutionsgarde gedient oder im Informationsministerium gearbeitet haben. Das berichtet das Nachrichtenportal FARS am Dienstag, den 26. Juni. Demnach soll ein Viertel der Mitglieder der parlamentarischen Kommission für innere Sicherheit und Außenpolitik aus ehemaligen Revolutionsgardisten bestehen. Ende Mai hatte der Abgeordnete Mostafa Kavakebian der Revolutionsgarde Wahlmanipulation vorgeworfen und das Parlament aufgefordert, eine Kommission zu bilden, um diese Fälle zu überprüfen. Das Parlament wies damals die Vorwürfe zurück. Die Revolutionsgarde ist eine paramilitärische Organisation, die sich auch wirtschaftlich zu einer großen Macht im ... mehr »

Milliarden Dollar verschwunden

27. Juni 2012
„Aufgrund des instabilen Devisenmarkts hat die iranische Zentralbank in den vergangenen Monaten etwa 18 staatliche und private Banken mit mehr als 42 Milliarden Dollar unterstützt. Keiner kann aber heute sagen, wo das Geld geblieben ist.“ Das sagte Ezatollah Yousefian, Mitarbeiter der Behörde zur Bekämpfung von Korruption, iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Dienstag, den 26. Juni. Banken seien gesetzlich verpflichtet, ihren Ver- oder Ankauf von Devisen an die Notenbank weiterzuleiten, was hier nicht geschehen sei, so Yousefian. Die iranische Zentralbank prüfe diese Fälle derzeit und werde gegebenenfalls Anklagen erheben, so Yousefian. fh

Neues Komitee im iranischen Parlament

25. Juni 2012
Ein neues Komitee des iranischen Abgeordnetenhausen soll künftig die Ausführung der Befehle des iranischen Staatsoberhauptes Ayatollah Ali Khamenei kontrollieren. Das teilte Irans Parlamentschef Ali Larijani laut der Nachrichtenagentur IRNA am Montag, den 25. Juni, mit. Die Idee sei nach dem Besuch einiger leitender Parlamentarier bei Ayatollah Khamenei entstanden, so Larijani. „Die Anweisungen und Befehle des Staatsoberhaupts gegenüber dem Parlament sind sehr deutlich. Das Komitee hat die Aufgabe, zu kontrollieren, dass diese genau befolgt werden“, so der Parlamentschef. Damit sollten Konflikte unter den Abgeordneten vermieden werden. In der Vergangenheit war es im Iran immer häufiger zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung ... mehr »

Protestbrief aus dem Gefängnis

25. Juni 2012
Die inhaftierte iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi hat ihre Verlegung von Teheran in das Gefängnis der Stadt Zandjan als “illegal” und den dortigen Umgang mit ihr als „langsamen Tod“ bezeichnet. Ihr offener Brief an den Teheraner Staatsanwalt wurde am 24. Juni auf dem Nachrichtenportal Kalameh veröffentlicht. In ihrem Schreiben weist die Menschenrechtsaktivistin den Staatsanwalt darauf hin, dass sie Einwohnerin von Teheran sei und zur Versorgung ihrer gesundheitlichen Probleme regelmäßig bei Spezialisten in der Hauptstadt Termine wahrnehmen müsse. Mohammadi leidet unter anderem an muskulären Lähmungen und kann ihre täglichen Verrichtungen nicht ohne Hilfe bewältigen. Die Menschenrechtsaktivistin war wegen “regimefeindlicher Propaganda” zu sechs ... mehr »

Zucker-Importe steigen

22. Juni 2012
Der Import von Zucker in den Iran ist im vergangenen Jahr um über 600 Prozent gestiegen. Allein in den Monaten März und April wurden etwa 118.000 Tonnen Zucker im Wert von 99 Millionen Dollar eingeführt. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Freitag, den 22. Juni, unter Berufung auf das iranische Zollamt. Mehr als 75 Prozent der Importe stammen demzufolge aus den Vereinten Arabischen Emiraten und der Schweiz. Der Verband der iranischen Zuckerhersteller warnt vor dem „maßlosen Import“, dadurch sei die nationale Zuckerherstellung stark gefährdet. Geplant war, dass in diesem Jahr etwa 1,5 Millionen Tonnen Zucker im Iran hergestellt werden. ... mehr »

Cyber-Angriff gestoppt

22. Juni 2012
„Wir haben eine massive Cyberattacke gegen die iranischen Atomanlagen rechtzeitig verhindern können.“ Das teilte der iranische Geheimdienstminister Heidar Moslehi laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Freitag, den 22. Juni, mit. Nach Informationen des iranischen Geheimdienstes hätte der Cyber-Angriff kurz nach den internationalen Atomverhandlungen in Moskau stattfinden sollen. Moslehi wirft dem Westen, allen voran den USA, vor, hinter der Cyberattacke zu stecken. Die bisher letzten Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm mit der Gruppe 5 + 1, bestehend aus den fünf UN-Vetomächten und Deutschland, die am 19. Juni in Moskau stattfanden, hatten keinen Durchbruch gebracht. ... mehr »

Filmemacher kritisieren Ahmadinedschad

20. Juni 2012
Mehr als 25 Verbände iranischer Filmemacher haben den jüngsten Vorschlag des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, einen Filmemacher-Klub zu gründen, harsch kritisiert. Die leitenden Personen des Klubs sollten von den Verantwortlichen ausgesucht und statt für gegen die Künstler arbeiten, heißt es in einem offenen Brief der Verbände, den die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Dienstag, den 19. Juni, veröffentlichte. Zudem fehle dem geplanten Klub eine „filmemachergerechte Verfassung“, heißt es in dem Brief weiter. Mit dem Schreiben reagieren die Verbände auf die Ankündigung Ahmadinedschads, mit dem neuen Klub das „Haus des Kinos“ ersetzen zu wollen. Das Kultusministerium hatte im Januar 2012 ohne offiziellen ... mehr »

Kein Geld für Kerosin

20. Juni 2012
Iranische Fluggesellschaften schulden dem Staat insgesamt etwa 300 Millionen Euro für den Kauf von Treibstoff. Das sagte der Geschäftsführer der „National Iranian Oil Products Distribution Company“ (NIOPDC), Jalil Salari, der Nachrichtenagentur ILNA am Dienstag, den 19. Juni. Die Spritpreise seien in letzter Zeit von 5 Cent auf 22 Cent pro Liter gestiegen, die Kunden könnten aber nur 12 Cent pro Liter bezahlen, so Salari. Den größten Anteil an den Schulden hätten die zwei großen Fluggesellschaften Iran Air und Aseman Airlines, so der Geschäftsführer der NIOPCD. fh

Inhaftierter Journalist in Lebensgefahr

18. Juni 2012
Der inhaftierte iranische Journalist Issa Saharkhiz soll in Lebensgefahr schweben. Sein Vater werde seit mehr als vier Monaten im Krankenhaus festgehalten, die Funktion seiner Nieren sei um 70 Prozent zurückgegangen, „und das alles, obwohl seine Haftzeit bereits vorbei ist“, sagte Mehdi Saharkhiz, der Sohn des Inhaftierten, in einem Interview mit dem persischsprachigem Sender Radio Farda am Montag, den 18.Juni. Der Journalist Saharkhiz war nach den umstrittenen iranischen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 verhaftet worden. Das Teheraner Revolutionsgericht verurteilte ihn wegen „Beleidigung des Religionsführers Ayatollah Khamenei und regimefeindlicher Propaganda“ zu drei Jahren Haft. Der 59-Jährige arbeitete unter dem reformorientierten Präsidenten Mohammad Khatami ... mehr »

Abr-Wald in Gefahr

18. Juni 2012
Das iranische Umweltamt hat Bau einer Straße durch den im nordöstlichen Teil des Irans liegenden Abr-Wald zugestimmt. Das meldete die iranische Zeitung Shargh am Montag, den 18. Juni. Damit solle ein kürzerer Weg zwischen den Provinzen Semanan und Golestan entstehen, so die offizielle Erklärung. Umweltorganisationen kritisieren diese Entscheidung mit der Begründung, es gebe bereits sechs Straßen, die die zwei Provinzen miteinander verbinden. Außerdem würde dadurch das Ökosystem in der Region massiv Schaden nehmen. Der Abr-Wald, auf Deutsch Wolken-Wald, trägt seinen Namen aufgrund des spektakulären Panoramas der tief über ihm hängenden Wolkenfelder. Der Wald hat eine Fläche von 35.000 Hektar und ... mehr »

Tausende Beamte verließen Teheran

16. Juni 2012
Um einem zu großen Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt entgegenzuwirken, haben sich im vergangenen Jahr etwa 20.000 iranische Beamte aus Teheran in andere Städte versetzen lassen. Das sagte ein Mitarbeiter des Präsidialamtes, Abodolali Taji, der Nachrichtenagentur ISNA am Samstag, den 16. Juni. Wenn man die Familien dazu zähle, komme man auf insgesamt 100.000 Menschen, die die Hauptstadt verlassen haben, sagte Taji. Laut offiziellen Angaben lebten im Jahr 2011 mehr als 12 Millionen Menschen in Teheran und die Stadt wächst jährlich um etwa 400.000 Einwohner. Um dagegen zu steuern, versucht die Regierung seit einigen Jahren, besondere Anreize zu schaffen, um ... mehr »

Iran vor neuen Atomverhandlungen optimistisch

16. Juni 2012
Irans Vize-Präsident für Internationale Beziehungen zeigt sich vor neuen Atomverhandlungen zuversichtlich. „Die Gespräche werden positiv sein, denn Irans rote Linie wird Beachtung finden“, sagte Ali Saeedlou laut iranischer Nachrichtenagenturen am Samstag, den 16. Juni. Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland versuchen, den Iran davon abzubringen, Uran auf 20 Prozent anzureichern. Sie betonen, dass für den Betrieb von Atomkraftwerken sei nur ein Anreicherungsgrad von drei bis fünf Prozent notwendig sei. Die iranische Regierung weigert sich dennoch, die Anreicherung auf 20 Prozent einzustellen. Am 18. und 19. Juni werden iranische Vertreter mit der sogenannten 5+1-Gruppe, bestehend aus den ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern ... mehr »

Einziger Geopark des Nahen Ostens in Gefahr

15. Juni 2012
Auf einem Drittel der Insel Gheshm, auf der sich der einzige Geopark des Nahen Ostens befindet, sollen künftig Industriegebiete entstehen. Das schrieb die iranische Zeitung Shargh am Donnerstag, den 14. Juni. Gheshm ist mit mehr als 1.500 Quadratkilometern Fläche die größte iranische Insel. Sie liegt in der Straße von Hormus am Ostende des Persischen Golfes. 2006 wurde Gheshms Geopark in die Schutzliste der UNESCO aufgenommen. Geoparks sind Gebiete mit landschaftlichen oder geologischen Besonderheiten, die unter die UNESCO-Welterbekonvention fallen. Derzeit plane die UNESCO einen Inspektionsbesuch auf der Insel, nachdem sie bereits 2010 unzureichende Schutzmaßnahmen des Parks beklagt habe, heißt es in ... mehr »

Autoproduktion geht zurück

15. Juni 2012
„Im Iran wurden im Monat Mai nur rund 121.000 Fahrzeuge hergestellt. Das sind 32 Prozent weniger als im Vorjahr.“ Das sagte der Leiter des iranischen Autoproduktionsverbands, Ahmad Nematbakhsh, der Nachrichtenagentur ISNA am Donnerstag, den 14. Juni. Der Grund für den Produktionsrückgang: „Die Banken haben den Autoproduzenten weniger Kredite gegeben“, so Nematbakhsh. Die gesetzlich vorgegebene Kredithöhe von 20 Prozent des Eigenkapitals von Unternehmen sei bei den Autoherstellern auf 15 Prozent reduziert worden. Dazu kämen die internationalen Finanzsanktionen gegen den Iran, die den Bankentransfer mit ausländischen Partnern massiv erschwert haben. Deshalb fordert Nematbakhsh die iranische Regierung auf, die Autoindustrie mit 2 Milliarden ... mehr »

13 Jahre Haft für iranischen Anwalt

14. Juni 2012
Der iranische Rechtsanwalt Abdolfatah Soltani ist vom Teheraner Revolutionsgericht zu einer Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Das teilte seine Tochter, Maedeh Soltani, dem iranischen Nachrichtenportal Kalameh am Mittwoch mit. Der 59-Jährige war wegen der Vorwürfe der “regimefeindlichen Propaganda”, der “Gründung des Zentrums zum Schutz der Menschenrechte”, das vom Regime als illegale Organisation eingestuft wird, und der “Versammlung mit systemfeindlicher Absicht” angeklagt. Außerdem soll Soltani durch den Erhalt des Nürnberger Menschenrechtspreises im Oktober 2009 „illegales Einkommen“ bezogen haben. Der Preis wird von der Stadt Nürnberg seit 1995 im Zweijahresrhythmus verliehen und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro ... mehr »

Wachsende Kritik an Saudi-Arabien

14. Juni 2012
Der stellvertretende iranische Außenminister für die arabisch-afrikanischen Länder, Hossein Amirabdollahian, sagte seine Reise nach Dschidda und das geplante Treffen mit dem saudi-arabischen Außenminister Saud al-Faisal ab. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur FARS am Donnerstag, den 14. Juni. Damit wolle der Diplomat seinen Protest gegen die Hinrichtungen von iranischen Staatsbürgern in Saudi-Arabien zum Ausdruck bringen, so der Bericht. In den vergangenen Wochen waren in Saudi-Arabien mehrere Iraner des Drogenhandels beschuldigt und hingerichtet worden. Dabei wurden ihnen jegliche Rechte auf konsularische Unterstützung verweigert. Das iranische Außenministerium hatte in Reaktion auf die Hinrichtungen bereits den saudischen Botschafter in Teheran zur Aufklärung einbestellt. Die ... mehr »

Mehrere politische Gefangene verlegt

13. Juni 2012
Etwa vier politische Gefangene aus Trakt 350 des Teheraner Evin-Gefängnisses sind in Einzelzellen verlegt worden. Das meldete das iranische Nachrichtenportal Kalameh am Dienstag, den 12. Juni. Der Journalist Bahman Ahmadi Amouie soll sogar in eine andere Haftanstalt, das Rajai-Shahr-Gefängnis, gebracht worden sein. Dabei durfte Amouie seine privaten Sachen aus seiner Zelle nicht mitnehmen. Der Grund für die Aktion: Als politische Gefangene aus dem Trakt 350 des Evin-Gefängnisses des Todestages eines ehemaligen Mitinhaftierten, Hoda Saber, gedachten, sollen etwa 50 Sicherheitskräfte die Zellen gestürmt und den Strom abgeschaltet haben. Der reformorientierte Hoda Saber starb vor einem Jahr infolge unzureichender medizinischer Behandlung im ... mehr »

Massenentlassung wegen Fabrikpleiten

13. Juni 2012
Rund 17 iranische Fabriken, die das Sondermetall Molybdän verarbeiten, mussten schließen. 1.700 Arbeiter verloren dabei ihren Job. Das schrieb der iranische Verband der Hersteller und Exporteure von Molybdän an Präsident Mahmud Ahmadinedschad, berichtet die Nachrichtenagentur ILNA am Dienstag, den 12. Juni. Der Grund sei die enorme Preissteigerung von Kupfer, aus dem das Sondermetall Molybdän hergestellt wird. Der Verband verlangt in dem Brief an den Präsidenten, der Staat solle diese Industrie, die etwa 95 Prozent ihrer Produkte exportiert, mehr unterstützen. „Der Staat hat dieses Jahr das der Unterstützung der nationalen Produktion und der iranischen Vermögenswerte genannt“, heißt es in dem ... mehr »

Kritischer Brief an Ayatollah

12. Juni 2012
„Da Sie nicht bereit waren, die Vorwürfe der Wahlfälschung bei den Präsidentschaftswahlen von unabhängigen Stellen überprüfen zu lassen, ist das Land in eine politische Krise geraten.“ Das schreibt der politische Gefangene Mostafa Tajzadeh in einem offenen Brief an den iranischen Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei, berichtet das Nachrichtenportal Kalameh. Der Brief wurde am 11. Juni anlässlich der umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom Juni 2009 veröffentlicht. Tajzadeh schreibt auch, dass die Massenverhaftungen am Wahltag geplant gewesen seien: „Sicherheitskräfte, die das Wahlbüro des reformorientierten Kandidaten Mirhossein Moussawi am 11.Juni vor drei Jahren stürmten, zeigten Haftbefehle vor, die bereits Tage zuvor ausgestellt worden waren.“ Der reformorientierte ... mehr »

Ahmadinedschads Weggefährte in Finanzaffäre verwickelt

12. Juni 2012
Beim Prozess über die größte Unterschlagung in der iranischen Geschichte, bei der es um zwei Milliarden Euro geht, tauchen immer mehr Namen von Personen auf, die dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad nahestehen. So gab der Hauptangeklagte D.S. am achten Verhandlungstag bekannt, etwa 80 Millionen Euro an den damaligen Chef des iranischen Rechnungshofs und derzeitigen Vize-Präsidenten Mohammadreza Rahimi überwiesen zu haben. Das meldete die Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 11. Juni. Auch der derzeitige Wissenschaftsminister Kamran Daneshjou, von 2003 bis 2006 Teheraner Gouverneur, soll nach Angaben von Zeugen in die Finanzaffäre verwickelt gewesen sein. Im Sommer 2011 wurde bekannt, dass durch ... mehr »

Iranische Schauspielerinnen nicht islamisch genug

11. Juni 2012
Einige iranische Schauspielerinnen seien beim internationalen Filmfestival in Cannes nicht islamisch genug gekleidet gewesen, sagte der iranische Polizeikommandant Bahman Karegar bei einem Treffen mit dem iranischen Kultusministerium. Karegar beklagte, dies sei nicht ausreichend kritisiert worden, so die Zeitung Shargh am Montag, den 11. Juni. Die Frauen müssten an solchem Auftreten gehindert werden, so der Polizeikommandant: „Es ist beschämend, dass unsere Künstlerinnen versuchen, im Ausland durch freizügige Bekleidung Aufmerksamkeit zu erlangen.“ Der iranische Staat verpflichtet die Frauen seit mehr als 33 Jahren dazu, nicht nur im Inland ein Kopftuch zu tragen, sondern sich auch - vor allem bei offiziellen Anlässen - ... mehr »

Asthma-Erkrankungen in Teheran enorm gestiegen

11. Juni 2012
Die Zahl der Asthmakranken hat sich in Teheran innerhalb des vergangenen Jahres um 35 Prozent erhöht. Das gehe aus einer Untersuchung des iranischen Asthma-Allergie-Verbands hervor, sagte der Lungenexperte Ebrahim Razi der iranischen Nachrichtenagentur MEHR. Als Ursache dafür nennt der Experte die zunehmend staubige Luft in der iranischen Hauptstadt: „Der Feinstaub gefährdet die Atemwegerkrankten immer stärker.“ Dazu käme die extreme Luftverschmutzung durch Autoabgase. Laut offiziellen Angaben aus dem Jahr 2011 werden täglich mehr als 1.000 Tonnen Luftschadstoffe überwiegend durch Autos in Teheran produziert. fh

Freilassungskaution von Justiz beschlagnahmt

09. Juni 2012
Um die Beschlagnahmung ihres Wohneigentums zu verhindern, musste die Familie des kritischen Journalisten Abdolreza Tajik 280.000 Euro an die iranische Justiz überweisen. Dies berichtete das persischsprachige Radio Farda am Samstag, den 9. Juni, unter Berufung auf sichere Quellen. Tajik wurde seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 dreimal wegen seiner kritischen Berichterstattung verhaftet. Er kam frei, als seine Familie Besitzurkunden ihres Wohneigentums als Kaution hinterlegte. Daraufhin verließ Tajik im Dezember 2011 das Land. Laut dem Bericht drohten die Behörden der Familie vor einiger Zeit nun mit der Beschlagnahme ihres Wohneigentums, die durch die Überweisung des hohen Geldbetrags wohl abgewendet wurde. ... mehr »

Dem Fluss Zayandeh-Rud bleibt das Wasser aus

09. Juni 2012
Zum fünften Jahr infolge bleibt der Fluss Zayandeh-Rud, der durch die iranische Stadt Isfahan fließt, ohne Wasser. Das berichtete der stellvertretende Leiter des Wasserwerkes von Isfahan, Gholamhossein Heydarpour, der Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 9. Juni. Heydarpour sagte, der Wasserspiegel sei in der gesamten Region um Isfahan um 75 Prozent zurückgegangen. Zayandeh-Rud war einst der wasserreichste Fluss im Zentraliran. Jedoch sinke die Niederschlagsmenge jährlich – im vergangenen Jahr um 35 Prozent, sagte Heydarpour der Nachrichtenagentur ILNA. fh

Iranischem Buchverlag wurde Lizenz entzogen

08. Juni 2012
Weil einer seiner Autoren den dritten schiitischen Imam Hossein in seinem Buch beleidigt haben soll, entzieht das Kulturministerium dem Verlag Nashre Cheshmeh die Lizenz. Dies berichtete die Nachrichtenagentur FARS am Donnerstag, den 7. Juni. Der Vize-Kulturminister Bahman Dari vertrat danach die Ansicht, der Verlag hätte bereits vor zwei Jahren geschlossen werden müssen: „Er erlaubt sich, immer mehr Bücher zu veröffentlichen, die inhaltlich abweichende gesellschaftliche Werte verbreiten.“ Zwischen dem Verlag Nashre Cheshmeh und dem Kulturministerium gibt es seit einiger Zeit Auseinandersetzungen. Zuletzt wurde dem Verlag die Teilnahme an der diesjährigen 25. Internationalen Buchmesse in Teheran untersagt. Der Verlag wurde 1985 gegründet ... mehr »

Alarmierende Zahlen zum Drogenkonsum im Iran

08. Juni 2012
Allein in den vergangenen drei Monaten sind an den iranischen Grenzen 14 Tonnen Rauschgift beschlagnahmt worden. Das sagte der iranische Grenzschutz-Kommandant Hossein Zolfaghari laut iranischer Nachrichtenagenturen am Donnerstag, den 7. Juni. Unterdessen gab das Komitee zur Bekämpfung von Drogen bekannt, dass im Iran jährlich bis zu 600 Tonnen Rauschgift konsumiert werden. Betroffen sind vor allem junge Menschen zwischen 25 und 29 Jahren. Nach offiziellen Angaben soll es im Iran im Jahre 2011 etwa 1,2 Millionen Drogenabhängige gegeben haben, darunter 400.000 Heroinsüchtige. Diese Statistik wird von Experten jedoch angezweifelt, da die Angaben seit mehreren Jahren konstant bleiben.... mehr »

Iranischer Funkbetreiber Irancell kauft US-Technologie

07. Juni 2012
Trotz US-amerkianischer Wirtschaftssanktionen gegen den Iran gelang Irans zweitgrößtem Mobilfunkanbieter Irancell der Zugang zu US-Technologie. Das berichtete die persischsprachige Webseite von BBC Persian unter Berufung auf die internationale Presseagentur REUTERS am Mittwoch, den 6. Mai. Demnach soll Irancell technische Ausstattung von US-Firmen wie Sun Microsystems, Hewlett-Packard und Cisco Systems in den Iran eingeführt haben. Laut Informationen von REUTERS sollen andere Firmen im Nahen Osten mitgewirkt haben, um die Geschäftsabwicklung trotz der Sanktionen zu ermöglichen. Die südafrikanische Firma MTN, die zu 49 Prozent der Irancell gehört, bestreitet allerdings den Versuch, die US-Sanktionen zu umgehen. Das Irancell-Büro in Teheran hat sich ... mehr »

Drohender Verlust von historischen Dokumenten

07. Juni 2012
„Etwa zwei Millionen wertvolle historische Dokumente könnten verloren gehen, weil das Stadtarchiv-Gebäude nicht restauriert wurde und einsturzgefährdet ist.“ Das sagte der Leiter des Archivs der iranischen Stadt Yazd, Mohammadreza Malak Sabet, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR. Außerdem könnten viele Bücher aus Platzmangel nicht standardgemäß aufbewahrt werden, so der Leiter des Stadtarchivs. Auch alte Ton- und Filmaufnahmen seien durch die Feuchtigkeit in den Räumen gefährdet. „Falls das Gebäude nicht bald modernisiert wird, werden wir viele Dokumente zunächst nach Teheran verlegen müssen“, so Malek Sabet zur MEHR. fh

Staatliche Schulden bei Banken drastisch gestiegen

06. Juni 2012
Die iranischen Staatsschulden haben sich während der Regierungszeit von Präsident Mahmud Ahmadinedschad, also innerhalb der letzten sechs Jahre, vervierfacht. Das berichtet das Nachrichtenportal Khabaronline unter Berufung auf neueste Zahlen der iranischen Zentralbank. Demnach hatte die Regierung im Jahre 2005 etwa 5 Milliarden Euro Schulden bei den Banken. Ende 2011 waren diese auf 20 Milliarden Euro gestiegen. Dies sei angesichts der anhaltend hohen Erdölpreise unerklärlich, so Khabaronline. Von 2005 bis 2011 habe die iranische Regierung allein durch den Erdölverkauf 562 Milliarden Dollar Einnahmen kassiert. fh

Tausende Kinder in Heimen

06. Juni 2012
Etwa 21.500 Kinder werden im Iran derzeit durch das Gesundheitsamt versorgt. Das sagte Leiter der Kinder- und Jugendabteilung des Gesundheitsamtes, Hamidreza Alvand, der Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch, den 6. Juni. 12.000 der Kinder seien elternlos und von anderen Familien aufgenommen worden. Weitere 9.500 Kinder seien in 481 Kinderhäusern oder Heimen untergebracht. 87 Prozent der Eltern dieser Kinder wurden als erziehungsunfähig eingestuft, so Alvand gegenüber MEHR. fh

Immer mehr Frauen ohne Job

05. Juni 2012
Die Arbeitslosigkeit von Frauen im Iran hat im Jahre 2011 mit mehr als 45 Prozent den höchsten Stand seit Jahren erreicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur MEHR unter Berufung auf das Statische Amt des Iran am Dienstag, den 5. Juni. Vor sechs Jahren lag die Arbeitslosenquote iranischer Frauen bei 30 Prozent. Auch immer mehr junge Iraner sind MEHR zufolge von Arbeitslosigkeit bedroht. Im vergangenen Jahr betrug die Arbeitslosenquote bei 15- bis 29-Jährigen 25,7 Prozent. Nach offiziellen Angaben liegt die Arbeitslosigkeit im Iran bei etwa 14 Prozent. Kritiker schätzen die Zahl allerdings viel höher ein. ... mehr »

Larijani neuer Parlamentschef

05. Juni 2012
Ali Larijani wurde am heutigen Dienstag von 177 von 270 anwesenden Abgeordneten zum Chef des iranischen Parlaments gewählt. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen. Damit lag Larijani weit vor seinem Herausforderer Gholamali Hadadadel, der nur 80 Stimmen erlangte. Hadadadel hatte in der siebten Legislaturperiode als Parlamentschef gedient. Am 27. Mai hat die neunte Legislaturperiode des iranischen Parlaments begonnen. Larijani war bereits in den vergangenen vier Jahren Parlamentschef. fh

Transparency for Iran steht kurz vor dem Aus!

02. Juni 2012
Vor über einem Jahr hat sich der Verein Transparency for Iran e.V. zur Aufgabe gemacht, die deutschsprachige Iran-Debatte zu bereichern. Denn zumeist stehen hier sicherheitspolitische Aspekte im Vordergrund der Berichterstattung über den Iran. Soziale und kulturelle Dynamiken werden dagegen nur selten aufgegriffen. Um das auszugleichen, hat die Redaktion von Tansparency for Iran ein Team von iranischen JournalistInnen und ÜbersetzerInnen zusammengebracht, das seither die Komplexität und Vielschichtigkeit der Verhältnisse im Iran abgebildet hat. Der Verein als Träger der Redaktion arbeitet ehrenamtlich. Doch professioneller Journalismus benötigt finanzielle Mittel. Unsere Startfinanzierung von der Bundeszentrale für politische Bildung läuft leider im Sommer 2012 aus. Die Konsequenz: ... mehr »

Iran warnt vor Unruhen im Libanon

04. Juni 2012
„Die Länder, die den syrischen Regierungsgegnern Waffen liefern, sind auch verantwortlich für die Unruhen in der libanesischen Stadt Tripolis.“ Das sagte der stellvertretende iranische Außenminister für die arabisch-afrikanischen Länder, Hossein Amirabdollahian, der Nachrichtenagentur FARS am Montag, den 4 .Juni. „Libanon und Syrien stehen ganz vorne an der Front gegen Israel“, so Amirabdollahian, „daher versuchen manche, in jüngster Zeit auch im Libanon Unruhe zu stiften.“ In den vergangenen zwei Tagen war es zwischen Anhängern des syrischen Präsident Bashar Al-Assad und Regierungsgegnern in der nordlibanesischen Hafenstadt Tripolis zu Auseinandersetzungen gekommen. Etwa zwölf Menschen verloren dabei ihr Leben. ... mehr »

Tee-Produktion drastisch gesunken

04. Juni 2012
In diesem Jahr wurden im Iran mit lediglich 35 Tausend Tonnen Teeblättern etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahr gepflückt. Das sagte der Leiter des iranischen Teeverbands, Iraj Housami, der Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 4 .Juni. Den Grund sieht Housami darin, dass die Tee-Plantagenbesitzer noch auf Fördergelder der Regierung warteten. „Wegen der fehlenden finanziellen Mittel konnten die Produzenten ihre Produktionstechnologie in diesem Jahr nicht erneuern“, so Housami. Im Iran werden jährlich bis zu 130 Tausend Tonnen Tee verbraucht. fh

Abgeordneter: Ahmadinedschad „töricht“

02. Juni 2012
„Die Äußerungen von Präsident Mahmud Ahmadinedschad über die Änderung des Haushalts durch das Parlament sind töricht.“ Das sagte der iranische Abgeordnete Ahmad Tavakoli laut der Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 1. Juni. Der Parlamentarier bezieht sich dabei auf eine Aussage von Ahmadinedschad, in der dieser die von Parlament geänderten Absätze im iranischen Jahreshaushalt als „gesetzeswidrig“ bezeichnete. Das von Präsident Ahmadinedschad vorgeschlagene Jahresbudget war zuvor von einigen Parlamentariern als „falsch und unrealistisch“ bezeichnet worden. fh

Menschenrechtsorganisationen kritisieren iranische Unis

02. Juni 2012
Mehr als 17 Menschenrechtsorganisationen haben die Situation an den iranischen Universitäten in einem offenen Brief harsch kritisiert. Das Schreiben wurde von Amnesty International am Freitag, den 1. Juni, veröffentlicht. Dort heißt es, iranische Studenten hätten kein Recht auf Meinungsfreiheit, jede Versammlung werde ihnen untersagt. Außerdem entließen die Verantwortlichen zu jeder Zeit und willkürlich Studenten und Professoren von der Uni, so die Menschenrechtsorganisationen. Seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 wurden im Iran mehr als 600 Studenten und Dozenten verhaftet, einigen davon wurde das weitere Studieren oder Unterrichten verboten. fh

Ex-Staatsanwalt soll angeklagt werden

01. Juni 2012
Der ehemalige Teheraner Staatsanwalt Saeed Mortezavi soll wegen Folter und Todesfällen von Gefangenen angeklagt werden. Das sagte Mohammad Kamrani, der Vater eines der Opfer, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den 31. Mai. Mortezavi hatte Ende 2009 sein Amt als Teheraner Staatsanwalt räumen müssen, nachdem die Fälle im Gefängnis Kahrizak bekannt geworden waren. Vor kurzem wurde er vom iranischen Arbeitsminister Abdolreza Sheikholeslami zum Geschäftsführer der „Organisation für soziale Sicherheit“ ernannt, was zu Kritik vonseiten iranischer Parlamentarier führte. Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad setzte Mortezavi daraufhin zunächst als Leiter einer Sondereinheit zur Schmuggelbekämpfung ein. fh

Internationales Olympia-Komitee kritisiert den Iran

01. Juni 2012
„Die iranische Regierung darf sich nicht in die Angelegenheiten der iranischen Sport-Föderationen einmischen.“ So heißt es in einer gemeinsamen öffentlichen Erklärung des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) und des Rates der asiatischen Olympiade vom Donnerstag, den 31. Mai. Hintergrund für die Erklärung ist die Entlassung der Leiter von fünf iranischen Sportverbänden durch die iranische Regierung. „Das widerspricht den internationalen Normen“, so die Verfasser der Erklärung. Sie fordern das iranische Olympia-Komitee auf, den Verantwortlichen eine Erklärung ihrer Entscheidungen abzuverlangen und diese dem IOK mitzuteilen. fh

Iran dementiert Terror-Pläne in Baku

31. Mai 2012
„Iran ist selbst Opfer von Terrorismus. Die neuen Vorwürfe sind rein hetzerisch.“ So heißt es in einer Erklärung, die Irans ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Mittwoch den 30. Mai, veröffentlichte. Hintergrund ist ein Bericht der US-amerikanischen Zeitung „Washington Post“, der dem Iran Anfang dieser Woche vorgeworfen hatte, Terroranschläge gegen Amerikaner und Israelis in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku geplant zu haben. Unterdessen meldete das aserbaidschanische Sicherheitsministerium am Mittwoch, in den vergangenen Wochen 40 mutmaßliche Terroristen im Land festgenommen zu haben. Zwischen den beiden Nachbarländern Iran und Aserbeidschan war es in jüngster Zeit häufig zu Konflikten gekommen. Mitte April meldeten ... mehr »

Basij-Kommandant warnt USA und Israel

31. Mai 2012
„Nach dem Irak ist Syrien das neue Ziel der Amerikaner, um die Interessen der Israelis in der Region zu schützen.“ Das sagte der Kommandant der iranischen Basij-Miliz, Mohammadreza Naghadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Donnerstag, den 31. Mai. Als „Krebsgeschwür“ bezeichnete Naghadi den israelischen Staat: „Die ganze Region ist entschlossen, diesen zu entfernen.“ Die Basiji-Miliz ist eine Freiwilligenorganisation zur Unterstützung der islamischen Regierung des Irans. Sie gehört zu den wichtigsten Zweigen der iranischen Revolutionsgarde. fh

Irans Parlamentschef kritisiert US-Politik gegenüber Syrien

30. Mai 2012
„Die US-Regierung scheint ein verzerrtes Bild von sich und der Region zu haben. Syrien ist nicht Libyen“, sagte der vorläufige Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani, laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR in einer Rede vor den Abgeordneten am Mittwoch, den 30. Mai. Larijani bezeichnete einen militärischen Angriff auf Syrien als „gefährliches Spiel“: “Der Konflikt würde sich auf Palästina ausweiten und die Israelis könnten das ernsthaft zu spüren bekommen“, so der Parlamentschef. Das iranische Parlament unterstütze die Reformen der syrischen Regierung, die der Bevölkerung mehr demokratische Rechte einräumen wolle, so Larijani. Iran und Syrien sind langjährige Verbündete. ... mehr »

Zahl der HIV-Positiven höher als offizielle Angaben

30. Mai 2012
Mehr als 120.000 Menschen im Iran seien HIV-positiv, sagte die Leiterin des iranischen Aids-Forschungszentrums, Minu Mohazar, laut der Zeitung Shargh am Mittwoch, den 29. Mai. Damit widerspricht sie den Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums, demzufolge es 2011 lediglich 23.000 infizierte Menschen im Iran gab. „Etwa 99 Prozent der Patienten, die uns aufsuchen, haben sich durch Geschlechtsverkehr angesteckt“, so Mohazar. Deshalb fordert die Leiterin des Aids-Zentrums die Verantwortlichen auf, die Bevölkerung mehr über das HIV-Virus aufzuklären. Laut offizieller Statistiken sollen 91 Prozent der HIV-Positiven männlich und 9 Prozent weiblich sein. Die Mehrheit der Infizierten ist zwischen 25 und 34 Jahre alt. Bis ... mehr »

Teilnahme am Kulinarischen Festival wegen Kleidung verboten

29. Mai 2012
Die iranische Polizei ließ über 80 Stände von Veranstalterinnen auf dem Kulinarischen Festival in Teheran räumen. Der Grund: Ihre Bekleidung soll nicht den islamischen Vorschriften entsprochen haben. Das meldete die Nachrichtenagentur ISNA am Montag, den 28. Mai. ISNA zufolge  seien auch „leitende Personen“ der Messe zu den Bekleidungsvorschriften für Frauen von der Polizei befragt worden. Seit April dieses Jahres hat die Polizei ihre Kontrollen der Frauenbekleidung verstärkt. Immer wieder werden junge Frauen wegen ihrer modischen Bekleidung angehalten und zum Teil festgenommen. Kurz nach der iranischen Revolution vor 33 Jahren verpflichtete die iranische Regierung die Frauen per Gesetz dazu, in der ... mehr »

Scheidungsrate im Iran steigt

29. Mai 2012
142.841 Scheidungsfälle wurden 2011 im Iran registriert. Das entspricht einer Steigerungsrate von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus einem aktuellen Bericht des iranischen Registeramtes hervor, wie die Zeitung Shargh am Dienstag, den 29. Mai, berichtet. Dem Bericht zufolge gehen die meisten Scheidungen mit über 38.000 auf Wünsche von Frauen im Alter von 20 bis 25 Jahren zurück. Auch bei den Eheschließungen sind die Partner jung: In 160.108 Fällen von Eheschließungen im Iran lag das Alter der Braut zwischen 15 und 19 Jahren, das Alter des Bräutigams zwischen 20 und 25. fh

Irans vorläufiger Parlamentschef steht fest

28. Mai 2012
Ali Larijani wurde am heutigen Montag mit 173 Stimmen von 275 anwesenden Abgeordneten zum Chef des iranischen Parlaments gewählt. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen. Larijani ist zunächst nur vorläufig gewählt, da laut der iranischen Verfassung erst zwei Drittel der neu gewählten Abgeordneten der beginnenden Legislaturperiode offiziell bestätigt sein müssen, bevor der endgültige Parlamentschef gewählt werden kann. Als Larijanis Herausforderer gilt Gholamali Hadadadel, der bereits in der siebten Legilaturperiode als Parlamentschef gedient hatte. Gestern hat die neunte Legislaturperiode des iranischen Parlaments begonnen. Larijani war in den vergangenen vier Jahren Parlamentschef. fh

Immer mehr Provinzen von Sandstürmen bedroht

28. Mai 2012
„25 von 32 iranischen Provinzen kämpfen derzeit mit Sandstürmen und extrem staubiger Luft.“ Das sagte der Leiter des iranischen Umweltamtes, Ali Mohammad Shaeri, der Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 28. Mai. Gründe seien unter anderem die Abholzung der Wälder, geringe Niederschläge, lange Trockenzeiten sowie das fehlende Wasser-Management in der Region, so Shaeri. Da rund 90 Prozent der Sandstürme über die westliche iranische Grenze das Land erreichen, fordert Shareri zur Bekämpfung eine Kooperation des Iran mit dem Irak, Saudi-Arabien und Syrien. Vor zehn Jahren waren lediglich drei iranische Provinzen von Sandstürmen betroffen. fh

Revolutionsgarde macht Chinesen bei Milliardenprojekt Konkurrenz

26. Mai 2012
Die iranische Holding Khatam El-Anbia ist dabei, sich den Bauvertrag für den  weltweit größten Staudamm zu sichern. Es geht um einen Auftrag in Höhe von zwei Milliarden Dollar. In der iranische Provinz Lorestan soll innerhalb von zehn Jahren damit der 315 Meter hohe Bakhtiyari-Staudamm erbaut werden. Der Bauauftrag war zuvor an eine chinesische Firma ergangen, wie die Nachrichtenagentur ISNA am Samstag, den 26. Mai, berichtet. Die Chinesen sollen aber noch nicht mit ihrer Arbeit begonnen haben, obwohl der Vertag bereits vor 15 Monaten unterschrieben wurde, so ISNA. Nun wollten die Verantwortlichen den Vertrag mit den Chinesen annullieren. Khatam El-Anbia ist ... mehr »

Iran ruft zum Google-Boykott auf

26. Mai 2012
„Iranische Internet-User sollten die Suchmaschine Google boykottieren und damit deren Verantwortlichen zeigen, dass man ein Land und ein Volk nicht so behandeln kann.“ Das sagte der stellvertretende iranische Kommunikationsminister Ali Hakim Javadi der Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 26. Mai. Laut dem Bericht soll sich Javadi auch mit dem Chef der  „International Telecommunication Union“ (ITU), Hamadoun Touré, getroffen und sich über Google beschwert haben. Der Internet-Suchdienst Google hat kürzlich auf „Google Maps“ die Bezeichnung „Persischer Golf“ für das Meer zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel gelöscht und das Gewässer als „namenlos“ registriert. fh

Iranische Marine rettet US-Frachter

25. Mai 2012
Die iranische Marine hat der Besatzung der "Maersk Texas" im Golf von Oman beim Kampf gegen einen Piratenangriff geholfen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag, den 24. Mai. Der US-Frachter sei in der Straße von Hormus nordöstlich von Fudschaira, dem größten Hafen der Vereinigten Arabischen Emirate, angegriffen worden. Ein iranisches Marineschiff habe den Notruf der "Maersk Texas" erhalten und sich daraufhin zum Ort des Angriffs begeben. Die iranische Marine sei im Golf von Oman und am Persischen Golf stark präsent und habe in den vergangenen drei Jahren hunderte Schiffe vor Piratenangriffen geschützt, so IRNA. fh

Nächste Atomverhandlungen in Moskau

25. Mai 2012
Nach den Atomgesprächen am 23. und 24. Mai in Bagdad will die Gruppe 5 + 1 sich im Juni erneut mit dem Iran treffen. Das Gespräch soll vom 18. bis zum 19. Juni in Moskau stattfinden, melden iranische Nachrichtenagenturen. Die Gruppe 5 + 1 besteht aus den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland. Bei den Gesprächen in Bagdad sei es nicht nur um das iranische Atomprogramm gegangen, sagte der iranische Unterhändler Saeed Jalili. Die Gruppe 5+1 habe auch Vorschläge zur Bekämpfung des Drogenhandels und der Piraterie bereitet. Iranische Beobachter bewerten das Treffen als erfolglos, da keine konkreten Ergebnisse erzielt ... mehr »

Revolutionsgarde soll Parlamentswahlen manipuliert haben

24. Mai 2012
„Die Personen, die der Revolutionsgarde Einmischung in die Parlamentswahlen vorwerfen, sollen sich entschuldigen.“ Das sagte der stellvertretende Vorsitzende des Generalstabs der iranischen Streitkräft, Masoud Jazaerie, laut der Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch, den 23. Mai. Damit wies Jazaerie jeden Vorwurf, die Revolutionsgarden hätten sich in die jüngsten iranischen Parlamentswahlen eingemischt, zurück. Falls Abgeordnete, die entsprechende Beschuldigungen erheben, Beweismaterial hätten, sollten sie dies den Gerichten vorlegen, so Jazaerie. Zuvor hatte der Abgeordnete Mostafa Kavakebian der Revolutionsgarde Wahlmanipulation vorgeworfen und das Parlament aufgefordert, eine Kommission zu bilden, um diese Fälle zu überprüfen. Die Revolutionsgarde ist eine paramilitärische Organisation, die sich auch wirtschaftlich zu ... mehr »

Sieben Inhaftierte starben innerhalb einer Woche

24. Mai 2012
In der vergangenen Woche sollen sieben Insassen des Rajaei-Shahr-Gefängnisses nahe der iranischen Stadt Karaj gestorben sein. Das berichtet das iranische Nachrichtenportal Kalameh am Donnerstag, den 24. Mai. Laut dem Bericht soll unter den Verstorbenen auch ein politischer Gefangenen sein. Die genauen Ursachen der Todesfälle seien noch nicht bekannt, so Kalameh. Drei der sieben Toten sollen ihr Leben durch Herzinfarkte verloren haben. Weiter heißt es in dem Bericht, dass monatlich durchschnittlich bis zu 15 Menschen im „Rajaei Shahr“ sterben. Bei den meisten der dort Inhaftierten handelt es sich um Drogensüchtige, drei Viertel sollen in der Haftanstalt starke Pharmazeutika wie Beruhigungsmittel bekommen. ... mehr »

Iran bestellt Botschafter aus Aserbaidschan zurück

23. Mai 2012
Der iranische Botschafter in Baku, Mohammad Bagher Bahrami, wurde am Dienstag, den 22. Mai, vom iranischen Außenministerium nach Teheran zurückgerufen. Das meldete das Ministerium in einer öffentlichen Erklärung am selben Tag. Grund seien die anhaltenden Proteste vor der iranischen Botschaft in der aserbaidschanischen Hauptstadt sowie Beleidigungen des Islams und des iranischen Religionsführers Ayatollah Khamenei, heißt es in der Erklärung. In den vergangenen Wochen hatten Demonstranten vor der iranischen Botschaft gegen die Regierung in Teheran protestiert. Zwischen den beiden Nachbarländern kam es in jüngster Zeit häufig zu Konflikten. Die iranische Regierung wirft Aserbaidschan vor, mit dem israelischen Geheimdienst kooperiert zu haben, um ... mehr »

Neues Studienfach „Frauenrechte im Islam“

23. Mai 2012
An den iranischen Universitäten soll das Fach „Frauenforschung“ gestrichen und stattdessen „Frauenrechte im Islam“ unterrichtet werden. Dies habe der Oberste Rat der Kulturrevolution entschieden, berichtet die iranische Zeitung Shargh am Mittwoch, den 23. Mai. Ein Mitglied des Rates, Gholamali Hadadadel, sagte dazu, der Westen versuche mit dem Thema Frauen den Islam zu kritisieren: “Wir müssen diesem Thema deshalb stärker als in der Vergangenheit unsere Aufmerksamkeit widmen.“ Laut Shargh ist dies der erste Schritt in Richtung des Projektes, die humanwissenschaftlichen Fächer an iranischen Universitäten zu islamisieren. fh

Zwangsauflösung des Kino-Verbands wird geprüft

22. Mai 2012
„Bei der Zwangsauflösung des Verbands der iranischen Filmschaffenden ist das Kultusministerium in einigen Punkten nicht rechtgemäß vorgegangen.“ Das sagte der Leiter des obersten Verwaltungsgerichts des Irans, Mohammad Jafar Montazeri, laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den 22. Mai. Das Kultusministerium muss nun seinen damaligen Beschluss erneut prüfen. Im Januar 2012 hatte es ohne offiziellen Gerichtsentscheid die Schließung des Kino-Verbands vollstreckt. Die Berufsorganisation „Haus des Kinos“ war vor über zwanzig Jahren gegründet worden und hat etwa 5.000 Mitglieder. Zwischen dem „Haus des Kinos“ und dem Kultusministerium gab es seit langem Meinungsverschiedenheiten. fh

Goldimport aus der Türkei in Rekordhöhe

22. Mai 2012
Allein im März soll der Iran etwa 9 Tonnen Gold im Wert von 480 Millionen Dollar aus der Türkei eingeführt haben. Das sind 31 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie iranische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die internationale Presseagentur  Reuters berichten. Den Berichten zufolge sind die verschärften internationalen Finanzsanktionen gegen iranische Banken die Ursache für den steigenden Goldimport. Mit Gold statt Devisen versuche der Iran seine internationalen Geschäfte weiterzuführen. Offiziellen Angaben zufolge werden im Iran jährlich etwa 300 Tonnen Gold verwertet. Nach Dubai ist die Türkei der zweitgrößte Goldexporteur in den Iran. fh

Iran ist Ringkampf-Weltmeister

21. Mai 2012
Die iranische Ringer-Mannschaft ist Weltmeister im griechisch-römischen Stil geworden. Am Sonntag, den 20. Mai, besiegte sie die türkische Mannschaft in der russischen Stadt Saransk mit 5 zu 2. Die Iraner sind damit zum dritten Mal in Folge Weltbeste. Zuvor hatten sie gegen Weißrussland, Aserbaidschan und Bulgarien gewonnen. Nun erhofft sich das iranische Team gute Chancen bei den Olympischen Spielen in London 2012. fh

Vorschlag mehrerer inhaftierten Rechtsanwälte

21. Mai 2012
„Wir sind bereit, den Verantwortlichen unsere Vorschläge für eine bessere Gesetzgebung für Gefängnisse anzubieten.“ Diesen Vorschlag machen sechs inhaftierte iranische Rechtsanwälte aus Trakt 350 des berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnisses in einem offenen Brief, der am Sonntag, den 20. Mai, von mehreren Nachrichtenportalen veröffentlicht wurde. Ihre Empfehlungen seien aus ganz persönlichen und bitteren Erfahrungen entstanden, so die Juristen. In ihrem Brief kritisieren sie die Situation in den Gefängnissen. Beamte dort würden nicht von unabhängigen Beobachtern und Mitarbeitern von Menschenrechtsorganisationen beaufsichtigt, heißt es dort etwa. Zudem gebe es „illegale Haftanstalten“, die nicht unter der Kontrolle der Gefängnisbehörde stünden. fh

Iran begrüßt Besuch des IAEA-Chefs

19. Mai 2012
Die iranische Regierung steht dem bevorstehenden Besuch des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, in Teheran positiv gegenüber. Das sagte Irans Außenminister Aliakbar Salehi laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Samstag, den 18. Mai. Bei den Gesprächen gehe es nicht um eine Besichtigung iranischer Atomanlagen, sondern um neue Rahmenbedingungen: „Wir werden versuchen, bei dem Gespräch neue Konzepte zu entwickeln, die bei weiteren Verhandlungen helfen sollen, Zweifel und offene Fragen der IAEA über das iranische Atomprogramm zu beseitigen“, sagte Salehi. Der IAEA-Chef Amano wird am Montag, den 20. Mai mit dem iranischen Chefunterhändler Saeed Jalili in Teheran zusammentreffen. Politische Beobachter sehen ... mehr »

Polizei will gegen Untergrund-Konzerte vorgehen

19. Mai 2012
Jede Musikgruppe, die für ihre Arbeit keine offizielle Genehmigung des iranischen Kulturministeriums erhalten konnte, wird von der Polizei als illegal betrachtet und soll nach gesetzlichen Vorschriften bestraft werden. Das sagte der iranische Polizeikommandant Ahamd Rouzbahani laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Samstag, den 18. Mai. Dabei dürfen die Musiker auch keine Konzerte an „heimlichen“ Orten veranstalten: “Wir werden viel stärker als bisher gegen Musikgruppen vorgehen, die an versteckten Orte auftreten“, sagte Rouzbahani. Im Iran sind bestimmte Musikrichtungen, vor allem westliche wie Heavy Metal, Rock oder Hip Hop, staatlich verboten. Daher treten viele junge Künstler als sogenannte „Untergrund-Bands“ an nicht-offiziellen Veranstaltungsorten auf und ... mehr »

Export iranischer Petrochemieprodukte drastisch gesunken

18. Mai 2012
In den vergangenen zwei Wochen sank der Export von petrochemien Produkten aus dem Iran um fast 90 Prozent. Das meldete der persischsprachige Sender „Radio Farda“ am Donnerstag unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters. Grund ist der fehlende Versicherungsschutz für Produkte wie Methanol, Xylen oder Natronlauge. Seit Anfang Mai gilt für diese Stoffe aus dem Iran ein Versicherungsverbot durch europäische Firmen. Vor diesen Sanktionen wurden aus dem Iran wöchentlich etwa 350.000 Tonnen petrochemische Produkte exportiert. fh

Iran droht Google mit Klage

18. Mai 2012
Der Iran hat Google mit einer Klage gedroht, sollte der Internet-Suchdienst das auf "Google Maps" derzeit namenlose Meer zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel nicht wieder als „Persischer Golf“ bezeichnen. Das sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Ramin Mehmanparast, wie die Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den 17. Mai, berichtete. Es handele sich um eine „Verschwörung“, so Mehmanparast: „Das verletzt die Emotionen der iranischen Bevölkerung.“ Google-Verantwortliche hingegen sagten dem Fernsehsender BBC Persian, es stecke keine besondere Absicht dahinter. Nicht alle Orte auf der Welt seien auf Google Maps genau benannt worden. fh

Aufenthaltsprobleme für Iraner in den Vereinten Arabischen Emiraten

16. Mai 2012
Seit Januar 2011 sollen die Aufenthaltsgenehmigungen mehrerer in den arabischen Emiraten lebender Iraner von drei auf zwei Jahre verkürzt worden sein. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Dienstag, den 15. Mai. Bis zu 2.000 Iraner sollen zudem in der oben genannten Zeit aus den Emiraten ausgewiesen worden sein, heißt es in dem Bericht unter der Berufung auf einige arabische Nachrichtenportale. Der Verfasser des Berichts vermutet allerdings, dass die Zahl höher ist, da das Auswärtige Amt der Vereinten Arabischen Emirate (VAE) die genaue Anzahl der Betroffenen nicht veröffentlicht. Etwa 500.000 Iraner leben derzeit in den VAE. Die Mehrzahl davon sind ... mehr »

Zahl der Erstzulassungen bei Fahrzeugen gestiegen

16. Mai 2012
In der iranischen Hauptstadt Teheran werden pro Tag etwa 1.200 Autos neu zugelassen. Dies geht aus der aktuellen Statistik des iranischen Verkehrsamtes hervor, berichtet die Zeitung Shargh am Mittwoch, den 16. Mai. Nach Berechnungen des Amtes wird es in zehn Jahren voraussichtlich über 30 Millionen zugelassene Fahrzeuge im Iran geben. Dem Bericht zufolge wuchs die Bevölkerungszahl im Iran in den vergangenen vier Jahren um 4 Millionen, die Zahl der Autos um 7,3 Millionen. Dazu kommt ein Plus von 4 Millionen bei Motorrädern. 2011 wurden im Iran etwa 11,5 Milliarden Euro für Autos ausgegeben. fh

Mörder des Atomwissenschaftlers erhängt

15. Mai 2012
Majid Jamali Fashi, der Mörder des iranischen Atomwissenschaftlers  Masoud Ali Mohammadi, wurde am heutigen Dienstagmorgen in Teheran erhängt. Das teilte die iranische Staatsanwaltschaft mit. Jamali Fashi war im Sommer vergangenen Jahres wegen „Spionagearbeit für den israelischen Geheimdienst Mossad“ und Ermordung des Physikers vom Teheraner Revolutionsgericht zum Tode verurteilt worden. Der Physikdozent Masoud Ali Mohammadi war am 12. Januar 2010 durch eine Motoradbombe vor seiner Haustür in Teheran ermordet worden. Die iranische Regierung wirft dem israelischen Geheimdienst vor, für mehrere Terroranschläge auf iranische Atomwissenschaftler verantwortlich zu sein. fh

Khamenei-Biografie von Buchmesse verbannt

15. Mai 2012
Das neu erschiene Buch „Sharhe Esm“, das das Leben des iranischen Religionsführers Ayatollah Ali Khamenei beschreibt, wurde aus den Regalen der internationalen Buchmesse in Teheran geräumt und darf zunächst nicht verkauft werden. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Montag, den 14. Mai. Auf 766 Seiten beschreibt das Buch die Geschichte und den politischen Kampf Ayatollah Kahmeneis bis zur iranischen Revolution 1979. Die Hintergründe für das Verbannen des Buches sind zur Zeit noch unklar. Angeblich soll es falsche Fakten enthalten. Kritiker bezweifeln das angesichts der Tatsache, dass ein solches Buch ohne strenge Überprüfung im Iran gar nicht erst veröffentlicht werden könnte. ... mehr »

Petition zur Freilassung von Journalisten

14. Mai 2012
Mehr als 126 iranische Journalisten haben in einem offenen Brief die sofortige Freilassung ihrer Kollegen und das Ende ungerechter Verurteilungen gefordert. Das Schreiben wurde am Sonntag, den 13. Mai, auf mehreren iranischen Nachrichtenportalen veröffentlicht. „Warum wird ein Karikaturist für seine Zeichnungen zu 25 Peitschenhieben verurteilt, während andere, deren Verbrechen klar bewiesen sind, vom Staat durch neue Posten gefördert werden?“, fragen die Verfasser des Schreibens. Gemeint ist damit der Fall von Saeed Mortazavi, der Ende 2009 sein Amt als Teheraner Staatsanwalt räumen musste, nachdem Fälle von Folter und Tod von Gefangenen im Gefängnis Kahrizak bekannt geworden waren. Mortazavi wurde kürzlich vom ... mehr »

Kostenlos Wasser und Strom für Moscheen

14. Mai 2012
Das iranische Parlament hat einem Gesetzesentwurf über die   gebührenfreie Lieferung von Wasser und Strom für Moscheen zugestimmt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 14. Mai. „Wieso werden unter Kultur immer nur Musik, Theater oder Kinos finanziell unterstützt und nicht die Moscheen?“, hatte Parlamentschef Ali Larijani in diesem Zusammenhang gefragt. Staatliche Fördergelder für Moscheen im Iran sind von 40 Millionen Euro im Jahre 2004 auf etwa 3 Milliarden  Euro im Jahr 2011 gestiegen. fh

Wartungsprobleme bei iranischen Airlines

12. Mai 2012
Etwa 49 der 209 Flugzeuge iranischer Airlines warten auf Ersatzteile aus dem Ausland und sind deshalb zurzeit nicht einsatzbereit. Das sagte der ehemalige Leiter der iranischen Flugorganisation, Reza Nakhjavani, laut dem Nachrichtenportal Kalameh am Samstag, den 12. Mai. Weiter sagte Nakhjavani, die Fluggesellschaften müssten stärker von der iranischen Flugorganisation unterstützt werden. Gleichzeitig müsse mehr um private Investoren geworben werden. Derzeit gibt es im Iran neben der staatlichen Airline „Iran Air“ dreizehn  private Fluggesellschaften. fh

Irans Öl-Ultimatum an die Europäische Union

12. Mai 2012
„Wenn bei der nächsten Gesprächsrunde über das iranische Atomprogramm mit der Gruppe 5+1 der Beschluss, das iranische Öl ab Juli 2012 zu sanktionieren, nicht aufgehoben wird,  werden wir unsere Erdöllieferungen an europäische Länder stoppen.“ Das sagte der iranische Ölminister Rostam Ghasemi auf einer Pressekonferenz am Samstag, den 12. Mai, laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR. Allein durch die Ankündigung der Sanktionen seien die Erdölpreise in den vergangenen drei Monaten weltweit um bis zu 20 Prozent gestiegen, so Rostami. Die Europäische Union (EU) will ab dem Sommer den Import von Erdöl aus dem Iran einstellen. Dabei geht es um etwa 18 Prozent ... mehr »

Rapper weist Vorwürfe zurück

11. Mai 2012
"Ich wollte mit meinem Song keinen schiitischen Imam beleidigen und habe lediglich dessen Namen in einem Musikwerk verwendet.“ Das sagte der iranische Rapper Shahin Najafi in einem Interview mit BBC Persian am Donnerstag den 10. Mai. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur FARS berichtet, Najafi habe in seinem neuen Song den 10.  Imam der Schiiten, Naqi, beleidigt und sei deshalb von Ayatollah Safi Golpayeganider der Apostasie - des Abfalls vom Glauben – beschuldigt worden. Darauf steht im Iran die Todesstrafe. Der 32-jährige Rapper ist einer der Begründer der iranischen Hip-Hop-Szene. Im Iran dürfte er allerdings nur im Untergrund auftreten. Deshalb lebt ... mehr »

Situation iranischer Journalisten kritisch

11. Mai 2012
Innerhalb von zwei Wochen wurden zwei iranische Journalisten, Mahsa Amrabadi und Reza Ansari Rad, zum Absitzen ihrer Haftstrafen ins Teheraner Evin-Gefängnis gerufen. Der Karikaturist Mahmud Shekarayeh wurde zu 25 Peitschenhieben verurteilt, die Zeitschrift „Nasim“ wurde verboten. Dies berichtete die Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) am Donnerstag, den 10. Mai. „Die Gefangenen befinden sich in unmenschlichen Zuständen, werden gedemütigt, selbst die Grundrechte werden ihnen verweigert“, heißt es in dem Bericht. ROG verurteilt die iranische Regierung wegen des massiven Drucks gegen Journalisten und fordert deren sofortige Freilassung. fh

Ausländische Email-Adressen und Domainendungen verboten

10. Mai 2012
Ab sofort müssen alle iranischen Versicherungsfirmen ihre Internetseiten auf die Domainendung „ir“ für Iran registrieren lassen. Das teilte der iranische Minister für Kommunikation und Technologie, Reza Taghipour, dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen am Mittwoch, den 9. Mai, mit, wie iranische Nachrichtenagenturen melden. Zudem dürfen die Mitarbeiter der iranischen Zentralbank keine ausländische Email-Adressen wie Yahoo oder Gmail mehr benutzen. Für die Kommunikation mit ihren Kunden müssen sie neue Accounts bei nationalen Portalen eröffnen. „Um unsere staatlichen Daten zu schützen, dürfen keine Informationen über ausländische Portale weitergereicht werden“, so die Verordnung. Ein weiterer Grund sei, die Behörden auf die Inbetriebnahme des ... mehr »

Mieten in Studentenwohnheimen drastisch gestiegen

10. Mai 2012
Die Mietpreise in Studentenwohnheimen haben sich im vergangenen Jahr um bis zu 50 Prozent verteuert. Das meldete die iranische Zeitung Shargh am Donnerstag, den 10. Mai. Auch die Preise für Kantinenessen seien gestiegen. Experten sehen einen Zusammenhang mit einem Regierungsbeschluss von 2011, mit dem etwa 20 Prozent der Studentenheime Privatunternehmern übergeben wurden. Derzeit gibt es etwa 1.800 Studentenwohnheime im Iran. 80 Prozent davon sind staatlich. fh

Islamische Werte virtuell verbreiten

09. Mai 2012
„Wir sollten uns nicht nur vor Webseiten schützen, die einen sanften Krieg gegen uns führen, sondern selbst aggressiver in der Cyberwelt vorgehen.“ Das sagte der iranische Kultusminister Seyyed Mohammad Hosseini laut der Nachrichtenagentur MEHR am Dienstag, den 8. Mai. „In der heutigen Zeit wird nicht nur auf dem militärischen Weg Krieg geführt, sondern auch in der virtuellen Welt gekämpft“, so Hosseini weiter. “Diesbezüglich müssen wir uns besser wappnen.“ Ein Weg dabei sei, die islamischen Werte in der virtuellen Welt zu verbreiten, so Hosseini: „Etwa 800 Internetseiten bieten den Usern einen Blick in die islamische Kultur und Kunstszene und vermitteln vor ... mehr »

Gesundheitsministerium fehlen Millionen

09. Mai 2012
Im vergangenen Jahr habe das iranische Gesundheitsministerium etwa 700 Millionen Euro weniger in der Kasse gehabt, sagte Mohammadreza Rezaei Kouchi, Abgeordneter und Mitglied der parlamentarischen Gesundheitskommission, am Mittwoch, den 9. Mai, der iranischen Nachrichtenagentur ILNA. Grund dafür sei, dass die iranische Regierung dem Verkehrsministerium 1,5 Milliarden Euro zugeteilt habe, obwohl sie zuvor dem Gesundheitsministerium etwa 2 Milliarden Euro zugesprochen hatte. „Derzeit tragen die Patienten etwa 54 Prozent der Behandlungskosten selbst“, so Rezaei´Kouchi. Das sei ungerecht: „Es war das Ziel, diese Belastung mit staatlicher Unterstützung auf 30 Prozent zu senken.“ fh

Ahmadinedschad kritisiert neues Gesetz

08. Mai 2012
Die Einführung von mehr Kontrolle der Abgeordneten entspreche nicht deren Immunität und sei gesetzeswidrig. Das schrieb der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Montag in einem Brief an die Verantwortlichen. Vor etwa zwei Jahren hatte der iranische Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei vorgeschlagen, die Parlamentarier durch einen Ausschuss genauer zu überprüfen. Daraufhin entwickelten Abgeordnete den Gesetzentwurf, der nun von der Mehrheit des Parlaments verabschiedet wurde. Der Abgeordnete Ahmad Tavakoli, Befürworter des neuen Gesetzes, kritisiert die Äußerung des Präsidenten. Man könne „über die Vor- und Nachteile des Gesetzes streiten“, so Tavakoli: „Aber es steht dem Präsidenten offiziell nicht zu, zu ... mehr »

Geschlechtertrennung an der Universität

08. Mai 2012
Für die Geschlechtertrennung stellte die iranische Universität „Alameh Tabatabaei“ Teheran im vergangenen Jahr 263 Unterrichtsräumen für weibliche und 83 für männliche Studierende zur Verfügung. Damit ist die Hochschule mit insgesamt 1.700 Studenten die erste iranische Universität, die die Verordnung der Geschlechtertrennung durchgeführt hat, so die iranische Zeitung Shargh am Dienstag, den 8. Mai. Die Anweisung zur Geschlechtertrennung wurde im letzten Jahr vom obersten Rat der Kulturrevolution an das Ministerium für Wissenschaft erteilt und von vielen Akademikern heftig kritisiert. Alameh Tababtabaei ist die größte humanwissenschaftliche Universität im Iran und bekannt für ihre aktive Studentenorganisation. Nach der Regierungsübernahme von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ... mehr »

Mehrheit gegen Ahmadinedschad

07. Mai 2012
196 der 290 Abgeordneten des gegenwärtigen iranischen Parlaments werden dem Haus in der 9. Legislaturperiode nicht wieder angehören. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Sonntag, den 6. Mai, unter Berufung auf das iranische Innenministerium. Im neuen Parlament werden 125 Sitze dem konservativen Lager gehören, das aus den Anhängern des Religionsführers Ali Khamenei besteht. Etwa 40 Parlamentarier stehen dem politisch reformorientierten Flügel nahe, weitere 50 Sitze gehen an die so genannten säkularen Kräfte. Damit haben die Abgeordneten, die der Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad kritisch gegenüber stehen, künftig die absolute Mehrheit im iranischen Parlament. Die 9. Legislaturperiode des Parlaments wird ... mehr »

Immer mehr junge Gewalttäter

07. Mai 2012
Die meisten Täter von Gewaltdelikten und Diebstählen sind Jugendliche unter 25 Jahren. Das geht aus der neusten Statistik der iranischen Polizei hervor, wie die Zeitung Shargh am Montag, den 7. Mai, berichtet. Demnach ist vor allem die iranische Hauptstadt Teheran von der Entwicklung betroffen. Dort waren 95 Prozent von 141 Festgenommenen im vergangenen Monat jünger als 25 Jahre. Dem Bericht zufolge bildet sich die Tendenz aber landesweit ab. 80 Prozent der wegen Kriminaldelikten Festgenommenen sind demnach zwischen 18 und 34 Jahre alt. fh

Zwischenergebnisse der Parlamentswahlen

05. Mai 2012
Die Wahlergebnisse für 25 der insgesamt 65 offenen Sitze im iranischen Parlament stehen fest. Damit sind die 30 Parlamentarier, die aus der Hauptstadt entsandt werden, komplett gewählt. Bei  der ersten Wahlrunde am 2. März hatten nur fünf von 30 die 25-Prozent-Hürde überwunden. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das iranische Innenministerium. Die endgültigen Wahlergebnisse sollen bis Samstagabend bekannt gegeben werden. Nach ersten Prognosen soll die Wahlbeteiligung diesmal bei über 30 Prozent gelegen haben, berichtet das Nachrichtenportal Hamshahri Online. Gestern haben Wahlberechtigte aus 18 von 30 iranischen Provinzen für die 65 noch offenen Plätze in der 9. Legislaturperiode des ... mehr »

Bücher auf der Buchmesse verboten

05. Mai 2012
Etwa 120 ausländische Publikationen wurden auf der 25. Internationalen Buchmesse in Teheran aus den Regalen entfernt. Das sagte der stellvertretende Kultusminister Bahman Dari der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 4. März. „Die politischen Inhalte diese Bücher haben unseren Richtlinien nicht entsprochen“, so Dari. Auf der Buchmesse sollen auch weitere 250 im Iran publizierte Bücher verboten worden sein, so das Nachrichtenportal Kalameh. Zudem war elf iranischen Verlagen die Teilnahme an der Buchausstellung verweigert worden. Neben „Nahsre Cheshmeh“, bekannt für Literatur, gehört dazu auch der Verlag „Nashre Agah“, der seit mehr als 50 Jahren zu den renommiertesten Herausgebern des Irans gehört. fh

Zweite Runde der Parlamentswahlen

04. Mai 2012
Seit heute Morgen um 5:30 Uhr (MEZ) haben etwa 14.300 Wahllokale in 18 von 30 iranischen Provinzen geöffnet. Bei der zweiten Runde der iranischen Parlamentswahlen werden rund 130 Bewerber um die restlichen 65 Plätze im Parlament kämpfen. Da bei der ersten Wahlrunde am 2. März nur 225 von 290 Abgeordneten die erforderliche 25-Prozent-Hürde überwunden hatten, ist dieser zweite Wahlgang nötig. Laut Paragraf 9 des iranischen Parlamentswahlrechts müssen die Kandidaten in der ersten Wahlrunde mindestens ein Viertel der Stimmen bekommen. Der iranische Innenminister Mostafa Mohammad Najar teilte heute mit: „Die Wahlergebnisse werden innerhalb der nächsten 24 Stunden bekannt gegeben.“ Die 9. Legislaturperiode ... mehr »

Opposition ruft zum Wahlboykott auf

04. Mai 2012
„Als Protest gegen die Unterdrückung und die gegenwärtige politisch-wirtschaftliche Lage des Landes sowie die miserable Menschrechtssituation im Iran rufen wir die Bevölkerung dazu auf, auch die zweite Runde der Wahlen zu boykottieren.“ So heißt es in einem öffentlichen Brief des Koordinationsrats der Grüne Bewegung „Rahe Sabze Omid“ („Grüner Pfad der Hoffnung“). Die Wahlen seien wie bei der ersten Runde inszeniert, Angaben über die Wahlbeteiligung würden manipuliert, es habe sich nichts geändert, heißt es in dem Schreiben der Opposition weiter. Die politisch reformorientierten Kräfte im Iran hatten bereits bei der ersten Runde der Parlamentswahlen am 2.März zum ersten Mal seit der ... mehr »

Revolutionsgarde warnt Ahmadinedschad

03. Mai 2012
Präsident Mahmud Ahmadinedschad sollte sich in seinem letzten Präsidentschaftsjahr dem Parlament gegenüber respektvoller verhalten. Das sagte Ali Saeedi, der Vertreter des iranischen Religionsführers Ayatollah Khamenei bei der Revolutionsgarde iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Mittwoch, den 2.Mai. „Wenn sich einfache Debatten immer wieder zu scharfen Auseinandersetzungen entwickeln, schadet das unserem System und ist nicht im Interesse unseres Religionsführers“, so Saeedi. Die vor einem Jahr ausgebrochenen Machtkämpfe zwischen der Regierung und dem Parlament im Iran werden immer heftiger. Am Sonntag hatte Ahmadinedschad Parlamentschef Ali Larijani gewarnt, das Parlament dürfe sich nicht über die Gesetze stellen. fh

Eisstäbchen made in Germany

03. Mai 2012
Der Iran importiert jährlich Eisstäbchen im Wert von rund 80 Millionen Dollar aus Deutschland. Das sagte Irans Parlamentschef Ali Larijani laut der Nachrichtenagentur FARS am Mittwoch, den 2.Mai. „Wir sind fähig, unser Atomprogramm zu entwickeln, aber nicht in der Lage, Eisstäbchen aus Holz herzustellen“, kritisierte Larijani in diesem Zusammenhang. Irans Importvolumen beträgt pro Jahr etwa 60 Milliarden Dollar. „Wenn es sich bei den eingeführten Waren um neue Technologie handelt, ist das von Nutzen. Alles andere schadet nur unserer nationalen Produktion“, betonte Larijani. fh

Drastische Preiserhöhung

02. Mai 2012
Nach Berechnungen der iranischen Zentralbank sind die Lebensmittelpreise im Iran bis zu 156 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch, den 2.Mai. Verteuert haben sich demnach vor allem Milchprodukte mit 60 Prozent, Eier mit etwa 11 Prozent, Gemüse um 4 Prozent, aber auch Fleisch mit 2 Prozent. Irans berühmteste theologische Hochschule „Hozeh Elmiyeh Ghom“  forderte den iranischen Präsident Mahmud Ahmadinedschad auf, schnell etwas gegen die massiven Preiserhöhungen zu unternehmen. Kritiker sehen den Grund für die Preissteigerungen in der Umsetzung des „Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“. Der darin beschlossene Subventionsabbau hat bei ... mehr »

Atomverhandlung ohne Sanktionen

02. Mai 2012
„Wir erwarten von der nächsten Gesprächsrunde über das iranische Atomprogramm mit der Gruppe 5+1 mindestens, dass die gegen den Iran verhängten Sanktionen aufgehoben werden.“ Das sagte der ehemalige iranische Parlamentschef Gholam Ali Haddad-Adel laut der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Mittwoch, den 2.Mai. „Der Westen soll wissen, dass der Iran sich nie Druck beugen werde“, so Haddad-Adel weiter. Am 23.Mai wird die Gruppe 5 + 1, bestehend aus den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland, in Bagdad erneut mit dem Iran über sein umstrittenes Atomprogramm verhandeln. fh

US-Kampfflugzeuge am Persischen Golf

01. Mai 2012
Die Stationierung von US-Kampfflugzeugen vom Typ F-22 in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) gefährde die Sicherheit am Persischen Golf. Das sagte Irans Verteidigungsminister Ahmad Vahidi der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Montag, den 30.April. „Die militärische Anwesenheit ausländischer Kräfte verkompliziert die ohnehin angespannte Situation in der Region“, so Vahidi. Am Wochenende  bestätigte die U.S. Air Force, dass mehrere Kampfflugzeuge etwa 320 Kilometer vom Iran entfernt stationiert wurden. fh

Mai-Kundgebungen in geschlossenen Räumen

01. Mai 2012
Die traditionellen 1. Mai-Kundgebungen zum Tag der Arbeit fanden in Teheran und anderen iranischen Großstädten in geschlossenen Räumlichkeiten statt. Das sagte Hassan Sadeghi, der stellvertretende Leiter der Arbeiterorganisation „Khaneh Karegar“, der Nachrichtenagentur ILNA. Das iranische Innenministerium hatte Anträge auf 1.Mai- Demonstrationen abgelehnt. „Die Regierung sagt, sie wolle die nationale Produktion unterstützen. Angesichts dessen hätte man den Arbeitern die Kundgebungen nicht verbieten, sondern auf ihre Probleme hören sollen“, kritisiert Sadeghi. Die letzte Mai-Demonstration im Iran fand 2006 statt. Seitdem werden 01.Mai-Veranstaltungen auf offener Straße von den Verantwortlichen untersagt. fh

Heftiger Schlagabtausch

30. April 2012
Die ständige Einmischung in Regierungsangelegenheiten unter dem Deckmantel der Beaufsichtigung führe zur Korruption. Das sagte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Sonntag, den 29.April. „Beaufsichtigte dürfen nicht anstelle der Regierung entscheiden oder ihre eigene Interpretation von Gesetzen einbringen“, so Ahmadinedschad. Damit spielte der Präsident auf den iranischen Informationsminister Heydar Moslehi an, der eine stärkere Kontrolle des Regierungsapparates gefordert hatte: „Wir haben von über achtzig Behörden verlangt, dass sie uns ihre Bank- und Finanzdaten vorlegen“, hatte Moslehi zuvor gesagt. Hintergrund des Konflikts ist die größte Unterschlagung in der iranischen Geschichte, bei der eine Investmentgruppe zwei Milliarden Euro veruntreut hat. Dabei wird ... mehr »

Gegen Teilnahmeverbot bei Buchmesse

30. April 2012
Etwa 160 darunter renommierte iranische Schriftsteller und Verleger haben in einem offenen Brief an das iranische Kultusministerium die Aufhebung des Teilnahmeverbots für zwei Verleger auf der iranischen Buchmesse gefordert. Der Brief wurde am Sonntag, den 29. April, von der iranischen Nachrichtenagentur ILNA veröffentlicht. Die Verfasser beziehen sich auf das Teilnahmeverbot für den Verlag „Nashr-e Cheshmeh und Nashre Sales“ bei der 25.  Internationalen Buchmesse im Iran. Die Messe findet vom 2. bis zum zwölften Mai in Teheran statt. Der Verlag Nashr-e Cheshmeh meldete, ihm sei weder ein strafrechtliches Verfahren gegen ihn bekannt noch habe der Verleger je einen Urteilsspruch erhalten. Nashr-e Cheshmeh wurde ... mehr »

Petition von internationalen Nobelpreisträgern

28. April 2012
Renommierte Nobelpreisträger aus der ganzen Welt, darunter der Dalai Lama, Michael Gorbatschow, Jody Williams und Shirin Ebadi, fordern die sofortige Freilassung der inhaftierten iranischen Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi. In der am Freitag vom Nachrichtenportal Jaras veröffentlichen Mitteilung der Preisträger heißt es, Narges Mohammadi sei „in einem ungerechten Gerichtsverfahren verurteilt“ worden. Mohammadi war am 21. April in das Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden, wo sie eine sechsjährige Haftstrafe absitzen soll. Sie war die stellvertretende Leiterin des Zentrums für den Schutz der Menschenrechte im Iran. Das Zentrum wurde 2001 von der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi ins Leben gerufen. Seine Mitarbeiter leisteten ehrenamtliche juristische Hilfe ... mehr »

Verstärkte Kontrolle von Frauenbekleidung

28. April 2012
Die iranische Polizei wird ab sofort damit beginnen, die Bekleidung von Frauen stärker daraufhin zu kontrollieren, ob sie islamischen Bekleidungsvorschriften entspricht. Das sagte der Polizeikommandant Hossein Sadjedi Nia iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Freitag den 27.April. Die Überprüfung werde auf zwei Ebenen laufen: Zum einen sollen sowohl die Bekleidungsindustrie und Importeure für den Verkauf zu „freizügiger Damenmode“ bestraft werden, zum zweiten auch die Kundinnen und Trägerinnen solcher Kleidung, erklärte der Kommandant auf einer Pressekonferenz. Kurz nach der iranischen Revolution vor 33 Jahren verpflichtete die iranische Regierung die Frauen per Gesetz dazu, in der Öffentlichkeit Kopftuch zu tragen. fh

Niedrige Ölpreise bestes Mittel gegen Sanktionen

27. April 2012
„Wenn wir unsere Ölpreise niedrig halten, werden einige unserer Konkurrenten nicht mithalten und wir können so die Sanktionen am besten bekämpfen.“ Das sagte Mohsen Ghamsari, leitender Mitarbeiter bei Irans nationaler Öl Gesellschaft (NIOC), der Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 27.April. Die Erdölförderung sei im Iran günstig. Schuld an den überhöhten Preisen seien Börsenspekulanten: „Vor allem amerikanische Firmen sind an hohen Ölpreisen interessiert, weil sie bei ihrer Ölproduktion zum Teil 90 Dollar pro Barrel investieren“, so Ghamsari. fh

Satellitenschüsselverbot erfolglos

27. April 2012
Das Verbot von Satellitenschüsseln ist im Iran gescheitert. Das sagte der Sprecher für die Fraktion Soziales im iranischen Parlament, Seyyed Javad Zamani, wie das Nachrichtenportal Jaras am Donnerstag, den 26.April berichtete. „Das Beschlagnahmen von Satellitenschüsseln aus Privathäusern ist in einer Zeit der Technologie und Kommunikation sinnlos“, so Zamani. Außerdem würden die beschlagnahmten durch neue Satellitenschüsseln ersetzt. Deshalb fordert Zamani: „Das Verbot muss aufgehoben werden.“ Zudem sollte das staatliche Fernsehen des Iran seine Programme besser gestalten: „Wenn die meisten Sender ständig irgendwelche Diskussionsrunden ausstrahlen statt inhaltlich informativ und unterhaltsam gestalteter Beiträge, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Menschen ausländische ... mehr »

Wahlkampagne für Parlamentswahlen

26. April 2012
Heute bginnt die offizielle Wahlkampagne für die zweite Runde der iranischen Parlamentswahlen, die am 4.Mai stattfindet. 130 Bewerber kämpfen dabei um die restlichen 65 Plätzen im Parlament der 9. Legislaturperiode der Islamischen Republik Iran. Bei der ersten Wahlrunde am 2.März hatten nur 225 von 290 Abgeordneten die erforderliche 25-Prozent-Hürde überwunden. Laut Paragraf 9 des iranischen Parlamentswahlrechts müssen die Kandidaten aber in der ersten Wahlrunde mindestens ein Viertel der Stimmen bekommen. Ist das nicht der Fall, kommt es zu Stichwahlen zwischen den Kandidaten mit den höchsten Stimmanteilen. fh

Teppichexporte in Millionenhöhe

26. April 2012
Im vergangenen Jahr exportierte der Iran handgeknüpfte Teppiche im Wert von rund 600 Millionen in mehr als 80 Ländern weltweit. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf das iranische Zollamt am Donnerstag. Mit 400 Millionen Dollar stehen die Teppichexporte in die USA ganz oben auf der Liste. Danach kommt Deutschland mit etwa 107 Million Dollar an zweiter Stelle. Die Zahl der exportierten Teppiche sank allerdings im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt. Damit gehören Teppiche nicht mehr zu den zehn wichtigsten Exportwaren des Landes, sondern stehen nur noch auf Platz 13. fh

Kaufkraft drastisch gesunken

25. April 2012
Die Kaufkraft der iranischen Bevölkerung ist angesichts der hohen Inflation um 40 Prozent gesunken. Das sagte Elias Naderan, Abgeordneter und Mitglied der parlamentarischen Wirtschaftskommission, am Mittwoch der Nachrichtenagentur ILNA. Als Ursache nannte Naderan unter anderem die Umsetzung des „Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“, die zu massiven Preiserhöhungen bei vielen Waren und Dienstleistungen im Iran geführt habe. Das Gesetz sieht vor, durch den Abbau von Subventionen eingesparte Gelder direkt an die Bevölkerung auszuzahlen. Das Parlament zögert deshalb mit dem Beginn der zweiten Phase des Gesetzes. Erst am Dienstag haben die Abgeordneten damit begonnen, den eingereichten Regierungsentwurf zur zweiten Phase ... mehr »

Wildschutzgebiet erweitert

25. April 2012
Das Wildschutzgebiet in der iranischen Provinz Isfahan wurde um 68.000 Hektar erweitert. Das sagte Ahmadreza Lahijanzadeh, der Leiter der  Umweltschutzorganisation in Isfahan, der Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch, den 25.April. Derzeit hat die Provinz sieben Naturschutzgebiete, die insgesamt etwa 640.000 Hektar umfassen und in denen Jagdverbot herrscht,  so Lahijanzadeh. In den Wildschutzgebieten leben 296 verschiedene Vogelarten, 62 Säugetierarten und 78 unterschiedliche Pflanzensorten. fh

Cyberangriff auf das iranische Erdölministerium

24. April 2012
Durch einen Cyberangriff seien mehrere Server des Ölministerium lahm gelegt worden. Das sagte der Sprecher des iranischen Ölministeriums, Ali Nikzad Rahbar, am Montag der iranischen Nachrichtenagentur MEHR. Demnach sei die Verbindung des Ministerium zu vier Ölproduktionsfirmen unterbrochen worden, die Ölförderung aber ungehindert weitergelaufen, so Nikzad Rahbar. Zudem seien durch einen Virus viele Daten gelöscht worden. Das Ministerium habe inzwischen einen Krisenstab zusammengerufen. Die dort versammelten Experten sollen unter anderem die Herkunft des Virus ermitteln. In den vergangenen zwei Jahren waren vor allem iranische Energie-Anlagen von Cyber-Attacken betroffen. Erst 2010 waren iranische Atomanlagen durch den Virus „Stuxnet“ lahm gelegt worden. fh

Britisch-iranische Beziehungen „oberste Staatsangelegenheit“

24. April 2012
Über die Beziehung zwischen dem Iran und Großbritannien entscheide nicht das Parlament, sondern der iranische Sicherheitsrat sowie das Außenministerium, vor allem aber die oberste Staatsebene. Das sagte der Leiter der „Iran-Großbritannien-Freundschaftsgruppe“ im iranischen Parlament, Hossein Nejabat, der Nachrichtenagentur ISNA am Montag den 23.April. Damit reagierte Nejabat auf die Bemühungen eines britischen Abgeordneten, die Beziehung zwischen den beiden Ländern wieder zu normalisieren. Seit Herbst vergangenen Jahres ist die politische Lage zwischen dem Iran und Großbritannien sehr angespannt. Die Situation eskalierte, als die Briten als erste die iranische Zentralbank sanktionierten, worauf iranische Basij-Milizen die britische Botschaft in Teheran attackierten. Derzeit ist die ... mehr »

Zehntausende Arbeiter ohne Jobs

23. April 2012
Im vergangenen Jahr haben im Iran landesweit etwa 100.000 Arbeiter aus rund tausend verschiedenen Fabriken ihre Jobs verloren. Das sagte der Leiter der iranischen Arbeiterorganisation „Khaneh Karegar“, Alireza Mahjoub, der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Montag, den 23. April. Als derzeit wichtigste Forderung der iranischen Arbeiter nannte Mahjoub, die Regierung solle die nationale Produktion mehr unterstützen. „ Es wird maßlos importiert ohne ausreichende Kontrolle darüber.“ Um auf die Situation der iranischen Arbeiter aufmerksam zu machen, will Mahjoub anlässlich des internationalen Tages der Arbeit am 1. Mai eine Demonstrationserlaubnis beantragen. „Falls das Innenministerium uns keine Erlaubnis erteilt, werden wir uns im Haus ... mehr »

Menschenrechtsaktivistin verhaftet

23. April 2012
Die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi befindet sich seit dem 21.April in Teheran im Gefängnis. Mohammadi hatte sich an dem Samstag bei der Informationsbehörde in der iranischen Stadt Zandjan melden müssen. Dort wurde sie zunächst für mehrere Stunden festgehalten und dann in das berüchtigte Teheraner Gefängnis gebracht, wo sie eine sechsjährige Haftstrafe absitzen muss. Das meldet das iranische Nachrichtenportal Jaras am Sonntag. Mohammadi war die stellvertretende Leiterin des Zentrums für den Schutz der Menschenrechte, einer iranischen Nichtregierungsorganisation, die in Fällen von Menschenrechtsverletzungen unentgeltlich juristische Unterstützung leistete. Das Zentrum ist von der Islamischen Regierung verboten worden. Ihr Ehemann Taghi Rahmani lebt derzeit ... mehr »

Iranischer Diplomat wegen sexueller Belästigung unter Verdacht

21. April 2012
Hekmatollah Ghorbani, ein Mitarbeiter der iranischen Botschaft in Brasilien, soll in einem privaten Schwimmbad in der Hauptstadt Brasilia ein minderjähriges Mädchen sexuell belästigt haben. Das meldete der persischsprachige Sender BBC Persian unter Berufung auf brasilianische Nachrichtenagenturen. Laut dem Bericht soll das Mädchen seinen Eltern gesagt haben, unter Wasser von dem Mann angefasst worden zu sein. Der Diplomat wurde daraufhin noch im Schwimmbad von der Polizei für mehrere Stunden zur Befragung festgenommen. Die Ermittlungen gegen den 50-jährigen Diplomat dauern an. Die iranische Botschaft in Brasilien bezeichnete den Vorfall in einer öffentlichen Erklärung am Freitag, den 20.April, als „kulturelles Missverständnis“. fh

Neue Statistiken zu Hackern im Iran

21. April 2012
Im Iran werden täglich etwa 36 Interseiten durch Hacker angegriffen. Dabei geht es bei mehr als 60 Prozent der Fälle um Bankverbindungen. Das gab die iranische Cyberpolizei laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 21. April, in ihrem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2011 bekannt. Demnach sind mit 73 Prozent vor allem staatliche Seiten von den Cyber-Angriffen betroffen. Bei 24 Prozent der Angriffe sollen sogar sogenannte „Spionage Softwares“ installiert worden sein. Die meisten Internet-Hacker sind dem Bericht zufolge zwischen 17 und 25 Jahre alt. 89 Prozent sind männlich, so der Jahresbericht der Cyberpolizei. fh

Streit zwischen Iran und Golfstaaten eskaliert

20. April 2012
Der Iran ist nicht bereit, mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über die drei Inseln Abu Musa, Groß-Tunb und Klein-Tunb im Osten des Persischen Golfs zu verhandeln. Das sagte Berichten iranischer Nachrichtenagenturen zufolge der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, am Donnerstag, den 19.April. Zuvor hatte der Kooperationsrat der arabischen Golfstaaten (GCC) einen Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad auf der Insel Abu Musa am 12. April als „provozierend“ bezeichnet und erklärt, in einem möglichen Konflikt um die drei Inseln die emiratische Seite unterstützen zu wollen. Zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten besteht seit Jahrzehnten Uneinigkeit darüber, zu welchem der ... mehr »

Immer mehr Studierende an freien technischen Universitäten

20. April 2012
Mehr als 50 Prozent der Studenten technischer Fächern absolvieren ihr Studium an freien Universitäten. Nur noch etwa 12 Prozent der angehenden Ingenieure werden an staatlichen Unis ausgebildet. Das sagte der Studentenbeauftragte beim iranischen Wissenschaftsministerium, Ali Ameri, laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 20. April.  „Wir müssen dagegen etwas unternehmen“, so Alavi. 85 Prozent der iranischen Hochschulen sind privat oder halbstaatlich. Viele hielten das für gut, „aber eigentlich ist das Gift für das Lernsystem“, so Alavi. Selbst in Industrieländern seien die besten Universitäten nach wie vor staatlich geförderte, so der Beuaftragte. Auch bei der Fächerwahl der Studierenden  soll sich ... mehr »

Neuer Bericht über Irans Tourismus

19. April 2012
Iran steht auf dem 92. Platz in der Rangliste der Reiseziele unter 181 Ländern weltweit. Das meldet die iranische Zeitung Shargh unter Berufung auf einen neuen Bericht des „The World Travel & Tourism Council“ (WTTC)  am Donnerstag, den 19. April. Demnach sind die Einnahmen durch den Tourismus im Iran im Jahr 2011 mit 2,4 Prozent leicht angestiegen. Laut WTTC hat der Iran 2011 rund 36,2 Milliarden Dollar in die Tourismusbranche investiert und will im kommenden Jahr seine Investition um 1,3 Prozent steigern. Derzeit verdienen landesweit etwa 462.000 Menschen ihren Unterhalt im Tourismussektor. Offiziellen Angaben zufolge sollen im vergangenen Jahr etwa ... mehr »

Iran soll Al-Qaida-Terroristen ausgebildet haben

19. April 2012
Einige der kürzlich in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku verhafteten mutmaßlichen Al-Qaida-Mitglieder sollen gestanden haben, im Iran ausgebildet worden zu sein. Das meldete der persischsparchige Sender „Radio Farda“ unter Berufung auf eine Pressemitteilung des aserbaidschanischen Sicherheitsministeriums am Donnerstag, den 19.April. Am 7. April war ein aserbaidschanischer Offizier bei einem Terroranschlag getötet worden. Daraufhin waren in Baku 17 Männer festgenommen worden, die angeblich der zu Al Qaida gehörenden Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“ angehören. Laut dem Bericht hat sich die mutmaßliche Terrorzelle im vergangenen Sommer in Baku gebildet. Ihre Mitglieder sollen zur Ausbildung in den Iran und nach Syrien geschickt worden sein. In jünmgster ... mehr »

Iran gibt Einzelheiten zu angeblicher Terrorzelle bekannt

18. April 2012
Fünfzehn Männer, darunter auch einige mit ausländischer Nationalität, sollen einen Terroranschlag gegen iranische Atomwissenschaftler geplant haben. Das meldete das iranische Informationsministerium am Dienstag, den 17. April. Die mutmaßlichen Terroristen sollen zudem gestanden haben, Bombenanschläge auf mehrere iranische Institutionen vorbereitet zu haben. Außerdem will das iranische Informationsministerium bald Beweismaterial vorliegen, aus dem hervorgeht, dass westliche Botschaften die Terrorzelle unterstützt hätten. Am 10. April waren die 15 Männer als Angehörige einer Terrorzelle, die angeblich im Auftrag von Israel mehrere Operationen im Iran durchführen sollte, von iranischen Sicherheitskräften verhaftet worden. Dabei sollen explosives Material, Waffen sowie Kommunikations- und Funkgeräte sichergestellt worden sein. Die ... mehr »

Intelligente Roboter für Ölraffinerien

18. April 2012
Erstmalig werden ferngesteuerte intelligente Roboter zur Leitungsüberprüfung in iranischen Ölraffinerien eingesetzt. Das sagte der Gruppenleiter des Roboter-Entwicklungsteam, Shahram Soltani, bei der 17. Internationalen Erdöl- und Gasmesse in Teheran am Mittwoch der Nachrichtenagentur ISNA. Die Roboter seien fähig, Ölröhre zu reinigen, Verstopfungen durch Sand oder anderes Material zu erkennen und zu entfernen sowie die Schadstellen zu fotografieren. „Die intelligenten Roboter sind bis einem Abstand von 3.000 Metern fernsteuerbar und wurden von iranischen Wissenschaftlern entwickelt“, so Soltani. Mit dem Robotereinsatz sollen Zeit und bis zu einem Viertel der bisherigen Wartungskosten gespart werden. fh

Iran will für Sicherheit am Persischen Golf sorgen

17. April 2012
Die Einmischung der westlichen Länder am Persischen Golf sorge für Instabilität, der Iran sei aber bereit, für die Sicherheit in der Region zu sorgen. Das sagte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag des iranischen Militärs am Dienstag, den 17. April. Das iranische Volk sei „das friedlichste Volk auf der ganzen Welt“, so Ahmadinedschad. „Gleichzeitig sind wir bereit, uns gegen jede noch so kleine Drohung zu verteidigen.“ 1979 hatte der iranische Revolutionsführer Ayatollah Rohollah Khomeini den 17. April  zum Tag des Militärs erklärt. Seitdem wird dieser Tag im Iran jährlich mit einer großen Militärparade gefeiert. fh

Iran investiert Milliarden Dollar in Ölraffinerien

17. April 2012
In diesem Jahr wird der Iran rund 40 Milliarden Dollar in Gas- und Ölraffinerien investieren. Das sagte laut der iranischen Nachrichtenagentur ILNA Irans Ölminister Rostam Ghasemi auf einer Pressekonferenz am Dienstag, den 17. April. Mit einem insgesamt 200 Milliarden Dollar kostenden  Entwicklungsprogramm wolle der Iran künftig 1,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas und mehr als 5 Millionen Barrel Erdöl pro Tag fördern, so der Ölminister. Zuvor hatte die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass der Iran bis Ende Juni 2012 täglich etwa eine Million Barrel weniger Erdöl fördern würde als zu Jahresbeginn. Laut Reuters sind die internationalen Sanktionen gegen den iranischen Finanz- und ... mehr »

Hacker veröffentlicht Millionen Bankdaten

16. April 2012
Der iranische Hacker Khosrow Zarei hat Dateninformationen von über drei Millionen elektronischen Bankkarten, die von zwanzig verschiedenen Bankunternehmen ausgestellt wurden, auf seinem Blog veröffentlicht. Zarei hatte zuvor bei der iranischen Firma Eniyak, die für das Installieren der Karten-Lesegeräte zuständig ist, gearbeitet. Die Veröffentlichung bedeute für die Kunden keinen Schaden, so Zarei. Als Motiv gab er an, die Kunden auf das „unsichere Bankensystem“ im Iran aufmerksam machen zu wollen. Nach der Veröffentlichung flüchtete der Hacker ins Ausland. Unterdessen hat die iranische Zentralbank die Bankkunden aufgefordert, die Pincodes ihrer EC-Karten ändern zu lassen. Die iranischen Abgeordneten wollen den Chef der Zentralbank zur Befragung ... mehr »

Inhaftierte Gewerkschaftler im Hungerstreik

16. April 2012
Der inhaftierte iranische Gewerkschafter Reza Shahabi befindet sich seit Samstag, dem 4. April, aus Protest gegen seine Haftbedingungen und die mangelnde medizinische Versorgung im Hungerstreik. Das meldete das iranische Nachrichtenportal Kalameh am Sonntag. Shahabi, Mitglied der Teheraner Busfahrergewerkschaft, leidet an schweren Nacken– und Wirbelsäulenerkrankungen und muss dringend operiert werden. Das Teheraner Revolutionsgericht verurteilte Shahabi zu 6 Jahren Haft und einem fünfjährigen Betätigungsverbot als Arbeiteraktivst. Dem Gewerkschaftler werden „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen. Shahabi wurde im Juni 2010 verhaftet und befindet sich seitdem im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis. fh

Iran stoppt Lieferungen von Luxuswaren

14. April 2012
Solange sich die europäischen Länder an die internationalen Sanktionen gegen den Iran halten, will das Land keine Luxuswaren aus Europa mehr importieren. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf die iranische Handelsbehörde „Trade Promotion Organization of Iran“ (tpo) am Samstag, den 14. April. Demnach werden seit zwei Tagen Luxuswaren von etwa 100 europäischen Händlern, darunter Möbel, Skulpturen, Luxuslampen oder auch Pralinen, nicht mehr eingeführt. Auf der Boykott-Liste stehen Firmen unter anderem aus den Ländern Deutschland, Belgien, Italien und Frankreich. fh

Chinesische Öltanker für den Iran

14. April 2012
Irans nationale Tanker-Gesellschaft (NITC) hat 12 Öltanker für 1,2 Milliarden Dollar bei chinesischen Firmen bestellt. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur FARS unter Berufung auf die internationale Presseagentur Reuters am Samstag, den 14. April. Die chinesischen Tanker sollen bis zu 2 Millionen Tonnen belastbar sein und hauptsächlich für den iranischen Erdölexport an asiatische Kunden eingesetzt werden. Der erste der chinesischen Tanker soll planmäßig in einem Monat an den Iran geliefert werden. Durch die Ausweitung der internationalen Sanktionen gegen den Iran auf dem Finanz- und Erdölsektor sind immer weniger ausländische Versicherungsfirmen bereit, Tanker zu versichern, die iranisches Erdöl transportieren. Mit dem Kauf ... mehr »

Umstrittener Besuch Ahmadinedschads

13. April 2012
Der Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad auf der Insel Abu Musa im Osten des Persischen Golfs habe das Hoheitsgebiet der Vereinten Arabischen Emirate verletzt. Das sagte der Außenminister der Emirate Abdallah bin Zayed gegenüber arabischen Nachrichtenagenturen am Donnerstag, den 12.April. Gleichzeitig rief das Außenministerium seinen derzeitigen Botschafter aus dem Iran ab. Die iranische Regierung bezeichnete den Besuch Ahmadinedschads auf Abu Musa als „innere Angelegenheit“. Am Mittwoch hatte Ahmadinedschad bei seiner Reise in die südliche iranische Provinz Hormozgan auch die Insel besucht. Zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten besteht seit Jahrzehnten keine Übereinstimmung darüber, zu welchem der Länder ... mehr »

Menschenrechtsaktivist Goudarzi freigelassen

13. April 2012
Der iranische Journalist Kouhyar Goudarzi wurde am Donnerstag, den 12.April, gegen eine Kaution in Höhe von 88.000 Dollar nach acht Monaten Haft vorübergehend aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis entlassen. Der 25-Jährige war Mitarbeiter der Menschenrechtsgruppe „Committee of Human Rights Reporters“ (CHRR) und wurde wegen seiner Menschenrechtsaktivitäten bereits mehrmals verhaftet. Zuletzt war Goudarzi Ende Juli 2011 kurz nach der Veröffentlichung des Berichts "Tagebuch aus Teheran" im Magazin „Spiegel“ verhaftet worden, in dem er seinen Alltag im Iran geschildert hatte. Danach wurde Goudarzi vom Teheraner Revolutionsgericht unter anderem wegen „regimefeindlicher Propaganda“ zu fünf Jahren Haft und Exil in der Stadt Zabol verurteilt. ... mehr »

Aktivisten der Grünen Bewegung vom Studium ausgeschlossen

12. April 2012
Den Schulabsolventen, die bei den „Unruhen“ nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 aktiv mitgewirkt hätten, werde die Aufnahme eines Studiums an iranischen Universitäten verweigert. Das sagte Irans Minister für Wissenschaft und Forschung, Kamran Daneshjoo, iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am  Mittwoch, den 10. April. „Wir werden nicht  zulassen, dass dieses Gedankengut an unsere Universitäten kommt“, so Daneshjoo. Damit weitete der Minister die Sanktionen gegenüber denjenigen, die an den Protesten gegen die umstrittenen Präsidentschaftswahlen vor zwei Jahren aktiv mitgewirkt haben, von bereits Studierenden auch auf diejenigen aus, die damals noch Schülerinnen und Schüler waren. fh

Iran bereit zu Atomgesprächen in Istanbul

12. April 2012
Iran will bei der bevorstehenden Verhandlungsrunde der Gruppe 5 + 1 neue Vorschläge zu seinem Atomprogramm unterbreiten. Das sagte der Chef des iranischen Sicherheitsrats, Saeed Jalili bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 10. April. Weitere Details gab er nicht bekannt. Iran sei bezüglich der Gespräche über sein Atomprogramm sehr optimistisch und hoffe, dass die Verhandlungspartner mit derselben Einstellung zu dem Treffen kämen, so Jalili . Dabei betonte der iranische Atomunterhändler,  der Westen müsse erkennen, dass er „durch seine Drohungen beim Iran nichts erreichen werde“. Am Samstag wird sich die Gruppe 5 + 1, bestehend aus den fünf ständigen Mitgliedern des ... mehr »

Iran meldet Verhaftung israelischer Terroristen

11. April 2012
Angehörige einer Terrorzelle, die angeblich im Auftrag von Israel mehrere Operationen im Iran durchführen sollte, sind von iranischen Sicherheitsbeamten verhaftet worden. Das meldete das iranische Informationsministerium am Dienstag, den 10. April. Dabei sollen explosives Material, Waffen, aber auch Kommunikations- und Funkgeräte sichergestellt worden sein. Weitere Informationen, etwa über die Herkunft der Männer, wurden bisher nicht bekannt gegeben. Die iranische Regierung wirft dem israelischen Geheimdienst vor, für mehrere Terroranschläge auf iranische Atomwissenschaftler verantwortlich gewesen zu sein. fh

Hunderte Arbeiter fordern ihre Löhne

11. April 2012
Etwa 800 Arbeiter der Metallfabrik Sanaee Felezi Iran haben sich am vergangenen Dienstag vor dem iranischen Präsidialamt versammelt, um für die Auszahlung ihrer seit Monaten unbezahlten Löhne zu demonstrieren. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ILNA am 10. April. Die meisten der Protestler sind Zeitarbeiter der Metallfabrik. Sie haben seit mehr als acht Monaten keinen Lohn bekommen. Einen Tag zuvor hatten sich bereits 650 Arbeiter des Autoherstellers Shahab Khodro vor dem Präsidialamt in Teheran versammelt. Sie protestierten gegen Massenentlassungen in ihrem Betrieb. fh

Neue Regelung für Befragung des Präsidenten

10. April 2012
Bei mehr als sechs unbefriedigenden Antworten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad auf Fragen von Parlamentskommissionen dürfen die iranischen Abgeordneten den Präsidenten künftig zur Befragung ins Parlament bestellen. 138 von 201 anwesenden Parlamentariern stimmten dieser Neuregelung zu, meldet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Dienstag, den 10. April. Ahmadinedschad steht wegen seines Haushaltbudgets unter harscher Kritik. Mit der neuen Regelung wollen die Abgeordnete den Präsidenten zwingen, ihre Fragen zum Haushalt zu beantworten. Unklarheiten gibt es unter anderem beim Thema Staatseinnahmen und -ausgaben sowie bei der Umsetzung der zweiten Stufe des „Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“. Das Gesetz sieht vor, durch den ... mehr »

Noch weniger Frauen im neuen Parlament

10. April 2012
Nur drei Frauen haben es bei der ersten Wahlrunde der iranischen Parlamentswahlen am 2. März ins neue Parlament geschafft. Das sagte die Fraktionschefin der Frauen im Parlament, Tayebeh Safaei, der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Montag, den 10. April. Damit sei der Frauenanteil niedriger als in der letzten Legislaturperiode, „in der es mit nur acht Frauen bereits wenige weibliche Abgeordnete gab“, so Safaei. Mit einer Frauenquote hätte ein Drittel der Kandidatenplätze weiblichen Bewerbern vorbehalten werden könne, so Safaeis Vorschlag: „Angesichts der Tatsache, dass etwa 49 Prozent der iranischen Bevölkerung Frauen sind, müssen die Verantwortlichen ihre Sichtweise ändern und Frauen mehr Chancengleichheit ... mehr »

Parlamentschef bittet Religionsführer um Hilfe

07. April 2012
Der Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani, hat in einem Brief an den Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei diesen gebeten, die Umsetzung der zweiten Stufe des „Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“ zu verhindern. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 7. April. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Situation des Landes und des neuen Jahresbudgets könne man dieses Gesetz nicht umsetzen, heißt es in dem Schreiben des Parlamentschefs. Laut Paragraf 110 des iranischen Gesetzbuchs könne der Revolutionsführer die Regierung von der Umsetzung des Gesetzes abhalten, schreibt Larijani weiter. Das Gesetz sieht vor, durch den Abbau von Subventionen eingesparte Gelder ... mehr »

Tausenden iranischen Landwirten droht Bankrott

07. April 2012
Wegen der hohen Energiepreise und des von der Regierung nicht kontrollierten Imports von Obst bestehe für etwa 40.000 iranische Landwirte Bankrottgefahr. Das sagte Enayatollah Biyabani vom Verein „Landwirtschaftshaus“ der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Samstag, den 7. April. Im vergangenen Jahr wurden im Iran etwa 4.500 Tonnen Zitrusfrüchten geerntet. Der Import weiterer Zitrusfrüchte würde die iranischen Obstplantagen ruinieren, so Biyabani. Im Februar hatte der Iran etwa 6.000 Tonnen Mandarinen aus Pakistan eingeführt, obwohl das iranische Landwirtschaftsministerium den Obstimport mit Ausnahme von Bananen verboten hat. fh

Irans Erdöl-Produktion drastisch gesunken

06. April 2012
Bis Ende Juni 2012 wird der Iran vermutlich täglich etwa eine Million Barrel weniger Erdöl fördern als zu Beginn dieses Jahres. Das meldete der iranische Sender Radio Farda unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters am 6. April. Laut dem Bericht produzierte der Iran im April täglich etwa 330.000 Barrel weniger als im Vormonat und damit fast 700.000 Barrel weniger als im Januar. 2011 förderte der Iran etwa 2.200.000 Barrel pro Tag. Die verschärften internationalen Sanktionen gegen den iranischen Finanz und Erdöl-Sektor sind nach Meinung von Experten die Hauptursache für den drastischen Rückgang. fh

Menschenrechtsaktivistin zu mehreren Jahren Haft verurteilt

06. April 2012
Die Menschenrechtsaktivistin Mansoureh Behkish wurde vom Revolutionsgericht in Teheran zur viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Grund für die Verurteilung ist vor allem die Gründung der Gruppe „Trauernde Mütter“ Das meldete die Human Rights Activists News Agency am Donnerstag, den 5. April.  Zudem wurde Behkish mit einem Ausreiseverbot belegt. Die Gruppe der „Trauernden Mütter“ besteht aus Frauen, deren Kinder während der Unruhen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2009 getötet wurden, verschwanden oder ins Gefängnis kamen. Auch Familien und Unterstützer von Opfern anderer Menschenrechtsverletzungen schlossen sich der Gruppe an. Die 55-jährige Menschenrechtsaktivistin Bekkish befindet sich seit dem 12. Juni 2011 in Haft. fh

Iran will mehr Zusammenarbeit mit der islamischen Entwicklungsbank

05. April 2012
Iran will seine Zusammenarbeit mit der Islamic Development Bank (IDB) ausweiten und bittet sie um mehr Unterstützung für produzierende iranische Unternehmen. Das sagte der iranische Wirtschaftsminister Seyyed Shamsoldin Hosseini der iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag, den 5.April. Weiter warb Hosseini bei seinem Treffen mit IDB-Bankchef Ahmed Mohammed Ali für intensivere Zusammenarbeit der Entwicklungsbank mit iranischen Privatinvestoren im Rahmen der nächsten Vierjahresplanung. Die 37.Konferenz der IDB fand in diesem Jahr im Sudan statt. Die IDB wurde 1975 von den Mitgliedern der Islamischen Konferenz gegründet und hat ihren Sitz in Dschidda in Saudi-Arabien. fh

Türkischer Außenminister bestellt iranischen Botschafter ein

05. April 2012
Das türkische Außenministerium hat den iranischen Botschafter in der Türkei, Bahman Hosseinpour, wegen Irans kritischer Äußerungen zur Konferenz der Freunde Syriens einbestellt, die am Sonntag in Istanbul stattgefunden hat. Das sagte der türkischer Außenminister Ahmet Davudoglu auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 4. April. Der iranische Diplomat soll zu der Aussage des iranischen Parlamentschef Ali Larijani Stellung nehmen, der die Teilnehmer des Treffens als „diejenigen, die Israel bestechen wollen“, bezeichnet hatte. Unterdessen haben sich einige iranische Parlamentarier gegen ein mögliches Treffen zur Atomverhandlung mit dem Westen geäußert. Die Türkei hatte kürzlich vorgeschlagen, eine neue Verhandlungsrunde mit der Gruppe 5 + ... mehr »

Iran könnte mit USA verhandeln

04. April 2012
„Unsere Strategie, mit der US-Regierung weder zu verhandeln noch jeglichen Kontakt zuzulassen, wird auf Dauer nicht standhalten. Schließlich sind die USA eine Weltmacht.“ Diese Sätze stammen aus einem geheimen Brief, den der Chef des iranischen Schlichtungsrats, Ayatollah Hashemi Rafsanjani, schon vor Jahren an den damaligen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini geschrieben hat. Das sagte Rafsanjani in einem Interview in der April-Ausgabe der iranischen Zeitschrift "International Studies Journal". Weiter soll Rafsanjani damals geschrieben haben, es gäbe für den Iran keinen Unterschied zwischen Russen, Chinesen und Amerikanern: „Wenn wir mit jenen verhandeln, dann können wir dies genauso mit den Amerikanern tun. Wir müssen ja ... mehr »

Iran will mehr ausländische Touristen anlocken

04. April 2012
Iran bereitet sich auf den Besuch von etwa sieben Millionen ausländischen Touristen pro Jahr vor. Das sagte der Chef der iranischen Behörde zum Erhalt des Kulturerbes und für Tourismus, Asadollah Mohammadpour, der iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Dienstag, den 3. April. Zudem seien die Verantwortlichen dabei, das Aufheben von Einreise-Visa für Staatsangehörige von mehr als 60 Ländern zu prüfen, so Mohammadpour weiter. Im vergangenen Jahr sollen etwa drei Millionen ausländische Touristen den Iran besucht haben. Kritiker stehen angesichts der instabilen politischen Lage des Landes diesen offiziellen Zahlen skeptisch gegenüber. Auch in der angekündigten Aufhebung der Visa sehen sie eher Staatspropaganda. fh

Iranische Zentralbank kassiert Millionen ab

03. April 2012
Die iranische Zentralbank soll wenige Stunden vor dem iranischen Neujahr am 20. März umgerechnet etwa vier Millionen Euro von mehreren staatlichen und privaten Banken bezogen haben. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 2. April. Die betroffenen Banken hätten während des Jahres Devisen von der Zentralbank erhalten, die besagte Summe sei die Differenz, die die Banken durch den An- und Verkauf von Devisen an die Zentralbank zurückzahlen müssten, so die offizielle Erklärung der iranischen Zentralbank. Unterdessen hat der Verband der Privatbanken die Zentralbank kritisiert, die Gelder ohne „Vorinformation“ und in einer „Übernacht-Aktion“ bezogen zu haben. Laut dem Bericht ... mehr »

Nourouz-Grüße aus dem Gefängnis

03. April 2012
Etwa 45 politische Gefangene haben zum iranischen Neujahr „Nourouz“ Botschaften aus dem Gefängnis gesendet. Das iranische Nachrichtenportal Kalameh veröffentlichte am Montag, den 2. April, eine Zusammenfassung. Die Nourouz-Grüße der Oppositionellen richten sich an ihre Familien, aber auch an die iranische Bevölkerung. Der Tenor: Die Hoffnung auf einen freien, friedlichen und demokratischen Iran. Der 59-jährige Rechtsanwalt Abolfattah Soltani etwa schreibt: „Die hohen Mauern des Gefängnisses werden nicht verhindern können, unsere Stimme den Freiheitskämpfern weltweit zu Gehör zu bringen.“Kalameh zufolge befinden sich die meisten der Verfasser im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis. Sie haben alle zum Neujahrsfest keinen Hafturlaub bekommen und mussten die Feiertage ... mehr »

Behörde verbietet Afghanen Parkzutritt

02. April 2012
In der historischen iranischen Stadt Isfahan haben Verantwortliche afghanischen Mitbürgern am Sonntag, den 1 April, verboten, die Parkanlage „Sofheh“ zu besuchen. Das meldete Isfahans örtliche Nachrichtenagentur IMNA. Da es im letzten Jahr am 1. April in dem Park zu Auseinandersetzungen zwischen afghanischen und iranischen Familien gekommen war, wolle man durch das Verbot den Schutz der Parkbesucher sicherstellen, so die offizielle Erklärung der Isfahaner Behörden. Die Entscheidung sorgte für viel Kritik von iranischen Menschenrechtsaktivisten. Sie bezeichneten sie als rassistisch und nicht hinnehmbar. Am 1.April feiern Iraner traditionell „Sizdah be dar“ und damit den 13. und letzten Tag der Nouruz-Feiertage. fh

Iran kritisiert Raketenabwehrsystem am Persischen Golf

02. April 2012
Iran werde entschlossen antworten, falls die Staaten am Persischen Golf der US-Regierung erlauben, ihre Raketenabwehrsysteme dort stationieren. Das sagte der Leiter der parlamentarischen Kommission für innere Sicherheit und Außenpolitik, Alaedin Boroujerdi, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR am Sonntag, den 1.April. Stattdessen schlug der Parlamentarier den Golfstaaten vor, mehr untereinander zu kooperieren, um so eine höhere Sicherheit in der Region zu erlangen. Damit reagierte Boroujerdi auf die gemeinsame Pressekonferenz der US-amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton und ihres saudischen Amtskollegen Saoud al-Faisal am Sonntag. Al-Faisal hatte dort mitgeteilt, dass beide Länder den Aufbau von Raketenabwehrsystemen in der Region planen. fh

Iran hilft Syrien beim Ölexport

31. März 2012
Trotz westlicher Sanktionen gegen Syrien stellt der Iran ein Tankerschiff bereit, um syrisches Erdöl im Wert von etwa 80 Millionen Dollar nach China zu transportieren. Das meldete der persischsprachige Sender Radio Farda unter Berufung auf die internationale Presseagentur Reuters am Freitag, den 30. März. Außer dem Iran setzt auch China ungeachtet der Sanktionen seine Geschäfte mit Syrien fort. Iran, selbst von westlichen Sanktionen betroffen, will seinen langjährigen Verbündeten Syrien unterstützen. Mehrmals haben die Machthaber in Teheran den syrischen Präsident Bashar Al-Assad für seinen Umgang mit den Regimegegnern und seine Standhaftigkeit gegenüber dem Westen gelobt. fh

Iranische Internationale Buchmesse hoch verschuldet

31. März 2012
Irans internationale Buchmesse schuldet ausländischen Verlegern etwa 6,5 Milliarden Euro. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 31. März. Die Summe ist durch den Verkauf fremdsprachiger Büchern bei der 24. Internationalen Buchmesse in Teheran im vergangenen Jahr entstanden. Die ausländischen Verleger drohen, sich nicht an der 25. Internationalen Buchmesse im Iran in einigen Monaten zu beteiligen, sollten die Schulden nicht beglichen werden. fh

Iran widerruft Akkreditierung für Reuters in Teheran

30. März 2012
Das iranische Kultusministerium hat die Presseakkreditierung von 11 Mitarbeitern der britischen Nachrichtenagentur Reuters in Teheran widerrufen. Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Freitag, den 30.März. Der Grund: Reuters habe in einem Videobericht über eine „Ninja-Schule“, in der iranische Kampfsportlerinnen trainiert werden, behauptet, dort würden tausende Ninjas zu möglichen Terroristinnen ausgebildet. Später änderte Reuters den Text des Berichtes in: „Dreitausend iranische Frauen werden hier zur Ninjas ausgebildet.“ Wie der iranische Fernsehsender Press-TV meldete, wollen die iranischen Kampfsportlerinnen gegen Reuters rechtlich vorgehen. „Ninja“ ist die japanische Bezeichnung für Kampfkünstler, die die Jahrhunderte alten Ninjutsu- Kampftechniken beherrschen. fh

Irans Erdöl-Export nach Japan drastisch gesunken

30. März 2012
Japan hat im vergangenen Monat im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres etwa 33 Prozent weniger iranisches Erdöl importiert. Das geht aus aktuellen Berichten hervor, die das japanische Wirtschaftsministerium am Freitag, den 30. März, veröffentlichte. Damit deckt iranisches Öl derzeit lediglich acht Prozent des japanischen Erdöl- Bedarfs. Die drastische Reduzierung sei die Folge der verschärften internationalen Sanktionen gegen den Iran, heißt es in dem Bericht. Japan bezieht jetzt stattdessen seinen weiteren Erdölbedarf aus den Staaten am Persischen Golf. fh

Erdogan zu Besuch im Iran

29. März 2012
Der Iran und die Türkei könnten durch intensive Kooperation viele der komplexen Probleme der Region lösen. Das sagte der Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani, am Mittwoch, den 28. März, nach seinem Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Teheran.  Erdogan äußerte sich über die wirtschaftliche Beziehung beider Länder äußerst zufrieden. Die Türkei und der Iran wollen bis 2015 ihr Handelsvolumen von derzeit 16 Milliarden auf 30 Milliarden Euro steigern. Die Türkei bemüht sich zudem, zwischen dem Westen und dem Iran im Atomstreit zu vermitteln und hat dafür eine neue Verhandlungsrunde mit der Gruppe 5+1,  bestehend aus den ... mehr »

Verzögerung neuer Gesetze

29. März 2012
Während der achten Legislaturperiode des iranischen Parlaments wurden von 298 beschlossenen Gesetzen lediglich acht Prozent rechtzeitig durch den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmdinedschad gegengezeichnet. Das meldet das iranische Nachrichtenportal Alef am Mittwoch, 28. März. Paragraf Eins des iranischen Zivilrechts verpflichtet den Präsidenten, vom Parlament beschlossene Gesetze innerhalb von fünf Tagen gegenzuzeichnen. Dann dürfen diese durch Zeitungen veröffentlicht werden. Falls das in der vorbestimmte Zeit nicht geschieht, darf der Chef des Parlaments die neuen Gesetze ohne Gegenzeichnung zur Veröffentlichung freigeben. Dem Bericht zufolge soll deshalb der Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani, im genannten Zeitraum 26 noch nicht vom Präsidenten gegengezeichnete Gesetze ... mehr »

Moussawi: Familienbesuch zu Nouruz

28. März 2012
Die Töchter des unter Hausarrest stehenden iranischen Oppositionsführers Mir Hossein Moussawi und seiner Frau Zahra Rahnavard durften anlässlich des iranischen Neujahrsfestes Nourouz ihre Eltern besuchen. Das meldete das iranische Nachrichtenportal Jaras am Dienstag, den 27. März. Dem Bericht zufolge dauerte der Besuch etwa dreieinhalb Stunden und fand im Beisein von Sicherheitsbeamten statt. Moussawis Töchter hätten sich im Anschluss an den Besuch positiv über die körperliche und seelische Verfassung ihrer Eltern geäußert, so Jaras. Die beiden iranischen Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi und Mehdi Karroubi stehen seit mehr als einem Jahr unter Hausarrest, Moussawi gemeinsam mit seiner Ehefrau. fh

Revolutionsgarde verhaftet angebliche Terroristen

28. März 2012
Die „Quds-Brigaden“, eine Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarde, haben angeblich eine „terroristische Gruppe“ an der südöstlichen Grenze des Irans zerschlagen. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch, den 28. März. Bei der Operation soll einer der mutmaßlichen Terroristen umgekommen, weitere zwei sollen festgenommen worden sein. Weiter seien Kommunikations- und Funkgeräte sowie explosives Material wie Granaten sichergestellt worden, so IRNA. Laut dem Bericht soll die Gruppe im Auftrag von ausländischen Nachrichtendiensten vor einigen Tagen in den Iran eingedrungen und seither von iranischen Sicherheitskräften beobachtet und verfolgt worden sein. Weitere Informationen etwa über die Herkunft der Männer wurden bisher nicht bekannt gegeben. fh

Zahl der Hinrichtungen im Iran gestiegen

27. März 2012
Laut Amnesty International (AI) wurden 2011im Iran 360 Menschen hingerichtet. Die Menschenrechtsorganisation veröffentlichte am 27. März ihren aktuellen Bericht. Demnach werden im Iran etwa zwei Drittel aller Todesstrafen wegen Drogendelikten verhängt. AI lägen aber auch Informationen vor, nachdem es weitere 247 „heimliche Hinrichtungen“ im Iran gegeben haben soll. Der Iran ist damit im zweiten Jahr in Folge nach China das Land mit den meisten Hinrichtungen. 2010 hatte das Land etwa 252 Vollstreckungen verzeichnet. fh

Iranerinnen schlagen Mexiko bei Tischtennis-WM

27. März 2012
Die iranischen Tischtennis-Damen haben bei der Team-Weltmeisterschaft in Dortmund  ihre mexikanischen Herausforderinnen mit 3:2 besiegt. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag, den 27. März. Nun werden die Iranerinnen gegen das armenische Team spielen. Bei der diesjährigen Tischtennis-WM sind 121 Herrenteams und 95 Damenmannschaften aus 146 Nationen dabei. fh

Kulturerbe in Gefahr

26. März 2012
In der iranischen Stadt Yazd sollen Bagger Teile von historischen Bauten im Viertel „Khalaf Bagh“ zerstört haben. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Montag, den 26.März. Kritiker behaupten, der Stadtrat wolle damit seine Pläne für den Bau von Parkplätzen in dem Stadtteil durchsetzen. Zudem werfen sie der iranischen Kulturerbe-Organisation (ICHO) vor, nichts dagegen zu unternehmen. In Yazd, einer der ältesten Städte Irans, stehen etwa 740 Hektar mit historischen Gebäuden unter Denkmalschutz. Mit der Zerstörung von historischer Baustruktur im „Bagh Khalif“-Viertel wird sich diese Fläche um etwa 80 Hektar reduzieren. fh

Iranische Regierung umgeht das Parlament

26. März 2012
Die iranische Regierung hat den Differenzbetrag in Höhe von 14 Euro pro Person zwischen der ersten und der zweiten Phase der so genannten Subventionsoptimierung an die Bevölkerung ausgezahlt. Dies meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 25. März. Es handelt sich dabei um Zahlungen in Höhe von 22 Euro monatlich pro Person, die der Iran von durch Subventionsabbau eingesparten Geldern direkt an die Bevölkerung auszahlt. Einige Parlamentarier, darunter auch Gholamreza Mesbahi Moghadam, bezeichneten die Auszahlung der Differenzbetrages als „gesetzeswidrig“, da das Parlament noch nicht über die Neubestimmungen zur zweiten Phase der Subventionsoptimierung entschieden habe. Die Regierung habe deshalb die Auszahlung ... mehr »

Mangelnde Unterstützung für iranische Frachtflotte

24. März 2012
Der Geschäftsführer der iranischen Schifffahrtsgesellschaft, Mohammad Hossein Dajmar fordert von der Regierung, das Gesetz zu einer stärkeren Förderung der iranischen Frachtflotte auch umzusetzen. Dies meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Samstag, den 24. März. „In der Vergangenheit wurden etwa 40 Prozent unserer Güter durch nationale Frachtflotten transportiert, bis heute ist diese Zahl um die Hälfte gesunken“, betonte Dajmar. Laut dem Gesetz sollen Aufträge des Staates für Warentransport ausschließlich an die iranische Frachtflotte vergeben werden. Dajmar kritisierte auch, dass die Regierung zu wenige Mittel für die Reparaturarbeiten an der Frachtflotte sowie für den Bau neuer Modelle freigebe. Iran besitzt derzeit etwa ... mehr »

Ahmadinedschad verhandelt in Tadschikistan

24. März 2012
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad verließ Teheran, um an den offiziellen Feierlichkeiten anlässlich des Neujahrsfestes „Nouruz“ in Tadschikistan teilzunehmen. Dies berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Samstag, den 24. März. Kurz vor seiner Abreise sagte Ahmadinedschad, neben seiner Teilnahme an  „Neujahrs Zeremonien“ werde er über die Erweiterung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Tadschikistan verhandeln, aber auch ein „Vierer-Treffen“ zusammen mit Vertretern aus Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan führen. Zu dem dreitägigen „Nouruz-Fest“ hatte der Tadschikische Präsident Emomalii Rahmon eingeladen. In den beiden Jahren zuvor war der Iran Gastgeber des offiziellen Nouruz-Festes, das in Teheran ausgerichtet wurde. fh

China liefert Überwachungstechnologie an Iran

23. März 2012
Iran soll mit dem chinesischen Telekommunikationsunternehmen ZTE einen Vertrag über die Lieferung von Überwachungstechnologien wie Abhörgeräte sowie Tools zum Internet-Filtering in Höhe von 130 Millionen Dollar beschlossen haben. Das berichtete die BBC Persian unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, den 22. März. Mit den Werkzeugen soll der Iran künftig nicht Telefongespräche abhören, sondern auch orten und damit Anrufer wie Internet-User besser verfolgen können. Iranische Menschenrechtsaktivisten gehen davon aus, dass sich die staatliche Kontrolle der Kommunikationsmedien damit künftig weiter verschärfen wird. fh

Offener Brief anlässlich 999 Tage Haftzeit

23. März 2012
Am 999. Tag der Inhaftierung des iranischen Journalisten Masoud Bastani  haben mehr als 80 Reporter seiner in einem offenen Brief gedacht. Der Brief wurde am Donnerstag, den 22. März, vom iranischen Nachrichtenportal Jaras veröffentlicht. Bastanis Berufsgenossen bezeichneten seine Verhaftung als „ungerecht“, er sei lediglich wegen seines Berufes als Berichterstatter verhaftet worden. Gleichzeitig nannten sie sein Durchhaltevermögen „ehrenwert“.  Der 33-jährige Journalist war wegen seiner Berichterstattung über die Demonstrationen nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juli 2009 in Teheran verhaftet und zur sechs Jahre Haft verurteilt worden. fh

Nouruz-Besuch bei Oppositionsführer

22. März 2012
Der Familie des unter Hausarrest stehenden Oppositionsführers Mehdi Karroubi wurde erlaubt, das iranische Neujahrfest Nourouz mit ihm zu verbringen. Das berichtete das iranische Nachrichtenportal Sahamnews am Mittwoch, den 21.März. Der zwölfstündige Besuch sei der erste seit vier Monaten gewesen, so Karroubis Sohn Mohammad Hossein Karroubi. Der Oppositionsführer soll gesagt haben, er sei voller Hoffnung, dass der politische Weg bald Erfolge erzielen werde. Zum ersten Mal habe der Besuch ohne das Beisein von Sicherheitsbeamten stattgefunden, so Sahamnews. Die beiden iranischen Oppositionsführer Mehdi Karroubi und Mir Hossein Moussawi stehen seit mehr als einem Jahr unter Hausarrest. fh

Öl-Embargo erfolglos

22. März 2012
Irans politische Standhaftigkeit führe dazu, dass die USA bei den Ölsanktionen „einen Schritt nach hinten gegangen“ seien. Das sagte der Leiter der parlamentarische Kommission für innere Sicherheit und Außenpolitik, Alaedin Boroujerdi, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ISNA am Donnerstag, den 22.März. In Zeiten der Wirtschaftskrise könnten die Europäer sich einfach keine erhöhten Erdölpreise leisten, so Boroujerdi. Dabei bezog sich der Parlamentarier auf die kürzlich gefällte Entscheidung der US-Regierung, elf europäische Länder vorübergehend von den gegen die iranische Zentralbank verhängten Finanzsanktionen auszunehmen. Als Grund hatte US-Außenministerin Hillary Clinton am Dienstag angegeben, dass diese Länder ihre Ölimporte aus dem Iran deutlich gesenkt hätten. fh

Israel und USA schicken Neujahrgrüße nach Teheran

21. März 2012
Der israelische Präsident Shimon Peres hat in einer Videobotschaft am Dienstag, den 20.März, dem iranischen Volk zum Neujahrsfest Nourouz gratuliert. “Ich wünsche den Iranern einen echten, wahren Feiertag, an dem sie Freiheit, Ehre und menschliche Würde erfahren können”, so Peres. “Es ist noch nicht zu spät, zu Ihrem großen persischen Erbe zurückzukehren, einem Erbe von Kultur und Werten, nicht von Bomben und Raketen.“ Auch US-Präsident Barak Obama schickte per Videobotschaft Nourouz-Grüße an die Menschen im Iran. Dabei versprach Obama dem iranischen Volk, in naher Zukunft neue technische Hilfsmittel anzubieten, um der staatlichen Internet-Zensur entkommen zu können. Die iranische Regierung blockiert ... mehr »

Größte Nourouz-Tafel

21. März 2012
Am Fuße der Bisutun-Berge in der westiranischen Provinz Kermanshah wurde mit 40 Metern Länge und 25 Metern Bereite die größte Nourouz-Tafel des Iran eingerichtet. Auf der Nourouz-Tafel „Sofreh-Haft-Sin“ platziert man traditionell sieben Elemente, die in der persischen Sprache den Anfangsbuchstaben „S“ tragen. Mit der Rekord-„Sofreh-Haft-Sin“ wolle man Besucher auf den historischen Ort aufmerksam machen, so die Verantwortlichen aus der Provinz Kermanshah. Die Bisutun-Berge sind vor allem durch die Behistun-Inschriften bekannt. Diese Abbildungen von Königen vor gefesselten Gefangenen ließ der Achämenidenkönig Darius etwa 520 Jahre vor Christus in einem Felsmassiv in großer Höhe einmeißeln. Die Inschriften wurden 2006 in die Liste ... mehr »

Nourouz-Fest“ hat begonnen

20. März 2012
Mit dem Frühlingsbeginn feiern am Dienstag, den 20. März, Millionen Menschen im Iran ihr Neujahrfest. "Nourouz", der „neue Tag", ist das größte Fest des iranischen Jahres. Es wird seit Jahrtausenden nicht nur von Iranern, sondern von mehr als 300 Millionen Menschen in vielen Regionen Zentralasiens sowie in den kurdischen Gebieten gefeiert. „Nourouz“ stammt aus vorislamischer Zeit und richtet sich nach dem Sonnenjahr. Seit 2010 ist das Nourouz-Fest von der UNESCO als "immaterielles Weltkulturerbe“ anerkannt. fh

Reaktionen auf „Nourouz“

20. März 2012
Der iranische Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei rief in seiner Rede anlässlich des „Nourouz-Festes“ für das neue Jahr zur „Förderung der nationalen Produktion und Unterstützung von iranischen Investoren“ auf. Nur durch ein Wachstum der nationalen Produktion könne man dem massiven internationalen Druck Widerstand leisten. Dabei rief Khamenei alle iranischen Unternehmer dazu auf, ihr Land im nächsten Jahr mit noch mehr Tatkraft wirtschaftlich voranzutreiben. Auch die Nourouz-Rede von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezog sich auf die ökonomische Situation des Landes. „Wir müssen uns in den Bereichen Technologie, Industrie und Wirtschaft mit vollem Elan weiterentwickeln“, so Ahmadinedschad in seiner Ansprache. fh

Iranischer Arbeitsminister unter Druck

19. März 2012
Einige Abgeordnete wollen den iranischen Arbeitsminister Abdolreza Sheikholeslami zur Befragung ins Parlament rufen. Das sagte der Parlamentsvizepräsident Mohammadreza Bahonar am Sonntag der iranischen Nachrichtenagentur FARS. Die Parlamentarier kritisieren den Minister wegen der Ernennung Saeed Mortazavis zum neuen Geschäftsführer der „Organisation für soziale Sicherheit“. Mortazavi verfüge nicht über die “notwendige Kompetenz und das notwendige Wissen”, um diese Organisation zu leiten. Mortazavi hatte Ende 2009 sein Amt als Teheraner Staatsanwalt räumen müssen, nachdem Fälle von Folter und Tod von Gefangenen im Gefängnis Kahrizak bekannt geworden waren. Irans Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad  setzte ihn daraufhin zunächst als Leiter einer Sondereinheit zur Schmuggelbekämpfung ein. fh

Britische Internetseite blockiert

19. März 2012
Der britische Außenminister William Hague kritisiert die iranische Regierung für die Blockierung seiner Internetseite „UK for Iranians“. Die Webseite mit einer persönlichen Video-Botschaft von Hague war von der britischen Regierung erst am Mittwoch online gestellt worden. Sie soll eine direkte Verbindung zur iranischen Bevölkerung schaffen und auf Englisch und Farsi unter anderem über aktuelle politische Stellungnahmen Großbritanniens informieren, heißt es in der Erklärung des Außenministers. Hague bedauerte die Sperrung der Webseite. Die iranische Regierung verbiete ihrer Bevölkerung jeglichen Kontakt zur Außenwelt, so Hague. fh

Iran warnt Israel vor Militärangriff

17. März 2012
Sollte Israel den Iran militärisch angreifen, wäre dies „das Ende seiner eigenen Existenz“. Das sagte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi in einem Interview, berichtet BBC Persian unter Berufung auf einen dänischen Fernsehsender am Freitag, den 16. März. „Israel ist so klein, dass es einen Krieg gegen den Iran nicht einmal eine Woche lang durchhalten würde“, sol Salehi weiter gesagt haben. In den vergangenen Wochen haben sich die politischen Spannungen zwischen Iran und Israel verschärft. Israel hatte dem Iran mehrmals gedroht, iranische Atomanlage zu bombardieren, sollte das Land im Streit um sein Atomprogramm nicht einlenken. fh

Revolutionsgarde übernimmt Milliarden-Metroprojekt

17. März 2012
Die iranische Holding Khatam El-Anbia hat einen Milliardenvertrag zum Ausbau der Metro in der iranischen Stadt Täbris unterschrieben. Das berichtet die Nachrichtenagentur IRNA am Freitag, den 16. März. Demnach wird Khatam El-Anbia eine Milliarde Dollar für den Bau einer Bahnstrecke von 22 Kilometern Länge und etwa 20 Stationen bekommen. Khatam El-Anbia ist eine der mächtigsten Firmen der iranischen Revolutionsgarde „Pasdaran“. Der Garde ist es gelungen, sich nicht nur auf der militärischen Ebene, sondern auch wirtschaftlich zu einer großen Macht im Iran zu entwickeln. fh

Rafsandschani erneut Vorsitzender des Schlichtungsrates

16. März 2012
Ayatollah Akbar Haschemi Rafsandschani wurde vom iranischen Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei für weitere fünf Jahre zum Vorsitzenden des iranischen Schlichtungsrats ernannt. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Donnerstag, den 15. März. Rafsandschani ist bereits seit 1988 Vorsitzender des Rats. Die bis zu 44 Mitglieder des Schlichtungsrates werden direkt vom Religionsführer ernannt. Sie haben unter anderem die Aufgabe, bei Konflikten zwischen den drei Staatsgewalten Legislative, Exekutive und  Judikative, aber auch zwischen dem Wächterrat und dem Parlament zu vermitteln. Einige frühere Mitglieder des Rates wurden von Ayatollah Khamenei nicht wieder berufen, darunter Mir Hossein Moussawi. Der seit mehr als einem Jahr ... mehr »

Sandsturm gefährdet die Gesundheit von Millionen Iranern

16. März 2012
Seitndrei Tagen toben starke Sandstürme in der Provinz Lorestan am Zagrosgebirge im Südwesten des Irans. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Freitag, den 16.März. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits einundachtzig Sandsturm-Tage in der Region verzeichnet. Neben der Provinz Lorestan waren 20 weitere Provinzen von Sandstürmen betroffen. Die Stürme bergen die Gefahr von Atemswegserkrankungen für Millionen Iraner. Sie kommen aus dem Nachbarland Irak in den Iran. Experten bemängeln die fehlende Ursachenforschung und das Fehlen von Gegenmaßnahmen durch die Behörden. fh

Präsidenten-Auftritt vor dem iranischen Parlament sorgt für Unmut

15. März 2012
In einem offenen Brief kritisieren sieben Abgeordnete des iranischen Parlaments den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Dessen Antworten auf die Fragen der Parlamentarier zu seiner Wirtschafts- und Haushaltspolitik hätten  zur „Verdrossenheit des gesamten Staatssystems“ geführt, heißt es in dem Schreiben, das die iranische Nachrichtenagentur MEHR am 15. März veröffentlichte. Ahmadinedschad habe die Fragen der Parlamentarier nicht ernst genommen und damit statt für Aufklärung für neue Konflikte gesorgt. Ein weiterer Abgeordneter, Ghodratallah Alikhani, sagte, er hoffe, dass das Parlament Ahmadinedschad bald entmachte. Am Mittwoch war Ahmadinedschad zur Befragung ins Parlament bestellt worden. Es war das erste Mal seit der iranischen Revolution vor ... mehr »

Iran liefert medizinische Versorgungsmittel an Syrien

15. März 2012
Laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA trafen am Donnerstag, den 15. März, etwa 40 Tonnen medizinische Versorgungsmittel aus dem Iran in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein. Der iranische Botschafter in Syrien, Mohammadreza Raouf Sheibani, sagte, dies sei „das erste Hilfspaket aus Teheran für die syrischen Freunde“. Weitere drei Hilfslieferungen mit Nahrungsmitteln, Zelten und Krankenwagen würden bald folgen, so der Botschafter. Syrien zählt seit Jahren zu den engsten Verbündeten Irans in der arabischen Welt. Auch nach den Protesten der syrischen Bevölkerung gegen die Regierung von Bashar Al-Assad hält die iranische Regierung zu den Machthabern des syrischen Staats. fh

Tausende Iraner feierten „Chahrshanbeh Souri“

14. März 2012
Am Dienstagabend haben Tausende Iraner ihr das traditionelle  Feuerfest  gefeiert. „Chahrshanbeh Souri“ fiel in diesem Jahr auf den 13.März. Das Jahrtausende alte Fest wird jedes Jahr in der Nacht auf den letzten Mittwoch des iranischen Kalenderjahres gefeiert. Das dann folgende Neujahrfest „Nourouz“ findet in diesem Jahr am 20. März statt. Zu den Ritualen des Feuerfestes gehört, dass die Menschen in ihren Wohnvierteln Feuer entzünden und darüber springen. Gesänge sollen das Feuer beschwören, alle Krankheiten zu verbrennen und im neuen Jahr Gesundheit zu bringen. Islamische Geistliche bezeichnen das Feuerfest als „Ritual des Aberglaubens“: Seit der iranischen Revolution vor 33 Jahren versuchen ... mehr »

UN-Menschenrechtsbericht sorgt für Diskussion

14. März 2012
Mohammad Javad Larijani, der Chef des iranischen Menschenrechtskomitees, kritisierte den neuen Menschenrechtsbericht der Vereinten Nationen (UN). Die dort gegen den Iran erhobenen Vorwürfe seien „falsch und nicht nachweisbar“, so Larijani, der Bericht sei „politisch manipuliert“. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 13. März. Ein Tag zuvor hatte der UN-Menschenrechts-Sonderbeauftragte für den Iran, Ahmed Shaheed, in einem Bericht dem Iran vorgeworfen, massiven Druck auf Journalisten auszuüben, Inhaftierte zu foltern, Prozesse nicht ordnungsgemäß abzuhalten und Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zu verfolgen. Shaheed sagte in einem Interview mit BBC Persian, sein Bericht basiere auf Beweismaterialien und Aussagen von 160 iranischen Bürgern. fh

SMS schockt Iraner

13. März 2012
Tausende Iraner bekamen laut einem Bericht der iranischen Zeitung Shargh am 12. März eine Mobilfunk Kurznachricht von der Behörde zur Lenkung und Optimierung von Subventionen, die folgende Aufforderung enthielt: „Kommen Sie vorbei und unterschreiben Sie, dass Sie auf Ihr Fördergeld verzichten wollen.“ Die SMS hätten nicht nur Gutverdiener, sondern auch Arbeiter und andere Geringverdiener erhalten, berichtete Shargh. Es geht dabei um Zahlungen in Höhe von 22 Euro monatlich pro Person, die der Iran von durch Subventionsabbau eingesparten Geldern direkt an die Bevölkerung auszahlt. Die Auszahlung erfolgt alle zwei Monate bedingungslos und ohne Bedarfsprüfung. Kürzlich hatte die Regierung allerdings mitgeteilt, dass ... mehr »

Ehrung für iranischen Oscar-Preisträger verboten

13. März 2012
Die geplante Ehrenveranstaltung für den mit einem Oscar ausgezeichneten iranischen Filmregisseur Asghar Farhadi wurde vom iranischen Kultusministerium untersagt. Die Feier sollte am 12. März in Teheran stattfinden, berichten iranische Nachrichtenagenturen. Das Verbot der Feier wurde von mehreren iranischen Filmschaffenden in einem offenen Brief bedauert. Farhadi war am Freitag nach Teheran zurückgekehrt. Sein bereits mit mehr als 20 internationalen Preisen ausgezeichneter Film „Nader und Simin – eine Trennung“ hatte bei den diesjährigen Oscarverleihungen in den USA die Auszeichnung als „Bester ausländischer Film“ erhalten. fh

Iran wird Syrien weiterunterstützen

12. März 2012
Die syrische Bevölkerung könne ihre Forderungen nur im Rahmen der Reformpläne von Präsident Bashar Al-Assad erreichen. Das sagte der stellvertretende iranische Außenminister Hossein Amirabdollahian der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Montag, den 12. März. „Dabei werden wir Syrien in jeder Hinsicht unterstützen“, so Amirabdollahian weiter. Die Länder, die durch Waffenlieferungen den Widerstand gegen Assad unterstützten, seien auch für die Instabilität Syriens verantwortlich, sagte der iranische Diplomat. Zuvor hatten syrische Oppositionelle dem Iran wiederholt vorgeworfen, das syrische Regime militärisch zu unterstützen und systematisch bei der Niederschlagung der Aufstände mitgeholfen haben. fh

Rupien statt Dollar für iranisches Erdöl

12. März 2012
Indien wird künftig 45 Prozent seines Erdöl-Imports aus dem Iran in seiner Landeswährung Rupie statt mit Dollar zahlen. Dies meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Sonntag, den 11. März, unter Berufung auf den Sprecher der indischen Wirtschaftsdelegation in Teheran, Arita Mahta. Zurzeit importiert Indien jährlich Erdöl im Wert von etwa 9 Milliarden Dollar aus dem Iran. Am Samstag besuchte eine indische Wirtschaftsdelegation aus 80 Teilnehmern den Iran. Die beiden Länder haben dabei auch beschlossen, ihr Handelsvolumen in den nächsten vier Jahren auf 25 Milliarden Dollar zu steigern. Die vom Westen gegen den Iran verhängten Finanzsanktionen erschweren dem Land Finanztransaktionen mit ... mehr »

Irans Parlament befragt Präsidenten

10. März 2012
Die iranischen Abgeordneten haben Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Mittwoch zur Befragung ins Parlament bestellt. Dies melden die iranischen Nachrichtenagenturen. Im Dezember hatten 79 von 290 Parlamentariern den Befragungsantrag an Ahmadinedschad unterschrieben. Dabei geht es vor allem um seine Entscheidungen im Wirtschafts- und Finanzsektor. Die Fragen der Abgeordneten mussten zunächst von sechs zuständigen Kommissionen im Parlament überprüft werden. Laut offizieller Bestimmungen des Parlaments wird der Präsident 75 Minuten Zeit haben, sich zu äußern. Im vergangenen Jahr war es im Iran häufig zu Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und dem Parlament gekommen. fh

Iranischer Oscar-Preisträger in Teheran

10. März 2012
Der iranische Regisseur und Oscar-Preisträger Asghar Farhadi ist am Freitagabend in Teheran angekommen. Dies berichteten iranischen Nachrichtenagenturen am Freitag, den 9.März. „Ich werde bald alle meine Filmpreise dem iranischen Kino-Museum widmen“, sagte Farhadi bei seiner Ankuft am Flughafen Imam Khomeini. Farhadis Film „Nader und Simin - Eine Trennung“ wurde bereits mit mehr als 20 internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt er den Oscar in der Kategorie „Bester ausländischer Film“. Farhadi sagte, das beste Geschenk wäre für ihn, wenn das iranische Kultusministerium das „Haus des Kinos“ wieder eröffnen würde. Der Verband iranischer Filmschaffender war Anfang Januar ohne offiziellen Gerichtsbeschluss von dem ... mehr »

Irak schuldet Iran 500 Millionen Dollar

09. März 2012
Irak schulde dem Iran 500 Millionen Dollar für Stromlieferung der vergangenen drei Jahre, die er „bald begleichen“ müsse. Das sagte der iranische Energieminister Madjid Namjou nach seinem Treffen mit dem irakischen Minister am Donnerstag laut der iranischen Agentur ILNA. Trotz der offenen Rechnungen zeigte Namjou sich zuversichtlich und betonte, der Iran habe seine Stromlieferungen an den Irak erweitert und liefere derzeit 12.000 Megawattstunden (MWH) an den Irak. Zudem liefen die Vorbereitungen für das Strom-Projekt zwischen den vier Ländern Iran, Irak, Libanon und Syrien weiter, so der Energieminister. Damit will der Iran künftig neben dem Irak auch Syrien und Libanon mit ... mehr »

Irans renommierte Schriftstellerin Simin Daneshvar verstorben

09. März 2012
Die berühmte iranische Buchautorin und Übersetzerin Simin Daneshvar ist am Donnerstagabend im Alter von 90 Jahren in ihrem Haus in Teheran verstorben.  Das meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am 8. März. Daneshvar wurde 1921 in der iranischen Stadt Shiraz geboren, später studierte sie an der Teheraner Universität und promovierte in persischer Literatur. Daneshvar gilt mit der Veröffentlichung ihrer Sammlung persischer Kurzgeschichten als Vorreiterin unter iranischen Frauen. Ihr berühmtestes Werk „Siavashun“, zu Deutsch „Trauender um Siavash“, wurde 1962 zum Besteller und in 17 Sprachen übersetzt. Daneshvar war erste Vorsitzende des iranischen Schriftstellervereins. Zu ihrem Lebenswerk gehören nicht nur zahlreiche eigene Kurzgeschichten und ... mehr »

Oppositionsführer boykottierte Parlamentswahlen

08. März 2012
Der Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi, der seit mehr als einem Jahr unter Hausarrest steht, hat an den iranischen Parlamentswahlen am 2. März nicht teilgenommen. Das habe Moussawi bei einem Treffen mit seinen Töchtern am Sonntag, den 4. März, mitgeteilt, berichtete das iranische Nachrichtenportal Kalameh am Mittwoch. An seiner politischen Haltung habe sich nichts geändert, so Moussawi weiter. Die politischen Reformer hatten zu einem Boykott der Wahlen aufgerufen. Unterdessen hat sich die Ehefrau des zweiten arrestierten Oppositionsführers Mehdi Karroubi besorgt über den Zustand ihres Mannes geäußert, den sie seit über drei Monaten nicht mehr habe besuchen dürfen. Sein gesundheitlicher Zustand sei ... mehr »

Menschenrechtspreis für iranische Aktivistin

08. März 2012
Die inhaftierte studentische Aktivistin Bahareh Hedayat ist mit dem ersten Harald-Edelstam-Preis ausgezeichnet worden. Das meldete die persischsprachige Webseite der Deutschen Welle DW Farsi am Mittwoch, den 7.März. Hedayat habe sich “mit außergewöhnlichem Mut und Gerechtigkeitssinn gegen die im Iran stattfindenden Menschenrechtsverletzungen engagiert“, heißt es in der Begründung der Jury. Die 29-Jährige ist Vorstandsmitglied der größten iranischen Studentenorganisation “Tahkim-e Vahdat”  und war im Dezember 2009 verhaftet worden. Ihr wurden unter anderem „Interviews mit ausländischen Medien, Beleidigung des religiösen Führers und Gefährdung der nationalen Sicherheit“ vorgeworfen. Hedayat wurde deshalb zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der internationale Preis der Harald-Edelstam-Stiftung wird am 16. ... mehr »

Iran warnt vor Druck bei Atomverhandlungen

07. März 2012
Wenn der Westen bei den Atomverhandlungen weiterhin auf Druckmittel setze, würden diese „zu nichts führen“, sagte der Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani, am Mittwoch laut der iranischen Nachrichtenagentur MEHR. „Denn mit Drohungen kann man vom Iran nichts bekommen“, so Larijani weiter.  Dabei bezog er sich auf den jüngsten Vorschlag der Außenministerin der Europäischen Union Catherine Ashton, über den Atomstreit mit dem Iran bald neu verhandeln zu wollen. Larijani warnte den Westen davor, Iran „ständig unter dem Deckmantel der Menschenrechte“ unter Druck zu setzen. „Wir sind das demokratischste Land im Nahen Osten“, so der iranische Parlamentspräsident. fh

Iranische Studenten im Ausland warten auf ihr Geld

07. März 2012
Weltweit warten etwa 26.000 iranische Studenten auf ihre Studien-Fördergelder aus dem Iran. Das sagte der für Auslandstudenten und Stipendien zuständige Abteilungsleiter des iranischen Wissenschaftsministerium, Hassan Moslemi Naieni, am Mittwoch der iranischen Zeitung Shargh. Laut Gesetz dürfen Antragsteller halbjährlich ein staatliche Studienförderung in Höhe von 1.000 bis 5.000 Dollar erhalten. „Wir wissen, dass die Zentralbank das Geld an die zuständigen Banken weitergeleitet hat, aber anscheinend befolgen diese Banken die Anordnung der Zentralbank nicht, das Geld ins Ausland zu überweisen“, so Naieni. Die vom Westen gegen den Iran verhängten Finanzsaktionen erschweren dem Land seit Monaten Finanztransaktionen mit dem Ausland. fh

Sechs Jahre Haft für iranische Journalistin

06. März 2012
Die iranische Journalistin Nazanin Khosravani musste am Montag, den 5. März, im Teheraner Evin-Gefängnis ihre sechsjährige Haftstrafe antreten. Das meldet BBC Persian unter Berufung auf „sichere Quellen“. Das Urteil gegen Khosravani wurde am 16. April 2011 vom Teheraner Revolutionsgericht gefällt. Ihr wird unter anderem „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ vorgeworfen. Seit dem Urteil befand  sich die 35-Jährige gegen eine Kaution in Höhe von 500 Tausend Dollar auf freiem Fuß. Zuvor war Khosravani im November 2010 in ihrem Elternhaus verhaftet und ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden. Dort verbrachte sie 132 Tage überwiegend in Einzelhaft. Die Journalistin arbeitete jahrelang für so genannte reformorientierte ... mehr »

Russisch für Mullahs

06. März 2012
Nach Arabisch, Englisch, Französisch werde im Iran bald auch Russisch als Fremdsprache für Theologiestudenten gelehrt. Das sagte der Leiter der Fremdsprachenabteilung der Theologie- und Islamwissenschaftlichen Universität Bagher Oloum in der Stadt Quom, Seyyed Mahmoud Moussawi. „Russisch gehört international zu den sechs wichtigsten Fremdsprachen. Rund 250 Millionen Menschen weltweit beherrschen diese Sprache. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass unsere Theologiestudenten sich diese Sprache aneignen sollten“, sagte Moussawi der iranischen Zeitung Shargh am 6. März. Auch Deutschkurse werden seit kurzem an der Bagher-Oloum-Universität angeboten. „Im Moment nehmen daran etwa 30 Studenten teil. Aber auch diese Kurse werden wir erweitern“, so Moussawi. fh

Endergebnisse der Parlamentswahlen

05. März 2012
225 von 290 Abgeordneten der 9. Legislaturperiode des iranischen Parlaments stehen nun fest. Das sagte der iranische Innenminister Mostafda Nadjar auf einer Pressekonferenz am Montag, den 5. März. In einer zweiten Wahlrunde werden 130 Kandidaten um die restlichen 65 Plätze kämpfen, in deren Wahlkreisen bislang kein Bewerber die erforderliche 25-Prozent-Hürde überwinden konnte. Auch in der Hauptstadt Teheran wird es zu Stichwahlen kommen. Bei der Abstimmung am 2. März gelang dort nur in fünf von 30 zu Wählenden Kandidaten der Einzug ins Parlament, so Nadjar. Die Wahlbeteiligung soll offiziellen Angaben zufolge landesweit bei 64,2 Prozent gelegen haben. Das wären elf Prozent ... mehr »

18 Jahre Gefängnis für iranischen Anwalt

05. März 2012
Der iranische Rechtsanwalt Abdolfatah Soltani ist zu einer Haftstrafe von 18 Jahren mit Verbannung in die südiranische Stadt Borzajan und zu zwanzig Jahren Berufsverbot verurteilt worden. Das Urteil fällte Berichten iranischer Presseagenturen zufolge das iranische Revolutionsgericht in Teheran am Sonntag, den 04.März. Soltani war wegen der Vorwürfe “regimefeindlicher Propaganda”, der “Gründung des Zentrums zum Schutz der Menschenrechte”, das vom Regime als illegale Organisation eingestuft wird, und der “Versammlung mit systemfeindlicher Absicht” angeklagt. Außerdem soll der 59-Jährige durch den Erhalt des Nürnberger Menschenrechtspreises im Oktober 2009 „illegales Einkommen“ bezogen haben. Der Nürnberger Menschenrechtspreis wird von der Stadt Nürnberg seit 1995 im ... mehr »

Zweite Wahlrunde

04. März 2012
Im Iran wird es in mehr als dreißig Wahlkreisen zu einer zweiten Runde bei der Parlamentswahl kommen. Das geht aus der aktuellen Hochrechnung des Wahlkomitees von Sonntag, dem 4. März, hervor. Betroffen sind unter anderem Großstädte wie Täbris,  Mashhad und Rasht, meldet die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Laut Paragraf 9 des Parlamentswahlrechts müssen die Kandidaten in der ersten Wahlrunde mindestens ein Viertel der Stimmen bekommen. Ist das nicht der Fall, kommt es zu Stichwahlen zwischen den Kandidaten mit den höchsten Stimmanteilen. Die Nachwahl wird einen Monat nach der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse der Parlamentswahlen vom 2. März stattfinden. Unterdessen stehen die ... mehr »

Russische Bank sperrt Konten iranischer Diplomaten

04. März 2012
Die russische Großbank VTB24 will die Konten der iranischen Botschaft blockieren. Das berichtet der iranische Botschafter in Moskau, Mohammad-Reza Sajadi, am Freitag, den 2. März, in seinem Blog: „Alle Mitarbeiter der Botschaft sollen ihr Geld bis Freitag, 18 Uhr, von ihren VTB-Konten abheben, ansonsten werden die Konten geschlossen und das Geld beschlagnahmt“, schreibt Sajadi dort. Dies habe die Leitung der Bank einem Botschaftsmitarbeiter, der für die Kooperation mit den Banken zuständig sei, gegenüber angeordnet. Der Botschafter selbst berichtet, dass seine Kontokarte bereits gesperrt sei. Sajadi vermutet hinter dieser Entscheidung massiven Druck der US-Regierung auf Russland, sich den Finanzsanktionen gegen den ... mehr »

Die ersten Wahlergebnisse

03. März 2012
Die ersten Ergebnisse aus mehr als 14 Wahlkreisen und damit 21 Parlamentarier liegen bereits vor. So die 34.Offizielle Erklärung des Wahlkomitees beim iranischen Innenministerium am Samstag, den 03.März. „Gleich gestern Nacht nach dem Schließen der Wahllokale fingen die Verantwortlichen mit der Auszählung der Stimmzetteln an“ so das Komitee. Bis zu 70 Prozent sollen bei den Parlamentswahlen abgestimmt haben, meldet die iranische Nachrichtenagentur MEHR bei ihrer Prognose. Zuvor wurde vom iranischen Innenministerium  gesagt, dass die ersten Wahlergebnisse bei kleineren Städten innerhalb 48 Stunden und bei größeren Städten bis Montag, den 05. März bekannt werden können. fh

Autobrücken in Teheran einsturzgefährdet beim Erdbeben

03. März 2012
168 Autobrücken wurden in letzter Zeit in Teheran auf ein Einsturzrisiko beim Erdbeben getestet, die meisten von ihnen haben den Sicherheitstest nicht bestanden. So der Stellvertretender Leiter des Verkehrsamtes beim Teheraner Stadtrat, Jafar Tashakori Hashemi der iranischen Zeitung Shargh am Samstag, den 03.März gegenüber. Die meisten Teheraner Bauwerke seien mehr als 250 Jahre alt und „es bedarf an vielen Stellen, unter anderem auch bei den Brücken an Bausanierungen“, betonte Tashakori Hashemi. In Teheran gibt es etwa 276 Autobrücken, 30 Prozent davon sind mehr als 30 Jahre alt. fh

Die ersten Prognosen der Wahlbeteiligung

02. März 2012
Die Öffnungszeiten der Wahllokale bei der heutigen Parlamentswahl im Iran wurden von 10 auf 13 Stunden verlängert. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur MEHR unter Berufung auf das iranische Innenministerium. Laut offiziellen Angaben liegt die Wahlbeteiligung derzeit bei etwa 60 Prozent. Dabei soll Teheran einen neuen Rekord erreicht haben, so der Gouverneur der iranischen Haupstadt, Morteza Tamadon. Ardeshir Amir Ajomand, Rechtsberater des unter Hausarrest stehenden Reformpolitikers Mir Hossein Moussawi, sagte in einem Fernseh-Interview mit BBC Persian dagegen, die Wahlbeteiligung „vor allem in größeren Städten“ sei diesmal „sehr niedrig“. Ajomand ist auch Mitglied des Koordinationsrats „Rahe Sabze Omid“ („Grüner Pfad der Hoffnung“), der ... mehr »

Wahlaufseher

02. März 2012
Etwa 250.000 Wahlaufseher, davon 40 Prozent Frauen, würden die Parlamentswahlen im Iran landesweit überwachen. Das teilte laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA das Wahlbeobachtungskomitee des Iran am Freitag mit. Das geistliche Kontrollorgan überprüft unter anderem die rechtmäßige Durchführung der Wahlen. Bis zur Stunde sollen dem Komitee etwa 540 Fälle von „Verstößen beim Wahlvorgang“ gemeldet worden sein. Die Opposition hatte dem Wächterrat bei den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 vorgeworfen, die „manipulierten Wahlergebnisse“ des Innenministeriums „fälschlicherweise“ bestätigt zu haben. fh

Parlamentswahlen im Iran

02. März 2012
Seit heute Morgen um 5:30 Uhr (MEZ) haben 46.924 Wahllokale im Iran geöffnet. Innerhalb der nächsten zehn Stunden können nun über 48 Millionen Wahlberechtigte, darunter vier Millionen Erstwähler, ihre Stimme für die 9. Legislaturperiode des iranischen Parlaments abgeben. Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei betonte nach seiner Stimmabgabe, angesichts der „massiven Bedrohungen durch das Ausland “seien diese Wahlen von besonderer Bedeutung. Ayatollah Akbar Hashemi Rafsanjani, der Vorsitzende des Schlichtungsrates, äußerte nach seiner Stimmabgabe die Hoffnung, dass am Ende der Wahl „hoffentlich die vom Volk gewünschten und gewählten Kandidaten“ stünden. Rafsanjani und einigen seiner Familienangehörigen wird von Regierungskreisen Korruption vorgeworfen, sie stehen seit ... mehr »

Pressebegleitung der Parlamentswahlen

02. März 2012
350 ausländische Journalisten von 174 verschiedenen internationalen Medien werden aus dem Iran über die Parlamentswahlen berichten. Das sagte der Leiter der ausländischen Presseabteilung des iranischen Kultusministeriums, Mohammad Javar Aghajari, der iranischen Nachrichtenagentur FARS am Donnerstag. Zudem seien etwa 1.300 iranische Journalisten, die für nationale Medien berichten, akkreditiert. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte die „Pressezensur“ im Iran. Visumsanträge mehrerer ausländischer Journalisten seien kurzfristig und ohne triftige Gründe von den Pressestellen iranischer Botschaften abgelehnt worden, so Joe Stark, Leiter der Nahost-Abteilung von HRW. fh

Elektronische Wahl als Testversion

01. März 2012
In 14 von 207 Wahlbezirken im Iran wird bei den Parlamentswahlen am 2. März neben dem normalen Wahlverfahren testweise auch eine elekronische Wahl möglich sein. Das kündigte der Pressesprecher des iranischen Wächterrats, Abbasali Kadkhodaie, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag an. Sollten die Geräte nicht funktionieren, könnten die Wähler ihre Stimme auch manuell abgeben, so Kadkhodaie. Er wies zudem darauf hin, dass einen Tag vor den Wahlen zehn der bislang vom Wächterrat abgelehnten Kandidaten doch noch zugelassen worden seien. Damit werden am Freitag 3.462 Kandidaten zu den iranischen Parlamentswahlen antreten. fh

Arzneimittelpreise um 7 Prozent gestiegen

01. März 2012
Die Preise für Medikamente sind in den vergangenen drei Jahren um sieben Prozent gestiegen. Das sagte Irans stellvertretender Gesundheitsminister Ahmad Sheibani am Donnerstag in einem Interview mit der iranischen Zeitung Shargh. Sheibani bezeichnete den Ansteig als „normal auch in Anbetracht der zweiten Phase des Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“. Das Gesetz hatte durch Subventionsabbau in vielen Bereichen zu Preisanstiegen geführt. Kritiker sprechen hingegen von einer Medikamentenmarkt-Krise. Die internationalen Sanktionen hätten zu einen massiven Mangel an importieren Arzneimitteln im Iran geführt. fh

Wahlen sollen nicht „Abrechnung mit dem Staat“ sein

29. Februar 2012
Die iranische Bevölkerung sollte ihre Unzufriedenheit mit den Verantwortlichen nicht mit den Wahlen vermischen, sagte der Teheraner Bürgermeister Mohammad Bagher Ghalibaf am Mittwoch der iranischen Nachrichtenagentur ILNA. Wahlbeteiligung sei „auch eine religiöse Pflicht“. „Die Fehler von mir oder anderen Politikern sollten nicht auf dem Rücken des Staates ausgetragen werden“, so Ghalibaf. Er warb damit in der Bevölkerung um Teilnahme an den iranischen Parlamentwahlen am 2.März. Experten gehen von einer geringeren Wahlbeteiligung aus. Zum ersten Mal seit der iranischen Revolution vor 33 Jahren haben politische Reformer zu einem Wahlboykott aufgerufen. fh

Gold und Waren statt Dollar beim Außenhandel

29. Februar 2012
Irans ausländische Geschäftspartner können in Zukunft ihre Rechnungen in der jeweiligen Landeswährung oder in Gold statt in Dollar begleichen. Das sagte der Chef der iranischen Zentralbank, Mahmud Bahmani, der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Dienstag, den 28. Februar. Im Falle von Ländern wie China und Indien habe der Iran bereits sogar Waren statt Geld entgegengenommen, so Bahmani. Seitdem die USA und die Europäische Union Sanktionen gegen die iranische Zentralbank verhängt haben, kommt es beim iranischen Außenhandel immer wieder zu Komplikationen. Überweisungen aus dem Iran an Geschäftspartner im Ausland sind seither nicht mehr durchführbar. fh

Menschenrechtssituation im Iran verschlechtert sich

28. Februar 2012
Die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat den massiven Druck auf Oppositionelle und die staatliche Kontrolle von Internet-Usern kurz vor den iranischen Parlamentswahlen am 2. März harsch kritisiert. Der 71-seitige Report von AI wurde am Dienstag, den 28. Februar, bei BBC Persian veröffentlicht. Demnach kam in den vergangenen Wochen zu einer regelrechten Verhaftungswelle. Studenten, Journalisten und Angehörige religiöser Minderheiten waren dabei das bevorzugte Ziel der iranischen Sicherheitsbeamten, so der Bericht. Amnesty International fordert von der Weltgemeinschaft, sich nicht nur auf den Atomkonflikt mit dem Iran zu konzentrieren, sondern die Regierung in Teheran wegen ihrer Menschenrechtsverletzung mehr unter Druck zu setzen. fh

Kentucky Fried Chicken“ klagt gegen iranische Firma

28. Februar 2012
Die größte US-amerikanische Restaurantkette Yum!Brands, Inhaberin der Fastfoodkette „Kentucky Fried Chicken“, kurz KFC,  hat gegen eine iranische Firma Klage wegen des Verstoßes gegen das Patentrecht erhoben. Das meldete der persischsprachige Sender Radio Farda am Dienstag, den 28. Februar. In der vergangenen Woche hatten iranische Nachrichtenagenturen die Neueröffnung einer Fastfood-Kette mit dem Namen „KFC“ in der iranischen Stadt Karaj angekündigt. Weitere 100 Filialen sollten innerhalb eines Jahres folgen. Name, Logo und Farbwahl der iranischen Fastfood-Kette gleichen dabei der amerikanischen Kette „Kentucky Fried Chicken“. Laut dem Inhaber der iranischen Kette, Amirhossein Alizadeh, steht bei ihm das Kürzel „KFC“ für seinen Firmennamen „Keyhan Eftekhar ... mehr »

Iranischer Film gewinnt Oscar

27. Februar 2012
Der Film „Nader und Simin - Eine Trennung“ des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi hat in der Nacht auf Montag den Oscar in der Kategorie „Fremdsprachiger Film“ gewonnen. Regisseur Farhadi sagte bei der Verleihung in Los Angeles, er wolle den Oscar den Menschen im Iran widmen. Die Iraner seien „ein Volk, das alle Kulturen und Zivilisationen respektiert und Feinseligkeit und Ressentiments verachtet". Neben zahlreichen internationalen Auszeichnungen hat Farhadi für seinen gesellschaftskritischen Film zuletzt am 24. Februar die Cäsar-Trophäe für den besten ausländischen Film in Paris erhalten. 2011 gewann sein Film bei der Berlinale als erster iranischer Beitrag einen Goldenen Bären. fh

Heimlicher Besuch im Hausarrest

27. Februar 2012
Mojtaba Khamenei, Sohn der iranischen religiösen Führer Ayatollah Khamenei, soll heimlich den arrestierten Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi besucht haben. Das meldete das der Opposition nahstehende Nachrichtenportal „JARAS“ am Sonntag unter Berufung auf „sichere Quellen, die aber nicht genannt werden wollen“. Bei dem Besuch soll Khameneis Sohn Moussawi gebeten haben, sich angesichts der brisanten politischen Lage des Landes von seinen politischen Forderungen abzuwenden. Moussawi habe den Vorschlag abgelehnt und stattdessen ein Gespräch mit dem religiösen Führer und ein Live-Auftritt im Fernsehen gefordert haben. In der vergangenen Woche hatte der arrestierte Oppositionsführer in einem Telefongespräch mit seinen Kindern gesagt, er bleibe bei ... mehr »

Zehntausende Basiji bei Parlamentswahlen einsatzbereit

25. Februar 2012
Laut dem Kommandeur der iranischen Polizei, Esmaeil Ahmadi Moghadam, werden bei den iranischen Parlamentswahlen im März zusätzlich zur  Polizei etwa 85.000 Angehörige der Basij-Milizen einsatzbereit sein. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Freitag, den 24. Februar. Die Sicherheit habe bei den Parlamentswahlen „höchste Priorität“, betonte Ahmadi Moghadam. Um mögliche Ausschreitungen zu vermeiden, würden Basiji-Kräfte die Polizei unterstützen. Die Basiji-Miliz ist eine iranische Freiwilligenorganisation zur Unterstützung der islamischen Regierung. Sie gehört zu den wichtigsten Zweigen der Revolutionsgarde. Basiji-Milizen wurden auch  bei der  Niederschlagung der Proteste nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009 eingesetzt. Meist in Zivilkleidung, schlugen sie damals mit ... mehr »

Rekordzahlen bei Augenoperationen

25. Februar 2012
Innerhalb eines Tages wurden im Teheraner Farabi-Krankenhaus 400 Augenoperationen durchgeführt. Das teilte Krankenhauschef Mahmud Jabarvand dem iranischen Nachrichtenportal „Sinanews“ am Freitag, den 24. Februar, mit. „Wir wollten mit dieser Aktion unsere Kapazitäten für den Notfall überprüfen“, sagte Jabarvand.  Das Krankenhaus ist auf Augenkrankheiten spezialisiert. Etwa 20 Spezialisten sind dort beschäftigt. Allein im vergangenen Jahr wurden im Farabi 60.000 Operationen durchgeführt. Die Nachfrage sei groß, so der Krankenhausleiter: „Und wir müssen trainieren, um auch mit geringen Mitteln in Notsituationen handeln zu können.“ fh

Cyberkrieg mit Aserbaidschan

24. Februar 2012
Eine „Iranische Cyber-Armee“ soll die Internetseite des staatlichen TV-Senders von Aserbaidschan, Az-TV, lahm gelegt haben. Das meldete BBC Persian unter Berufung auf das aserbaidschanische Kommunikationsministerium am Donnerstag, den 23. Februar. Die Internethacker hätten auf der Startseite des Senders geschrieben: „Das Leben ist ein Spiel. Das Spiel ist hiermit beendet.“ Auch die Homepages der aserbaidschanischen Fluggesellschaft und des aserbaidschanischen Olympia-Komitee seien angegriffen worden, berichtete BBC. Aserbaidschan zählt zu den strategischen Partnern Israels in der Region um den Iran. Es gab in jüngster Zeit deshalb häufig Konflikte zwischen den beiden Nachbarländern. Die iranische Regierung warf Aserbaidschan vor, mit dem israelischen Geheimdienst kooperiert zu ... mehr »

USA fordern Aufhebung des Todesurteils gegen iranischen Pastor

24. Februar 2012
Das US-amerikanische Präsidialamtsbüro fordert in einer Pressemitteilung den Iran auf, die Todesstrafe gegen den iranischen Pastor Yousef Naderkhani aufzuheben. Das meldet BBC Persian am Freitag, den 24. Februar. Das Todesurteil zeige, dass der Iran sich nicht an international geltende Menschenrechte halte, soll es in dem Schreiben heißen. Auch Markus Löning (FDP), der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, verurteilte die geplante Hinrichtung: „Die Verurteilung und Hinrichtung eines Menschen aufgrund seines Glaubens widerspricht nicht nur den fundamentalen Grundsätzen universeller Menschenrechte, sondern auch den völkerrechtlichen Verpflichtungen sowie der Verfassung Irans“, sagte Löning am 22. Februar in Berlin. Naderkhani konvertierte mit 19 Jahren zum Christentum ... mehr »

Arrestierter Oppositionsführer bleibt bei seiner politischen Linie

23. Februar 2012
„Für uns hat sich nichts verändert. Wir vertreten nach wie vor die gleichen politischen Standpunkte.“ Diese Sätze soll der iranische Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi kürzlich in einem Telefongespräch mit seinen Kindern gesagt haben, berichtet das iranische Nachrichtenportal „Kalameh“ am Mittwoch, den 22. Februar. Moussawi soll in dem Telefonat auch von einem möglicherweise bevorstehenden Kontaktabbruch mit seinen Kindern gesprochen haben. „Es könnte sein, dass es uns in naher Zukunft nicht einmal mehr erlaubt sein wird, Euch anzurufen“, zitiert die Agentur den Politiker. Moussawi und seine Frau stehen seit einem Jahr unter Hausarrest. Ihre Familie hat die Situation des Paares mehrmals als „besorgniserregend“ bezeichnet: ... mehr »

Rekordzahlen bei Wohnungsbau

23. Februar 2012
Etwa 390.000 neue Wohnobjekte wurden allein zwischen April und Oktober 2011 in iranischen Großstädten gebaut. Das meldet das iranische Nachrichtenportal „Khabaronline“ unter Berufung auf das iranische Amt für Statistik am Donnerstag, den 23. Februar. Laut dem Bericht ist der Wohnungsbau damit um 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. In der Hauptstadt Teheran wurden in den entsprechenden sechs Monaten 107.000 neue Wohnungen gebaut. Immobilien-Experten sagen, das gestiegene Interesse an Immobilien und Grundstücken sei die Reaktion auf den instabilen Devisenmarkt die Rekordpreise bei Gold im Iran. Die Bevölkerung betrachte derzeit Immobilieninvestitionen als sicherste Geldanlage, so die Experten. fh

Stärkung der Religion

22. Februar 2012
Der Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani, hat bei einem Treffen mit hochrangigen Klerikern aus der Stadt Quom ein höheres Budget für neue religiöse Einrichtungen versprochen. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch, den 22. Februar. „Das iranische Parlament hat für das kommende Jahr einen Etat in Höhe von 150 Millionen Euro für neue religiöse Einrichtungen und islamische Schulen verabschiedet“, sagte Larijani. Der Islam und seine religiösen Werte seien die Stärke des iranischen Volkes und müssten gefördert werden. „Der Westen versucht immer wieder, politische Kräfte im Iran zu manipulieren und gegen unser religiöses Oberhaupt Ayatollah Khamenei aufzuhetzen“, so der ... mehr »

EU gegen Todesstrafe von Saeed Malakpour

22. Februar 2012
In einem offenen Brief an die Verantwortlichen im Iran hat EU-Außenministerin Catherine Ashton die sofortige Aufhebung der Todesstrafe gegen Saeed Malakpour gefordert. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 21. Februar. Menschenrechtsaktivisten kritisierten vor allem den schnellen Gerichtsprozess und das übereilte Urteil, so Ashton. Der in Kanada lebende Iraner Malakpour war 2008 bei einem Familienbesuch im Iran verhaftet und ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden. Am 16. Januar wurde der 35-Jährige nun vom Obersten Gerichtshof des Iran unter anderem wegen „Design und Betreiben einer Internetseite mit nicht jugendfreien Inhalten“ zum Tode verurteilt. Auch 51 ehemalige Mitgefangene Malakpours haben bereits eine Petition ... mehr »

Massenentlassung bei Garnfabrik

21. Februar 2012
510 Arbeiter des größten Garnherstellers Asiens, der Parsilon-Fabrik in der iranischen Stadt Khoramabad, sind entlassen worden. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Montag, den 20.Februar. Damit habe die Fabrik alle ihre Beschäftigten, davon 250 Festangestellte und 260 Zeitarbeiter, entlassen, sagte der Arbeitsmarktkoordinator der westiranischen Provinz Lorestan, Mohammad Mousivand. Diese hätten bereits während der vergangenen 12 Monate keinen Gehalt bekommen, so Mousivand. Verantwortlich dafür sei die zentrale Weberei-Behörde, die die zur Erneuerung der Fabrikmaschinen vorgesehenen 10 Millionen Euro nicht an Parsilon weitergeleitet habe. Am Montag hatten etwa 150 Arbeiter vor derFabrik gegen deren Schließung protestiert. fh

Zahl der Verkehrsunfälle immer noch zu hoch

21. Februar 2012
17.642 Menschen kamen laut dem jüngsten Bericht der iranischen Gerichtsmedizin-Organisation (Imo) in den vergangenen zehn Monaten im Iran durch Verkehrsunfälle ums Leben. Das meldete das iranische Nachrichtenportal „Khabaronline“ am 20. Februar. Demnach gebe es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Verkehrstoten um 14,2 Prozent. Experten halten die Unfahlzahlen dennoch immer noch für zu hoch. Ursachen für die hohe Zahl seien der schlechte Straßenbau des Landes, mangelnde technische Sicherheit der Fahrzeuge und die Unachtsamkeit der Fahrer, so Experten. fh

Zwei iranische Kriegsschiffe in Syrien

20. Februar 2012
Zwei Kriegsschiffe der iranischen Marine liegen seit dem Wochenende im Hafen der syrischen Stadt Tartus nordwestlich der Hauptstadt Damaskus. Das meldete der iranische Sender "Press TV" am Sonntag, den 19.Februar an. Die beiden Schiffe - ein Zerstörer und ein Versorgungsschiff - seien für gemeinsame Übungen mit der syrischen Marine dort. Dies werde den Ländern der Region „die Stärke des Irans“ zeigen, sagte Marinekommandant Amir Daryadar Saryari.  Das israelische Außenministerium kritisierte die Durchfahrt der iranischen Kriegsschiffe durch den Suezkanal ins Mittelmeer. „Wenn Kriegsschiffe in die Nähe unserer Hoheitsgewässer kommen, werden wir sie sehr genau beobachten", sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, ... mehr »

Mehr als 48 Millionen Wahlberechtigte im Iran

20. Februar 2012
Bei den iranischen Parlamentswahlen am 2. März sind 48.288.799 Millionen Iraner wahlberechtigt. Das teilte der iranische Innenminister Mostafa Mohammadnajar auf einer Pressekonferenz am Sonntag, den 19. Februar, mit. Bis Montagabend werde der Wächterrat die endgültige Liste der zugelassenen Kandidaten für die Abgeordnetenwahl bekannt geben, ab Mittwoch könnten diese dann mit ihren Wahlkampagnen beginnen, so Mohammadnajar. Die Reformer im Iran bezeichnen die bevorstehenden Parlamentswahlen als „inszeniert und befohlen“. Auch die oppositionelle Grüne Bewegung ruft zu einem Wahlboykott auf. fh

Iran will mehr Bevölkerungswachstum

18. Februar 2012
Das Bevölkerungswachstum im Iran geht laut jüngster Statistik massiv zurück. Das teilte die iranische Gesundheitsministerin Marziyeh Vahid Dastjerdi laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA mit. „Wir haben derzeit ein Bevölkerungswachstum von 1,3 Prozent“, so Vahid Dastjerdi. Wenn sich das nicht ändere, werde der Iran bald ein demografisches Problem bekommen. Auch der religiöse Führer des Iran, Ali Chamenei, hatte kürzlich erklärt, dass der Iran Kapazitäten für eine Bevölkerung bis zu 150 Millionen Menschen habe. Erst wenn das erreicht sei, sollten die Behörden Maßnahmen gegen ein weiteres Wachstum unternehmen. Experten sprechen anlässlich dieser Äußerungen von einem Politikwandel, da der Iran vor zwanzig Jahren ... mehr »

Iran Ringkampfsieger bei Asienspiele

18. Februar 2012
Die Mannschaft der iranischen Ringer hat bei den asiatischen Ringkampfmeisterschaften drei Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Freitag, den 18. Februar. Die iranische Ringermannschaft ist damit zum siebten Mal in Folge Sieger der Asienspiele. Der Wettkampf wurde am 16. Februar in der südkoreanischen Stadt Gumi eröffnet und dauert bis zum 19. Februar. fh

Israelische Diplomaten Ziel von Anschlägen

17. Februar 2012
Die zwei nach den Bombenanschlägen in Bangkok festgenommene Iraner sollen laut dem Polizeichef der thailändischen Hauptstadt, Winai Thongson, gestanden haben, bei den Anschlägen zwei israelische Diplomaten im Visier gehabt zu haben. Das berichtete das persischsprachige „Radio Farda“ am Freitag, den 17. Februar. Weitere Details aus den Ermittlungen wurden bisher nicht bekannt. Am Dienstag kam es in der thailändischen Hauptstadt zu mehreren Explosionen. Ein dritter Verdächtiger wurde auf dem Flughafen Malaysia verhaftet. Nun wird noch nach einer iranischen Frau gefahndet. Teheran bestritt jede Verbindung zu den Anschlägen und beschuldigte Israel. Das „zionistische Regime“ versuche, die historischen Bande zwischen dem Iran und Thailand ... mehr »

Offener Brief an Präsident Ahmadinedschad

17. Februar 2012
In einem von iranischen Nachrichtenagenturen am Freitag, den 17. Februar, veröffentlichten Schreiben klagt Hadi Rezazadeh, Administrationschef des iranischen Arbeiterverbands „Khaneh Golestan“, über die Probleme der Arbeiter und sozial Benachteiligten im Iran. Rezazadeh fordert den iranischen Präsident Mahmud Ahmadinedschad auf, die staatlichen und privaten  Unternehmer anzuweisen, ausstehende Beiträge in Höhe von etwa 2Millionen Euro an die „Organisation für soziale Sicherheit“ zu bezahlen. Auch Millionenbeiträge für die Rentenversicherung, die bereits vor drei Jahren vom iranischen Parlament verabschiedet wurde, seien noch nicht bezahlt, so Rezazadeh. Die „Organisation für soziale Sicherheit“ ist eine Sozialversicherung mit etwa 7Millionen Mitgliedern. Sie wird aus Beiträgen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ... mehr »

Verurteilter schreibt aus dem Teheraner Evin-Gefängnis

16. Februar 2012
Vor allem der „enorme Druck“ und das erniedrigende Verhalten der Vernehmungsbeamten seien „grausam“. Das schreibt der iranische Blogger und Regimekritiker Mehdi Khazali in einem Brief aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis an Ahmad Montazeri, den Sohn des 2009 verstorbenen iranischen Regimekritikers Ayatollah Hossein Ali Montazeri. Khazalis Brief wurde am 15. Februar auf dem iranischen Nachrichtenportal „JARAS“ veröffentlicht. „Es gibt jede Menge Brutalitäten hier im Gefängnis, über die ich hier nicht detaillierter berichten kann“, schreibt Khazali. Der Augenarzt Khazali wurde unter anderem wegen „Beleidigung des iranischen religiösen Führer Ayatollah Khamenei“ in erster Instanz zu insgesamt 24 Jahren und 10 Monaten Verbannung in die ... mehr »

Islamisches Strom-Projekt

16. Februar 2012
Die vier Länder Iran, Irak, Libanon und Syrien wollen bei einem Treffen in der kommenden Woche über das „islamische Strom-Projekt“ entscheiden. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Mittwoch, den 16. Februar. Derzeit liefert der Iran täglich 1.000 Megawattstunden (MWH) Strom an den Irak. Mit der Erweiterung des Projektes wird der Iran zusätzlich täglich 500 MWH Strom an Syrien und 100 MWH an den Libanon liefern, sagte der iranische Energieminister Madjid Namjou auf seiner Reise nach Syrien am 15.Februar. fh

1.200 neue iranische Diplomaten

15. Februar 2012
Das Auswärtige Amt des Iran will „in naher Zukunft“ 1.200 neue Mitarbeiter einstellen. Das kündigte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi auf einer Kundgebung am Dienstag, den 14. Februar, an, wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtet. Die Diplomaten würden „nach äußerst sorgfältiger Prüfung“ eingestellt, so Salehi. Wichtigste Vorrausetzungen neben einem guten Hochschulabschluss seien dabei Gehorsam und Glaube an das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei. Seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2009 hat der Iran 600 Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes in die Frührente entlassen. Nach Meinung von Kritikern hat das dem Amt geschadet. fh

Haftstrafe für Ahmadinedschads Medienberater

14. Februar 2012
Ali Akbar Javanfekr, Medienberater des iranischen Präsidenten Mahmoud  Ahamdiendschads, Herausgeber der Zeitung „Iran“ und Geschäftsführer der iranischen Nachrichtenagentur ILNA, wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt. Das gab der iranische Justiz-Sprecher Gholamhossein Mohseni Ejehei am Montag bei einer Pressekonferenz bekannt. Gegen Javanfekr lägen verschiedene Vorwürfe vor. Der jetzige Haftbefehl beziehe sich nur auf einen Vorgang, so Ejehei. Bereits im Dezember war gegen Javanfekr eine eineinhalbjährige Haftstrafe wegen „Beleidigung des religiösen Oberhauptes des Iran Ayatollah Khamenei“ verhängt. Am 22. November 2011 wurde auch das Büro der Zeitung „Iran“ von Sicherheitsbeamten in Teheran gestürmt. fh

Die ersten Brennstäbe made in Iran

15. Februar 2012
Die ersten im Iran hergestellten Brennstäbe werden ab heute in einem Forschungsreaktor in Teheran eingesetzt. Das gab der stellvertretende Chef des iranischen Sicherheitsrats, Ali Bagheri, am Mittwoch, den 15. Februar, laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA bekannt. „Die Brennstäbe werden heute von Präsident Mahmud Ahmadinedschad persönlich in dem Teheraner Forschungsreaktor angebracht“, so Bagheri. Da der Westen „kein Interesse gezeigt“ habe, „uns bei der Technologie zur Urananreicherung zu unterstützen“, werde der Iran selbst weiter an der  Urananreicherung arbeiten, so Bagheri. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte in seiner Rede zum 33. Jahrestag der iranischen Revolution am 11. Februar „neue Erfolge“ beim iranischen ... mehr »

Teheran lauteste Stadt im Iran

14. Februar 2012
Die Hauptstadt Teheran steht bei Lärmbelästigung auf dem ersten Platz in der Rangliste iranischer Städte. Das sagte die Vorsitzende des Umwelt-Komitees des Teheraner Stadtrates, Maesoumeh Ebtekar, der iranischen Nachrichtenagentur MEHR. Ursachen dafür seien der ständige Flugverkehr, die langen Staus sowie die zahlreichen Motorräder, die Fabrikanlagen, und die vielen großen Bauprojekte in der Stadt, so Ebtekar. Deshalb sei es nicht nur dringend notwendig, Schallschutzwände an den Autobahnen zu errichten, sondern es müsse generell eine Lösung für das Problem gefunden werden, betonte Ebtekar. Sie schlug dem Teheraner Stadtrat vor, Fabrikanlagen außerhalb der Stadt anzusiedeln. fh

Heizungsausfälle in den iranischen Nordprovinzen

13. Februar 2012
Wegen zu niedrigen Drucks in den Gasleitungen kommt es seit Sonntag in vielen Städten der iranischen Nordprovinzen Gilan und Mazandaran zu Heizungs-und Gasausfällen. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Sonntag, den 12. Februar. Die Reparaturarbeiten sollen voraussichtlich noch weitere 48 Stunden Anspruch nehmen. Auch zahlreiche Hotels, Gastronomien und Bäckereien seien durch die Ausfälle lahmgelegt, sagte der stellvertretende Baugouverneur der Provinz Gilan, Mohammad Akbarzadeh, der Nachrichtenagentur MEHR. Auch die Schulen in der Provinz blieben heute geschlossen, so Akbarzadeh. fh

Erste kurdisch-irakische Buchausstellung im Iran

13. Februar 2012
In der Stadt Sanandaj im kurdischen Gebiet des Irans wurde im Rahmen des iranisch-irakischen Kulturprojektes „Dialog der Kulturen“ die erste Buchmesse des Kultusministerium von Irakisch-Kurdistan eröffnet. Das meldete die iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Montag, den 13. Februar. 25.000 Bücher, von denen 98 Prozent kurdischsprachig sind, würden dort ausgestellt, so der Kommunikationsleiter des kurdisch-irakischen Kultusministeriums, Nameq Huramie. Die Messe solle „zur Vorstellung der kurdischen Kultur beitragen“, so der Ministeriumssprecher weiter. Die Kurden bilden mit etwa 7 Prozent der Bevölkerung die viertgrößte ethnische Minderheit im Iran. fh

33. Jahrestag der iranischen Revolution

11. Februar 2012
„In den kommenden Tagen wird der islamische Iran einige Erfolge seines Atomprogramms veröffentlichen.“ Das kündigte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei den Feierlichkeiten zum 33. Jahrestag der iranischen Revolution am 11. Februar 2012 an. Ahmadinedschad betonte, dass die westlichen Mächte ihren Ton gegenüber dem Iran verändern und aufhören sollten, sich in die Angelegenheit der Region einzumischen. „Aus Nato-Bomben und Gewehren entsteht kein Frieden und keine Demokratie“, so Ahmadinedschad an den Westen. Mehrere hunderttausend Menschen nahmen auch in diesem Jahr an der staatlich organisierten Feier zum Jahrestag der Revolution teil. Wie bei offiziellen Kundgebungen üblich, wurden die Menschen mit Bussen und Zügen aus ... mehr »

Immer mehr iranische Akademiker wandern aus

11. Februar 2012
Allein im letzten Jahr seien etwa 60.000 Hochschulabsolventen aus dem Iran ins Ausland ausgewandert, meldet das iranische Nachrichtenportal „Ghanoononline“ unter Berufung auf  Statistiken des iranischen Parlaments. Darunter seien auch viele Hochbegabte, etwa Gewinner der  Wissenschafts-Olympiaden. Zwar gibt es im Iran zahlreiche Universitäten und etwa 4,2 Millionen Studenten, auf internationalen Ranglisten werden aber nur zwei iranische Hochschulen mit „Gut“ bewertet. Mangelnde wissenschaftliche Kompetenz an den Hochschulen sowie die Perspektivlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt sind nach Meinung von Experten die Hauptursachen für die Flucht der „Köpfe“ des Landes. fh

Haftdrohung gegen die Töchter von Oppositionsführer Moussawi

10. Februar 2012
Die Töchter des arrestierten iranischen Oppositionsführers Mir Hossein Moussawi werden von Sicherheitsbeamten mit Inhaftierung bedroht. Das meldete das iranische Nachrichtenportal „Kalameh“ am Donnerstag, 9. Februar. Laut dem Bericht soll einer der Töchter, die an der Alzahra-Universität in Teheran als Hochschullehrerin arbeitet, bereits das Unterrichten verboten worden sein. Dabei sei ihr von den zuständigen Behörden weder ein Grund noch ein gültiger Befehl für das Arbeitsverbot mitgeteilt worden. Die Opposition sieht als Hintergrund der Drohungen den Jahrestag der Verhaftung der beiden Oppositionsführer Mehdi Karroubi und Mir Hossein Moussawi. Sie stehen unter Hausarrest, seit sie im Februar 2011 zu einer Solidaritätsdemonstration mit dem ... mehr »

NBC-Enthüllungen zu Anschlag auf iranischen Atomexperten

10. Februar 2012
Zwei hochrangige US-Beamte sollen dem amerikanischen TV-Sender NBC bestätigt haben, dass der israelische Geheimdienst Mossad und die iranische Oppositionsgruppe Volksmodjahedin hinter den Anschlägen auf iranische Atomwissenschaftler stehen. Das meldete NBC am Donnerstag, den 9.Februar. Der iranische Nuklearexperte Mostafa Ahmadi Roshan war am 11. Januar 2012 in Teheran durch eine Autobombe getötet worden. 2010 hatte es drei weitere mysteriöse Anschläge auf iranische Atomwissenschaftler gegeben. Die Volksmodjahedin dementierten die NBC-Meldung bereits, der Mossad äußerte sich zu den Vorwürfen bisher nicht. Der Iran hatte Israel vorgeworfen, hinter dem Anschlag auf Ahmadi Roshan und den anderen Attentaten zu stehen. fh

Erste Bilder vom iranischen Satelliten

09. Februar 2012
Der neue iranische Satellit „Navid“ hat erste Bilder von der Straße von Hormus am Persischen Golf gesendet. Das teilte der Projektleiter Hossein Bolandi der iranischen Nachrichtenagentur FARS am 8. Februar mit. Der Satellit „Navid“ war am 3. Februar ins All geschickt worden und soll unter anderem die Erdoberfläche fotografieren. Experten befürchten, dass die Technik auch zur Spionage eingesetzt wird. fh

Gold-und Silbermedaille für iranische Radfahrer

09. Februar 2012
Alireza Haghi, Mitglied der iranischen Nationalmannschaft der Rennradler, hat beim Vier-Kilometer-Einzelzeitfahren beim Asien-Radwettbewerb die Goldmedaille gewonnen. Dies meldeten die iranischen Nachrichtenagenturen am Mittwoch, den 8. Februar. Am heutigen Donnerstag gewann mit Mahmoud Parash ein weiterer iranischer Radsportler eine Silbermedaille bei dem Radrennen in Malaysia. Die 32. Asien-Radrennspiele wurden am 8. Februar in Kulala Lumpur eröffnet und dauern zehn Tage. fh

Iran schuldet indischen Reislieferanten Millionen Dollar

08. Februar 2012
Iranische Importeure schulden indischen Reishändlern 144 Millionen Dollar für etwa 200.000 Tonnen Reis. Das meldete BBC Persian am Dienstag, den 7.Februar, unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters. Bei den Schuldnern soll es sich um 20 iranische Firmen handeln, die ihre Rechnung von Oktober und November 2011 noch nicht beglichen haben. Schwankende Devisenkurse im Iran und die Sanktionen gegen iranische Banken erschweren es nach Meinung von Experten den Importeuren, Überweisungen an die Verkäufer zu tätigen. Reis gehört zur Hauptnahrung der iranischen Bevölkerung. Etwa 70 Prozent des jährlichen Bedarfs werden aus Indien importiert. fh

Familien fordern sofortige Freilassung der arrestierten Oppositionsführer

08. Februar 2012
In einem offenen Brief haben Angehörige der beiden iranischen Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi und Mehdi Karroubi die sofortige Freilassung der beiden gefordert. Der Brief wurde unter anderem von dem Internet-Nachrichtenportal „Kalameh“ am 7.Februar veröffentlicht. Die Autoren bezeichnen dort die Bedingungen, unter denen sich die beiden Oppositionspolitiker unter Hausarrest befinden, als gesetzeswidrig. Jeder Kontakt mit der Außenwelt sei ihnen untersagt, der Arrest gleiche „einem anonymen Gefängnis“, schreiben die Familien. Sie fordern deshalb die Freilassung ihrer Angehörigen und aller anderen politischen Gefangenen. Karroubi und Moussawi wurden vor knapp einem Jahr verhaftet, nachdem sie zu einer Großdemonstration zur Solidarität mit dem arabischen Frühling ... mehr »

Harsche Kritik an Ahmadinedschads Haushalt

07. Februar 2012
Iranische Parlamentarier üben massive Kritik am Haushaltsvorschlag des iranschen Präsidenten Mahmoud Ahamdinedschad. Dessen Jahresbudget beuge weder den Auswirkungen von Sanktionen noch einer Finanzkrise vor, so die Abgeordneten. Der konservative Abgeordnete Ahmad Tavakoli wirft dem Präsidenten „falsche Berechnungen“ aufgrund von „unrealistisch hohen Ölpreisen“ vor. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Montag, den 6. Februar. „Das Budget muss im Parlament sorgfältig überprüft werden“, so Tavakoli. Mit zwei Monaten Verspätung hatte Ahmadinedschad am 1. Februar dem Parlament seinen Haushaltsvorschlag vorgelgt. fh

Neues Gesetz gibt alleinstehenden Frauen Adoptionsrecht

07. Februar 2012
Künftig dürfen im Iran auch alleinstehende Frauen ab 30 Jahren ein Kind adpotieren. Voraussetzung ist ein ausreichendes Einkommen. Das teilte Seyyed Javad Zamani, der parlamentarische Sprecher des Fachausschusses für Soziales, am Montag, dem 6. Februar, im iranischen Nachrichtenportals „Khabaronline“ mit. Das bisher gültige Adoptionsgesetz sei 37 Jahre alt gewesen, „und musste unserer Zeit angepasst werden“, so Zamani. Neu ist auch, dass Adoptiveltern nicht mehr im Iran wohnhaft sein müssen. Auch im Ausland lebende iranische  Staatsbüger dürfen Kinder adoptieren. Laut dem iranischen Zentrum für Bevölkerungsstatistik waren im Jahre 2010 etwa 21.000 Kinder im Iran in Heimen untergebracht. Mit 16,5 Prozent leben die meisten ... mehr »

Reformer-Zeitung verboten

06. Februar 2012
Die reformorientierte iranische Zeitung „Rouzegar“ ist am Sonntag, den 06.Februar, durch die Teheraner Staatsanwaltschaft voraussichtlich für einen Monat verbotenworden. Der Grund: Auf dem Titelblatt einer Ausgabe wurde Mohammad Reza Khatami, der Bruder des ehemaligen Präsidenten Mohammad Khatami mit dem Satz „Uns kann man nichts befehlen“ zitiert. Der frühere Vorsitzende der Partei „Hezb Mosharekat“ hatte in einem Interview mit der Zeitung zudem gesagt, die Reformer seien „unter massiven Druck“, würden aber keine Befehle befolgen. Auch hatte er den Aufruf zum Boykott der Parlamentswahlen im März durch die Reformer als vernünftige Entscheidung bezeichnet. Das ist das zweite Mal innerhalb der vergangenen zwei Jahre, ... mehr »

14 Jahre Haftstrafe und zehn Jahre Verbannung

06. Februar 2012
Der iranische Blogger und Regimekritiker Mehdi Khazali ist zu insgesamt 24 Jahren und 10 Monaten Verbannung in Borazjan, einer Kleinstadt in der südiranischen Provinz Buschehr sowie 14 Jahren im Gefängnis verurteil worden. Dies bestätigte sein Anwalt Mohammad Hossein Aghassi gegenüber dem pesrsichsparchigen Radio „Farda“ am Sonntag, den 6.Febrauar. Weitere Details über das Gerichtsurteil seines Mandanten liegen noch nicht vor. Khazali, Sohn eines konservativen Mitglieds des iranischen Expertenrates, sei wegen regierungskritischer Aussagen in seinem Blog verurteilt worden, so der Anwalt. Das Urteil sei aber viel zu hart und er werde Widerspruch einlegen. Der Gesundheitszustand des 46-jährigen Khazali ist besorgniserregend, da er sich seit ... mehr »

Preise für Milchprodukte steigen um 9 Prozent

04. Februar 2012
Die Preise für Milchprodukte wie Käse, Joghurt und pasteurisierte Milch werden im Iran um 9 Prozent erhöht. Das teilte der Vorsitzende des Verbands der Milchprodukte-Industrie, Seyyed Reza Bakeri, der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Samstag, den 4. Februar mit. An die neuen Preisen haben sich alle Händler zu halten. Die Anordnung wurde auch an die weiteren 31 Provinzen des Landes geschickt. Demnach dürfe es im Land künftig keine Preisunterschiede mehr geben, so Bakeri. Kritiker sehen den Grund für die Preissteigerungen im Beginn der zweiten Phase des „Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“ im Iran. Der darin beschlossene Subventionsabbau hat bei vielen ... mehr »

Manöver der Revolutionsgarde im Süd-Iran

04. Februar 2012
Die Bodenbrigade der iranischen Revolutionsgarde hat am Samstag, 4. Februar, am Morgen ein Manöver in der südlichen Provinz des Iran begonnen. Dies meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Samstag. Das Manöver diene nicht nur Trainingszwecken, „sondern gleichzeitig dazu, unsere Macht vor allem gegenüber derzeit gegen uns gerichtete Drohungen zu demonstrieren“, sagte der Kommandeur der Bodenbrigade, Mohammad Pakpour. Bereits Anfang Januar hatte die Seebrigade der Revolutionsgarde ein zehntägiges Seemanöver am Persischen Golf abgehalten und dabei mit einer Seeblockade der Straße von Hormus als Maßnahme gegen das von der Europäischen Union beschlossene Ölembargo gegen den Iran gedroht. fh

BBC-Reporterin per Internet verhört

03. Februar 2012
Eine iranische Mitarbeiterin der BBC-Persian in London wurde durch Sicherheitsbeamte der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) online verhört. Das meldete BBC-Persian am Donnerstag, den 2. Februar. Dem Bericht zufolge war die Schwester dieser Mitarbeiterin vor einiger Zeit in Teheran verhaftet und ins Evin-Gefängnis gebracht worden. Daraufhin sollen Mitarbeiter der IRGC die Reporterin in London per E-Mail unter Druck gesetzt haben, nur gegen ein Online-Gespräch wären sie bereit, die Schwester freizulassen. Das Verhör dauerte vierzig Minuten. Danach wurde die Schwester der Reporterin freigelassen. BBC-Persian bezeichnete diesen Vorfall als „Geiselnahme“ und betonte, alle rechtlichen Maßnahmen unternehmen zu wollen, um die Verantwortlichen in Teheran anzuklagen, sagte ... mehr »

Iran schickt neue Satelliten ins All

03. Februar 2012
Ein neuer Satellit mit dem Namen „Navid Elm wa Sanaat“ wurde in Anwesenheit des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erfolgreich ins All geschickt. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Freitag, den 3. Februar. Die Umlaufbahn des 50 Kilo schweren Satelliten liegt in 250 bis 370 Kilometern Höhe. „Navid Elm wa Sanaat“ soll unter anderem die Erdoberfläche fotografieren. Das teilte der Chef der iranischen Weltraumorganisation, Hamid Fazeli, der ILNA mit. Der neue Satellit wurde von Wissenschaftlern der Technologieuniversität (IUST) in Teheran gebaut. Erstmals hatte der Iran im Jahr 2009 aus Anlass des 30. Jahrestags der islamischen Revolution den Satelliten "Omid" mit einer ... mehr »

Standing Ovations für deutsche Theateraufführung in Teheran

02. Februar 2012
Die Aufführung des Maskentheaterstückes "Hotel Paradiso" des deutschen Theaterensembles "FAMILIE FLÖZ" beim 30. internationalen Fadschr-Theaterfestival in Teheran sorgte gestern Abend für große Begeisterung beim Publikum. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Donnerstag, den 2. Februar. Die Zuschauer seien vor allem von der überragenden Darstellung der Schauspieler sehr angetan gewesen. Die Inszenierung von Michael Vogel aus dem Jahr 2006 wurde in den vergangenen sechs Jahren weltweit aufgeführt. Die Theaterstücke der "FAMILIE FLÖZ" haben bereits zahlreiche Preise auf Festivals in Europa, Südamerika und Asien gewonnen. fh

Wieder elf Iraner in Syrien entführt

02. Februar 2012
Bewaffnete Männer haben zwischen den syrischen Städten Halab und Hamah einen Reisebus aus dem Iran überfallen und elf Männer entführt. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag, den 2. Februar. Die Entführer sollen zuerst die Hauptstraße mit großen Steinen blockiert  haben, den Bus auf einen Seitenweg geführt und dort elf Männer zwischen 30 und 65 Jahren  mitgenommen haben. Auch Wertpapiere und Goldschmuck hätten die Entführer mitgenommen,  sagte ein Augenzeuge der iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Anschließend konnte der Bus weiterfahren. Die 45 iranischen Insassen des Busses waren auf einer Pilgerfahrt nach Damaskus. Unterdessen gibt es noch keine Spur von den elf weiteren ... mehr »

Offener Brief fordert Freilassung von Oppositionsführern

01. Februar 2012
In einem offenen Brief an die zuständigen Verantwortlichen fordert der Ayatollah Ali Mohammad Dastgheib die Freilassung der nun seit einem Jahr unter Hausarrest stehenden iranischen Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi und Mehdi Karroubi. Der Brief wurde am Dienstag, den 31. Januar, auf der offiziellen Webseite des Ayatollah, „Hadis Sarv“, veröffentlicht. Dastgheib forderte zudem auch die Freilassung weiterer politischer Gefangener. Ayatollah Dastgheib ist Mitglied des  Expertenrats, der nach der iranischen Verfassung die Aufgabe hat, das religiöse Oberhaupt Ayatollah Khamenei zu überwachen und notfalls zu entmachten. Wegen seiner häufigen regierungskritischen Äußerungen wurden Haus und Büro von Ayatollah Dastgheib im vergangenen Jahr von Sicherheitsbeamten gestürmt, ... mehr »

Neuer spanischsprachiger Sender aus Teheran

01. Februar 2012
Seit dem 31. Januar 2012 strahlt das iranische Staatsfernsehen ein neues Programm namens „HISPAN TV“ auf Spanisch aus. Zielgruppe sind die lateinamerikanischen Länder, die dort nun täglich 24 Stunden iranische Serien, Spielfilme, Dokumentationen, aber auch Nachrichten geliefert bekommen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hofft, der Iran könne sich durch diesen Sender weiter an die Länder Lateinamerikas annähern, die wie die iranische Regierung einen Anti-Amerika-Kurs betreiben, so Ahmadinedschad bei der Eröffnung des Senders. Gemeint sind damit vor allem Länder wie Kuba und Venezuela. Damit ist „HISPAN TV“ neben Arabisch, Englisch und vier weiteren Sprachen das sechste Fremdsprachenprogramm des iranischen Staatsfernsehens, das über ... mehr »

Getreide-Import in iranischem Hafen gestoppt

31. Januar 2012
Zehn Schiffe beladen mit etwa 400 Tonnen Getreide warten im iranischen Imam-Khomeini-Hafen auf das Löschen ihrer Ladung. Das meldete das iranische Nachrichtenportal „Kalameh“ am Dienstag, den 31. Januar, unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters. Der Grund: Seitdem die USA und die Europäische Union Sanktionen gegen die iranische Zentralbank verhängt haben, sind keine Überweisungen aus dem Iran an Geschäftspartner im Ausland mehr möglich. Solange die ausländischen Lieferanten aber kein Geld von ihren iranischen Kunden bekämen, würden die Schiffe nicht ausgeladen, sagte ein Mitarbeiter der europäischen Getreidebörse laut Reuters. Die iranische Regierung bestreitet negative Auswirkungen der Sanktionen auf die wirtschaftliche Situation des ... mehr »

Drastische Preiserhöhungen bei medizinischen Behandlungen

31. Januar 2012
Immer mehr Iraner verkaufen ihre Häuser, um sich medizinisch behandeln lassen zu können. Das sagte Ali Asghar Hassani, Abgeordneter und Mitglied der Gesundheitskommission des iranischen Parlaments, der iranischen Zeitung „Rouzegar“ am Montag, den 30. Januar. Obwohl im „Gesetz zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“ auch 5.600 Milliarden Tuman, etwa 250 Millionen Euro, für das Gesundheitsministerium vorgesehen waren, habe die Regierung diese Summe bisher nicht ausgezahlt, so Hassani. Mit dem Geld könne man vielen akut erkrankten Patienten mit einer passenden Krankenversicherung helfen, so der Abgeordnete. Aufgrund der niedrigen Gehälter können sich die meisten Iraner keine aufwändigen Behandlungen leisten, auch spezielle Medikamente werden ... mehr »

Dürregefahr im Iran

30. Januar 2012
Die iranische Meteorologenorganisation warnt vor Dürregefahr im südlichen Teil des Landes. Das berichtet die iranische Zeitung Khorasan am Sonntag, den 29.Januar. Ein Wetterexperte aus der iranischen Provinz Bushehr sagte, früher habe die längste Trockenzeit in der Region etwa zwei Jahre gedauert, mittlerweile dauere sie bis zu sechs Jahre. Der Klimawandel und die Tendenz zur Erderwärmung seien die Hauptursachen. Auch seien die Wasserspiegel in den Flüssen der Region um 45 bis 95 Prozent gesunken, so der Wetterdienst. fh

Massive Arbeitslosigkeit unter iranischen Jugendlichen

30. Januar 2012
Laut dem Jahresbericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) lag die Arbeitslosigkeit unter iranischen Jugendlichen Ende 2010 bei 25,7 Prozent. Bei den 15-24-jährigen Jobsuchenden seien Mädchen um 2 Prozent stärker als Jungen betroffen, heißt es in dem Bericht. In etwa zehn der 31 Provinzen des Iran liegt die Arbeitslosigkeit der ILO-Statistik zufolge sogar bei 30 Prozent. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte versprochen, im Jahr 2011 etwa 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Offiziellen Angaben liegt die Arbeitslosigkeit im Iran bei etwa 14 Prozent. Kritiker schätzen die Zahl allerdings viel höher ein. fh

Geständnis-Video

28. Januar 2012
In einem Video, das am 26. Januar auf „Youtube“ veröffentlicht wurde, gestehen fünf Iraner, zu „militärischen Zwecken“ aus dem Iran nach Syrien geschickt worden zu sein. Das Video wurde von ehemaligen syrischen Militärangehörigen, die sich mittlerweile den syrischen Widerstandskämpfern angeschlossen haben, auf dem Internet-Videokanal veröffentlicht. Angeblich sollen die Iraner den syrischen Sicherheitskräften bei der Niederschlagung der Proteste gegen die syrische Regierung aktiv mitgeholfen haben. Die fünf Männer waren am 21. November 2011 in der syrischen Stadt Hamas von Unbekannten entführt worden. Einer der Festgenommenen bittet vor der Kamera den iranischen religiösen Führer Ayatollah Khamenei, mit der militärischen Unterstützung der syrischen ... mehr »

Acht Million Iraner können aus finanziellen Gründen nicht heiraten

28. Januar 2012
Immer mehr junge und heiratswillige Iraner können aus finanziellen Gründen nicht heiraten. Das sagte Saleh Golshan, Vorsitzender einer Heiratshilfsorganisation, in einem Interview mit der iranischen Zeitung „Khorasan“ am Samstag den 28. Januar. In den vergangenen neun Monaten sei die Zahl der Hochzeiten drastisch gesunken, und etwa acht Millionen junge Iraner trauen sich wegen ihrer schlechten finanziellen Lage nicht zu heiraten, so Golshan. Er kritisierte dabei auch die Regierung: Vor einem Jahr habe der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad versprochen, Sonderkonditionen bei Kreditaufnahmen und andere Finanzbegünstigungen für frisch Verheiratete einzuführen. Das sei bis heute aber nicht geschehen. fh

Ahmadinedschad wirft seinen Gegnern „Doppelmoral“ vor

27. Januar 2012
Bei einer Rede in der iranischen Stadt Kerman warf der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seinen politischen Gegnern „Doppelmoral“ vor. Die zeige sich an ihrer Haltung gegenüber den derzeitigen Rekordpreisen für Gold im Iran und den starken Verlusten der iranischen Währung, so Ahmadinedschad laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag. „Es gibt einige Scheinpolitiker unter uns, die die Regierung öffentlich für die hohen Goldpreise verantwortlich machen, heimlich von uns aber die weitere Anhebung der Goldpreise fordern“, so Ahmadinedschad. Diese Gruppe verbreite zusammen mit „einigen Medienleuten“ falsche Informationen und trage deshalb die eigentliche Schuld an der „unruhigen Finanzsituation“, so der Präsident. Ahmadinedschads Regierung ... mehr »

Elf Iraner in Syrien entführt

27. Januar 2012
Etwa 20 bewaffnete Männer haben in der Nähe der syrischen Stadt Halab einen Reisebus aus dem Iran überfallen und zehn Männer entführt. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag, den 26. Januar. Die Entführer sollen über die guten diplomatischen Beziehungen zwischen dem Iran und der syrischen Regierung geschimpft und den iranischen Reisenden mit dem Tod gedroht haben, sagte ein Augenzeuge der iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Anschließend konnte der Bus Richtung Damaskus weiterfahren. Die restlichen Passagiere befinden sich in Sicherheit. Die 49 iranischen Insassen des Busses waren auf einer Pilgerfahrt nach Damaskus. Die iranischen Behörden fordern von Syrien die sofortige Aufklärung des ... mehr »

Einführung von islamgerechter Frauen-Arbeitskleidung

26. Januar 2012
Das iranische Innenministerium will künftig ein seit Jahren diskutiertes Gebot für islamgerechte Arbeitskleidung für Frauen einführen. Für 40 Berufe seien bereits entsprechende Modelle angefertigt worden, sagte die Bürochefin der Familien- und Frauenabteilung des iranischen Innenministeriums, Zahra Abbassi, iranischen Nachrichtenagenturen. Keine auffälligen Farben, keine zu engen und körperbetonten Schnitte seien nach den neuen Vorschriften oberstes Gebot, erklärte Abbassi. „Zunächst konzentrieren wir uns auf die Branchen Krankenhaus, Banken und Flughäfen“, so Abbassi weiter. Ab wann die neue Arbeitskleidung eingeführt wird, wurde bisher nicht bekannt gegeben. fh

16 Millionen Schmuggel-Medikamente beschlagnahmt

26. Januar 2012
Allein in den vergangenen zehn Monaten wurden an den iranischen Grenzen etwa 16.964.493 Arzneimittel beschlagnahmt, die illegal eingeführt werden sollten. Das ist eine Zunahme von 87 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Kommandeur der iranischen Grenzschutzpolizei, Hossein Zolfaghari, der iranischen Nachrichtenagentur ILNA am Mittwoch, den 25.Januar, mit. Vor kurzem hätten iranische Grenzpolizisten in einem Auto etwa 1.834.848 Medikamente sichergestellt. Bei den meisten handele es sich um Aufputschmittel oder sexuell stimulierende Tabletten, die dann auf dem Schwarzmarkt teuer verkauft würden, so Zolfaghari. fh

Abgeordneter warnt vor „Staatsbankrott“

25. Januar 2012
„Nur die endgültige Regulierung des Devisenmarkts und die Kontrolle der Goldpreise auf dem freien Markt Irans können uns vor einem Staatsbankrott retten.“ Das sagte der iranische Parlamentarier Ahmad Tavakoli in einem Interview mit der Nachrichtenagentur MEHR am Dienstag, den 24.Januar. Der Chef der iranischen Zentralbank, Mahmud Bahmani, sei hauptverantwortlich für den Erhalt der Währungsstabilität des Landes „und sollte unverzüglich handeln“, so Ahmadi. Sonst werde das Parlament im Rahmen des Grundgesetzes „den ein oder anderen Verantwortlichen im Finanz- und Wirtschaftssektor abrufen müssen“, so Ahmadi weiter. Seit Wochen liegen die Dollar-und Eurokurse und die Goldpreise im Iran auf Rekordhöhe. fh

Iranischer Journalist auf Flughafen verhaftet?

25. Januar 2012
Der reformorientierte iranische Journalist Saeed Razavi Faghih soll am 17. Januar direkt nach seiner Ankunft aus Paris auf dem Teheraner Imam-Khomeini-Flughafen festgenommen worden sein. Das teilte sein in Paris lebender Freund Morteza Kazemian dem persischsparchigen „Radio Farda“ mit. Seit über einer Woche suche er vergeblich nach Faghih, habe aber weder von ihm noch von seiner Familie aus Teheran gehört, so Kazemian. Er gehe davon aus, dass Faghih direkt am Flughafen verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden sei, so Kazemian in dem Interview. fh

Irans Reaktion auf EU-Ölembargo

24. Januar 2012
Einen „psychologischen Krieg“ nennt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, das von der Europäischen Union gegen den Iran verhängte Öl-Embargo. Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm würden damit „erschwert“, so Mehmanparast weiter. Solche Schritte seien ein Zeichen dafür, dass die Europäer nicht souverän handelten, sondern sich bei ihren Entscheidungen von den Amerikanern unter Druck setzten ließen. Die EU-Länder sollten „besser ihren eigenen Interessen folgen“, so Mehmanparast am Montag. Die Europäische Union will den Import iranischen Erdöls ab Sommer 2012 stoppen. fh

Verstöße gegen Menschenrechte von Studenten im Iran

24. Januar 2012
Über 2.000 Studenten seien im Iran in den vergangenen zwei Jahren „schwer diskriminiert“ worden. Das schreibt die iranische Studentenorganisation „Daftar-e Tahkim-e Vahdat“ in einem Bericht, der an den UN-Sonderbeauftragten für die Menschenrechtslage im Iran, Ahmed Shaheed, geschickt wurde. Demnach sind zwischen 2009 und 2011 über 630 Studenten verhaftet worden. 397 wurde das Studium verweigert, 27 Studenten kamen im Gefängnis oder bei Auseinandersetzungen während der Proteste nach den letzten Wahlen ums Leben. „Mit diesem Report wollen wir Sie informieren und dazu bewegen, sich für die Rechte der iranischen Studenten und Akademiker einzusetzen“, so die Verfasser des Berichts an Ahmed Shaeed. fh

Schiffsunglück im Persischen Golf

23. Januar 2012
Bei einem Schiffunsglück im Persischen Golf kamen am Samstag 16 Menschen ums Leben. Fünf von sechs weiteren vermissten Passagieren des Schiffes konnten gerettet werden. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur ILNA am Montag, den 23. Januar. Ein kleines Schiff mit 22 Fahrgästen war am 21. Januar im Persischen Golf bei einem Unwetter verunglückt. Es sei überfüllt gewesen und habe den hohen Wellen nicht standhalten können, sagte der Chef der iranischen Hilfsorganisation Roter Halbmond, Mahmud Mozafar. Die Ermittlungen über die Unglücksursache und die Suche nach dem Vermissten laufen weiter. fh

Katastrophale Zustände im Winter im Teheraner Gefängnis

23. Januar 2012
Heizungsausfälle, zu wenig Essen und mangelnde medizinische Versorgung haben bei zahlreichen Inhaftierten im Teheraner Evin-Gefängnis schwere Erkrankungen verursacht. Die berichteten dem iranischen Nachrichtenportal Jaras vom 22. Januar zufolge verschiedene Menschenrechtsorganisationen. Wegen Heizölmangels seien seit mehreren Tagen die Heizungen in dem Gefängnis abgestellt. Die Gefangenen müssten trotz des Winterwetters mit kaltem Wasser duschen, so ein Gefängnisverantwortlicher. Viele Gefangene litten an Erkältungen und anderen Erkrankungen, heißt es in dem Bericht des Nachrichtenportals. Die Hauptverwaltung der iranischen Gefängnisse soll mitgeteilt haben, dass alle Probleme behoben worden seien. Im Evin-Gefängnis sind rund 8.000 Häftlinge untergebracht. fh

Teheraner Wirtschaftsprofessoren kritisieren Hochschulpolitik

21. Januar 2012
Elf Wirtschafsprofessoren der Universität „Alameh Tabatabaei“ in Teheran haben in einem Brief an den obersten „Rat der Kulturrevolution“ des Iran vor der „mangelnden Kompetenz der derzeitigen Fachkräfte“ und der „strengen Überwachung und Kontrolle“ der Universität gewarnt. Das meldete das iranische Nachrichtenportal JARAS am 20. Januar. Dabei bezogen sich die Verfasser des Schreibens unter anderem auf die „Massenentlassungen“ von Professoren sowie auf die „systematische Reduzierung “ der human- und sozialwissenschaftlichen Fächer um sechzehn Sektionen in den vergangenen fünf Jahren. Die Teheraner Hochschule gehört zu den renommiertesten Universitäten des Landes. Nach der Regierungsübernahme von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2005 wurde der Leiter ... mehr »

Iranischer Fernsehkanal verliert britische Sendelizenz

21. Januar 2012
Der staatliche iranische Sender "Press TV" darf sein Programm in Großbritannien nicht länger ausstrahlen. Die entsprechende Lizenz war der Londoner Filiale von „Press TV“ erteilt worden, die Redaktionspolitik des Fernsehsenders wurde jedoch im Teheraner Hauptsitz des Unternehmens bestimmt. Das widerspreche britischen Rechtsnormen, begründete die britische Medienaufsicht Ofcom (Office of Communications) die Entscheidung. "Press TV" sprach dagegen von Zensur. Zuvor hatte der iranisch-kanadische Journalist Maziar Bahari „Press TV“ wegen der Ausstrahlung eines von ihm im Gefängnis aufgezeichneten Interviews angeklagt. Der Fernsehkanal wurde daraufhin zu einer Strafzahlung in Höhe von 100.000 britischen Pfund verurteilt, die allerdings bisher nicht beglichen wurde. Bahari war ... mehr »

Iran verkauft syrisches Erdöl

20. Januar 2012
Der Iran soll zur Unterstützung der syrischen Regierung syrisches Erdöl gekauft und dieses über Bandar Deylam, eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Buschehr, weiterverkauft haben. Das behauptete ein Mitarbeiter des US-Finanzministeriums gegenüber dem persischsprachigen Fernsehprogramm BBC Persian in New York. Nach US-Informationen sollen vor zwei Monaten etwa 91 Tonnen Erdöl (650.000 Barrel) aus der syrischen Hafenstadt Banias in den Iran transportiert worden sein. Laut einem Bericht von BBC Persian hatte der Iran eine Firma in Dubai damit beauftragt, das syrische Erdöl mithilfe eines griechischen Tankers in den Iran zu transportieren. Die Europäische Union hatte im September 2011 ein Öl-Embargo gegen Syrien ... mehr »

Weniger Freiheit im Nahen Osten

20. Januar 2012
Laut dem Jahresbericht der internationalen Bürgerrechtsorganisation „Freedom House“ hat sich trotz des „arabischen Frühlings“ die Situation der Rechte und zivilgesellschaftlichen Freiheiten in vielen Ländern des Nahen Ostens verschlechtert. Davon sind vor allem Syrien, Bahrain, der Iran, der Libanon, Saudi-Arabien, Jemen und die Vereinigten Arabischen Emirate betroffen. Der Iran wird unter den zehn Ländern mit dem schlechtesten „Stand der politischen Freiheiten“ auf Platz sechs eingestuft. Laut „Freedom House“ wiesen die vorliegenden Informationen im Vergleich zum Vorjahr auf einen deutlichen Rückschritt im Iran hin. Die einflussreiche Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Washington wird Medienberichten zufolge zu einem bedeutenden Teil von der US-Regierung finanziert. fh

Rekordpreis bei Goldmünzen

19. Januar 2012
Iranische Nachrichtenagenturen melden einen neuen Rekordpreis bei Goldmünzen. Demzufolge kostete eine Goldmünze von etwa 8,13 Gramm in Teheran auf dem freien Markt am 19. Januar 8 Millionen Rial, etwa 600 US-Dollar. Damit hatte sich der Preis um 2 Prozent gegenüber dem Vortag weiter erhöht. Hauptgrund für den Ansturm auf den Goldmarkt im Iran ist die derzeitige Uneinigkeit über die Zinshöhe für Sparanlagen bei iranischen Banken. Das sagte Mohammad Keshti Aray, Chef der Gewerkschaft des iranischen Goldhandels, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ILNA. Seit Wochen gibt es Streit zwischen dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und der iranischen Zentralban, über eine Zinserhöhung auf ... mehr »

Maryam Malakpour kritisiert das Todesurteil gegen ihren Bruder

19. Januar 2012
Die Schwester des zum Tode verurteilten iranischen Webdesigners Saeed Malakpour hat in einem Interview mit Radio Farda die Unschuld ihres Bruders beteuert und sein Verfahren im Iran als unfair bezeichnet. Der in Kanada lebende Iraner Malakpour war 2008  bei einem Familienbesuch im Iran verhaftet und ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden. Am 16. Januar wurde der 35-Jährige nun vom Obersten Gerichtshof des Iran unter anderem wegen „Design und Betreiben einer Internetseite mit nicht jugendfreien Inhalten“ zum Tode verurteilt. „Er hat nichts Illegales getan“, sagte seine Schwester am 18. Januar in einem Radiointerview. Ein von ihm entwickeltes und mit seinem Namen versehenes Computerprogramm sei ... mehr »

Sunnitische Abgeordnete gegen Diskriminierung

18. Januar 2012
Abgeordnete der Fraktion der sunnitischen Muslime im iranischen Parlament kritisieren in einem offenen Brief an das religiöse Oberhaupt des Iran, Ayatollah Khamenei, die Diskriminierung ihrer Minderheit. Den Brief veröffentlichte das Nachrichtenportal „JARAS“ am 17. Januar. Darin fordern die Parlamentarier, alle gegen ihre Glaubensgemeinschaft gerichteten Einschränkungen aufzuheben, auch das Verbot einer Präsidentschaftskandidatur. Im Iran bilden die sunnitischen Muslime eine Minderheit, Staatsreligion ist der schiitische Islam. Laut Paragraph 115 des iranischen Grundgesetzes  dürfen ausschließlich Personen schiitischen Glaubens bei den Präsidentschaftswahlen kandidieren. Seit der islamischen Revolution im Iran vor 33 Jahren gelangte kein sunnitischer Muslim ins Regierungskabinett oder in andere führende Staatspositionen. fh

Drei Oppositionelle inhaftiert

18. Januar 2012
Die zwei iranischen Journalistinnen Marziyeh Rasouli und Parastou Doukouhaki wurden laut Berichten iranischer Nachrichtenagenturen am 15. Januar verhaftet. Doukouhakis Angehörige sagten in einem Interview, ihre Tochter habe in letzter Zeit nicht als Journalistin, sondern lediglich als Dolmetscherin für ein Kultur-Institut gearbeitet. Auch der bekannte iranische Literaturübersetzer und Verantwortliche für die iranische Literaturwebseite Sokhan, Mohhamad Soleimani Nia, ist in den vergangenen Tagen inhaftiert worden. Allen drei Inhaftierten wird „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ vorgeworfen. Die iranische Opposition sieht die im Januar 2012 begonnene Welle von Verhaftungen iranischer Aktivisten in Zusammenhang mit den bevorstehenden Parlamentswahlen im Iran im März 2012. fh

Irans Antwort auf Warnung der USA

17. Januar 2012
Iran sei das stabilste Land seiner Region und zuständig für die Transportsicherheit der „weltweiten Energie“. Mit diesen Worten reagierte Yahya Rahim Safavi, militärischer Berater des religiösen Oberhaupts des Irans Ali Khamenei, am Montag, den 16. Januar, auf eine Warnung des US-Präsidenten Barak Obama an den Iran. „Wir werden unser Land mit politischen, aber auch mit anderen Mitteln gegen jede Einschüchterung von außen schützen“, so Safavi weiter. Obama hatte Khamenei vor einigen Tagen über „geheime Kanäle“, wie es in Medienberichten heißt, mitgeteilt, eine Seeblockade der Straße von Hormus am Persischen Golf durch den Iran käme für die Vereinigten Staaten „der Überschreitung ... mehr »

Bevorstehende Parlamentswahlen sind inszeniert“

17. Januar 2012
Der Koordinationsrat der demokratischen Opposition im Iran, „Green Path of Hope“, bezeichnet in einem offenen Brief die bevorstehenden Parlamentswahlen im Iran als „inszeniert und befohlen“. Dieser wurde vom Nachrichtenportal „Kalameh“ am 16. Januar veröffentlicht. Deshalb begrüße der Rat, der nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran im Jahr 2009 im Ausland gegründet wurde, den Aufruf der Reformer zum Wahlboykott, heißt es in dem Schreiben weiter. Das iranische Regime werde die Wahlen nutzen, um seine Legitimation zu verbessern. Die oppositionelle Grüne Bewegung im Iran könne die Wahlen als eine Gelegenheit  nutzen, um ihren Kampf gegen „dieses totalitäre System“ stärker sichtbar werden zu ... mehr »

Golden Globe für iranischen Film

16. Januar 2012
Der Film „Nader und Simin - Eine Trennung“ des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi hat den Golden Globe 2012 in der Kategorie „Fremdsprachiger Film“ gewonnen. Farhadis gesellschaftskritischer Film wurde bereits bei 22 weiteren internationalen Filmfestivals ausgezeichnet. Mit der neuen Auszeichnung gilt die Wahrscheinlichkeit, dass Farhadis Film auch unter den fünf Oscar-Nominierungen 2012 für den besten ausländischen Film sein wird, als hoch. „Nader und Simin“ wurde bei der 61. Berlinale 2011 mit dem Goldenen Bären für den besten Film sowie mit beiden Silbernen Bären für die beste männliche und die beste weibliche Schauspielerleistung ausgezeichnet. fh

Offener Brief gegen den „Terroranschlag“

16. Januar 2012
Mehr als 234 iranische Antikriegsaktivisten und Oppositionelle haben in einem offenen Brief den Mord an dem iranischen Nuklearexperten Mostafa Ahmadi Roshan verurteilt. Das iranische Volk werde nichts dulden, was seine „nationale Sicherheit“ gefährde, warnten sie. Der Wissenschaftler Ahmadi Roshan war am 11. Januar in Teheran durch eine Autobombe getötet worden. Am Sonntag, den 15. Januar, warf der iranische Informationsminister Mohsen Salehi den USA und Großbritannien vor, das Attentat mithilfe von Israel geplant zu haben. „Israel wird die passende Antwort bekommen“, sagte Salehi in einem Interview. fh

70 Prozent der iranischen Gefangenen drogensüchtig

14. Januar 2012
Laut dem Kommandeur der iranischen Polizei, Esmaeil Ahmadi Moghadam, sind neuesten Statistiken zufolge etwa 70 Prozent der Gefängnisinsassen im Iran drogenabhängig. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Samstag, den 14. Januar. “Die Zahl der Drogendelikte und der Drogenkonsumenten hat sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt“, sagte demzufolge Ahmadi Moghadam. Die Tendenz ginge dabei zu chemisch hergestellten Drogen wie Ecstasy und Crystal, so der Polizeikommandeur. Das iranische Gesundheitsministerium schätzt die Zahl der regelmäßigen Drogenkonsumenten im Iran auf 3,7 Millionen, darunter 2,5 Millionen Schwerstabhängige und etwa 150.000 gelegentliche Konsumenten. fh

UNO verurteilt Bombenanschlag in Teheran

14. Januar 2012
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, verurteilte den Mord an dem iranischen Nuklearexperten Mostafa Ahmadi Roshan in Teheran. Das meldete das iranische Nachrichtenportal „Khabaronline“ am Freitag, den 13. Januar. „Solche Terroranschläge sind verwerflich und verstoßen gegen die allgemeinen Menschenrechte“, so Ban Ki-moon. Ahmadi Roshan war am 11. Januar in Teheran durch eine Autobombe getötet worden. Der Iran macht den Westen für den Anschlag verantwortlich und hatte den UN-Sicherheitsrat und UNO Generalsekretär Ban Ki-moon aufgerufen, den „Terroranschlag“ auf den iranischen Nuklearwissenschaftler zu verurteilen. fh

Alle vier Stunden eine Hinrichtung im Iran

13. Januar 2012
Alle vier Stunden wurde allein in der ersten Woche des Januars 2012 im Iran ein Mensch hingerichtet. Das sei ein Rekord, meldet die Menschenrechtsorganisation „International Federation for Human Rights“ (FIDH) in einem Bericht. Demnach wurden innerhalb dieser Zeit landesweit 39 Todesurteile vollstreckt, drei davon vor den Augen der Öffentlichkeit. Die FIDH kritisiert auch die am 9. Januar 2012 verhängte Todesstrafe gegen Amir Mirza Hekmati. Das Teheraner Revolutionsgericht wirft dem 28-Jährigen, der die US-amerikanische und die iranische Staatsbürgerschaft besitzt, vor, CIA-Agent zu sein und „Aktivitäten gegen die iranische Regierung“ ausgeübt zu haben. Laut Amnesty International wurden in den ersten elf Monaten des ... mehr »

Star-Regisseur kritisiert Schließung des Verbandes iranischer Filmschaffender

13. Januar 2012
Asghar Farhadi, Regisseur des erfolgreichen  Films „ Nader und Simin - eine Trennung“, fordert in einem Schreiben an das iranische Kulturministerium eine Abstimmung über die Auflösung des Verbands iranischer Filmschaffender „Haus des Kinos“. Laut einem Bericht der Zeitung „Shargh“ vom 12. Januar schlug Farhadi dem stellvertretenden Kulturminister vor, die mehreren tausend Mitglieder des Verbands über die Entscheidung abstimmen zu lassen. Damit bezog sich Farhadi auf die Aussage des Kulturministeriums, die Auflösung des ‘Hauses des Kinos’ sei mit dem Einverständnis der Mehrheit der Filmgemeinschaft und der Mitglieder des Berufsverbandes geschehen. Der vor 20 Jahren gegründete Verband hat etwa 5.000 Mitglieder und wurde ... mehr »

Iran kritisiert Westen wegen Anschlags

12. Januar 2012
Laut Mohammad Khazaei, dem ständigen Vertreter des Irans bei den Vereinten Nationen, liegen dem Iran Informationen vor, nach denen der Westen bei dem Mord an dem iranischen Nuklearexperten Mostafa Ahmadi Roshan seine Hand im Spiel gehabt haben soll. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag, den 12. Januar.  Der Wissenschaftler war am 11. Januar in Teheran durch eine Autobombe getötet worden. „Was dem Westen auf diplomatischen Wegen nicht gelang, versucht er jetzt mit Terrorattacken zu erreichen“, sagte Khazaei mit Bezug auf den Streit über das iranische Atomprogramm. Unterdessen haben sowohl die USA wie auch Großbritannien ihr Bedauern über den Terroranschlag ... mehr »

Reporter ohne Grenzen“ fordert Hilfe für inhaftierte iranische Journalisten

12. Januar 2012
In einem offenen Brief hat die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR), Navi Pillay, um mehr Einsatz für die im Iran inhaftierten Journalisten gebeten. Zurzeit befinden sich etwa 42 iranische Journalisten und Blogger in Gefängnis. In dem Brief beurteilt ROG die Situation der Inhaftierten ebenso kritisch wie die der Pressefreiheit im Iran. „Durch Ihre Bemühungen könnten Sie die inhaftierten Reporter, die sich sowohl seelisch wie körperlich in Not befinden, retten“, so die ROG an Pillay. Im Dezember 2011 hatte das Internationale Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) in einem Bericht den Iran ... mehr »

Regierungskritische Abgeordnete von erneuter Kandidatur ausgeschlossen

11. Januar 2012
Das iranische Innenministerium hat mehrere amtierende Parlamentsabgeordnete von einer erneuten Kandidatur bei den bevorstehenden Parlamentswahlen ausgeschlossen. Das berichteten mehrere iranische Nachrichtenagenturen am Dienstag, den 10. Januar. Auf der Ausschlussliste des Ministeriums sollen sich etwa 50 derzeit amtierende Parlamentarier befinden, die sich häufig regierungskritisch geäußert haben, darunter angeblich auch Ali Motahari aus der konservativen Fraktion. Motahari hatte im vergangenen Monat mit Rücktritt gedroht, nachdem das Parlament es abgelehnt hatte, Präsident Mahmud Ahmadinejad zu einer Reihe von Unregelmäßigkeiten in der Regierungsarbeit zu befragen. Der Chef des iranischen Parlaments, Ali Larijani, bestritt am Mittwoch die Existenz der Disqualifizierungsliste. Die endgültige Entscheidung über die Kandidaturen ... mehr »

Türkei beschlagnahmt vier Lastwagen mit Waffen

11. Januar 2012
Das türkische Zollamt stellte am Dienstag, den 10. Januar, vier Lastwagen sicher, die aus dem Iran nach Syrien unterwegs waren. Türkischen Nachrichten zufolge transportierten die LKW Waffen. Die Wagen waren der türkischen Polizei am Grenzübergang zu Syrien aufgefallen. Die Ermittlungen der türkischen Behörden laufen. Weitere Einzelheiten wurden bisher nicht bekannt. Bereits in März 2011 war ein iranisches Flugzeug mit militärischer Fracht auf dem Weg nach Syrien von türkischen Sicherheitsbehörden auf dem Flughafen von Diyarbakir abgefangen und zur Landung gezwungen worden. fh

Verhaftungswelle iranischer Aktivisten

10. Januar 2012
In den vergangenen Tagen wurden im Iran mehrere Oppositionelle und eine Journalistin verhaftet. Dadurch sollten „jegliche Organisationen gegen die bevorstehende Parlamentswahlen“ vom März 2012 verhindert werden, sagte der iranische Informationsminister Mohsen Salehi. Zu den Verhafteten gehört auch der Regimekritiker und Blogger Mehdi Khazali. Er sei am Montag in Teheran festgenommen worden, erklärte seine Frau in einem Interview mit BBC Persian. Ihr Mann sei dabei am Arm und an anderen Körperstellen verletzt worden. Khazali, Sohn eines konservativen Mitglieds des iranischen Expertenrates, ist bekannt für seine regierungskritischen Ansichten, die er auf seinem Weblog veröffentlicht. Der 46-Jährige war deshalb in den vergangenen zwei ... mehr »

Google ist „Spionagewerkzeug“

10. Januar 2012
Der iranische Polizeikommandeur Esmaeil Ahmadi Moghadam hat die Internetsuchmaschine Google als „Suchmotor für Spionage“ bezeichnet. Das meldete am Dienstag, den 10. Januar, die iranische Nachrichtenagentur MEHR. „Wir werden alle notwendigen Maßnahmen treffen, um unsere staatlichen Daten davor zu schützen“, so Ahmadi Moghadam. Dabei bezog er sich auf die Inbetriebnahme des „nationalen Internets“, mit dem die iranischen Machthaber das World Wide Web verdrängen wollen. Die Opposition fürchtet, dass damit eine noch striktere Kontrolle von Regimekritikern möglich sei. fh

Iran verhängt Todesstrafe gegen angeblichen CIA-Agenten

09. Januar 2012
Das Revolutionsgericht in Teheran verhängte am Montag, den 9.Januar, die Todesstrafe gegen Amir-Mirza Hekmati. Dem US-amerikanischen und iranischen Staatsbürger Hekmati werden Spionage und „Aktivitäten gegen die iranische Regierung“ vorgeworfen. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur FARS. Hekmati soll nach offiziellen Angaben am 17. Dezember beim Grenzübertritt in den Iran festgenommen worden sein. Zuvor soll der 28-Jährige sich dem iranischen Abwehrdienst zufolge in Afghanistan auf der US-Luftwaffenbasis Bagram aufgehalten haben. Einen Tag später hatte das iranische Staatsfernsehen ein Video gezeigt, in dem Hekmati zugab, für den US-amerikanischen Auslands-Geheimdienst CIA zu arbeiten. Die USA haben mehrmals die sofortige Freilassung ihres Staatsbürgers gefordert. Seine Familie bestreitet ... mehr »

Haus des Oppositionsführers unter Einsturzgefahr

09. Januar 2012
Laut Fatemeh Karroubi, der Frau des iranischen Oppositionsführers Mehdi Karroubi, ist das Gebäude, in dem ihr Mann mit einem Hausarrest festgehalten wird, von Einsturz bedroht. Das berichtete das iranische Nachrichtenportal „Sahamnews“ am Sonntag. „Viele alte Häuser um Karroubis Unterkunft wurden abgerissen. Direkt neben seinem Haus ist eine tiefe Grube entstanden. Deshalb fürchten wir um die Standhaftigkeit von Karroubis Haus“, erklärte seine Frau. Die zuständigen Behörden hätten auf ihre entsprechende Warnung bisher nicht reagiert. Karroubi, Herausforderer von Präsident Mahmud Ahmadinejad bei den Präsidentschaftswahlen 2009, steht seit mehr als zehn Monaten unter Hausarrest. fh

120 Milliarden Dollar für neue Arbeitsplätze fehlen

07. Januar 2012
Um etwa eine Million neue Arbeitsplätze zu schaffen, fehlt dem Iran derzeit ein Budget von 120 Milliarden Dollar. Das sagte der stellvertretende Chef des iranischen Parlaments, Mohammad Reza Bahonar, der iranischen Nachrichtenagentur ILNA. Damit kritisierte Bahonar das Versprechen von Präsident Mahmud Ahmadinejad, im Jahr 2012 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Vorhaben sei nicht realistisch, da der Staat derzeit nicht mehr als 70 Milliarden Dollar dafür ausgeben könne, so Bahonar. Damit könnten jedoch nur weit weniger als 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Nach offiziellen Angaben liegt die Arbeitslosigkeit im Iran bei etwa 14 Prozent. Kritiker schätzen die Zahl allerdings viel höher ... mehr »

101 heimliche Hinrichtungen im Iran aufgedeckt

07. Januar 2012
Die Webseite „International Campaign for Human Rights in Iran“ (ICHRI) hat die Namen von 101 Gefangenen veröffentlicht, die zwischen Juni und Dezember 2010 im Gefängnis Vakilabad in der Stadt Mashhad im Nordosten Irans heimlich hingerichtet wurden. In den meisten Fällen soll es sich bei den Hingerichteten um Drogenkriminelle gehandelt haben. Shirin Ebadi, Rechtsanwältin und iranische Friedensnobelpreisträgerin, kritisierte die geheimen Hinrichtungen hart. Die Todesstrafe sei nicht der richtige Weg, um Drogendelikte zu bekämpfen, so Ebadi. Im Dezember 2011 hatte der iranische Justizchef Ayatollah Sadegh Larijani den Vorwurf heimlicher Massenhinrichtungen im Iran vehement zurückgewiesen. Alle Hinrichtungen würden seinem Büro mitgeteilt. Wer Informationen ... mehr »

Künstler kritisieren Zwangsauflösung des Verbands iranischer Filmschaffender

06. Januar 2012
Zwei Tage nachdem das iranische Kulturministerium das „Haus des Kinos“ – die Berufsorganisation iranischer Filmschaffender – aufgelöst hat, kritisieren iranische Künstler diesen Akt als unrechtmäßig. Die Schließung des Verbandes sei ohne offizielle Gerichtsentscheidung als Alleingang des Ministeriums vollstreckt worden, so die Künstler. Die Berufsorganisation „Haus des Kinos“ wurde vor über zwanzig Jahren gegründet und hat etwa 5.000 Mitglieder. Sie hat sich vor allem im vergangenen Jahr, als viele iranische Filmschaffende verhaftet und wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ angeklagt wurden, für diese eingesetzt. Zwischen dem „Haus des Kinos“ und dem Kulturministerium gab es seit langem Meinungsverschiedenheiten. fh

Big Brother in Irans Internetcafés

06. Januar 2012
Die iranische Cyber-Polizei hat alle Besitzer von Internetcafés zu stärkeren Kontrollen ihrer Kunden verpflichtet. Der Anordnung zufolge müssen Besucher von Internetcafés sich in Zukunft mit ihrem Personalausweis registrieren lassen. Zudem muss die genaue Uhrzeit der Internetnutzung notiert werden. Die Cafés sollen künftig mit Überwachungskameras ausgestattet sein, deren Aufzeichnungen  für eventuelle Nachfragen der Cyber-Polizei sechs Monate lang aufbewahrt werden müssen. Mit den neuen Vorschriften sollten „Sicherheit für die Kunden von Internet-Cafés geschaffen, mögliche Schäden reduziert und die Inhaber geschützt werden“, heißt es in einer Erklärung der Cyber-Polizei. Kritiker fürchten hingegen mehr staatliche Überwachung von Internetusern. Die Cyber-Polizei wurde als Abteilung der iranischen Polizei ... mehr »

Offener Brief kritisiert Staatsoberhaupt Khamenei

05. Januar 2012
Ahmad Montazeri, Sohn des 2009 verstorbenen iranischen Regimekritikers Ayatollah Hossein Ali Montazeri, hat am Mittwoch, den 4. Januar, in einem offenen Brief das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei vor „falschen politischen Entscheidungen“ gewarnt. Gewalt und Unterdrückung seien nicht die richtigen Mittel, um die gegenwärtige politische Krise im Iran zu beenden, so Montazeri. Stattdessen solle man alle politischen Gefangenen freilassen, sich die Forderungen der Opposition anhören und die Führung nicht den Hardlinern überlassen. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass „dieser Weg mit einem bösen Absturz endet“, mahnte Montazeri den religiösen Führer Khamenei in seinem Schreiben. fh

Grundstückpreise im Iran um 25 Prozent gestiegen

05. Januar 2012
Die Rekordkurse bei Dollar- und Goldpreisen haben im Iran zu bis zu 25 Prozent höheren Grundstückspreisen geführt. Das berichtet die iranische Zeitung „Shargh“ in ihrer Ausgabe vom Mittwoch, den 4. Januar. Immobilienmaklern zufolge wollen viele Iraner ihr Geld derzeit in Grundstücken anlegen. Die Nachfrage vor allem bei kleineren Objekten sei stark gestiegen, während sich die Anzahl neu gebauter Häuser gleichzeitig im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent verringert hat. Ein weiterer Grund für die Preissteigerung ist Experten zufolge der Beginn der zweiten Phase des „Gesetzes zur Lenkung und Optimierung von Subventionen“ im Iran. Der Subventionsabbau führe bei vielen Waren und ... mehr »

Faezeh Hashemi zu sechs Monaten Haft verurteilt

03. Januar 2012
Faezeh Hashemi, Tochter des iranischen Ex-Präsidenten Hashemi Rafsanjani, wurde wegen  angeblicher „Propaganda gegen das iranische System“ am Dienstag, den 3. Januar, zu sechs Monaten Haft verurteilt. Zudem verhängte das Teheraner Gericht ein fünf jähriges Verbot jeder politischen Aktivität gegen sie. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur FARS am Dienstag. Die ehemalige Abgeordnete Hashemi steht unter starkem Druck, seit sie der Regierung nach den Präsidentschaftswahlen 2009 „Wahlfälschung“ vorgeworfen hatte. Erst kürzlich hat sie sich in dem Nachrichtenportal „Rouz Online“ erneut kritisch gegenüber der Regierung geäußert. fh

Kommandeur warnt vor „neuen Unruhen“

03. Januar 2012
Mohammad Ali Jafari, der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde, hat in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur MEHR vor neuen Aktivitäten der „Feinde der Revolution“ gewarnt. Ihm lägen Informationen darüber vor, dass zu den Parlamentswahlen im März vom Ausland aus systematisch Proteste organisiert würden, sagte Jafari. Damit wolle der Westen Irans Einfluss auf den „arabischen Frühling“ verringern, so Jafari weiter. Unterdessen haben die iranischen Reformer angekündigt, die bevorstehenden Parlamentswahlen wegen „fehlender Voraussetzungen für freie Wahlen“ zu boykottieren. Der unter Hausarrest stehende Oppositionsführer Mehdi Karroubi warf vergangene Woche den Regierenden vor, sie wollten „eine Scheinwahl inszenieren“. fh

Internet im Iran drastisch verlangsamt

03. Januar 2012
Der Internetverkehr im Iran funktionierte in der vergangenen Woche nur stark verlangsamt. Kritiker sehen einen Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des „nationalen Internets“, mit dem die iranischen Machthaber das World Wide Web verdrängen wollen. Die Opposition fürchtet, dass damit eine noch striktere Kontrolle von Regimekritikern möglich sei. Der Iran ist mit seiner massiven Onlinezensur nach wie vor führend in der Welt. Zehntausende Webseiten, die nach Ansicht der Regierung unerwünscht sind, werden bereits blockiert. Inzwischen hat das iranische Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie erklärt, man arbeite an der Verbesserung der Internetdienste und bemühe sich um Lösungen für die in letzter Zeit aufgetretenen Probleme ... mehr »

Ölpreise gestiegen

03. Januar 2012
Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg auf 108,65 US-Dollar (84 Euro). Das sind 1,27 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Händler begründen den Anstieg des Ölpreises mit der Drohung Irans, Öltransporte durch die Straße von Hormuz am Persischen Golf zu blockieren. Die iranische Regierung sieht in dem Preisanstieg dagegen die negative Reaktion auf die neuen Sanktionen, die US-Präsident Barack Obama am 31. Dezember gegen den iranischen Finanzsektor und die iranische Zentralbank verhängt hat. fh

Sechs Kinder unter zehn Jahren verheiratet

02. Januar 2012
Nach Angaben des Statistischen Zentrums der südiranischen Provinz Hormozgan sind dort in den vergangenen zehn Monaten sechs Kinder unter zehn Jahren verheiratet worden. Ihr Geschlecht wurde nicht bekannt gegeben. Immer noch werden in vielen Städten Irans als „frühreif“ betrachtete Mädchen ab dem Alter von neun Jahren verheiratet. Offiziell dürfen Frauen im Iran ab dem Alter von 13 Jahren, Männer frühestens mit 15 Jahren eine Ehe eingehen. Doch die Gesetzgeber haben den Behörden die letzte Entscheidung darüber überlassen, wann ein Mädchen heiraten darf. Kommen die zu dem Schluss, dass ein Mädchen „frühreif“ sei, kann es bereits im Alter von neun Jahren ... mehr »

Haus des iranischen Ex-Präsidenten verwüstet

02. Januar 2012
Unbekannte haben in der Silvesternacht das Haus von Abulhasan Banisadr in Versailles verwüstet. Wie das Büro des ehemaligen Präsidenten der Islamischen Republik Iran mitteilte, hätten die Täter die Scheiben eingeschlagen und seien so ins Haus gelangt. Die Bewohner waren zur Tatzeit nicht anwesend. Bereits am 26. November sollen zwei Unbekannte Banisadrs Ehefrau vor ihrem Haus angegriffen und im Gesicht verletzt haben. Die Familie lebt in der Regel unter der Aufsicht von Sicherheitsbeamten. Wie es zu den Vorfällen kommen konnte, ist noch unklar. Abulhasan Banisadr war von Januar 1980 bis Juni 1981 der erste Präsident der Islamischen Republik Iran. Doch fiel ... mehr »

Drei Jahre Haft für Frauenrechtlerin

02. Januar 2012
Einem Bericht des Nachrichtenportals Harana zufolge hat das Revolutionsgericht der nordiranischen Stadt Amol die Frauenrechtlerin Fereshteh Shirazi zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Außerdem soll sie ein siebenjähriges Ausreiseverbot bekommen haben. Laut Harana wurden Shirazi „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ und „Beleidigung von Offiziellen“ zur Last gelegt. Die Frauenrechtlerin ist Unterstützerin der Kampagne „Eine Million Unterschriften“, die sich gegen frauendiskriminierende Gesetze richtet. Sie sitzt seit September 2011 im Gefängnis. mm

Webseite des Ex-Präsidenten gesperrt

31. Dezember 2011
Die Webseite von Hashemi Rafsanjani, ehemaliger iranischer Präsident, ist nach Angaben von Mitarbeitern seines Büros seit dem 29. Dezember gesperrt. Ein paar Tage zuvor hätte eine „Internet- Überwachungsgruppe einige inhaltliche Änderungen gefordert“, sagte Mohammad Hashemi, Leiter des Büros. Unter anderem sollte Rafsanjanis Freitagspredigt nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009 gelöscht werden. Rafsanjani hatte damals vor einem Legitimitätsverlust der Islamischen Republik gewarnt und die Freilassung der politischen Gefangenen gefordert. Laut Rafsanjanis Büro habe man diese „überraschende und illegale Anfrage“ ignoriert, was zur Sperrung der Webseite geführt haben könnte. mm  

Wenige Kandidaten zu Parlamentswahlen

31. Dezember 2011
Am 30. Dezember endete die Registrierungsfrist für die Kandidaten bei den bevorstehenden iranischen Parlamentswahlen. Nach Angaben des Wahlkomitees des iranischen Innenministeriums bewarben sich 5.283 Kandidaten, darunter 390 Frauen. Parvin Ahmadinejad, die Schwester des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, kandidiert im Wahlkreis Garmsar, ihrem Geburtsort, meldete die Nachrichtenagentur ISNA. Parvin Ahmadinejad ist zurzeit Mitglied des Teheraner Stadtrats. Bei den Parlamentswahlen im Jahr 2007 lag die Anzahl der Kandidaten bei 7.597. Reformisten nehmen an der bevorstehenden Wahl nicht teil. mm

Deutschland weiterhin auf Platz 4 bei Exporten in den Iran

29. Dezember 2011
In den ersten neun Monaten des laufenden iranischen Jahres importierte das Land Waren im Wert von 44,724 Milliarden US-Dollar. Das sind 5,75 Prozent weniger als im gleichen  Zeitraum des vergangenen Jahres. Nach Angaben des iranischen Zollamts sind die Vereinigten Arabischen Emirate mit 14,596 Milliarden US-Dollar größter Exporteur in den Iran. Deutschland exportierte Waren für 2,710 Milliarden Dollar in den Iran und ist damit nach China (5,228 Milliarden) und Südkorea (3,519 Milliarden) viertgrößter Exporteur in das Land. fn  

Sanktionen gegen zwei weitere iranische Generäle

29. Dezember 2011
Wie das US-amerikanische Finanzministerium am Dienstag, den 27. Dezember, mitteilte, wurden gegen zwei weitere hohe iranische Militärkommandeure Sanktionen verhängt. Es handelt sich dabei um Hassan Firoozabadi und Abdolah Araghi. Firoozabadi ist Stabschef des iranischen Militärs, Araghi Befehlshaber der iranischen Revolutionsgarde. Die USA unterstützten mit den Sanktionen die iranische Bevölkerung im Kampf für Gerechtigkeit, heißt es in der Begründung der Sanktionen durch das Finanzministerium. fn  

Acht Jahre Haft für bekannten iranischen Oppositionellen

29. Dezember 2011
Ein iranisches ”Revolutionsgericht” hat Ebrahim Jazdi, den Vorsitzenden der ”Bewegung für die Freiheit des Iran”, zu acht Jahren Haft und fünfjährigem Ausschluss von allen Bürgerrechten verurteilt. Der fast Achtzigjährige wurde seit der umstrittenen Präsidentenschaftswahl im Jahr 2009 insgesamt drei Mal verhaftet. Das Gericht warf ihm vor, ”Lügen über die politische Lage im Iran verbreitet und gegen die nationale Sicherheit agiert zu haben”. Jazdi erkannte die Befugnis des ”Revolutionsgerichts” nicht an. Er vertrat die Ansicht, dass ihm ein öffentlicher Prozess vor einem Zivilgericht gemacht werden solle. fn  

”Vorschiebung der Sanktionen wegen der Verleugnung des Holocaust”

29. Dezember 2011
Der iranische Abgeordnete Fazel Mousavi, Mitglied der Reformerfraktion und Sekretär des Petitionsausschusses des iranischen Parlaments, hat den iranischen Präsident Mahmoud Ahmadinejad aufgefordert, aufzuklären, was seine Regierung mit den 1.400 Miliarden US-Dollar gemacht habe, die in den vergangenen sechseinhalb Jahren durch Öl- und andere Exporteinnahmen erwirtschaftet worden seien. Mousavi kritisierte zudem Ahmadinejads Äußerungen zu den gegen den Iran verhängten Sanktionen, die der Präsident als wirkungslos bezeichnete, und auch dessen wiederholte Leugnung des Holocaust. Die Leugnung habe dazu geführt, dass die Sanktionen ”zehn Jahre früher als erwartet verhängt wurden”, so Mousavi. fn  

Milchprodukte 10 Prozent teuerer

28. Dezember 2011
Nach Angaben des Geschäftsführers des iranischen Milchwirtschaftsverbandes, Majid Alidad, hat der Mangel an Rohmilch im Iran zu einer Preiserhöhung von etwa 10 Prozent bei Milchprodukten geführt. Alidad sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ISNA, die Michwirtschaft sei am Rand des Zusammenbruchs. Das iranische Amt für Verbraucherschutz teilte mit, dass der Milchpreis „ohne unsere Zustimmung erhöht worden“ sei und das Amt dagegen vorgehen werde. Seit der Abschaffung staatlicher Subventionen seien Milchprodukte im Iran um 28 Prozent teurer geworden, meldet ISNA. mm  

Karroubi bezeichnet die Wahlen als „Schwindel“

28. Dezember 2011
Mehdi Karroubi, einer der iranischen Oppositionsführer  hat erklärt, die iranische Regierung versuche mit den bevorstehenden Parlamentswahlen die Fälschungen der Präsidentschaftswahl von 2009 zu wiederholen. Der unter Hausarrest stehende Politiker sagte in einem Telefonat mit seiner Frau, die Regierenden seien sich der „Unzufriedenheit des Volkes bewusst“ und wollten „eine Scheinwahl inszenieren“. Karroubi steht seit Februar 2011 unter Hausarrest. Nach Angaben seiner Frau darf er neuerdings die Tagespresse lesen und die Sendungen des staatlichen Fernsehens verfolgen, was ihm bis vor kurzem verwehrt war. mm  

Wieder 12 Menschen hingerichtet

27. Dezember 2011
Im Zentralgefängnis von Urmia im Nordwesten des Iran sind am 24. Dezember sieben Menschen gehängt worden. Dem kurdisch-iranischen Nachrichtenportal Mukrian zufolge waren sie wegen Drogenhandels vom islamischen Revolutionsgericht zum Tod verurteilt worden. Mukrian berichtet weiter, die Hinrichtungen hätten „in Abwesenheit von Anwälten“ stattgefunden. Am 26. Dezember wurden dem Nachrichtenportal Hrana zufolge in Shahrood im Nordwestiran aus dem gleichen Grund fünf weitere Menschen hingerichtet. mm    

Erste Kandidaten für die Parlamentswahlen

27. Dezember 2011
Laut der Nachrichtenagentur ISNA sind die meisten Kandidaten für die nächsten Parlamentswahlen im Iran zwischen 30 und 35 Jahre alt. Das Wahlkomitee des iranischen Innenministeriums teilte zudem mit, die Mehrheit der bislang 710 registrierten Kandidaten habe „einen hohen akademischen Grad oder einen Doktortitel“. Berichten iranischer Medien zufolge haben sich auch einige Reformer als parteilose Kandidaten für die Parlamentswahlen registrieren lassen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur FARS handelt es sich bei der überwältigenden Mehrheit der Kandidaten aber um Anhänger von Staatsoberhaupt Ayatollah Khamenei und von Präsident Mahmoud Ahmadinejad. mm    

Revolutionsgardist kritisiert die politische Situation in Teheran

27. Dezember 2011
Der Kommandant der iranischen Revolutionsgarde, Mohammad Ali Jafari, hat die kulturelle und politische Atmosphäre in Teheran kritisiert. „Bezogen auf islamische und revolutionäre Aspekte ist Teheran in keinem guten Zustand“, klagte Jafari. Laut der Nachrichtenagentur FARS forderte er mehr Aufmerksamkeit für Sicherheitsfragen in Teheran. Kürzlich hatte der iranische Informationsminister Heydar Moslehi vor neuen Unruhen im Land gewarnt. mm  

Christen in Ahvaz festgenommen

24. Dezember 2011
Sicherheitskräfte stürmten am 23. Dezember die Hauskirche von einer zum Christentum konvertierten Familie in Ahwaz im Südwesten des Iran. Der Pastor der Hauskirche, Farhad Sabokrooh, und seine Frau seien gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern festgenommen worden, berichtet das Nachrichtenportal Harana. Es heißt dort weiter: „Maskierte Männer haben alle Computer und Handys  beschlagnahmt.“ Es gebe derzeit keine Informationen über Sabokrooh und die anderen Festgenommenen, die mit Bussen an einen unbekannten Ort gebracht worden seien, schreibt Harana. mm  

Reza Shahabi beendet Hungerstreik

24. Dezember 2011
Der inhaftierte Gewerkschafter Reza Shahabi hat nach dreißig Tagen seinen Hungerstreik im Krankenhaus beendet. Nach Angaben der Internetseite der Teheraner Busfahrer-Gewerkschaft wurde Shahabi am 22. Dezember ins Krankenhaus eingeliefert und auf der Intensivstation betreut. Auf Bitten seiner Familie und vieler Arbeiteraktivisten erklärte er sich am 23. Dezember bereit, seinen Hungerstreik zu beenden. Shahabi leidet an schweren Nacken- und Wirbelsäulenerkrankungen und muss dringend operiert werden. Er befindet sich seit Juni 2010 ohne Gerichtsverfahren im Teheraner Evin-Gefängnis. mm  

Registrierung der Kandidaten für die Parlamentswahlen

24. Dezember 2011
Am 24. Dezember hat die Registrierung der Kandidaten für Parlamentswahlen begonnen. Der Glaube an den Islam und die islamische Republik gelten als wichtigste Voraussetzungen für eine Zulassung zur Kandidatur. Gläubige anderer Religionen müssen in ihrem Glauben „standhaft“ sein. Laut dem iranischen Innenministerium endet die Frist für die Registrierung am 30. Dezember. Die Wahl für die insgesamt 290 Sitze des iranischen Parlaments wird Anfang März 2012 stattfinden. Iranische Reformparteien nehmen nicht an der Wahl teil. mm

Webseite der britischen Botschaft in Teheran gesperrt

24. Dezember 2011
Dem britischen Außenministerium zufolge ist der Zugriff auf die Webseite der Britischen Botschaft in Teheran blockiert worden. Wer die Internetseite der Botschaft besuchen wolle, werde automatisch auf eine staatliche iranische Webseite umgeleitet. „Das ist ein weiterer Beweis für die Welt, dass die iranische Regierung Meinungsfreiheit und Menschenrechte unterdrückt“, sagte der britische Außenminister William Hage in einer Erklärung am 23. Dezember. Die iranischen Behörden haben auf diese Aussagen bislang nicht reagiert. mm  

Wieder Löwenbaby in Teheraner Vorort gefunden

23. Dezember 2011
Ein sieben Monate altes Löwenbaby wurde am 22. Dezember im Westen Teherans gefunden. Laut der Nachrichtenagentur ISNA befindet sich der am Fuß verletzte junge Löwe in schlechtem Gesundheitszustand. Dies ist das dritte Löwenbaby, das in den vergangenen zwei Wochen in Teheraner Vororten gefunden wurde. „Offenbar stammen die Löwen aus privater Haltung und deren Besitzer waren nicht mehr in der Lage, die ausgewachsenen Tiere weiterhin zuhause zu halten“, zitiert die Nachrichtenagentur INSA einen Leiter der Feuerwehr. mm  

23 Monate Haft wegen Interview mit Presse

23. Dezember 2011
Laut reformorientierter Nachrichtenwebsites ist die Mutter eines inhaftierten Menschenrechtsaktivisten wegen Interview mit oppositionellen Medien zu 23 Monaten Haft verurteilt worden. In den Interviews hatte sie über den Zustand ihres Sohnes berichtet. Das Urteil wurde am Islamischen Revolutionsgericht in Kerman gegen Parvin Mokhtare, die Mutter des Menschenrechtsaktivisten Kuhyar Goodarzi, gesprochen. Mokhtare, der auch Propaganda gegen die Islamische Regierung vorgeworfen wird, befindet sich bereits seit fünf Monaten im Kermaner Gefängnis, wo ihr ein Anwalt vorenthalten wird. Ihr Sohn befindet sich nach Angaben von Amnesty International seit August 2011 im Evin-Gefängnis. mm  

Arbeiterproteste in Shiraz

23. Dezember 2011
Mehr als 2.000 Beschäftigte der Telekommunikationswerke in Shiraz protestieren seit sechs Tagen beim Gouverneur der Provinz Fars gegen Rückstände in ihren Lohnzahlungen. Nach Angaben der Zeitung Sharg veranstalteten die Protestierenden ein Pfeifkonzert, um auf ihre Forderung aufmerksam zu machen. Die Nachrichtenagentur FARS meldete, die Arbeiter hätten seit über 26 Monaten keinen Lohn mehr erhalten. Hashem Shamshiri, der Vorsitzende des Rates für Beschäftigung, forderte das Parlament auf, auf die Forderungen der Arbeiter einzugehen. mm  

Reformpartei nimmt nicht an Wahlen teil

23. Dezember 2011
Irans größte reformistische Partei „Mosharekt“ möchte nicht an den nächsten Parlamentswahlen im Februar 2012 teilnehmen. In einer Erklärung hieß es, der Grund seien fehlende Voraussetzungen für freie Wahlen: „Wenn die Stimme der Wähler nicht zählt, wäre die Teilnahme an Wahlen bedeutungslos.“ Nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 erklärte Irans Innenministerium die Aktivitäten der Partei für illegal. mm

Iranische Währung im Rekordtief

21. Dezember 2011
Die iranische Währung verliert immer mehr an Wert. Am Dienstag erreichte sie ein Rekordtief: Ein US-Dollar kostete erstmals 15.500 Rial. Innerhalb von vier Tagen stieg der Wert des US-Dollars in Irans Wechselstuben damit von 13.800 auf 15.500 Rial. Unterdessen versucht die iranische Zentralbank, den Wertverlust auf dem freien Markt zu regulieren und gibt als offiziellen Kurs 11.000 Rial an. Finanzexperten halten diese Maßnahme allerdings für wirkungslos, da der Rial bereits im November um 30 Prozent an Wert verloren habe. fh

Unser Sohn ist kein CIA-Agent“

21. Dezember 2011
Die Familie Hekmati bestreitet die Vorwürfe der iranischen Regierung, ihr Sohn Amir-Mirza Hekmati sei CIA-Agent. In einem offenen Brief erklärt die Familie, dass ihr Sohn vor etwa 100 Tagen zum ersten Mal in den Iran gereist sei, um seine Großmutter zu besuchen. Mitte August 2011 sei er dann in Teheran festgenommen worden. „Mit dem Versprechen, ihn bald wieder freizulassen, verpflichtete uns damals die iranische Regierung zu einem Schweigegebot“, erklärt die Familie Hekmati. Im Gegensatz dazu behauptete die iranische Regierung, den 28-Jährigen am 17. Dezember beim Grenzübertritt festgenommen zu haben. Einen Tag später habe Hekmati im iranischen Staatsfernsehen zugegeben, für den ... mehr »

Todesfälle durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen verdoppelt

21. Dezember 2011
Im Vergleich zum Vorjahr sind im Dezember 2011 die Todesfälle durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen um 54 Prozent gestiegen. Dies gab Ahmad Shojaei, Präsident der “Legal Medicine Organization of Iran“, bekannt. Laut des Nachrichtenportals Tabnak liegen die Gründe dafür bei Sicherheitsmängeln in den Gas- und Heizungsrohren. Die meisten Rohre seien nicht ausreichend abgedichtet, weshalb es immer wieder zu Kohlenmonoxid-Austritten komme. Allein in den vergangenen sechs Jahren seien 5000 Menschen im Iran durch defekte Gas- und Heizungsleitungen gestorben. Das farb- und geruchlose Gas Kohlenmonoxid wirkt schnell und ist oft tödlich. fh

Kein Treibstoff für Iran Air an europäischen Flughäfen

21. Dezember 2011
Die Fluggesellschaft Iran Air hat Schwierigkeiten, ihre Flugzeuge in Europa betanken zu lassen. An 13 europäischen Flughäfen, unter anderem in Hamburg, Köln und Frankfurt, verweigere man diese Dienstleistung, sagte Farhad Parvaresh, Geschäftsführer von Iran Air. Insgesamt habe die iranische Fluggesellschaft 33 internationale Flugziele. Die Verschärfung der Sanktionen in den vergangenen Monaten durch den UN-Sicherheitsrat, die USA und die EU stellen den iranischen Luftverkehr vor drastische Probleme. Als  Präsident Ahmadinedschad im September 2011 nach New York fliegen wollte, musste seine Maschine daher in Mauretanien zwischenlanden. fh

Petition zur Freilassung eines iranischen Journalisten

20. Dezember 2011
Mehrere iranische Journalisten haben in einem offenen Brief die sofortige Freilassung ihres Kollegen Hassan Fathi gefordert. Nach mehr als vier Wochen gebe es immer noch kein Lebenszeichen von ihm, beklagen die Unterzeichner. Der freie Journalist Hassan Fathi wurde am 12. November 2011 nach einem Interview mit dem persischprachigen Fernsehsender der britischen BBC in seiner Wohnung in Teheran von unbekannten Männern festgenommen. In dem telefonischen Gespräch hatte Fathi über die Explosion eines Waffenlagers der Revolutionsgarde berichtet. fh

Amerikanischer Staatsbürger als „CIA-Agent“ festgenommen

20. Dezember 2011
Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte am Dienstag die Festnahme von Amir-Mirza Hekmati im Iran und forderte die sofortige Freilassung des amerikanischen Staatsbürgers. Hekmati soll am Sonntag zugegeben haben, für den US-amerikanischen Auslands-Geheimdienst CIA gearbeitet zu haben, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Der Amerikaner sei dem iranischen Abwehrdienst bereits in Afghanistan aufgefallen, als er sich auf der US-Luftwaffenbasis Bagram aufgehalten habe. Hekmati wurde beim Grenzübertritt in den Iran am 17. Dezember festgenommen. Zuletzt hatte Teherans Staatsanwalt gemeldet, es seien etwa 15 weitere „Agenten“ entdeckt worden, die für die USA und Israel gearbeitet hätten. Der 28-jährige Hekmati wurde im US-Staat Arizona geboren und hat iranische Wurzeln. fh

Eröffnung von Frauen-Universität für Basiji

20. Dezember 2011
Für weibliche „Basji-Anhänger“ soll es im Iran künftig eine Frauen-Universität geben. Die Leiterin der Frauen-Forschungsinstitute für „Basji“, Zohreh Forghani, kündigte der FARS-Nachrichtenagentur an, die Universität solle schon bald eingeweiht werden. Die notwendige Vereinbarung mit dem zuständigen Wissenschaftsministerium sei bereits erfolgt. In der „geschlechtergetrennten Universität“ sollen die Basiji-Frauen vor allem für den wissenschaftlichen Bereich mobilisiert werden, betonte Forghani. Die Basiji-Miliz ist eine iranische Freiwilligenorganisation zur Unterstützung der islamischen Regierung. Sie gehört zu den wichtigsten Zweigen der Revolutionsgarde. Auch Frauen jeden Alters können sich den regierungsloyalen „Basiji“ anschließen. fh

Asghar Farhadi Juror bei Berlinale 2012

20. Dezember 2011
Der iranische Drehbuchautor und Filmregisseur Asghar Farhadi wurde am Montag als Juror für die Berlinale 2012 ausgewählt. Farhad Asgharis jüngster Film „Nader und Simin – Eine Trennung“ gewann bei der 61. Berlinale 2011 den Goldenen Bären für den besten Film sowie beide Silbernen Bären für die beste männliche und weibliche Schauspielerleistung. Farhadis gesellschaftskritischer Film wurde auch bei 22 weiteren internationalen Filmfestivals ausgezeichnet und Anfang Dezember diesen Jahres in der Kategorie „ausländischer Film“ für die Golden Globes 2012 nominiert. fh

8000 arbeitslose Ärzte im Iran

19. Dezember 2011
Im Iran sind derzeit etwa 8000 Allgemeinärzte arbeitslos. Das berichtete der Vizepräsident der iranischen Ärztekammer, Alireza Zali, der Nachrichtenagentur Mehr. Wegen mangelnder Arbeitsplätze seien viele Hausärzte in nicht-medizinischen Bereichen tätig, so Zali. Derzeit komme auf 4000 Menschen in den iranischen Dörfern lediglich ein Arzt. Deshalb fordert Zali, die Ärzteanzahl in ländlichen Gebieten zu vervierfachen und eine bessere Bezahlung für die Ärzte in der Forschungsarbeit einzuführen. mm

Sieben Jahre Haft für eine Bahai-Anhängerin

19. Dezember 2011
Zohre Nikaeen, eine Bahai-Anhängerin, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dies teilte das  islamische Revolutionsgericht in der Stadt Semnan mit. Nikaeen wurde Propaganda gegen die islamische Regierung und die Einrichtung eines Ethik-Unterrichts für Kinder von Bahai vorgeworfen. Sie wurde im März 2011 verhaftet und nach ein paar Wochen gegen eine Kaution in Höhe von 70.000 Euro vorübergehend freigelassen. Gegen das vorgelegte Urteil  könnte Nikaeen innerhalb von drei Wochen Einspruch einlegen. Über 300.000 Bahai leben im Iran. Sie bilden die größte religiöse Minderheit des Landes und werden von der Regierung wegen ihres Glaubens verfolgt. mm

Zerstörung und Plünderung von Kulturgütern im Iran

19. Dezember 2011
Die iranische Archäologie-Gemeinde berichtet, dass „Altertümer“ in Sistan-Belutschistan weitgehend zerstört worden sind. Laut der Internetseite der Gemeinde haben Unbekannte ausgegrabene alte Münzen in Afghanistan verkauft. Die Plünderung und Zerstörung habe sich im Beisein von Wächtern abgespielt, so die Gemeinde. So etwas könne nur durch die Unaufmerksamkeit der Polizei und der Verantwortlichen des iranischen „Kulturerbes“ geschehen, klagt die Gemeinde an, und bezeichnet die Vorkommnisse als „katastrophal“. mm

Besuchsverbot für Oppositionelle in Haft

17. Dezember 2011
Gegen 36 politische Gefangene wurde ein Besuchsverbot verhängt. Das meldet die der Opposition nahestehende Internetseite „Kalameh“ am Freitag. Ein Beamter soll den Angehörigen mitgeteilt haben, dass dies eine direkte Entscheidung des Teheraner Staatsanwalts Abbas Jafar Doulatabadi sei, berichtet „Kalameh“. Die 36 inhaftierten Regimegegner hatten vor kurzem in einem offenen Brief die fehlende Meinungsfreiheit für die bevorstehenden  Parlamentswahlen im März 2012 heftig kritisiert. Darin bezeichneten sie „Ahmadinedschads Regierung“ als absolut „korrupt“ und setzten das derzeitige „iranische Parlament“ mit „Mubaraks Parlament“ vor dem arabischen Frühling in Ägypten gleich. fh

Umweltkatastrophe am Kaspischen Meer

17. Dezember 2011
Anlässlich des neuen Funds von riesigen Gasfeldern im Kaspischen Meer warnen iranische Umweltschützer vor mehr Ölverschmutzung. Vor allem die Seehunde seien vom Aussterben bedroht, etwa 90 Prozent des Bestands von rund einer Million seien in den letzten Jahren Opfer der Ölverschmutzung geworden, mahnen die Experten. Das ständige „Bohren nach neuem Öl und Gasfeldern“ sei dafür die Hauptursache. Das iranische Ölministerium meldete in der vergangenen Woche die Entdeckung eines Gasfeldes mit geschätztem 15 Billionen Kubikmeter Gas in einer Tiefe von 700 Metern an der Seegrenze des Irans im Kaspischen Meer. fh

Persischsprachige Massenmedien im Exil

17. Dezember 2011
Über 1.200 persischsprachige Satellitenprogramme aus dem Ausland machen „Propaganda“ gegen die „Iranische Regierung“: Das behauptet Ali Akbar Masoud Pour, Stellvertreter des iranischen Kulturministers im Parlament, und fordert bessere „Bekämpfungsmaßnahmen“. Iran wirft nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen von 2009 vor allem Sendern wie BBC Farsi und VOA Farsi ein „Aufhetzen der Bevölkerung“ und „Unterstützung der iranischen Opposition“ vor. Viele Sender aus dem Ausland, unter anderem auch diese beiden Programme, werden deshalb systematisch durch Störsignale von der Regierung unterbrochen. fh

Radioaktives Material im Gepäck

17. Dezember 2011
Bei einem Reisenden von Moskau nach Teheran sind 18 Metallgegenstände mit radioaktiver Strahlung gefunden worden. Das teilte der russische Zoll am Freitag mit. Die Ermittlungen laufen, aber Angaben zum Datum des Vorfalls oder der Identität des Passagiers gab der Zoll nicht bekannt. Zudem liegen derzeit keine Angaben zur möglichen Verwendung des Materials vor. Der Iran wird vom Westen verdächtigt, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. fh

Anklage gegen Ayatollah Khamenei

16. Dezember 2011
Reza Pahlavi, der Sohn des gestürzten Schahs, will den UN-Sicherheitsrat bitten, das religiöse Oberhaupt  des Irans, Ayatollah Khamenei, vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuklagen. Irans oberster Führer sei für zahlreiche „Hinrichtungen“, „Folter von Oppositionellen“ und die „systematische Menschenrechtverletzung“ im Iran verantwortlich, erklärte der 51-Jährige am Donnerstag in Paris. Er werde seine Vorwürfe gegen Khamenei an den UN-Sicherheitsrat weiterleiten, so Pahlavi. Da der Iran dem Abkommen über den 2002 gegründeten Strafgerichtshof nicht beigetreten ist, fällt er nicht unter dessen Jurisdiktion es sei denn, der Sicherheitsrat bringt das Land vor Gericht. fh

Inhaftierter Gewerkschaftler in Lebensgefahr

16. Dezember 2011
Der inhaftierte Teheraner Busgewerkschaftler Reza Shahabi wurde in Folge seines dreiwöchigen Hungerstreiks ins Krankenhaus eingeliefert. Dies sagte seine Schwester in einem Interview mit BBC-Farsi. Trotz akuter Lebensgefahr wolle Shahabi seinen Hungerstreik weiterhin fortsetzen, erklärte sie nach dem Besuch ihres Bruders im Krankenhaus. Shahabi sitzt seit neunzehn Monaten im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis. Bis heute wartet der Aktivist auf ein Gerichtsverfahren. Gewerkschaftler werden im Iran von der Regierung systematisch eingeschüchtert. Ihnen werden meist "Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit" vorgeworfen. Die gegen Shahabi erhobenen Vorwürfe lauten „Kontakte zum Ausland und zum Westen“. fh

Neues Buch über iranische Frauen im Gefängnis

16. Dezember 2011
Die renommierte iranische Journalistin und Frauenrechtlerin Jila Bani Yaghoub schildert in ihrem neuen Buch „Die Frauen von Trakt 209″ ihre Zeit im Teheraner Evin-Gefängnis. Mit diesem Buch will sie vor allem versuchen, die „historischen Ereignisse“ ihrer Zeit zu dokumentieren, schreibt sie im Vorwort. Bani Yaghoub wurde mehrmals verhaftet, zuletzt 2010 zusammen mit ihrem Ehemann Bahman Ahmadi Amouie, auch Journalist. Bani Yaghoub musste sechs Monate im Gefängnis verbringen und wurde mit einem 30-jährigen Arbeitsverbot als Journalistin belegt, weil sie die Regierung Ahmadinejad kritisiert hatte. fh

Iranischer Film nominiert für den Golden Globes

16. Dezember 2011
Der Kinofilm „Nader und Simin - Eine Trennung“ des iranischen Regisseurs Farhad Asghari wurde in der Kategorie „Ausländischer Film“ für den Golden Globes 2012 nominiert. Die 69. Golden Globes finden am 15. Januar 2012 statt; sie gelten als Vorzeichen für die kommenden Oscar-Verleihungen. Der gesellschaftskritische Film von Farhad Asghari gewann 2011 bereits bei den 61. Internationalen Filmfestspielen von Berlin den Goldenen Bären für den besten Film sowie beide silbernen Bären für die beste männliche und weibliche Schauspielerleistung. fh

Hinrichtungen wegen Drogendelikten verdreichfacht

15. Dezember 2011
Im Iran sind nach Angaben von Amnesty International 2011 bereits 600 Menschen hingerichtet worden. Dem Bericht zufolge habe sich besonders die Zahl der vollstreckten Todesurteile im Bereich Drogenkriminalität mit 488 seit 2009 verdreifacht. Betroffen seien besonders Angehörige von Minderheiten und Ausländer. Amnesty forderte die westlichen Staaten auf, sich "entschieden" gegen die Todesstrafe bei Drogendelikten einzusetzen. fh